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Bildungskarenz: ÖVP will "Teilbildungskarenz"

30.07.2012 | 12:54 |   (DiePresse.com)

Arbeitnehmer sollen ihre Arbeitszeit für Weiterbildung auf 50 Prozent reduzieren können. Das AMS müsste das halbe Arbeitslosengeld dazuzahlen, könnte aber auch die Sinnhaftigkeit prüfen.

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Die ÖVP tritt für ein neues, zusätzliches Modell der Bildungskarenz ein. ÖAAB-Obfrau Johanna Mikl-Leitner und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner präsentierten am Montag ihre Idee einer "Teilbildungskarenz". Arbeitnehmern soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Arbeitszeit auf 50 Prozent zu reduzieren, das Arbeitsmarktservice (AMS) zahlt laut diesem Modell das halbe Arbeitslosengeld dazu. Mit der Maßnahmen will die ÖVP vor allem Minderqualifizierte zur Weiterbildung bewegen.

Die bisherige Bildungskarenz würde gut greifen, seit ihrer Einführung hätten rund 46.000 Personen davon gebrauch gemacht, so Mikl-Leitner. Allerdings würden diese Möglichkeit der Auszeit vom Beruf vor allem Höherqualifizierte nützen; jene, die nur einen Pflichtschulabschluss haben, aber kaum. Dahinter würde oft die Sorge stehen, dem Betrieb fernzubleiben - eine Sorge, auf die das neue Modell eingeht.

Sinnhaftigkeit der Weiterbildung prüfen

Außerdem gibt er im derzeitigen Modell keine Überprüfung, ob die Maßnahmen für den Arbeitsmarkt bzw. den Arbeitnehmer überhaupt sinnvoll sind. Das AMS soll daher im neuen Modell die Sinnhaftigkeit der vom Arbeitnehmer angestrebten Bildungsmaßnahme bereits im Vorfeld prüfen. Geht der Arbeitnehmer dann in die "Teilbildungskarenz", zahlt ihm das AMS nicht nur die Hälfte des Arbeitslosengeldes aus, sondern übernimmt auch die Bildungskosten (bis zu einer noch zu definierenden Höhe).

Rechtsanspruch auf die Bildungskarenz sieht das Modell derzeit nicht vor. Ein solche könnte seitens der Unternehmen Widerstand auslösen, meinte Mitterlehner.

Umsetzen will die ÖVP die Idee möglichst rasch. Man wolle die "Teilbildungskarenz" bereits mit Jahreswechsel anbieten können, erklärte Mikl-Leitner. Das Sozialministerium ist über die Idee bereits informiert, weitere Gespräche mit dem Koalitionspartner sollen nun folgen.

(APA)

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10 Kommentare
Gast: Karl- Heinz
31.08.2012 13:47
0 0

Lieber Weltreise als Scharlatanereien

Es ist schon seltsam wenn eine Organisation die Wünschelrutengehen und Pranaheilung im Ausbildungsprogramm hat sich über die "Sinnhaftigkeit" von Weiterbildungsmassnahmen auslässt.
http://blog.psiram.com/2012/08/hinter-den-bergen/

die Unternehmer werden sich freuen

wenn jeder Angestellte kommen und gehen darf wie er will ! Manchmal glaub ich schon wirklich die ÖVP vertritt rot-grüne Interessen - aber bald gibt es Wahlen ,....

Antworten Gast: realisticus
31.07.2012 09:49
1 0

Re: die Unternehmer werden sich freuen

das absurde daran ist, dass jetzt dort investiert werden muss, wo wieder der private zahlen darf. in den pflichtschulen hat man in den vergangenen jahren hunderttausende stunden gestrichen, das hat am meisten die "unteren" 30 prozent getroffen, die nicht mehr sinnerfassend lesen können und nicht einmal mehr die grundrechnungsarten beherrschen, wie denn auch, wenn die einzige doktrin in der schule Kürzen, kürzen, kürzen ist

Re: Re: die Unternehmer werden sich freuen

Die ÖVP hat also die Pflichtschulabsolventen hier im Auge - und zeigt wieder, dass sie nur wenig von den Lebenswirklichkeiten versteht. Diese Menschen bilden sich wohl auch deshalb weniger weiter, weil dies üblicherweise (doppelt) Geld kostet. Die weiterbildung selbst wird nicht gratis sein (davon abgesehen, wie stellen sich die "Ideenliferanten" überhaupt dieses Weiterbildungsangebot vor?) - und einen Verdienstausfall haben diese einkommensschwachen Menschen dann auch. Viele können sich diese Maßnahmen wohl schlicht nicht leisten.

Antworten Gast: Zenzine
31.07.2012 08:09
1 1

Sie verwechseln da was!

Das heißt es ja nicht. Man soll einfach statt Vollzeit auch Teilzeit arbeiten können.

Von Gleitzeit ist da ja nicht die Rede. Dienstpläne bzw. fixe Arbeitszeiten gibts ja trotzdem.

was soll die grenze mit 7-jährigen kindern?

sollen sie sich ab 8 selbst versorgen? wie stellen sich das diese leute vor?

Antworten Gast: Zenzine
31.07.2012 08:12
0 1

Willkürlich festgelegt

Das ist dieselbe Grenze wie beim Recht auf Elternteilzeit. Auch dieses Recht endet dann.

Gast: UKW
30.07.2012 20:18
3 0

Kein Mensch braucht diese ÖVP mehr

Niemand wählt eine Partei, die einen schwammigen Linkskurs fährt. Da machen die Wähler gleich beim Schmied (SPÖ, Grüne...) das Kreuzerl und nicht beim Schmiedl (ÖVP).

Niemand wählt eine Partei, die einen derart leeres Zeug redenden Parteichef hat, der das Charisma von einem trockenen Stück Brot ausstrahlt.

Niemand wählt eine Partei, die nach der Pfeiife von der niederösterreichischen Platte tanzt.

Niemand wählt eine einstmals konservative Partei, deren Innnenministerin in SPÖ-Manier bzw. Häafen-Manier primitiv "Her mit dem Zaster" ruft.

Niemand aus der ehrlich arbeitenden Bevölkerungsschicht wählt eine Beamtenpartei.

Niemand braucht diese ÖVP in der jetzigen Form.

Gast: Jessas
30.07.2012 18:54
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Schon wieder eine Idee


Da es keinen Rechtsanspruch gibt, wird wohl eher der Arbeitgeber bei Bedarf die Leute in "Teilbildungskarenz" schicken.
Und damit der zu Bildende nicht nur zu Hause herumlungert, muss er halt irgendwas tun, die Leute müssen schließlich sekkiert werden.


Gast: btw
30.07.2012 15:40
1 0

Teilbildung durch Vollkarenz?

"Teilbildung" wird durch die Freistellung zum Zweck der Bildung hoffentlich nicht angestrebt! Die richtige Formulierung müsste lauten: "Bildungs-Teilkarenz". da man zwar volle Bildung anstrebt, dafür aber nur teilzeitweise in Karenz geht...

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