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WU hebt wieder Studiengebühren ein

09.05.2012 | 21:55 |   (DiePresse.com)

"Langzeitstudenten" und Studenten aus einem Nicht-EU-Land müssen an der Wiener Wirtschaftsuni ab dem Herbst wieder zahlen. Die Uni Klagenfurt spricht sich gegen Studiengebühren aus.

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"Langzeitstudenten" und Studenten aus einem Nicht-EU-Land werden an der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien ab dem kommenden Wintersemester wieder Studiengebühren in der Höhe von 363,36 Euro pro Semester zahlen müssen. Das hat der WU-Senat am Mittwoch mit 16 zu zehn Stimmen beschlossen. Damit führt die WU wie die Uni Wien jene gesetzliche Gebührenregelung autonom wieder ein, die zuletzt vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) aufgehoben worden war.

Ab Herbst müssen damit Studenten, die aus einem Nicht-EU-Land kommen oder die Mindeststudiendauer um mehr als zwei Semester überschritten haben, Gebühren in der Höhe von 363,36 Euro zahlen. Das betrifft voraussichtlich rund 15 Prozent aller WU-Studenten. Der Großteil der Studenten bleibt damit gebührenfrei.

Widersprüchliche Rechtsgutachten

Ob die Unis im Rahmen ihrer Autonomie Studiengebühren überhaupt einheben dürfen, ist derzeit allerdings unklar. SPÖ und ÖVP sind sich darin nicht einig und haben einander widersprechende Rechtsgutachten vorgelegt. Die Politik zwinge damit "die Universitäten, die auf die Beiträge nicht verzichten können, aufgrund ihres Nicht-Handelns nun dazu, Gebühren ohne Rechtssicherheit einzuheben", bemängelte die WU in einer Aussendung. "Wir befinden uns in der undankbaren Situation ein Risiko einzugehen, weil es seitens der Verantwortlichen keine rechtliche Klarheit gibt", ärgerte sich Rektor Christoph Badelt: "Wieder einmal müssen Gerichte bemüht werden, damit Bewegung in Österreichs Hochschulpolitik kommt - ein Ausdruck der Lähmung in unserer Bildungspolitik."

Ziel der Universitäten sei es, mit Hilfe von Musterklagen beim VfGH rasch Klarheit über die rechtlichen Rahmenbedingungen herbeizuführen, hieß es weiter. So lange Rechtsunsicherheit herrsche, könne das eingenommene Geld nicht nachhaltig in die Verbesserung der Lehre investiert werden, sondern müsse für Rückzahlungen bereitgehalten werden. Sollte der VfGH zum Erkenntnis kommen, dass die autonome Studiengebührenregelung verfassungswidrig ist, wird die WU alle eingelangten Studienbeiträge ausnahmslos rückerstatten, kündigte Badelt an. Eine Klage der Studenten sei dafür keine Voraussetzung.

Gebürhen auch an Uni Wien und TU Graz

An der größten Hochschule des Landes, der Uni Wien, wurde bereits Ende April vom Senat die Einhebung von Studiengebühren in Eigenregie ab Herbst fix gemacht, auch an der Technischen Universität (TU) Graz müssen die Studenten dann zahlen. An der Technischen Universität (TU) Wien, der Akademie für Bildende Kunst, der Uni für Angewandte Kunst, den Musik-Unis Wien und Graz, der Kunst-Uni Linz, der Medizin-Uni Innsbruck und an der Montanuniversität in Leoben wird das Studium im Wintersemester dagegen kostenlos sein - hier verzichteten die Rektorate auf einen Antrag an den Senat bzw. wurde ein solcher vom Senat abgelehnt.

Am 15. Mai wird an der Uni Salzburg, am 16. Mai an der Uni Graz und am 30. Mai an der Veterinärmedizinischen Uni in Wien über Studiengebühren abgestimmt. An einigen Unis ist der Zeitpunkt der Entscheidung noch nicht fix.

(APA/Red.)

