Plagiats-Verfahren gegen Privatuni-Rektorin eingestellt

Die Rektorin der Tiroler UMIT dürfte zwar schlampig gearbeitet haben, für den Entzug des Doktorgrads seien die Verstöße aber nicht gravierend genug. Die Uni Innsbruck stellt das Verfahren ein.

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(c) AP (Axel Heimken)

Die Universität Innsbruck hat ein Plagiats-Verfahren gegen die Rektorin der Tiroler Privatuniversität UMIT in Hall bei Innsbruck, Christa Them, eingestellt. In einem Gutachten seien zwar Verstöße gegen die gute wissenschaftliche Praxis festgestellt worden, erklärte die Uni am Donnerstag in einer Aussendung. Diese seien aber als "nicht ausreichend wesentlich eingestuft" worden, um die Beurteilung der Dissertation für nichtig zu erklären und den akademischen Grad zu widerrufen.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte Plagiatjäger Stefan Weber im Juni des vergangenen Jahres. In einem Gutachten beurteilte Weber die Dissertation "Die österreichische Pflegeausbildung auf dem Weg ins 21. Jahrhundert" als Teilplagiat. Them wies die Vorwürfe zurück und beantragte selbst eine Prüfung. Die Uni Innsbruck betraute daraufhin einen Experten. Them ist seit August 2010 Rektorin an der UMIT.

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(APA)

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