OECD: Nächstes Jahr kommt PISA für Erwachsene

03.12.2012 | 16:30 |   (DiePresse.com)

Kompetenzen. Eine neue OECD-Strategie soll helfen, in die richtigen Qualifikationen zu investieren.

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Seit mehr als zehn Jahren vergleicht die PISA-Studie die Leistungen der Schüler weltweit – künftig stehen auch die Erwachsenen im Fokus: Eine neue Bildungsstudie, die die OECD im kommenden Oktober erstmals herausgibt, fragt die Kompetenzen Erwachsener ab – neben Lesen, Mathematik und IT-Kenntnissen auch Ausbildungsstand und den Einsatz von Kenntnissen in Alltag und Beruf.
PIAAC, so der Name der Erhebung, ist zentraler Bestandteil der Kompetenzstrategie der OECD, die der PISA-Erfinder Andreas Schleicher gestern, Montag, gemeinsam mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) vorstellte. Die Strategie soll den OECD-Ländern helfen, besser zu verstehen, in welche Qualifikationen investiert werden muss, um Arbeitslosigkeit und sozialer Spaltung entgegenzuwirken.
Österreich steht dabei derzeit – trotz der schlechten PISA-Ergebnisse der Schüler –  relativ gut da: Die (Jugend-)Arbeitslosigkeit ist niedrig, Weiterbildungs- und Frauenerwerbsquote sind hoch. Vergleichsweise niedrig ist indes die Beschäftigungsquote älterer Menschen, und auch die Chance auf Bildungsaufstieg ist in Österreich gering.

Ganztagsschule als Grundpfeiler

Für den Punkt der Chancengleichheit sei unter anderem die verschränkte Form der Ganztagsschule ein „wichtiger Grundpfeiler“, gab Schleicher der Ministerin Rückendeckung: Über den Ausbau ganztägiger Schulformen wird heute, Dienstag, im Ministerrat diskutiert.
Generell solle der Fokus jedoch nicht nur auf der Schule liegen, so Schleicher: „Wir sind recht gut darin, junge Menschen auszubilden – aber nicht darin, deren Kompetenzen weiterzuentwickeln.“ Speziell an den Unis müsse man auch darüber nachdenken, wer für die Kosten in welcher Form aufkomme – Stichwort Studiengebühren.

(Red.)

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39 Kommentare
 
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Die Presse selbst

gibt die Antwort darauf, was in Österreich schiefläuft. Bei Zuwanderern liegt der Anteil der Menschen mit "geringem Bildungsniveau" um 30 % höher als bei Inländern. In der Schule gibt es unzählige Förderprogramme für Zuwanderer. Die Kinder werden in keiner Weise diskriminiert. Trotzdem titelt die "Presse" auf Seite 9 unbeirrt: Zuwanderer fühlen sich diskriminiert.
Natürlich ist es für die Menschen einfacher, eine Diskriminierung zu "fühlen", als sich selber anzustrengen. So wird unter Mithilfe der Medien jegliche Eigeninitiative im Keim erstickt.

Hochdotierter Interpret

Der Andreas Schleicher hat in Österreich sehr viel gutes Geld verdient. Oder glaubt da jemand, der Kerl macht das gratis?
Besser ist's, die Statistiken aus den Veröffentlichungen selber herauszusuchen und zu vergleichen. Da gehen einem die Augen auf - und man greift nach hinten und zieht den Schlüssel heraus, mit dem man als dummy aufgezogen wurde...

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Ich kann nicht verstehen,

dass ein Jahrzehnte bestehendes Bildungssystem, dass uns an die Weltspitze gebracht hat, plötzlich nur noch falsch ist. Wer das glaubt, sollte seine Kinder einfach einmal im Ausland an eine (normale öffentliche) Schule schicken. Sie werden auf ewig geheilt sein. Natürlich kann man vieles verbessern, aber hören wir auf, uns schlecht darzustellen. PISA vergleicht Äpfel mit Birnen und macht uns glauben, wir hätten kein gutes Bildungssystem. Das ist einfach nur Unsinn.

Re: Ich kann nicht verstehen,

ja wenn sie es glauben wollen... es kommt halt drauf an, ob man sich nach oben oder nach unten vergleicht. sagen wir mit afghanistan oder der schweiz. oder schweden. oder dänemark. oder australien.

aber bitte nur keine aufregung: everything is fine. im ausland nennt man diese geisteshaltung übrigens "the austrian syndrome".

Re: Re: Ich kann nicht verstehen,

pisa vergleicht, wie der vorposter geschrieben hat, äpfel mit birnen.

finnland schneidet beispielsweise sehr gut ab bei pisa. die lernen auch für diese fragestellungen und der unterricht ist mit jenem österreichs nicht zu vergleichen. vor allem im bereich fremdsprache.