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32 Kommentare
 
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Gast: RFS WU
18.05.2012 04:17
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Erfolg des RFS WU

Der RFS WU hat 2009 eine Studie über die Annahme von Studiengebühren gemacht. Das Ergebnis war je nach Uni sehr unterschiedlich. Die Empfehlung war, es den Unis freizustellen, Gebühren einzuheben. Das ist erfolgt. Sehr schön!

Rechtsunsicherheit

"Ziel der Universitäten sei es, mit Hilfe von Musterklagen beim VfGH rasch Klarheit über die rechtlichen Rahmenbedingungen herbeizuführen, hieß es weiter. So lange Rechtsunsicherheit herrsche, könne das eingenommene Geld nicht nachhaltig in die Verbesserung der Lehre investiert werden, sondern müsse für Rückzahlungen bereitgehalten werden."

Die ganze aktuelle Geschichte ist doch ein Witz, im schlimmsten Fall muss alles zurückgezahlt werden und ausser Spesen hats nichts gebracht.

Ob jetzt die 363 Euro irgendwas von 15% der Studenten wirklich viel bringen wenn man den zusätzlichen Aufwand berücksichtigt ist schon mal fraglich, dass man an der TU Graz was bezahlen muss und an der TU Wien nicht noch mehr.

Die ÖVP soll halt sagen mit der SPÖ sind keine Studiengebühren möglich und wenn ihr Studiengebühren wollt wählt uns weil die FPÖ will die ja auch nicht usw. aber die ganze aktuelle Geschichte mit widersprechenden Rechtsgutachten, Rechtsunsicherheit und Musterklagen ist einfach lächerlich.

Gast: H.M.Kamps
10.05.2012 10:08
1 0

Vielleicht wäre es von Vorteil wenn Österreich über den Tellerrand blickt.

.
Es ist nun einmal Tatsache dass über 50% der erfolgreichen Studierenden innerhalb der vorgegeben Studienzeiten abschließt. 25% liegen einige Semester darüber für die es mehrheitlich zu Ausnahmeregelungen kommt. Verständlich da auch Studierende neben dem Studium arbeiten.

25% sind Langzeitstudenten. Hier stellt sich die Frage, wo ist der Anfang und wo ist das Ende. Für *finanzierte* Studienzeiten von 10 Jahren aufwärts (ausgenommen u.a. Medizin) habe ich kein Verständnis. Das kann es nicht sein.

Bereits bei den ersten Studiengebühren wurde verschwiegen, dass nur ca. 20% die Gebühren tatsächlich zahlen mussten. Siehe BM.I. Von den damals 230.000 angemeldeten verloren sich im Folgejahr ca. 30.000 wobei aber im nächsten Jahre bereits wieder 237.000 sich anmeldeten.

Antworten Gast: wu stundent
10.05.2012 17:43
0 0

Re: Vielleicht wäre es von Vorteil wenn Österreich über den Tellerrand blickt.

Die Zahlen mögen stimmen oder auch nicht. An der WU schafft es aber nur der deutlich kleinere Teil in Mindestzeit. Die Meisten brauchen 1-3 Semester länger. Und nein, das liegt vorwiegend an den vielen organisatorischen Steinen die einem in den Weg geworfen werden und nicht (nur) an der Trägheit der Studenten.

Lösung: Kursprinzip einführen

Für jede inskribierte Lehrveranstaltung wird ein Kursbeitrag fällig. Damit hört sich auch das Inskribieren nach Lust und Laune auf.

Antworten Gast: Gasttt
10.05.2012 12:48
0 1

Damit hört sich der Fleiß auf.

Wozu soll ich zwei Sachen auf einmal studieren, wenn es mir nur Extra-Kosten verursacht?? Warum soll ich mehr Lehrveranstaltungen besuchen, als ich unbedingt muss - aus Interesse etwa? Dein idiotischer Vorschlag würde dazu führen, dass an den Unis nur noch Dienst nach Vorschrift gemacht wird; die Faulen werden so nicht fleißig, aber die Fleißigen dafür faul.

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Re: Damit hört sich der Fleiß auf.

diese vorgehensweise ist durchaus etabliert und vl. nicht gleich als idiotisch abzustempeln. (fast) alles bezüglich studiengebühren hat seine vor- und nachteile.

Keine Studiengebühren...

