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Die Gasometer als musisches Zentrum

17.06.2012 | 18:38 |  SIOBHÁN GEETS (Die Presse)

Im Wiener Gasometer eröffnen im Herbst mit der Pop-Akademie und dem Jam Music Lab zwei neue Ausbildungseinrichtungen für Jugendliche und Erwachsene.

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Bislang hatte der Gasometer, abgesehen von seiner Konzerthalle, wenig mit Musik zu tun. Das soll sich nun ändern. Denn im Herbst ziehen gleich zwei musische Ausbildungseinrichtungen in die ehemaligen Gasbehälter: Wiens erste Pop-Akademie – und das Jam Music Lab. Zudem soll es ein Musikstudentenheim, Proberäume und Räume für Livekonzerte geben.

Der Unterricht an der Wiener Pop-Akademie soll vor allem eines sein: praxisorientiert. Hier, erklärt der zukünftige Leiter der Akademie Hanns Christian Stekel, soll Popmusik als Ganzes gedacht werden: Es geht nicht nur darum, Instrumente wie E-Gitarre oder Schlagzeug zu spielen, sondern auch um Songwriting und darum, „sich selbst zu organisieren, damit Ideen umgesetzt werden können“.

Sämtliche Lehrende der Akademie seien in der Praxis tätig, und auch außereuropäische Instrumente spielen eine Rolle. So sollen die Schüler unter anderem Unterricht in Djembé – eine westafrikanische Trommel – sowie der griechischen Bouzouki erhalten. „Wir wollen Kontakte zu ethnischen Gruppen in Wien herstellen“, so Stekel, „und das kulturelle Interesse der Schüler wecken.“ Geplant sind gemeinsame Konzertabende und eine Zusammenarbeit mit dem Jam Music Lab und der Universität für Musik und darstellende Kunst. Hauptzielgruppe der Akademie sind Zwölf- bis 18-Jährige, die in einer Band spielen oder sich vertiefend mit Popmusik befassen wollen, sowie Erwachsene, die ihre Spezialkenntnisse erweitern wollen.

Stekel sieht die Aufgabe der Akademie vor allem in der Vorbereitung auf ein Studium. Der Abschluss hat keine rechtliche Bedeutung, es gilt der Musikschulabschluss. Träger der Akademie ist die Johann Sebastian Bach Musikschule der Diakonie, die Stadt Wien unterstützt das Projekt mit 1,2 Millionen Euro. Die Ausbildung kostet zwischen 810 und 950 Euro im Jahr. Mit Stipendien will man auch sozial Schwache ansprechen.

 

Jazz und Popularmusik

Ab kommendem Semester zieht auch das „Jam Music Lab – Conservatory for Jazz and Popular Music Vienna“ in den Gasometer ein. Dieses erste österreichische Konservatorium, das sich ausschließlich auf die Stilbereiche Jazz und Popularmusik spezialisiert hat, bietet berufsbildende Diplomstudiengänge mit künstlerischem oder mit pädagogischem Schwerpunkt. Studieren kann man verschiedene Sparten der Medienmusik wie Film, Theater, Werbung, Sound Design und Audio Branding.

„Die zentralen Aspekte des Studiums sind seine Praxis- und Realitätsnähe“, sagt Direktor Marcus Ratka: Arbeitsweisen zu lernen, die man in der heutigen Musikwelt braucht, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Lehrenden sind alle Berufsmusiker, Komponisten und Produzenten mit internationaler Praxis. So übernimmt Helmut Neugebauer – verantwortlich für das Sound Design zu „We Feed The World“ und „Let's Make Money“ – die Leitung des neuen Studienangebots im Bereich Medienmusik.

Die Anmeldung erfolgt vor den Semestern, Aufnahmeprüfungen finden heuer im September und Oktober statt. Eine klassische Ausbildung am Instrument wird nicht vorausgesetzt, um aufgenommen zu werden, ganz ohne Instrument wird man aber nicht auskommen. Das Studium kostet zwischen 2500 und 3500 Euro im Jahr.

Musikausbildung in Wien

Das Jam Music Lab bietet vier- bis fünfjährige Diplomstudiengänge: www.jammusiclab.at

Die Pop-Akademie richtet sich an Jugendliche und Erwachsene. Mit Musikschulabschluss. www.bach-musikschule.at

Das Institut für Popularmusik bietet Studiengänge im pädagogischen und wissenschaftlichen Bereich. ipop.at

Das Konservatorium Wien bietet über 30 Studiengänge für Musik und darstellende Kunst. www.konservatorium-wien.ac.at

Die Wiener Musikschulen bieten Tanz-, und Musikunterricht für Kinder und Jugendliche. www.wien.gv.at

Die Amadeus International School ist ein privates Internat für talentierte Jungmusiker. amadeus-vienna.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.06.2012)

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2 Kommentare
Gast: so-geht-das-Geld
18.06.2012 08:49
1 0

Unfähigkeit pur!

20 Mio. Euro Verlust durch das Gesiba Hausmeister Mall-Management. Jetzt ein Umbau auf Stadtkosten! Dummheit!

Antworten Gast: i kenn di ..
18.06.2012 14:24
0 0

Re: Unfähigkeit pur!

na. Michael, drückt uns wieder der schuh ... ?? ;-)

Schlagzeilen Bildung