Re: Re: Ich kann nicht verstehen,

Schicken Sie Ihre Kinder einfach nur zB nach US oder GB oder AU, um das Thema mit Entwicklungsländern nicht ins Lächerliche zu ziehen.

Der erste sinnvolle Satz über Erziehung und Bildung

von Kindern wird sicher bald kommen.

Entweder ich bin ein Genie oder halt nicht

Definitiv NICHT !

werte und haltung der frau minister ?

Da geht es auch um Werte und Haltungen, um eine Kultur des Gelingens, die wir etablieren müssen.

sagt die sozialistische unterrichtsministerin, die als verantwortlicher vorstand einer undurchsichtigen zyperntochter der kommunalkredit dafür mitverantwortlich ist das milliarden steuergeld mit derivaten verzockt worden ist ......

wie geht es übrigens mit den ermittlungen der staatsanwalt diesbezüglich voran ?

Re: werte und haltung der frau minister ?

Scheinbar wollen Sie Schmied unbedingt anpatzen. Sie können aber nichts finden was sie als Unterrichtsministern falsch macht, also müssen Sie zu alten Hüten greifen.

Elternabend: kaum Interesse

Erfahrungsbericht aus einer Schule in Wien: 32 Kinder besuchen die Klasse, am Elternabend (alle Eltern wurden sogar schriftlich rechtzeitig eingeladen) kommen 6 Eltern! Ziel wäre es gewesen alle Lehrer die in der Klasse unterrichten kennenzulernen, mehr über die Schule zu erfahren und einen kurzen Vortrag des Direktors anzuhören (Dauer: alles in allem 1h). War wohl zu viel verlangt! Kein weiterer Kommentar!

Re: Elternabend: kaum Interesse

Machen Sie sich doch einfach mal die Mühe herauszufinden, warum die Eltern so wenig Interesse zeigen.

Solange wir in Österreich vielfach keine Anerkennungs-, sondern eine Abwertungskultur haben, bringt uns der Vergleich nicht weiter.

Diese Abwertungskultur ist es, welche jegliches Engagement vor allem der weniger guten Schüler bereits im Keim erstickt.
Man bedauert die Abwertungskultur wenn es darum geht Schulen und Lehrer zu beurteilen. Man vergisst aber gerne, dass die Schüler noch viel mehr unter der dämlichen Abwertungskultur leiden und dass es genau diese Einstellung ist, die vor allem jene, die keine Superschüler sind am härtesten trifft.
Herr Schleicher, beklagen Sie nicht den fehlenden Einsatz von Eltern und Schüler, wenn Sie genau wissen, dass die bei uns übliche Abwertungskultur die Ursache für fehlenden Einsatz ist. Trachten Sie lieber danach, das frustrierende und häufig missbrauchte Leistungsbeurteilungssystem durch ein tauglicheres System zu ersetzen, das vor allem die schwächeren Schüler nicht derart benachteiligt, frustriert und ihnen jegliche Hoffnung auf Erfolg raubt. Ohne Erfolgsaussicht steht keinem Menschen genügend durch Motivation aktivierte Energie zur Verfügung. Da kann man fordern so viel man will, was nicht da ist, ist nicht da.

Erfolg hängt davon ab, was ich dafür tue. Und ich vertraue, dass mich meine Lehrer dabei unterstützen.“

Das ist eine sehr interessante Aussage. In Österreich ist es für Schüler sehr schwer eine Beziehung zwischen ihrer Leistung und der Leistungsbeurteilung herzustellen.
Auch das Gefühl, von den Lehrern unterstützt zu werden, ist vor allem für schwache Schüler eine Erfahrung, die vielen niemals zuteil wird.

Re: Erfolg hängt davon ab, was ich dafür tue. Und ich vertraue, dass mich meine Lehrer dabei unterstützen.“

Übertreiben Sie nicht derart schamlos.
An unserer Schule erhalten schwache Schüler je nach Bedarf eine Förderung durch den muttersprl. Lehrer, die Stützlehrerin, die Förderlehrerin, die Beratungslehrerin, die Sprachförderlehrerin, den Begleitlehrer, die Sprachheillehrerin und/ oder sie besuchen die Förderstunde.
Stundenmäßig ist es halt für schwache Kinder immmer noch zu wenig.

