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Uni Wien: Bachelor IE wird voraussichtlich gestrichen

15.12.2011 | 12:53 |   (DiePresse.com)

Studenten demonstrieren am Donnerstag für die Beibehaltung des Bachelorstudiums Internationale Entwicklung.

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Für ein Weiterbestehen des Bachelorstudiums "Internationale Entwicklung" (IE) an der Universität Wien begehen heute, Donnerstag, Studenten einen Aktionstag inklusive Demonstration, Diskussionen und "Spontanaktionen". Protestiert wird "gegen die Abschaffung des Bachelors und für einen ausfinanzierten Studiengang IE". Um 14.30 wollen die Demonstranten vom Uni-Campus Richtung Wissenschaftsministerium ziehen.

Nachdem die Uni Wien den für Herbst 2012 geplanten Start des IE-Masterstudiums verschoben hatte und die Bachelor-Absolventen für die Fortführung ihres Studiums protestierten, steht nun die Ablösung des Bachelorstudiums durch einen Master im Raum ("Die Presse" berichtete). "Kritische Forschung und Lehre muss an den Hochschulen Platz und Ressourcen bekommen", warnt die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH). "Es darf nicht sein, dass die Verantwortlichen gerade Studien, die kritisches Denken fördern, streichen."

"Voraussichtlich kein Bachelor"

Das Rektorat bestätigt, dass es künftig "voraussichtlich kein Bachelorstudium 'Internationale Entwicklung' mehr geben wird" und stattdessen ein Masterstudium eingeführt werden soll. Final beschlossen sei jedoch noch nichts, "die Universität Wien diskutiert derzeit so wie alle anderen österreichischen Unis in Vorbereitung zur nächsten Leistungsvereinbarungsperiode den Entwicklungsplan". In den Überlegungen zum Studienangebot fließe auch die Qualität des Studiums ein, und diese "ist im Bereich der Betreuungsqualität im IE-Bachelorstudium nicht sichergestellt".

Derzeitige IE-Bachelorstudenten müssen indes nicht um die Fortführung ihres Studiums bangen. "Alle, die jetzt ein IE-Studium begonnen haben, können das Studium auch abschließen", wird vonseiten des Rektorats klargestellt. Künftig sollen Interessenten IE als ein von verschiedenen Bachelorstudien zugängliches Masterstudium absolvieren können. Bis zum Ende des Sommersemesters 2012 solle der finale Studienplan vorliegen.

(APA)

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15 Kommentare
Gast: Opfer 100
26.12.2011 14:04
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Die Univesitäten werden also der IV unterstellt.

Kürzere Studienzeiten, wie z.B. ein Bachelor nur an Wochenenden in zwei Semestern werden gefordert. Hier sollte eine gezielte Einarbeitung auf die Maschinen erfolgen mit denen dann auch später gearbeitet werden kann. Auch einen eigenen IT Schwepunkt sollte es geben, der parallel dazu ebenfalls nur an einem Tag am Wochenende angeboten wird.

Nicht "Bachelor",

sondern je nach natürlichem Geschlecht
"Bakkelaureus"oder "Bakkelaurea" sollte dieser akademische Grad hierzulande lauten!

Nur ein Beispiel

aus den Forschungsschwerpunkten des Instituts:
"Kritik an der Reproduktion rassistischer Strukturen und Repräsentations-formen im Kontext der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit"
Ein Studium ohne Erwerbsaussichten für die linksgrüne Funktionärskaste!

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Re: Nur ein Beispiel

1968 waren es die Berufsaussichten nach einem Politikstudium.
Beide so nötig wie ein Kropf.

Gast: Mizzis Strizzi
16.12.2011 08:12
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KSA!

Sollen die Leute halt KSA (Kultur- und Sozialanthropologie) studieren und nebenbei Volkswirtschaft belegen (oder beides). KSA ist sowohl inhaltlich als auch methodisch um ein vieles anspruchsvoller und in den letzten Jahren auch sehr anwendungsorientiert geworden.

IE-AbsolventInnen haben leider oft weder von volkswirtschaftlichen Zusammenhängen noch von Politik oder wissenschaftlicher Arbeit Ahnung.

Re: KSA!

Das kann man bedingungslos unterschreiben. EZA-Experte ist spezifisch in Österreich jemand, der zu einer Gruppe von Personen gehört, welche sich gegenseitig EZA-Experten titulieren, aber in keiner Weise an spezifischen Erfahrungen oder Ausbildungen gemessen werden.

