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Plagiat: Stoiber-Tochter klagt ihren Doktor ein

08.02.2012 | 10:45 |   (DiePresse.com)

Die Uni Konstanz hatte Veronica Saß im Mai den Titel entzogen, weil erhebliche Teile Plagiate seien. Nun reicht sie Klage ein.

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Veronica Saß, Tochter des langjährigen CSU-Chefs Edmund Stoiber, will ihren Doktor zurück. Die Uni Konstanz hatte ihr im Mai den Titel entzogen, weil "erhebliche Teile der Arbeit Plagiate darstellen". Nun geht der Streit in die nächste Runde: Wie Spiegel Online berichtet, hat Saß beim Verwaltungsgericht Freiburg gegen die Aberkennung geklagt. Es dürfte allerdings schwierig werden, Argumente zu finden.

Saß, die im Jahr 2008 in Rechtswissenschaften promovierte, war das erste Ziel der Plagiatsjäger der Online-Plattform VroniPlag, auf der mittlerweile 18 Doktorarbeiten dokumentiert sind. Glaubt man der Seite, soll Saß unter anderem über fast 40 Seiten durchgängig einen anderen Aufsatz kopiert haben. Insgesamt fänden sich auf rund einem Viertel der Seiten Plagiate.

Plagiatsverdacht: Von Politikern, Promis und Professoren

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(Red.)

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10 Kommentare
wilko0070
09.02.2012 13:00
0 0

Ich würde Vroni vorschlagen,

sich entweder an die Universität Hildesheim (Dr. h. c. Carsten Maschmeyer) oder die Universität Marburg (Prof. h. c. Dr. Reinfried Pohl) mit einer kleinen "Aufmerksamkeit" zu wenden.

Gast: Drandinetum
08.02.2012 21:30
0 0

Da wird uns schwindelig

Und wenn bei einer Habilitation geschwindelt wurde und die Professoren wussten davon, was dann?

- Die Fakultät einsperren?
- Den Senat einsperren?
- Alle beteiligten Fachkollegen in Österreich einsperren?
- Wegschaun - weitermachen?

Gast: Der Notar
08.02.2012 16:48
2 0

Plagiatsprüfung

man möchte ja seinem Nachwuchs die Zukunft nicht verbauen, dh der Notar greift ein bischen in die Tasche und läßt die Arbeit seines Nachwuchses über eine Plagiatsdatenbank laufen. Hm, 8-10% Anteil von Plagiaten? Halt! Die Bibliographie wurde mitgeprüft. Es verbleiben 6 Seiten Prüfprotokoll. Man wundert sich, die sogenannte Originalquelle hat selbst abgeschrieben. Fünf (5!) Subquellen, die älteste aus dem Jahr 1993, die gleiche Textpassage betreffend. Der Notar schmunzelt. Und denkt an die faulen Säcke, die sich auf das "Ehrenwort" (im guten Glauben) der Diplomanten/Dissertanten verlassen.

Gast: Jurist98756
08.02.2012 15:53
3 0

Jurist

Bin ich froh, dass ich nur Rigorosen machen und keine Diss schreiben mußte um "Dr." zu werden.

Wie soll das Ziel klare und eindeutige Rechtsvorschriften zu haben, die ein Parlamentarier nicht nur beschließen sondern auch verstehen können muss erreicht werden und dennoch eine wissenschaftliche Bearbeitung dieser Gesetze durch eigenständige geistige Leistungen auf hohem Niveau (Diss.) vereinbart werden?

Entweder die Gesetze sind etwas wert, dann breauche ich darüber keine DIss oder sie sind Schrott (die meisten), dann soll das ein Richter oder ein klügerer Gesetzgeber in Ordnung bringen und nicht ein Student zurechtschmieren!!

Oder soll die Diss. alle über Strafhöhestatistiken, Rechtschreibfehler in Urteilen, NS-Rechtsgeschichte, das harte Lager in der Geschichte des Strafvollzuges und seine AUswirkungen auf die Rückfallhäufigkeit, usw geschrieben werden (schade ums Papier und die Zeit aller die das verfassen oder lesen).

Wissenschaftlich kann ich die Natur (Medizin, Atomphysik, usw ) erforschen oder die Geschichte aber nicht das geltende Recht - das hat (verdammt nochmal) einfach zu funktionieren!!!

Jurist

Antworten Gast: Dr. techn.
09.02.2012 15:11
0 0

Re: Jurist

Das erklärt warum vieles in unserem "Rechtsstaat" so ist wie es ist!

Und welche Ausbildung hat dann ein Richter oder ein "klügerer Gesetzgeber"?

Antworten Gast: Auch Jurist
09.02.2012 11:47
0 0

Re: Jurist

Erschütternd Ihre Meinung, Kollege.

Gast: DDDDDDDDDDDDDr. Spinnenweber
08.02.2012 14:07
3 0

Schämen soll sie sich!


Wien8
08.02.2012 13:33
1 2

Wenn die

ProfessorInnen, die damals - wohl wissend, wie Dissertationen entstehen - diese akzeptiert haben und trotzdem ihre Professuren nicht verlieren, warum sollten dann die DoktorandInnen ihre Titel verlieren?

Antworten Gast: Wien 18
08.02.2012 15:22
1 0

Re: Wenn die

Einfach falsch.

DissertandInnen verpflichten sich zu Redlichkeit - der Betreuer geht wohlwollend davon aus, dass dies auch so ist.

Eine bewährte Vorgangsweise.

Antworten Gast: ungutistdas
08.02.2012 14:49
2 0

Re: Wenn die

warum??

weil die professoren davon ausgingen, dass die klausel, die in jeder diplomarbeit und auch in jeder doktorarbeit steht, dass man alles selbst nach besten wissen und gewissen gemacht hat und nichts kopiert hat richtig ist - sie haben sich auf das ehrgefühl der dame verlassen - das war ein fehler und daher werden die arbeiten auch immer besser kontolliert mit edv-progammen usw.

im prinzip müsste man sie wegen betrug anklagen - sie hat sich ja einen akademischen titel erschlichen, das ist kein kavaliersdelikt

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