Re: Re: Erfolg hängt davon ab, was ich dafür tue. Und ich vertraue, dass mich meine Lehrer dabei unterstützen.“

Nein, ich übertreibe nicht schamlos. Es stimmt, dass wir auf dem Papier für alles Mögliche irgendwelche Förderlehrer haben. Aber niemand kontrolliert, wie effizient diese Förderung für die Schüler ist.
Es ist nun mal eine Tatsache, dass Menschen sehr unterschiedliche Begabungen haben. Es ist genau der falsche Weg, den Anspruch zu stellen, dass alle Kinder in den Schulfächern gleich gut zu sein haben und wenn nicht, werden sie gefördert bis ihnen Hören und Sehen vergeht. Genau das hat nichts, absolut nichts mit Unterstützung zu tun. Das kommt bei den Kindern eher so an: So wie ich bin, bin ich nicht gut. Ich muss meine ganze Freizeit opfern um so zu sein wie die Lehrer wollen. Was unseren Kindern fehlt ist die moralische, emotionale Unterstützung. Das kann man nicht mit Masse, sondern nur mit Klasse und darüber redet man in unseren Schulen niemals.

Re: Re: Re: Erfolg hängt davon ab, was ich dafür tue. Und ich vertraue, dass mich meine Lehrer dabei unterstützen.“

Die Freizeit braucht kein Kind zu opfern, da die Förderungen im Rahmen der Unterrichtszeit stattfinden. Gerade in Kleingruppen oder in der Einzelbetreuung blühen die Kinder auf, da sie auch sehr viel emotionale Unterstützung erhalten.

Für Klasse statt Masse bin ich auch.

Chancengerechtigkeit ein Problem. Da muss man, wie Österreich es getan hat, im Kindergarten ansetzen.

Es ist völlig egal, wo man ansetzt, wenn der Ansatz falsch ist. Es geht immer nur darum, den Eltern die Kinder immer mehr zu entziehen. Das mag für Sozialisten ein wünschenswertes Ziel sein. Aber einen Erfolg im Hinblick auf Bildung ist das nicht.

Positiv bewerte ich die Reformdynamik, die Paradigmenwechsel,

Eine Änderung an sich ist noch nicht lobenswert. Erst ein sichtbarer Erfolg sollte Lob auslösen. Aber von einem Erfolg ist bisher weit und breit nichts zu sehen.
Bei den bisherigen Änderungen von BM Schmied ging es nur ums umfärbeln. Für 25% der Politiker mag das ein lobenswerter Erfolg sein. Für Eltern und Schüler und für die Wirtschaft stellt das noch keinen Erfolg dar.

Was ist mit dem fehlenden persönliche Einsatz der Lehrer?

Für Lehrer ist der persönliche Einsatz eine Pflicht, denn sie bekommen ein Gehalt dafür. Von denen kann Schleicher den fehlenden persönlichen Einsatz einfordern.
Für Eltern und Schüler ist die Schule ein wertvolles Recht. Das Recht auf Bildung auf Kosten des Staates ist ein wertvolles Geschenk. Dieses Geschenk sollte nicht schlecht gemacht werden, indem es so dargestellt wird, als wäre es eine Pflicht, vor der sich Eltern und Kinder am liebsten drücken würden.

Re: Was ist mit dem fehlenden persönliche Einsatz der Lehrer?

Schon wieder jemand, der nur auf sein Recht pocht und nicht von den Pflichten redet: Fleißig sein, diszipliniert sein, die Lernmittel pflegich behandeln usw. dem Lehrer überhaupt erst ordentlichen Unterricht ermöglichen !
Wie es in manchen Schulen zugeht, ist ein Graus !

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Re: Was ist mit dem fehlenden persönliche Einsatz der Lehrer?

ist aber oft so
erfolg kommt nicht vom warten darauf, sondern von eigenem einsatz

PISA-Chef: "Entweder ich bin ein Genie oder halt nicht"

Wie recht er hat nach der Linken Philosophie:

Steh zu deinen Defekten. Sei ganz Du und streng dich nicht an, Du hast ein Recht darauf, von der Gesllschaft erhalten zu werden!

Gelächter

zum Frühstück. Mann o Mann, sind die alle doof und dabei gleichzeitig bösartig. Die Lehrergewerkschaft soll sich um die Anerkennung der Lehrer bemühen - tja, wenn die umini nicht will und sich die Medien gekauft hat, nützt das gar nix.
Die Eltern sollen sich ganz plötzlich für ihre Kinder interessieren? Das ist ja ganz was Neues, wo wir doch seit jahren hören, dass das Elternhaus völlig unschuldig ist am Misserfolg der Kinder...
Die Gesamtschule ist der richtige Weg - und absolut jeder Politiker hat sein Kind in der nicht gesamten Privatschule, möglicherweise noch mit rel. Hintergrund.
Lächerliche Bande.

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Die Kinderlosen haben keine Ahnung, wieviel Mühe

und Arbeit Kindererziehung und Schule sind. Aber woher auch?

Auch die Eltern sind gefordert

offenbar ist privatunterricht zu hause notwendig. muss ich den ganzen mathe-stoff aus der schulzeit nachbüffeln, um den kindern zu vermitteln, wozu viele lehrer nicht in der lage sind? antwort: ja!

 
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