...in der Mindeststudienzeit seh ich als ok an. Alle Leute von ausserhalb und die jahrelang nur rumsandeln... voll zur Kasse bitte... Im Ausland schenkt mir auch keiner was!

Gast: b754
10.05.2012 08:59
0 8

eh klar die wu

da wo die wirtschafskriminellen der zukunft ausgebildet werden da ist dann die övp elite wieder unter sich

Gut so,

ich sehe nicht ein, dass der Steuerzahler für Studenten, denen alles andere als das Studium wichtiger ist, zahlen soll. Ebenso sollen Nicht - EU .Studenten dafür bezahlen. Es reicht schon, wenn Österreicher, wegen Überbelegung aus den EU - Staaten keinen Studienplatz bekommen

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Genau! Der aus Afrika oder Südamerika kommende Student soll zahlen, weil die EU-Bürger alle sind!


Antworten Gast: lofton
10.05.2012 10:19
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Re: Genau! Der aus Afrika oder Südamerika kommende Student soll zahlen, weil die EU-Bürger alle sind!

Es wäre besser sie würden gleich gar nicht kommen,99% dieser Studenten,welche in 90% der Fällen technische Studien belegen, verschwinden nämlich nach dem Abschluss wieder in ihre Heimatländer und nutzen ihre Ausbildung dazu um bei internationalen Firmen ihre eigenen Länder um die Bodenschätze zu erleichtern.

Der Österreichische Staat bleibt auf den Ausbildungskosten sitzen.

Antworten Gast: H.M.Kamps
10.05.2012 09:56
1 1

Re: Genau! Der aus Afrika oder Südamerika kommende Student soll zahlen, weil die EU-Bürger alle sind!

So sehe ich das auch. Östereich kann nicht weltweit alles Lied dieses Planeten auf sich nehmen. Ich hoffe es gibt Kinder und sie erleben noch 3-4 Generationen. Ihre Kinder werden Ihnen die Abnahme der Lebensqualitäten danken.

Derzeit befinden sind ca. 250.000 Studierende in Österreich. Vergleichen Sie diese Zahlen in Verhältnismäßigkeit der EW mit anderen Ländern. In der Zuwanderung (Asylabträge) liegen wir nahezu permanent seti 10 Jahren in dieser Verhältnismäßigkeit zwischen den 2. und 4. Platz in Europa.

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pfffff

Ich erinnere mich an einen Artikel der ÖH WU wo 3 Jahre nach der Einführung des Bachelors drinnen stand, dass nur ca. 80 von 3500 Studenten den Abschluss in 6 Semestern geschafft haben......

Eh klar, dass es an den faulen Studenten liegt und nicht am Rektorat!

Wir können froh sein, dass Rektor "Blödelt" uns als Wissenschaftsminister entgangen ist - Der hätte mit seiner Inkompetenz sogar seine Vorgänger in den Schatten gestellt!

Das WU Gebäude im 9. ist nicht mal abgeschrieben schon wird es für 380 Mio nach nicht mal 30 Jahren neu gebaut - Ich glaub mittlerweile sind wir schon bei 500 Mio - Ich tippe mal
auf das Doppelte.

Ach ja und die Kapazität des Neubaus ist ja jetzt schon zu wenig.

Schön, dass solche Leute uns was von Wirtschaft beibringen wollen.


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Re: pfffff

die öh wu sollte lieber mal überlegen, was sie für die studenten statt cocktailstand, punschstand und community night im ride club machen kann. ist zwar nett, hilft aber im studium nichts. und vielleicht mal aufdecken, was mit den öh gebühren passiert (falls sie das macht, bin ich an einer quelle sehr interessiert).
was statistiken betrifft: interessanzer wäre eher, wie viele studenten tatsächlich nicht studieren können aufgrund der studiengebühren.
meine meinung als wu student: wenn sie irgendwas verbessern, her damit. und ich werd mit weniger geld unterstützt als die meisten studenten, die sichs nicht leisten könnten, aus stipendien kriegen und arbeite nebenbei 10-15h. kein problem

Re: pfffff

es sind bereits 860 millionen euro !

