Studiengebühren: Keine Einhebung an Medizin-Uni Wien

24.05.2012 | 10:01 |   (DiePresse.com)

Das Studium am der medizinischen Uni Wien bleibt im Herbst für alle Studenten gratis. Das Rektorat hat keinen Antrag eingereicht.

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An der Medizinischen Universität Wien wird es auch im kommenden Wintersemester keine Studiengebühren für Langzeitstudenten bzw. Studenten aus Nicht-EU-Staaten geben. Das Rektorat habe sich im Gleichklang mit den anderen beiden Medizin-Unis entschlossen, auf eine Einhebung von Beiträgen zu verzichten und keinen entsprechenden Antrag an den Senat zu stellen, hieß es am Mittwoch aus der Uni.

Nach derzeitigem Stand heben im Herbst lediglich die Universität Wien, die Wirtschaftsuniversität (WU), die Universität Graz, die Technische Universität (TU) Graz sowie das Mozarteum Salzburg Gebühren in der Höhe von 363,36 Euro pro Semester ein - alle aber nur von etwa 15 Prozent der Studenten, nämlich den Langzeitstudenten und den Studenten aus Nicht-EU-Ländern. Definitiv keine Gebühren geben wird es an der TU Wien, der Uni Klagenfurt, der Montanuni Leoben, den Musik-Unis Wien und Graz, der Kunstuni Linz, der Akademie der Bildenden Künste, der Universität für angewandte Kunst, den drei Medizin-Unis und der Uni Salzburg. An einigen Unis steht eine Entscheidung noch aus.

(APA)

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3 Kommentare
Gast: Leider Nettozahler
24.05.2012 12:49
6

Weihnachtsmann

... Glauben die an den Weihnachtsmann? Woher denken sie, bekommen sie dann das Geld?

ODER:

Offensichtlich haben manche Unis noch genug Kapital, sodass sie keine Einnahmequelle benötigen. Bemerkenswert!

Antworten Gast: TU-Student
25.05.2012 00:01
1

Re: Weihnachtsmann

Studiengebühren brächten den Unis kaum mehr Geld:
1. Gebühren in bisheriger Höhe decken nur einen kleinen Bruchteil der Studienkosten ab. Dafür ist für ein Stipendiensystem ein ungheurer Verwaltungsaufwand notwendig.

2. ist die Gesetzeslage unsicher, so dass die Unis damit rechnen müssen, in ein paar Monaten die Gebühren (+Zinsen) wieder zurückzahlen zu müssen.

Ob Studiengebühren oder nicht, den Großteil der Kosten wird auf jeden Fall die Gesellschaft tragen müssen.

Die Politik muss sich endlich entscheiden, ob man in Österreich Wissenschaft und hochqualifizierte Fachkräfte haben will oder nicht. Wenn ja, dann kostet das nun einmal sehr viel Geld!
Wenn man das nicht will, wird man langfristig den Wohlstand in Österreich nicht halten können, denn wir haben keine Rohstoffe, Wissen ist unsere einzige Ressource!
Verglichen mit anderen Ländern sind die Staatsausgaben für Wissenschaft bei uns lächerlich gering!

Antworten Gast: Leider Student
24.05.2012 13:24
0

Das ist ein Irrtum.

Es fehlt an allen Ecken und Enden. Nur: Studiengebühren würden die Finanznot nicht beheben!! Außerdem wäre das von den Studenten abgepresste Geld bis zur juristischen Klärung tabu; falls das Gericht die Einhebung für rechtswidrig erklärt (m.m.n. sehr wahrscheinlich), muss das Geld mit Zinsen (und Gerichtskosten) zurückgezahlt werden... ein weiteres Riesenloch im Budget wäre die Folge. Und wer würde das dann bezahlen - Sie etwa??

Minister Töchterle hat jämmerlich versagt und gehört sofort von diesem Posten entfernt, wenn er nicht den Anstand hat, zurückzutreten. Seine konsequente Arbeitsverweigerung und sein stures Beharren auf Studiengebühren für alle ruinieren die österreichischen Universitäten! Von der SPÖ kam übrigens schon vor längerer Zeit das Angebot, die alte Regelung (Zahlen, wenn über der Toleranz oder aus Drittstaat) wieder einzuführen, was von Töchterle verweigert wurde - ausbaden müssen es die Universitäten.

Offensichtlich haben manche Poster hier keine Ahnung, wovon sie schreiben. Bemerkenswert!

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