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WU-Campus: Van der Bellen auf der Baustelle

20.02.2012 | 18:15 |  MARTIN STUHLPFARRER (Die Presse)

Wiens Uni-Beauftragter Alexander Van der Bellen auf einer seiner seltenen offiziellen Missionen. Ein Lokalaugenschein auf der Baustelle des neuen WU-Campus. Christoph Badelt erklärt die Fortschritte.

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Wien. Bodenlanger, schwarzer Mantel. Roter Schal. Dicke Handschuhe. Festes Schuhwerk. Alexander Van der Bellen hat sich gut vorbereitet auf seine Mission. Die führt den Sonderbeauftragten für die Wiener Universitäten am Montag auf die Baustelle des neuen Campus der Wirtschaftsuniversität zwischen Messegelände und Prater. Dort erkundigt sich der Grüne über die Fortschritte beim Bau der neuen WU, deren Rohbau fast fertiggestellt ist.

 

„Wo ist die Cafeteria?“

Es ist einer der äußerst seltenen offiziellen Auftritte, seit Van der Bellen diesen Job übernommen hat. Und viele fragen sich: Was macht Van der Bellen überhaupt? Bei offiziellen Präsentationen zur Wiener Hochschulpolitik ist der grüne Übervater jedenfalls nie vertreten. „Ich habe genug zu tun“, meint Van der Bellen in seiner ruhigen, fast väterlichen Art. Am Nachmittag die Diskussion über eine Studie, die er in Auftrag gegeben hat. Dazu (wieder einmal) ein Treffen mit den Vertretern von Wien-Tourismus. Denn die Plakate am Flughafen stören Van der Bellen: „Wenn jemand in Wien landet, sieht er nur Plakate der Habsburger und die Werbung für ein Puff. Aber nichts vom Wissenschafts- und Forschungsstandort Wien.“ Hier will Van der Bellen aufräumen – Wien-Tourismus soll andere Plakate aufhängen.

Im Besucherzentrum erklärt WU-Rektor Christoph Badelt dem prominenten Besucher die Fortschritte. 180 Millionen Euro sind auf dem rund 90.000 Quadratmeter großen Grundstück bereits verbaut (Gesamtkosten: Rund 490 Mio. Euro), im Juli 2013 soll die WU an ihren neuen Standort übersiedeln, im Oktober 2013 eröffnen. Dort sollen künftig knapp 30.000 junge Menschen studieren. Van der Bellen hört andächtig zu.

Badelt erklärt das Konzept des WU-Campus. Van der Bellen unterbricht: „Gibt's dort auch eine Cafeteria?“ WU-Projektleiter Christoph Sommer reagiert sofort: „Natürlich!“

Neubau: Das wird die neue Wirtschaftsuni

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Die Wüste als Vorbild

Der Hintergrund: Die neue Wirtschaftsuniversität wurde mit zahlreichen, sogenannten Wasserlöchern (Kommunikationspunkten) geplant. Orte, an denen sich Studierende und Wissenschaftler oft treffen und austauschen können. Da gehört natürlich (nicht nur eine) Cafeteria dazu.

Die Idee dazu hatte Sommer während seines Afrikaurlaubs. Alle Tiere strömen in der Wüste von allen Richtungen zu den Wasserlöchern, agieren dort friedlich nebeneinander. Das will Sommer auch für die WU – nur ohne Löwen und Giraffen. Sommer: „Sozialräume sind wichtig!“ Dort erfolge ein wichtiger Informationsaustausch von Wissenschaftlern.

Die neue WU soll auch ein ökologischer Vorzeigebau werden. Für Heizung und Kühlung des riesigen Gebäudekomplexes wird das Grundwasser genutzt. Die Frischluftzufuhr in den Hörsälen drosselt automatisch, wenn weniger Studenten im Raum sind, Jalousien rollen automatisch vor die Fenster, um das Gebäude zu kühlen. Sommer erzählt auch von Bäumen, den zahlreichen Grünflächen – bei so viel Ökologie ist Van der Bellen begeistert. Später erzählt er: „Das wird ein ganz tolles Projekt.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.02.2012)

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23 Kommentare

„Wenn jemand in Wien landet, sieht er nur Plakate der Habsburger und die Werbung für ein Puff. Aber nichts vom Wissenschafts- und Forschungsstandort Wien.“

Die oesterreichische Massen-Unis ohne Zugangsregeln und ohne angemessene Finanzierung brauchen keine Werbung.
Es gibt natuerlich Staaten in welchen sich die Unis eine Werbung machen, dann aber die Studenten auswaehlen und an ihre Kapazitaeten anpassen koennen.