Re: Re: pfffff

Und??? "Hätt mas net, so tät man ned,......"

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8 Semester = Langzeitstudent?

Bei den Verhältnissen (Stichwort: Atomuhr-Anmeldung) und Sequenzierungen an der WU ist das schon fast die Mindestzeit und wenn man nebenbei arbeitet, davon red ich erst gar nicht...

Re: 8 Semester = Langzeitstudent?

wenn man nebenbei arbeitet (über der geringfügigkeitsgrenze) muss man auch weiterhin keine gebühren bezahlen, auch wenn man schon die toleranzsemester hinter sich hat

Re: Re: 8 Semester = Langzeitstudent?

Stimmt nicht ganz, wenn du nen Werkvertrag hast (den alle Werkstudenten haben) und du verdienst 400€ pro Monat, kommst du nur auf 4800€/Jahr (weil man keinen Anspruch auf 13./14. Gehalt hat) und schon zahlt man trotz Arbeit...

Re: Re: Re: 8 Semester = Langzeitstudent?

ehrlich gesagt, ich weiß nicht wieviele studenten tatsächlich noch auf werkvertrag arbeiten, schließlich ist es ziemlich nachteilhaft und auch für das unternehmen eine unsicherheit.

aber ja, man muss schaun, dass man über die 14fache geringfügigkeitsgrenze kommt, also knapp über 5200 glaub ich. aber es ist leichter und weniger problematisch, dass man angibt mehr zu verdienen als weniger ;) man könnte bspw auch allfällige gegebenen nachhhilfestunden angeben.

Re: Re: Re: Re: 8 Semester = Langzeitstudent?

Also die Werkstudenten in österr. Banken (Raiffeisen bspw.) haben alle nen Werkvertrag ;)

Re: Re: Re: Re: Re: 8 Semester = Langzeitstudent?

ob auf dem vertrag werkvertrag oder dienstvertrag oben steht, ist ziemlich egal. wichtig ist nur, ob das tatsächliches vertragsverhältnis selbstständige oder unselbstständige züge aufweist.

wenns drauf ankommt könnten sicherlich die meisten "werksstudenten" auf ein dienstverhältnis klagen, auch wenn der vertrag als werkvertrag titutliert ist. deswegen sind studentenwerkverträge auch für den dienstgeber ein risiko. natürlich vorausgesetzt, dass die studenten das auch wissen....

Re: Re: Re: Re: Re: Re: 8 Semester = Langzeitstudent?

Vl sind die Werkstudenten aber auch einfach froh, dass sie nen Job in ner Bank bekommen haben und nicht z.B. flyern müssen?!

Ganz versteh ich den Sinn hinter deinem Kommentar nicht, vor allem die Sache mit dem "auf ein Dienstverhältnis klagen" versteh ich nicht...

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: 8 Semester = Langzeitstudent?

geklagt wird prinzipiell erst, wenn das vertragsverhältnis vorüber ist.
es is so: viele vertragsverhältnisse, die unter "werkvertrag" laufen, sind vom charakter her wie ein normales dienstverhältnis (persönliche und wirtschaftliche abhängigkeit, bestimmte dienstzeiten, usw). deshalb sind sie prinzipiell auch so zu behandeln. dh. einstufung lt. kollektivvertrag, 14 monatsgehälter, pflichtversicherung, und und und.

wie bereits gesagt, geklagt wird normalerweise erst, wenn das vertragsverhältnis vorbei ist. wenns aber vorbei ist (bspw weil der student fertig ist), dann kann er prinzipiell jene ansprüche, die er aus einem dienstverhältnis bezogen hätte und nicht länger als 3 jahre zurückliegen, einklagen. das würde ihm in vielen fällen zustehen.

natürlich gibts auch "echte" werkstudenten. die sind aber eher in der minderheit.

natürlich ist jeder student froh, wenn er einen job bekommt. und niemand klagt seinen momentanen dienstgeber. wenn das vertragsverhältnis aber vorbei ist, dann besteht kein grund mehr es nicht zu tun, falls ansprüche bestehen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: 8 Semester = Langzeitstudent?

Interessante Sache...(das mein ich ernst)

 
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