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Private Med-Uni mit Erwin Pröll als "Spiritus Rector"

19.06.2012 | 12:47 |   (DiePresse.com)

Niederösterreich wird eine Privatuni für Gesundheitswissenschaften erhalten, schon 2013 soll sie den Betrieb aufnehmen. Die Studiengebühren werden bis zu 15.000 Euro jährlich betragen.

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Im Herbst 2013 soll in Krems die "Karl-Landsteiner-Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften" ihren Betrieb aufnehmen. Geplant sind vorerst die beiden Bachelor-Studien "Health Sciences" sowie "Psychotherapie und Beratungswissenschaften" und die beiden Master-Studien "Humanmedizin" sowie "Neuro-Rehabilitationswissenschaften". Im Endausbau sollen 500 Studenten Platz finden, die Studiengebühren werden zwischen 12.000 und 15.000 Euro jährlich betragen.

Eine am Montag gegründete Gesellschaft, an der die Medizin-Uni Wien (MUW) 50 Prozent sowie die Donau-Uni Krems sowie die Fachhochschule Krems je 25 Prozent halten, soll noch im Juli einen Akkreditierungsantrag bei der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQA.Austria) einbringen. Das Land Niederösterreich unterstützt das Projekt unter anderem mit Infrastrukturinvestitionen bis zu 25 Mio. Euro, Stipendien für niederösterreichische Studenten sowie bei der Kooperation mit der Landesklinikenholding.

Erwin Pröll als "Spiritus Rector"

Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) wird zwar nicht Rektor, ist aber laut dem Leiter der Wissenschafts-Abteilung im Amt der Landesregierung, Joachim Rössl zumindest "Spiritus Rector" des Projekts. "Wir merken, dass aus der demografischen Entwicklung entsprechende Bedürfnisse auf uns zukommen werden. Heute haben wir 365.000 Senioren in Niederösterreich, 2050 werden es 640.000 sein, gleichzeitig gibt es damit eine Veränderung der Krankheitsbilder und Krankheitstypen", so Pröll. Zum Abdecken der künftigen Bedürfnisse müsse man daher schon heute die entsprechenden Schritte setzen.

Ohne Gegensteuerung müsse man in einigen ländlichen Regionen künftig mit Problemen bei der Gesundheitsversorgung rechnen, so Pröll. Daher sollen niederösterreichische Studenten mit Stipendien ausgestattet und im Gegenzug verpflichtet werden, nach ihrer Ausbildung längere Zeit im Bundesland zu bleiben. Gleichzeitig könne man mit der Privatuni auch die Weiterentwicklung medizinischer Standards sicherstellen und die Forschungskompetenz steigern. Kooperiert werden soll unter anderem mit dem geplanten Krebsforschungs- und -therapiezentrum Med-Austron, dem Institute of Science and Technology (IST) Austria und dem Forschungsstandort Tulln.

Erster Master für Humanmedizin

MUW-Rektor Wolfgang Schütz nannte die Gesundheitswissenschaften einen "expandierenden Bereich, der schon jetzt nicht nur aus Human- und Zahnmedizin besteht". Als große Einrichtung könne man dieser Entwicklung nicht selbst ausreichend Rechnung tragen - daher die Beteiligung an der Privatuni. Diese solle zunächst etwa die Bereiche Healthcare Management, Pflegewissenschaften, Psychotherapie und Medizintechnik umfassen. Nach einem Bachelor für Gesundheitswissenschaften soll ein Master für Humanmedizin möglich sein - dies sei derzeit im öffentlichen Bereich aufgrund der Verpflichtung zum Diplomstudium nicht erlaubt. Mit der Privatuni wolle man nicht zuletzt zeigen, dass man diesen Weg durchaus gehen könne.

Die Privatuni soll laut Schütz aber auch ein "Zentrum für Gesundheitswissenschaften werden, das international ausstrahlt". Mit Ausnahme des klinischen Bereichs im Humanmedizin-Studium sollen alle Studien auf Englisch angeboten werden. Der Geschäftsführer der neuen Gesellschaft, Ex-MUW-Vizerektor Rudolf Mallinger, sah einen "Bedarf an interdisziplinär geschulten Fachkräften mit fächerübergreifender Qualifikation und Lösungskompetenz". Wesentliches Element des Forschungsprofils soll die Medizintechnik werden, dazu wird unter anderem mit der Technischen Universität (TU) Wien kooperiert. Die Absolventen der neuen gesundheitswissenschaftlichen Uni sollten "medizintechnische Herausforderungen verstehen und gesundheitsökonomische Herausforderungen managen können".

Gestartet werden soll 2013 mit 25 Studenten im Bereich "Health Sciences" sowie je 20 in den Bereichen Psychotherapie und Neuro-Rehabilitationswissenschaften. Im Humanmedizin-Bereich sind im Endausbau jährlich 70 Master-Absolventen geplant.

(APA)

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18 Kommentare

Druckfehlerberichtigung

Es kann nicht "Spiritus Rector" heißen. Es kann nur "spiritus recti" heißen - Mastdarmausdünstung.

Ein sündteures, mit Schulden finanziertes Denkmal für Pröll, damit man nicht vergisst, wieviel Geld er verschleudert hat!

Ein "Master für Humanmedizin" ist nicht hier, sondern nur im "öffentlichen Bereich" möglich. Das heißt wohl, dass die Absolventen von dort nicht als Arzt arbeiten dürfen.