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Re: „Wenn jemand in Wien landet, sieht er nur Plakate der Habsburger und die Werbung für ein Puff. Aber nichts vom Wissenschafts- und Forschungsstandort Wien.“

Das Habsburger Plakat gehört übrigens zur scham- und geschmacklosesten "Werbung" überhaupt: "Wir haben zwar keine Könige und Kaiser mehr, aber noch ihre Juwelen". Stammt wahrscheinlich von einer Gangsterbande, die gerade einen Juwelier ausgeraubt hat. Die Puff-Werbung wirkt dagegen fast geschmackvoll.

Alexander Van der Bellen

Einer der letzten humanistische, weitsichtigen und nicht ausbeuterisch geprägten Politiker!

Re: Alexander Van der Bellen

... und wann wird er heilig gesprochen ?

2 1

Re: Re: Alexander Van der Bellen

Ein Gedenkstein zur Erinnerung an seinen Baustellenbesuch wird es vielleicht auch tun.

Re: Re: Re: Alexander Van der Bellen

Genau.
- wie Karl Lueger!
Freude schöner Götterfunke...

Gast: Der Steuerzahler
21.02.2012 20:32
2 0

Schade um sein Potential

statt der sauertöpfischen Glawischnig wäre mir ein van der Bellen als Parteichef bedeutend lieber.

Der derzeitige U-Ausschuss wäre ein aufgelegter Elfmeter für die Grünen und sie schaffen es nicht, ihn zu versenken.

Antworten Gast: Mrs. Thatcher
23.02.2012 15:14
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"I want my money back"

Die geplagten Steuerzahler werden zum Sparen aufgerufen, die hochdotierten Ex-Politiker mit Superpension, "Pensionisten"vertreter Khol und Blecha Charly (Lucona-Innenminister...!) "zeigen "Verständnis" für das Abräumen bei den gewöhnlichen Pensionisten, alle Abgaben und Gebühren in Wien wurden trotz der Einbußen für alle hinaufgeschnalut - aber der ebenfalls hochdotierte Ex-Politiker der Grünen visitiert huldvoll eine Uni-Baustelle!

Gehts noch?
Wir wollen unser Geld zurück!
Und unsere WÜRDE!

Führens den Alten ...

... auch mal äußerln?

3 2

Bodenlanger, schwarzer Mantel. Roter Schal. Dicke Handschuhe. Festes Schuhwerk. Alexander Van der Bellen

bekommt dafür die Kosten für diese Bekleidung umgehend aus den Mitteln der Arbeitskleidungverordung erstattet, auch wenn er die nur ein mal braucht !

Dafür ist das Desaster auch für ihn ein so tolles Projekt ;-)

Gast: Lachsack
21.02.2012 11:44
3 1

Den Komiker

hat man dort sicher gebraucht.....
Viel Geld für Nichtstun!

Einfach unpackbar

Die Habsburger-Plakate stören ihn also. Kein Wunder, handelt es sich dabei ja um uralte ÖSTERREICHISCHE Geschichte und das ist bei den sogenannten Grünen ja verpönt und gehört ausgelöscht (bis auf die angebliche "Erbschuld", diese Keule wird vom vereinigten linken Gesoocks bis zum St. Nimmerleinstag geschwungen werden).

Dass aber nicht zuletzt auch "die Habsburger" es sind, die Wien (und Österreich) Touristen und damit Einnahmen bringen, dürfte der Vertreter der Österreichvernadererpartie gefließentlich übersehen. Und diesen Einnahmen verdankt der Beste auch sein nicht unbeträchtliches Salär. :(

againstirgenwiedeppen

Da gehts nicht um Geschichtskosmetik, sondern um aktuelle Wahrnehmung. Wer sich mit Uraltgeschichte verhaften will, soll mit Holz heizen und in Ungarn Werdienst leisten.

1 5

Re: Einfach unpackbar

Van der Bellen: „Wenn jemand in Wien landet, sieht er nur Plakate der Habsburger und die Werbung für ein Puff. Aber nichts vom Wissenschafts- und Forschungsstandort Wien.“
P.S: Aus dem Übergehen der Puff-Werbung schliesse ich, dass für Sie Habsburger-Plakate und Puffwerbung kein Widerspruch sind. Einfach packbar!

Gast: Peter Lercher
21.02.2012 10:11
2 0

Wasserlöcher auf der Uni

Friedliches Treffen der wilden Tiere bei den Wasserlöchern in der Wüste. Wieviel Schwachsinn wird hier eigentlich noch verzapft wird. Bei welchem Wasserloch hat sich Herr Sommer mit den Tieren getroffen.

