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Studiengebühr:" Faymann sitzt nur tatenlos da"

17.06.2012 | 18:38 |  von Theresa Aigner und Christoph Schwarz (Die Presse)

Martin Schott von den "Unabhängigen Fachschaftslisten" übernimmt den Vorsitz der Bundes-ÖH. Ein Gespräch über linke Politik, "gottähnliche" Professoren und ein gescheitertes Kaffeehaus.

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Die Presse: Sie übernehmen zur Halbzeit der Amtsperiode den Vorsitz der ÖH-Bundesvertretung. Wie groß ist der Scherbenhaufen, den Ihre Vorgängerin, Janine Wulz – Stichwort Finanzdebakel am Café Rosa – hinterlässt?

Martin Schott: Ja, das Café Rosa ... (denkt nach) Ich sehe die Verantwortung hierfür ausschließlich bei der ÖH Uni Wien. In der Bundesvertretung gibt es keinen Scherbenhaufen. Wir haben im vergangenen Jahr in einem enormen Tempo viele große Projekte aufgebaut. Dass das Café Rosa einen großen Schatten auf die gesamte ÖH wirft, ist aber leider klar.

Was ist da in der Kommunikation falsch gelaufen?

Die Bundesvertretung und auch ich persönlich hatten keinen Einfluss auf das Projekt. Es sind sehr viele Vorwürfe auf dem Tisch, viele davon unbegründet. Jetzt geht es darum, die Vorwürfe zu entkräften oder, falls sie sich als richtig erweisen, auch Konsequenzen zu ziehen. Wie diese Konsequenzen aussehen, muss die ÖH Uni Wien entscheiden.

Ihre Fraktion, die Unabhängigen Fachschaftslisten, sieht die Zusammenarbeit mit parteipolitischen Fraktionen wie dem roten VSStÖ oder der Gras gemeinhin skeptisch. Nach einem Jahr im Amt: Wie funktioniert die Koalition mit Rot und Grün?

Sehr gut. Die Exekutive setzt sich aus vier Fraktionen (auch die FH-Fraktion Fest ist in der Exekutive, Anm.) zusammen. Da ist klar, dass in Diskussionen oft auch mehr als vier Meinungen aufeinandertreffen. Aber die Zusammenarbeit ist professionell und das Klima ist gut. Auch politisch haben wir größtenteils gleiche Ziele, etwa den Kampf gegen Zugangsbeschränkungen.

An der Handschrift der ÖH wird sich unter Ihrem Vorsitz aber dennoch etwas ändern ...

Vielleicht ändert sich etwas in der Außenwirkung, bei Medienauftritten. Unsere politische Ausrichtung bleibt gleich. Wir haben bisher zusammengearbeitet. Und werden das auch künftig tun.

Warum dann der Vorsitzwechsel?

Der Vorsitz ist ein Symbol. Aufgrund des Wahlergebnisses ist die FLÖ in Mandaten die stärkste Fraktion. Daher steht uns ein Jahr Vorsitz zu, so war das vereinbart.

Die Uni-Politik der Regierung ist von Blockade geprägt, die Koalition macht sich ihre Opposition quasi selbst. Wie gelingt es da, sich als Interessenvertretung zu positionieren?

Es ist manchmal zermürbend, das gebe ich zu. Spätestens der Studiengebühren-Wahnsinn, den Minister Töchterle ausgelöst hat, motiviert aber wieder, hier einen Konterpart zu setzen. Wir haben als ÖH in unserem „Forum Hochschule“ auch bewiesen, wie man konstruktive Lösungen und Konzepte erarbeiten kann. Wenn diese dann von der Politik nicht einmal beachtet werden, ist das ein Armutszeugnis.

Wie sehen die Konzepte der ÖH – abseits von der Forderung nach mehr Geld – denn aus, die die Politik kurzfristig umsetzen könnte?

Kurzfristige Verbesserungen könnten wir vor allem im sozialen Bereich schaffen – durch die Direktauszahlung der Familienbeihilfe, die Anpassung der Stipendien und indem wir den Status Teilzeitstudierender endlich verankern. Wir brauchen auch eine Redemokratisierung der Universitäten und der Fachhochschulen. Und einen Paradigmenwechsel in der Lehre. Weg vom gottähnlichen Professor, dem alle alles nachsagen – hin zu einem gemeinsamen Austausch.

Wurden diese Ideen im Uni-Ministerium wahrgenommen?

Wir haben ihnen jedenfalls sehr viele Exemplare unseres Berichts geschickt (lacht). In einem leider sehr kurzen Gespräch mit Töchterle haben wir auch schon einiges andiskutiert. Leider hat der Minister oftmals ganz andere Vorstellungen vom Uni-Betrieb. Etwa bei der Autonomie. Dort ist aber auch nicht alles Gold, was glänzt.