Re: KSA!

Hört sich nach einem vernünftigen Vorschlag an.

Gast: gast3c
15.12.2011 21:00
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Bätschla...

...das ist doch der Junggeselle mit der Rose?

Ob Bachelor oder Master

IE ist in seiner Substanz (bzw. in Ermangelung selbiger) ein Studium, das mehr durch weltverbesserische Träumereien als durch praktischen Nutzen besticht.

Die Arbeitsmarktchancen der Absolventen sind - abgesehen von steuerfinanzierten NGOs und Kulturvereinen - verschwindend gering.

Antworten Gast: zaza
15.12.2011 21:11
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Re: Ob Bachelor oder Master

@el barato
mich würde interessieren, worauf du deine annahmen aufbaust.
meiner meinung nach hat IE weniger mit träumereien als mit kritischem denken , weniger mit berufsausbildung als mit bildung zu tun und steht damit vermutlich dem bildungspolitischen trend entgegen.

Antworten Antworten Gast: Grummelbart2
16.12.2011 11:50
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Re: Re: Ob Bachelor oder Master

Inwieweit sind die Aussagen Ihres Vorredners mit den ihren im Widerspruch?

"Kritisches Denken" alleine ist wertlos, wenn nicht zumindest marginale Fachkompetenz in IRGENDEINEM Bereich dazukommt - man sollte schon wissen, WAS und WARUM man etwas kritisiert.

Im Übrigen: Kritisches Denken hat mE auch damit zu tun, dass man jederzeit bereit ist, den eigenen Standpunkt zu überdenken und so weiter. Und ich kann ihnen sagen: Das lernt man im - beispielsweise - Jusstudium intensiver als in - beispielsweise - poWi Studium.- Beides probiert, kein Vergleich.

Re: Re: Ob Bachelor oder Master

Meine "Annahmen" (= Fakten) beruhen auf:

a) dem Studienplan;
b) der Abwägung von Angebot vs. Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt;
c) der Beobachtung der Werdegänge von Absolventen.

Es steht Ihnen ja frei, sich "kritisches Denken" und "Bildung" anzueignen - aber bitte auf eigene Kosten, nicht auf meine (als Mitglied der steuerzahlenden Allgemeinheit).

Antworten Antworten Antworten Gast: Techniker
15.12.2011 22:38
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Re: Re: Re: Ob Bachelor oder Master

Meiner Meinung nach ist es eben genau umgekehrt: Berufsausbildung ist Privatvergnügen und sollte eher von jedem selber finanziert werden, dafür verdient man ja später auch mehr.

Allgemeinbildung über (Welt-)Politik und volkswirtschaftliche Zusammenhänge ist aber eine Verpflichtung jedes wahlberechtigten Bürgers an der Demokratie, welche sonst nicht funktioniert (wie man in Österreich sieht)
Politisches und wirtschaftliches Desinteresse in der Bevölkerung kommt dem Staat und damit der "steuerzahlenden Allgemeinheit" wesentlich teurer als ein paar Milliarden für die Unis.

Re: Re: Re: Re: Ob Bachelor oder Master

Prinzipiell haben Sie nicht unrecht.

2 Anmerkungen:

a) Politische Bildung mag zwar wichtig sein, ist allerdings, wie Sie richtig erkannt haben, ALLGEMEINBildung. Als Vollzeitstudium ohne Berufsperspektiven ist sie daher nicht brauchbar.

b) Bei politischer Bildung an Schulen, Universitäten etc. besteht immer die Gefahr von Vereinnahmung durch Ideologen... Bzw. ist das an der Uni Wien schon traurige Realität.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Techniker
16.12.2011 12:57
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Re: Re: Re: Re: Re: Ob Bachelor oder Master

a) Über das Studium IE oder andere vergleichbare Studien kann ich konkret nichts sagen. Ich habe lediglich auf Ihren Komentar geantwortet, denn meiner Meinung nach, sollte Allgemeinbildung sehr wohl im Interesse der gesamten Bevölkerung sein.
Ich habe selber nebenbei einige Lehrveranstaltungen in der Richtung besucht und das steht auch jedem offen, man muss ja nicht gleich ein ganzes Studium absolvieren, Vorlesungen sind ja meistens öffentlich.

b) Da gebe ich Ihnen Recht, aber in gewisser Weise betrifft das alle Medien/Informationsquellen.
Und das wird nur verstärkt wenn diese Studienrichtungen als Orchideenstudien an den Rand gedrängt werden.

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