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Rektorswahlen: FH-Gesetz wird repariert

17.06.2012 | 18:38 |   (Die Presse)

Nach einem "Presse" Bericht müssen nun doch nicht alle FH einen neuen Rektor wählen. Dadurch soll verhindert werden, dass auch an Fachhochschulen, an denen erst kürzlich ein neuer Rektor gekürt wurde, schon wieder Wahlen anstehen.

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Das Jahr 2012 wird doch nicht an allen 21 Fachhochschulen ein Wahljahr. Ein Antrag der Wissenschaftssprecherinnen Andrea Kuntzl (SPÖ) und Katharina Cortolezis-Schlager (ÖVP), der an den Wissenschaftsausschuss gestellt wurde, sieht eine Reparatur des FH-Studiengesetzes vor. Dadurch soll verhindert werden, dass auch an jenen Fachhochschulen, an denen erst kürzlich ein neuer Rektor gekürt wurde, schon wieder Wahlen anstehen. Durch die Änderung sind nur 13 der 21 FH betroffen.

Hintergrund des ursprünglich erwarteten allgemeinen Wahlreigens: Wie „Die Presse“ exklusiv berichtet hat, sieht eine im Frühjahr in Kraft getretene Novelle vor, dass es ab 1. September an allen FH Kollegien mit einer bestimmten Zusammensetzung geben muss. Nur diese sind berechtigt, die Geschäfte zu führen. Ursprünglich hätte das bedeutet, dass nicht nur die Kollegien selbst neu gewählt bzw. an manchen FH überhaupt erstmals eingerichtet werden müssen. Auch deren Leiter hätten neu gewählt werden müssen – das entspricht den FH-Rektoren und deren Stellvertretern.

 

„Nicht vertretbare Kosten“

Durch die Gesetzesreparatur sollen nur noch jene elf FH automatisch einen neuen Rektor küren müssen, die bisher überhaupt keine Kollegien hatten bzw. jene zwei FH mit Kollegien, an denen ohnehin eine Neuwahl angestanden wäre. Für die anderen acht Einrichtungen soll es eine „Übergangsphase“ geben – wenn die Funktionsperiode des Rektors, die übrigens jeder FH-Standort autonom bestimmen kann, über den 1. September hinausgeht. Konkret betrifft das die FH Krems, die FH Technikum Wien, die FH Joanneum, die FH Salzburg, die FH des bfi Wien, die FH Vorarlberg, die FH Wiener Neustadt und die FH Campus Wien.

An diesen acht Fachhochschulen muss nun vom Erhalter kein Dreiervorschlag erstellt werden. „Das würde enorme Kosten und Übergangszeiten bedeuten, die nicht vertretbar sind“, sagt ÖVP-Abgeordnete Katharina Cortolezis-Schlager zur Austria Presse Agentur. Die Regierung hat damit auf heftige Kritik aus dem FH-Sektor und der ÖH reagiert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.06.2012)

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