Hören wir da eine Forderung nach weniger Uni-Autonomie?

Die Autonomie hat sicher Stärken, etwa bei der inneruniversitären Gestaltung. Sie hat aber auch Nachteile, etwa bei der Durchlässigkeit. Da ermöglicht die Autonomie einzelnen Unis, sich abzugrenzen, weil sie glauben, sie seien besser als alle anderen. Und die Studierenden leiden darunter. Oder bei den Studiengebühren ...

Kritisieren Sie die rechtliche Unsicherheit, die die Unis bei der Einhebung der Studiengebühren derzeit begleitet? Oder sprechen Sie sich generell gegen eine autonome Einhebung von Gebühren aus?

Wir können die Studiengebühren überhaupt nicht mehr inhaltlich und politisch diskutieren. Wir warten nur noch, was der Verfassungsgerichtshof sagt. Und selbst wenn der VfGH entschieden haben wird, werden wir keine Klarheit haben. Denn auch wenn er, was ich nicht glaube, die autonome Einhebung ermöglicht, brauchen wir ein neues Gesetz mit höherem Detailgrad. Derzeit ist zu vieles unsicher: Wie wird mit Stipendien umgegangen? Was müssen Studierende zahlen, die an zwei oder an mehreren Unis studieren? Dass Töchterle all diese Fragen offen lässt, zeugt von unglaublicher Ignoranz.

Was erwarten Sie von Töchterle?

Ich erwarte mir in dieser Hinsicht von ihm überhaupt nichts mehr. Wir haben mit Töchterle einen Uni-Minister, der sich wissentlich dem politischen Willen des Nationalrats widersetzt. Der Nationalrat sagt klar, was er will: nämlich die bis vor Kurzem gültige Studiengebühren-Regelung, mit all ihren Ausnahmebestimmungen. Diese wäre also, wie vom VfGH gefordert, auch zu reparieren. Und jetzt kommt Töchterle, setzt sich hin und tut so, als sei seine eigene Meinung wichtiger als alle anderen. Und zieht die Unis in den rechtsleeren Raum. Spätestens damit müsste das ganze Chefsache sein. Werner Faymann, Chef der Regierung seit 2008, und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer tun aber nichts. Sie sitzen nur tatenlos da.

 

Was müssten die beiden tun?

In Österreich einen Rücktritt zu fordern, ist ja relativ sinnlos. Aber ein Kanzler muss sich schon überlegen, ob er sich gefallen lässt, dass ein Ressort völlig auslässt und wissentlich vor den VfGH zieht. Das ist für mich keine verantwortungsvolle Politik.

In der Gesellschaft hält sich die Empörung über die – vergleichsweise geringen – Studiengebühren in Grenzen. Kämpft die ÖH auf verlorenem Posten?

Studiengebühren sind ein starkes politisches Thema, bei dem es um eine grundsätzliche Richtungsentscheidung geht. Die ÖH wird immer für einen freien Hochschulzugang kämpfen. Aber ich bin diese Debatte eigentlich leid. Wir brauchen endlich eine politische Entscheidung: Ja – oder Nein.

Die ÖH tritt gegen Studiengebühren und gegen Zugangsbeschränkungen auf, aber für qualitative Verbesserungen im Studienbetrieb. Haben Sie einen umsetzbaren Vorschlag für uns, wie all das finanzierbar sein soll?

Wir müssen uns die Frage stellen, wo überall Geld liegt oder wo man Geld holen kann. Da müssen wir die Debatte führen, ob wir Vermögenssteuern wollen oder eine Verwaltungsreform ...

Und wo müsste man Ihrer Ansicht nach Geld holen?

Ich halte nichts von Neiddebatten. Aber beim Föderalismus kann man sicher sparen. Mir fallen viele Bereiche ein, in denen man effizienter arbeiten könnte. Das trifft übrigens sicher auch auf so manche Uni-Struktur zu. Wir müssten einmal hinterfragen, ob sich die Verwaltungskosten durch die Autonomie tatsächlich vom Ministerium zu den Unis verlagert haben. Oder ob sie an den Unis nur angestiegen sind – ohne dass sie im Ministerium gleichzeitig gesunken wären.

Linke ÖH-Exekutiven wurden zuletzt immer von Frauen geführt. Jetzt übernehmen Sie als Mann den Vorsitz. Sind Sie da in einer schwierigen Rolle?