Gast: Volksvera.schung eines Grünen Heuchlers
21.02.2012 09:33
3 1

Damit outet der frech abcashende Versager Van der Bellen seine Arbeitsmoral und seinen Zynismus gegenüber dem geschröpften Steuerzahler

Weg mit den Bonzen!
Anständige Leute an die Macht!

Gast: für dumm verkauft
21.02.2012 08:19
7 0

Und dafür bekommt Van der Bellen

Zeitungsberichten zufolge von Häupls schamlos gebührenerhöhender Gemeinde Wien jährlich kein zusätzliches steuerpflichtiges Gehalt sondern zu seiner Steuerschonung ein Budget von 250.000 Euro an Steuergeld zur freien Verfügung, zusätzlich zu seiner ziemlich hohen Pension als Uniprofessor (üblicherweise 100 % des Letztbezuges!) und seiner üppigen Politikerpension?

Scheint mir der Kickback für das jahrelange Stillschweigen des nahezu arbeitslos viel Gehalt einstreifenden "Finanzpolitik"-Professors zu Schüssel+KHGs Raubzug gegen die Bevölkerung zu sein (Privatisierung des Volksvermögens, Nationalbank-Goldverkauf der uns jetzt teuer zu stehen kommt, schleichende Geldentwertung der Pensionen, kostspielige Migrantenflut, Chaos im Bildungs- und Gesundheitswesen, Konservierung der Uraltstrukturen, Implementierung m.E. mafiotischer Strukturen und wildwuchernde Korruption wohin man schaut, Medien-Manipulation und oktroyierte Einheitsmeinung, intransparente Parteienfinanzierung, null Umweltpolitik und Milliardenkosten wegen Kyoto u.v.a.m.).

Durch dieses opportunistische Stillschweigen Van der Bellens und damit Versagen der Opposition wurden das Florieren der Korruption und die jetzt bekanntwerdende Ausplünderung der Steuerzahler erst ermöglicht.

Derartigen Machtmißbrauch von Pharisäern lassen wir uns nicht mehr länger gefallen!

Irgendwie

muß der Herr Professor sein Gehalt rechtfertigen. Also schaut er halt einmal bei der Uni - Baustelle vorbei.

Wie viel kriegt Van der Bellen für den Job?


Gast: pro domo
20.02.2012 20:48
5 1

schad ums geld ...

grüne Geldvernichtung

Re: schad ums geld ...


So sind sie eben, die GrünInnen: Werfen unser Geld bei Versorgungsjobs mit vollen, "sauberen" Händen beim Fenster hinaus...

Gast: Kaa
20.02.2012 19:20
9 1

Sonderbeauftragter Van der Bellen, Sonderbeauftragte Vassiilakou ....

Der Sonderbeauftragte Herr Van Der Bellen sollte vielleicht auch einmal das DENKMALGESCHÜTZTE Otto-Wagner-Spitalsareal Steinhof „besuchen“!
Angeblich hat seine Parteigenossin, Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou,als Sonderbeauftragte für dieses wunderbare geschlossenen Jugendstilensemble, einen Uni-Campus „angedacht“

http://www.steinhof-erhalten.at/Medienberichte/kronenzeitung_2-2-2012.jpg

Hoffentlich beeilt sie sich mit dem Denken, unter der GRÜNEN Mitregentschaft in der Wiener Koalitionsregierung wurde das Zerstörungswerk bereits begonnen – die internationale Finanzierungs-Firma VAMED baut in Windeseile INNERHALB der Steinhofmauer eine Bettenburg im DDR-Plattenbau-Stil samt Pyramidenstumpf-Wellneßtempel.

Herr Van der Bellen wird sich beeilen müssen, wenn er die Habsburg- und Puf.f-Plakate noch gegen ein Plakat mit dem Bild der berühmten Otto-Wagner-Kirche mit der goldenen Kuppel austauschen will – bevor das Areal mit einem Wohnpark der gemeindeeigenen Gesiba für die Politgünstlinge zubetoniert und auf ewig verschandelt ist!

http://www.aktion21.at/index.html?menu=183&id=1544

Das wird dann nämlich der Wiener Fremdenverkehrswerbung im Ausland höchstens Kopfschütteln, Unverständnis und Grinsen über soviel Gier und Ignoranz einbringen, SEHEN oder gar besichtigen wird dieses skandalöse Zerstörungswerk sicher niemand wollen!

Gast: Schwechater
20.02.2012 18:31
8 2

Narrenfreiheit

Denn die Plakate am Flughafen stören Van der Bellen: „Wenn jemand in Wien landet, sieht er nur Plakate der Habsburger und die Werbung für ein Puff.

Wahrscheinlich ist er mehr auf Urlaub und am Flughafen als bei seiner Arbeit.

Aber das merkt so wieso keiner bei diesem Auslauf Politiker.

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