Wie sollen sich da 500 Menschen finden, die bereit sind jährlich ein Schweinegeld für einen Beruf zu bezahlen, der gerade erst erfunden wurde und von dem niemand weiß, was das eigentlich ist und für den es (noch?) gar keine Arbeitsplätze gibt!

Damit kann man das investierte Geld nicht zurückverdienen, auch die zusätzlichen 25 Millionen, die Pröll den Niederösterreichern nun aufbürdet, sind genau so beim Fenster hinausgeworfen wie vieles, was als "Donauuniversität" hoch gelobt wird, aber keine wirklich brauchbare Ausbildung liefert!

Antworten Gast: who knows
21.06.2012 14:06
0 0

Re: Ein sündteures, mit Schulden finanziertes Denkmal für Pröll, damit man nicht vergisst, wieviel Geld er verschleudert hat!

Wird sicher noch rechtzeitig angepasst bzw. geändert.
Selbst wenn nicht, In D gibt es auch Ba/Ma-Studiengänge, wo sie dann arbeiten können!


Gast: Gastarzt2009
21.06.2012 01:17
4 0

ernsthaft?

Nur weils a Privatuni is, heißt das noch lange nicht, das dass für höhere Qualität steht...
Der Großteil unserer Ärzte ging auf staatliche Unis und ich muss sagen,(bitte richtig verstehen) in keinem Land der Welt wär ich lieber krank als in Österreich
(Außerdem...Master? O.o)

Gast: NP
20.06.2012 12:50
6 0

:(

Es ist einfach unglaublich, wie mit unserem Steuergeld umgegangen wird! Da wird einfach am Bedarf vorbei eine neue Uni aus dem Boden gestampft, nur weil sich Selbstdarsteller ein Denkmal setzen will. Haltet die Prasser auf, solange es noch Zeit ist!

Gast: Vogel Strauss
20.06.2012 09:33
1 0

Wien wird langsam ausgehungert ...

Bin zwar prinzipiell gegen alles, was von Pröll kommt ... es ist aber nicht zu leugnen, dass das AKH und die Meduni Wien ausgehungert werden. Die Stadt investiert nix mehr ... naja, die Mehrzahl der Bevölkerung strebt ohnehin kein Studium an, die sind schon überfordert mit dem Erlernen der deutschen Sprache!

Gast: stratos
20.06.2012 08:16
3 0

wenn ...


... nun human-studenten pro jahr 15.000 euro bezahlen werden, dann werden diese zu beginn gleich 5.000 euro pro monat verlagen und 10 nebenjobs haben wollen.

ich frage mich, wer dies dann letztendlich bezahlen soll - der steuerzahler?

Gast: Viellereaders
19.06.2012 21:41
4 0

super

die Bibliothek wird ein Schnäppchen - ein Band Karl May, etwa "durchs wilde Kurdistan..."

Gast: superquant
19.06.2012 20:48
12 0

Eh Klar

Naja wenn Erwin schon statt sinnvollerweise einem Spital gleich 2 (in Baden und gleich daneben in Mödling) hinstellt kann man ja auch noch ein paar Millionen ausgeben, damit endlich im großartigen NÖ auch Mediziner ausgebildet werden. Jaja NÖ ist eh schon extrem verschuldet aber dieser selbstverliebte Gockel prasst weiter mit Steuergeld wie wenn es kein morgen gäbe (Naja solche Politker werden Ö noch in GR verwandeln)

Der größenwahnsinnige Sonnenkönig beansprucht noch einmal "seine" Banken und wird dem Land NÖ den größten Schuldenstand für ein Bundesland in Österreichs Geschichte hinterlassen!


Gast: b754
19.06.2012 18:48
11 1

wieviele milliarden darf uns der pröll noch kosten?


Re: wieviele milliarden darf uns der pröll noch kosten?

so viele wie der faynachtsmann

Gast: Wirtschaftler
19.06.2012 18:21
5 0

Jedem Zwetschkerldorf seine Uni

Zu dem Slogan: "Mir san mir!" braucht ja jedes Zwetschkerldorf seine Uni, jeder Mistbauer seinen Masta, und jeder Knecht seinen Em-B-aa.
Und der ganze Effekt aus dem Blödsinn:
Es will niemand mehr arbeiten, denn:"Mir san mir!".
Hirngespinste, die kein Mensch braucht, außer denjenigen, die sich wichtig machen wollen

14 3

Das wird wohl wieder so eine Billigtitelschleuder

für ÖVP-Töchter/Söhne ähnlich der Donau-Krems-UNI! Denn wo Pröll draufsteht ist meiner Meinung nach großer Saustall drinnen!

Re: Das wird wohl wieder so eine Billigtitelschleuder

die Uni Krems hat einige brauchbare Studiengänge.

Aber hat nicht der SPÖ-Pelinka dort seinen Titel herbeigezaubert?

Re: Re: Das wird wohl wieder so eine Billigtitelschleuder

Ja, einen Master ohne je vorher einen Abschluss gemacht zu haben!

Bitte meine Unwissenheit zu entschuldigen, aber...

... was genau soll ich mir dann unter einem "Master der Humanmedizin" vorstellen? Ist das dann ein Arzt? Oder ein Theoretiker?
Oder sonstwas?

Oder muss man, um das zu erfahren, zuerst der ÖVP NÖ beitreten?

Antworten Gast: fj
19.06.2012 16:23
4 1

Re: Bitte meine Unwissenheit zu entschuldigen, aber...

Das ist ein Hausmaster im AKH.
http://gedankenstrich-franzjosef.blogspot.com

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