Wir haben schon jetzt zwei Männer und zwei Frauen im Vorsitzteam. Und die Zusammenarbeit funktioniert gut. Ich denke nicht, dass sich etwas ändern wird, nur weil ich ein Mann bin und wir Ende Juni vielleicht die Schreibtische tauschen. Ich hoffe jedenfalls nicht, dass sich dadurch etwas ändert. Es würde mich enttäuschen.

Zur Person

Martin Schott absolviert derzeit sein Masterstudium der Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur. Ende des Monats übernimmt der 26-Jährige den Vorsitz der ÖH-Bundesvertretung, der gesetzlichen Vertretung aller Studierenden. Schott ist Funktionär der „Unabhängigen Fachschaftslisten“ (FLÖ) und in der ÖH-Exekutive in einer Koalition mit den grünen Studentenvertretern der Gras, dem roten VSStÖ und der FH-Fraktion Fest. Bisher führte Janine Wulz (Gras) die ÖH, der Wechsel an der Spitze war von Beginn an im Koalitionspakt verankert. Die nächste ÖH-Wahl findet im Mai 2013 statt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.06.2012)

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101 Kommentare
 
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studiengebühren...

...von mindestens 9000€ pro semester und das recht zum studieren an die ableistung eines mindestens 3 jahre andauernden wehrdienstes koppeln (für beide geschlechter!). wer das studium nicht in mindestzeit schafft, dem sollen bisher erbrachte leistungen aberkannt (inklusive matura, da die mit ihr bescheinigte fähigkeit zum studieren ja offensichtlich nicht vorliegt) werden sowie die verpflichtung zu strafzahlungen auferlegt werden, da er einen studienplatz mit seiner faulheit vergeudet hat.

Re: studiengebühren...

Meine Güte, Sie müssen ja anständig viel Frust haben, weil Ihnen ein Studium anscheinend verwehrt blieb ("...und was ich nicht habe, brauchen die anderen auch nicht!"). Sie tun mir unglaublich leid.

Re: Re: studiengebühren...

ich bin selbst student und ich wäre in der lage all die von mir geforderten auflagen zu erfüllen. sie etwa nicht?

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Re: Re: Re: studiengebühren...

Reiche Eltern und BWL?

Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

ja.

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Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

Dann würde ich mich nicht unbedingt damit brüsten, dass ich "in der lage" wäre "all die von mir geforderten auflagen zu erfüllen" - es gibt nämlich durchaus Situationen, in denen das nicht ganz so einfach funktioniert... (Normalverdiener Eltern, schwieriges Studium etc.)

Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

das ist aber nicht mein problem, wenn jemand arme eltern hat oder sich ein schwieriges studium aussucht. da ist er er ja selber schuld (bzw seine eltern).

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

Aber deshalb muss man es ihm oder ihr doch nicht unmöglich machen an einer Universität zu studieren, oder? Zumal die meisten von ihnen wahrscheinlich ein größerer Gewinn für die Universität wären als jemand, der solche Meldungen loslässt.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

es geht ja auch um die finanzierung, sehen sie das nicht? wären die universitäten vom staat finanziell nicht abhängig, dann bräuchten sie sich auch von der politik nichts dreinreden zu lassen. es wäre auch besser wenn die studenten bei den unis keine bittsteller sondenr kunden wären. abgesehn davon ist es ja auch kein problem nebenher zu arbeiten (ich arbeite vollzeit nebenher & liege trotzdem noch in der mindestzeit), wenn man die 9000€ nicht aus der portokassen zahlen kann, oder? ich mein soooo aufwändig ist studieren auhc wieder nicht.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ein BWLer
20.06.2012 14:09
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

BWL in Mindestzeit ist aber ka große Kunst.

Es gibt Dinge, bei denen man auch kreativ sein muss oder Zeit in Lektüre und Forschung investieren. Da funktioniert das nicht so wie Sie sich das vorstellen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

tja, das leben ist hart. wer nicht studieren und arbeiten gleichzeitig kann, der muss sich eben für eines von beiden entscheiden.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

Studieren.

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sofern man reiche eltern hat. wer sich das studieren nicht selbst oder aus der familie finanzieren kann, der soll halt arbeiten gehen. so ist auch das problem der überbelgung mancher lehrverantsaltungen gelöst (ein weiter vorteil hoher studiengebühren!).

Re: Re: Re: studiengebühren...

klar, doch, im Rahmen der Kommentarfunktion sind wir alle Akademiker und Erfolgsmenschen...

Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

beweisen sie mir doch das gegenteil, bzw beweisen sie mir, dass ich gelogen habe, sofern sie das von ihrer baustelle oder supermarktkasse aus können!

Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

Man kann hier weder etwas beweisen noch eine Behauptung widerlegen. Deswegen tummeln sich hier Dolme herum, die - warum auch immer - eine akademische Laufbahn halluzinieren können. Der Umstand, dass Sie in einer Kommentarseite Anerkennung suchen (Gegenbeweisanspruch), deutet darauf hin, dass es mit Ihrem Akademikertum in realiter nicht weit her ist. Wenn doch, dann ist das ebenfalls seltsam, weil Sie dann offensichtlich verspüren, dass Ihr Titel - bzw. ihr Studentendasein - nichts wert ist, ohne dass jemand daran glaubt. Warum ist das wohl so? Was bringt Ihnen oder mir der Glaube eines Internetposters an die gegenseitigen Lebensstationen?

Übrig bleibt das Verhalten, das
Sie in ihrer "Internetexistenz" an den Tag legen. Und diese deutet nicht gerade auf argumentative Gewandtheit hin, die zwar nicht notwendig mit jedem Studium erworben wird. Jedoch sollte man da dann doch etwas mehr Übung haben, als der 0815-Troll. Wenn nicht, dann wars wohl nix mit dem Studium.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

lächerlich, trollen sie wo anders!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

Seltsam, ihre Beiträge müssen derart wertvoll sein, dass sie sogar gelöscht werden.

Kindisches Benehmen und "Selber Selber" schreiben. Sie stellen doch nichts dar. Auch im Internet nicht...

Jetzt sind so hüben wie drüben ein Verlierer.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

ach kommen sie, sie verbringen den ganzen tag hier im forum, bei schönstem wetter draussen, nur um mich in einer völlig belanglosen diskussion zu überzeugen, dass sie recht haben. sie stellen sich über mich und sind abwertend. alleine schon aus der tatsachen heraus, dass sie nichts besseres zu tun haben lässt sich auf ihren charakter rückschliessen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

Und wie bringen Sie es zusammen, jeden Kommentar mit noch größerem Blödsinn zu beantworten, wenn Sie nicht permanent vor dem PC sitzen oder wie ein Mitglied des Bildungsprekariats ständig am Handy herumhantieren. Ich kann ihnen hier nichts widerlegen und sogar wenn Sie behaupten würden, Sie wären ein sprechender/schreibender Orang-Utan, könnte ich nichts dagegen sagen. Glauben muss ich es allerdings nicht. Wobei natürlich einiges dafür sprechen würde. Was ich weiters nicht verstehe, ist, was Sie für einen schrecklichen Komplex mit der Untätigkeit haben. Sie projizieren hier doch nur. Mich würde es nicht wundern, wenn Sie ein gescheiterter Langzeitstudent wären. Wenn man sich ihr Eingangsposting durchliest, dann scheint Ihr Versuch, anderen Leuten Herablassung oder ähnliches vorzuwerfen ziemlich konstruiert. Akzeptieren Sie sich selbst, dann läuft das auch mit dem Nachbarn. Viel Glück dabei


Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

und wie sie mir schon wieder geantwortet haben, es muss ihnen ja wahnsinnig viel daran liegen hier recht zu bekommen. das liegt vielleicht daran, dass das in ihrer realität nicht so oft vorkommt. jetzt kommen sie im übrigen sogar selbst mit "selber selber" daher, wie sie es mir vorhin vorgeworfen haben, und werden beleidigend. ich weiss nicht, wieso ich mich ihnen überhaupt unterhalte, sie wollen doch nur provozieren. ich glaube, sie sind nichts als vom neid zerfressen, weil sie nicht in der lage wären, unter den von mir in meinem eingangsposting geforderten bedingungen zu studieren, ich jedoch schon.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

Von Neid zerfressen, weil man im Falle der Tatsächlichkeit einer nicht bestehenden Situation, nicht die Mittel aufbringen würde, die einer - allerdings nur möglicherweise - hat, um in jener nicht-faktischen Situation einen Vorteil zu haben? Wow! Das nenne ich mal einen interessanten Fall paranoischer Vernunft. Wenn sich das in Ihrem Kopf immer so abspielt, dann müssen Sie sich ja schon vor Neidern in Acht nehmen, die es auf Ihr möglicherweise einmal bestehendes Vermögen abgesehen haben. Vielleicht haben Sie ja jetzt schon irgendwelche Vorzüge, die Ihnen in zukünftigen Gesellschaften irgendwann Nachteile einbringen könnten?

Übertriebenes Selbstwertgefühl ist in der Regel nur ein Mittel zur Kompensation bestehender persönlicher Mängel. Ein Tipp: Die negativen Reaktionen, auf die Sie - zweifelsohne auch im realen Leben - stoßen, sind mit höchster Wahrscheinlichkeit keine Frage des Neides. Sowas redet man sich nur ein, um nicht bei sich selbst suchen zu müssen.


Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

nun, sie streiten also nicht ab, dass ich, in jener hypothetischen situation, einen unabstreitbaren vorteil gegenüber ihnen hätte. damit wäre die sachen klar. die tatsache, dass sie diesen vorteil, denn ich hätte, zu entwerten versuchen, indem sie darauf hinweisen, dass die gegebene situation ja gar nicht realität ist, zeigt nur, wir sehr sie auch gerne so wären wie ich (eine typische niedere abwehrreaktion, zu beahupten, dass man die dinge die man nicht ahben kann ohnehin nicht ahben möchte, da sie wertlos sind!).

des weiteren werde ich in meiner vermutung dadurch bestärkt, dass sie mich mit solch unglaublicher vehemmenz davon zu überzeugen versuchen, dass sie recht haben. sie schenken einer diskussion, die sie, wie sie selbst sagten, auch mir einem orang-utan führen könnten, derart viel aufmerksamkeit, dass einfach unglaubwürdig erscheint, wenn sie sagen, dass es für sie keine rolle spielt, ob sie in dem von mir beschrieben szenario einen nachteil hätten oder nicht. es ist offensichtlich, dass sie da nur versuchen ihren neid zu kompensieren.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

Punkt 1: ich habe nicht behauptet, dass ich Ihnen etwas neiden würde, das Sie für den Fall des Eintritts einer hypothetischen Situation "nur möglicherweise" besitzen. Da haben Sie die Worte, die ich in Parenthese gesetzt habe, überlesen. Ich sprach von einem paranoischen Krankheitsbild, das sich darin äußert, dass jemand fiktive Lebenssituationen und fiktive Eigentumsverhältnisse im Neid anderer vorweggenommen/realisiert sieht. Das wäre das Gleiche als würde sich jemand für einen Doktorgrad beneidet fühlen, von dem die Neider "nur glauben", dass man ihn besitzt. Verstehen Sie?

Punkt 2: Auch dass ich ein Gespräch mit einem "Orang-Utan" führen könnte, habe ich nicht so behauptet, wie Sie das verstehen. Sie haben noch immer nicht begriffen, was ich mit diesem Argument meinte. Es dreht sich um das Gleiche wie im ersten Punkt. Ich kann über Ihre Lebenssituation nichts wissen. Warum sollte ich Ihnen also etwas neiden? Deswegen das "nur möglicherweise" im oberen Punkt. Sie besitzen "möglicherweise" etwas, das Ihnen im Fall des Eintritts der angesprochenen hypothetischen Situation einen Vorteil bringen könnte. Um dieses "möglicherweise" können Sie sich nichts kaufen. Dass Sie das nicht verstehen, ist aber gerade mit dem Krankheitsbild verbunden, das ich Ihnen gerade beschrieben habe. Es gibt Möglichkeiten, um die man jemanden beneiden kann. Wenn man von sowas spricht, meint man aber in der Regel keine monetäre Ausstattung.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

was ihren punkt 1 betrifft:
"Das wäre das Gleiche als würde sich jemand für einen Doktorgrad beneidet fühlen, von dem die Neider "nur glauben", dass man ihn besitzt. "

da sehe ich aber einen logischen fehler. ich weiss ja schliesslich, dass ich die eigenschaft, für die man mich beneiden könnte, tatsächlich besitze. die neider sind diejenigen, die nicht mit sicherheit wissen, dass ich die eigenschaft, für die sie mich beneiden, auch tatsächlich besitze.

aus meiner perspektive macht es also keinen unterschied, ob die neider nun wissen oder nur glauben, dass ich das, worum ich beneidet werde, auch wirklich besitze, da sie ja in beiden fällen gleich viel neid empfinden.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: studiengebühren...

was ihren punkt 1 betrifft:
"Das wäre das Gleiche als würde sich jemand für einen Doktorgrad beneidet fühlen, von dem die Neider "nur glauben", dass man ihn besitzt. "

da sehe ich aber einen logischen fehler. ich weiss ja schliesslich, dass ich die eigenschaft, für die man mich beneiden könnte, tatsächlich besitze. die neider sind diejenigen, die nicht mit sicherheit wissen, dass ich die eigenschaft, für die sie mich beneiden, auch tatsächlich besitze.

aus meiner sich macht es also keinen unterschied, ob die neider nur glauben, dass ich das, wofür man mich beneidet auch tatsächlich besitze, oder ob sie es mit sicherheit wissen. sie beneiden mich ja in beiden fällen.

 
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