ÖH-Wahl: FH-Fraktion will an Unis reüssieren

08.04.2013 | 17:37 |   (Die Presse)

Die Fraktion Engagierter Studierender will nicht mehr nur die Studierenden an Fachhochschulen vertreten. Bei der ÖH-Wahl wird die Fraktion auch an den Universitäten kandidieren. Spitzenkandidatin ist Anna Lena Bankel.

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Wien/J.N. Bisher galt die Fest, die Fraktion Engagierter Studierender, als die Stimme der Fachhochschüler im Studierendenparlament. Bei der kommenden ÖH-Wahl, die von 14. bis 16. Mai stattfindet, wird die Fraktion erstmals auch an den Universitäten kandidieren. Bereits fix ist die Kandidatur an der größten Hochschule des Landes, der Universität Wien.

Die inhaltliche Richtung, in die die Fest gehen will, ist dabei klar: Sie treten gegen Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren an. Was sie nach eigenen Angaben von den übrigen kandidierenden Fraktionen unterscheidet: dass sie sich für Studierende aller drei Hochschultypen (Unis, FH und pädagogische Hochschulen) einsetzen.
Um dieser Vielfalt gerecht zu werden, zieht für die Fest ein ganzes Team an Spitzenkandidaten in den Wahlkampf. Angeführt wird dieses von Anna Lena Bankel. Die 30-Jährige arbeitet als Designerin und studiert künstlerisches Lehramt an der Universität für Angewandte Kunst. Unterstützt wird sie von Michelle Leitgeb (FH Wiener Neustadt), Bernhard Lahner (PH Wien) und Tobias Dörler (Akademie der bildenden Künste).

Didaktikkurse für Uni-Lehrende

Dass sich die Fest um Uni-, FH- und PH-Studierende bemüht, sieht man auch am Wahlprogramm. Gefordert wird etwa, die pädagogischen Hochschulen von der Weisungsgebundenheit durch das Unterrichtsministerium zu befreien. Außerdem setzt sich die Fest für einen „Stopp der finanziellen Ausbeutung“ der FH-Studenten ein. Gemeint ist damit nicht nur die Abschaffung der Studiengebühren für FH-Studenten, sondern auch ein Verbot von „Scheinkostenbeiträgen“. Denn FH-Studierende müssten immer wieder Sachmittelbeiträge entrichten, so die Kritik. Was die Universitäten betrifft, fordert die Fest die didaktische Schulung aller Lehrenden.

Obwohl die Fest noch nie an einer Uni kandidierte, spielte sie in der ÖH bisher eine nicht unwesentliche Rolle. In den vergangenen beiden Jahren war die Fest Teil der linken ÖH-Exekutive. Das Wahlziel ist bescheiden: Die Fest will nach der Wahl nicht weniger Mandate haben als bisher (derzeit elf von 96).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.04.2013)

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