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Uni Salzburg: Senat lehnt Studiengebühren ab

15.05.2012 | 18:33 |   (DiePresse.com)

Der Senat lehnte den Antrag von Rektor Schmidinger mit fünfzehn zu zehn Stimmen ab. Eine einheitliche Lösung für alle Unis wird gefordert.

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Das Studium an der Universität Salzburg wird auch im kommenden Wintersemester für alle Studierenden gratis bleiben: Der Senat der Hochschule hat am Dienstag mit 10:15 Stimmen den Antrag von Rektor Heinrich Schmidinger - er ist auch Vorsitzender der Universitätenkonferenz (uniko) - auf Wiedereinführung von Studiengebühren abgewiesen. Sehr zum Freude der Hochschülerschaft, die zeitgleich zur Sitzung des Senates gegen eine Einführung der Gebühren protestiert hatte.

"Der Universität Salzburg fehlen damit jährlich 1,5 Mio. Euro, das entspricht 1,5 Prozent des Budgets von rund 100 Millionen", so die Uni am Dienstagabend in einer Aussendung. "Wir haben uns nach eingehender Diskussion dagegen entschieden", erklärte Senatsvorsitzende Marianne Roth. "Die Studiengebührenfrage sollte auf politischer Ebene und einheitlich für alle Universitäten geklärt werden. Darüber hinaus sollten die Universitäten versuchen, auch für internationale Studierende attraktiv zu sein. Die Studiengebühren würden es Studierenden aus dem Nicht-EU-Raum, vor allem aus Osteuropa, noch schwieriger machen, in Österreich zu studieren und damit der angestrebten Internationalisierung der Universitäten entgegenstehen", so Roth.

Während die Mitglieder des Senates über den Antrag berieten, schlossen sich laut Polizei rund 250 Studierende dem Aufruf der Hochschülerschaft zu einer Demonstration an. Nach einer Podiumsdiskussion trafen sich die Teilnehmer beim Unipark Nonntal, wo sich der Protestmarsch um 14 Uhr Richtung Innenstadt in Bewegung setzte. Der Zug passierte auch die Kapitelgasse, wo der Uni-Senat tagte. Die Schlusskundgebung fand in unmittelbarer Nähe auf dem Kapitelplatz statt. Noch vor einer Entscheidung zu den Studiengebühren löste sich die Kundgebung auf.

Mehr als die Hälfte der österreichischen Universitäten hat über Studiengebühren für das Wintersemester 2012/13 bereits entschieden. Die Universität Wien, die Wirtschaftsuniversität (WU) und die Technische Universität (TU) Graz werden Gebühren in der Höhe von 363,36 Euro pro Semester einheben. Dies allerdings nur von etwa 15 Prozent der Studenten, nämlich den Langzeitstudenten und den Studenten aus Nicht-EU-Ländern.

Definitiv keine Gebühren geben wird es an der TU Wien, der Uni Klagenfurt, der Montanuni Leoben, den Musik-Unis Wien und Graz, der Kunstuni Linz, der Akademie der Bildenden Künste, der Universität für angewandte Kunst und der Medizin-Uni Innsbruck. An diesen Unis hat sich entweder der Senat dagegen ausgesprochen, oder es wurde gar kein Antrag gestellt - zumeist wegen der fehlenden Rechtssicherheit. An der Uni Linz und der Universität für Bodenkultur ist noch nicht entschieden, ob das Rektorat einen Antrag stellen wird, an allen anderen Hochschulen stehen die Senatsentscheidungen in den kommenden Wochen an.

(APA)

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5 Kommentare

RE

Für Inserate, Bankenpakete, Semmering Tunnel und die armen Bauern ist genug Geld da,
warum also Studiengebühren ?
Weil der Pöbel es so will ?

Antworten Gast: mrx
16.05.2012 16:52
3 0

Re: RE

ja genau weil der Pöbel (das wählende volk) es so haben will

oder hast du ein problem mit demokratie?

wenn die mehrheit der österreicher dafür ist, dann gibt es gebühren, sollten sie dagegen sein, eben nicht

also warum lässt man nicht mal den steuerzahler wählen? was mit seinen abgaben passiert? na frau fekter da hätten wir mal einen punkt für ihre steuertransparenz

Re: Re: RE

dafür gibt es die politik, welche die aufgabe hat entscheidungen zu treffen - es ist ein fehler demokratie mit mehrheitsentscheidungen gleichzusetzen

Gast: Maria K.
16.05.2012 09:12
1 2

Wieviele Deutsche sitzen im Senat?

Klar, dass diese kein Interesse an Studiengebühren haben.

Viel Lärm um nichts

Wegen 1,5 % des Budgets verschwenden also Teile der Politik Zeit und Energie für eine energieraubende Debatte über Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen, die berechtigter Weise Widerstand hervorruft, während es für die Lösung der Detailprobleme genug zu tun gäbe. Immerhin steht die Multimedialisierung auf dem Programm sowie die Umstellung auf Halbsemestertaktung, damit die Absolvierung zusammenhängender Studienmodule sich nicht mehr über Jahre hinauszieht. Zudem gilt es SchülerInnen ehest über die Studienmöglichkeiten und daran anknüpfende Erwerbsaussichten zu informieren. Jedes Studium sollte weiters einen Kurs zum Thema Selbständigkeit und Unternehmensgründung enthalten, damit die AbsolventInnen auch diese Perspektive im Hinterkopf haben und nicht rein auf den Arbeitsmarkt angewiesen sind. Dort, wo sich an die AbsolventInnen hohe Erwartungen der Wirtschaft anknüpfen, könnte letztere verstärkt zum Sponsoring in die Pflicht genommen werden. Ausländische Gast-AbsolventInnen müssen verstärkt für die heimische Wirtschaft und Gesellschaft gewonnen werden. Etc...

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