10 Millionen Euro für Stipendien in diesem Jahr

29.05.2012 | 09:45 |   (DiePresse.com)

Töchterle unterzeichnete eine Verordnung für Leistungs- und Förderstipendien an Unis und Fachhochschulen. Studierende an Privatunis naschen kaum bei den Geldern mit.

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Für Leistungs- und Förderstipendien stehen Studierenden heuer 9,6 Millionen Euro zur Verfügung. Eine entsprechende Verordnung hat Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) kürzlich unterzeichnet, wie er am Montag mitteilte. Konkret gehen 6,5 Millionen Euro an Studierende an Universitäten und Theologischen Bildungseinrichtungen, 2,9 Millionen Euro an Studierende an Fachhochschulen (FH) sowie 182.000 Euro an Studierende an Privatuniversitäten.

Die Vergabe der Leistungs- und Förderstipendien ist im Studienförderungsgesetz geregelt. Für Leistungsstipendien können sich Studierende mit hervorragenden Studienleistungen bewerben, die Stipendien werden jährlich ausgeschrieben und liegen zwischen rund 730 und 1.500 Euro. Die Förderstipendien werden im Sommer- und Wintersemester ausgeschrieben und dienen zur Anfertigung aufwendiger wissenschaftlicher und künstlerischer Arbeiten. Studierende können sich unter Vorlage einer Beschreibung der Arbeit und eines Finanzierungsplanes bewerben. Die Stipendienhöhe liegt zwischen 700 und 3.600 Euro.

Im vergangenen Jahr wurden Stipendien in Höhe von rund neun Millionen Euro vergeben: An Universitäten wurden für 6.134 Leistungs- und 555 Förderstipendien insgesamt rund 5,7 Millionen Euro aufgewendet. An FH wurden für 3.777 Leistungs- und 133 Förderstipendien insgesamt rund drei Millionen Euro ausgezahlt und an Privatuniversitäten gab es für 141 Leistungs- und 53 Förderstipendien insgesamt rund 270.000 Euro.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
29.05.2012 17:29
0

Eine unglaubliche Selbstverständlichkeit!

Da gibt es offensichtlich Entscheidungsträger, welche vollkommen unverschämt mit Zwangsabgaben in die Taschen der Bürger greifen und diese dann nach eigenen Geschmack und eigenen Willen an die gewünschte Gruppe weiterreichen. Damit diese, offensichtlich kommunistisch angehauchten, Typen das auch machen können, dafür müssen die Österreicher denen dann noch ein fettes Gehalt und Albraumspesen bezahlen.

Dass genau diese Typen, welche die Kompetenz zur Leistungsbeurteilung haben, deren eigene Leistungsbeurteilungen dann auch noch als Kriterium zu Vergabe dieser Gelder machen, das setzt doch irgendwie einen traurigen Höhepunkt bei dieser Umverteilung.

Ich bin aber trotzdem ein Befürworter von Förderungen bei Leistungserbringung, bzw. zur Leistungsermöglichung. Ich sehe Stipendien allgemein sehr positiv. Die Kompetenz darf aber auf keinen Fall beim Wissenschaftsminister liegen!

Leider ist der Umverteilungswahnsinn in Österreich praktisch überall vorhanden. Die Grundfehler der Politik also auch überall vorhanden. Das gesamte Ausmaß von Förderungen (über 15 Mrd. in Ö!) und die vermutlich viel zu hohen Kosten für die Administration der Förderungen (ich gehen von mehr als 20% aus), diese sind aber inzwischen nur noch krank.

Jeder macht das was der andere Parteibonze auch macht? Über die Jahre auf ein Niveau aufgeschaukelt, welches der Gesellschaft und der Wirtschaft nur noch schadet?

Jetzt werden sich wieder die Aufschreie kommen, weil es nicht genug ist!

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