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So kontrolliert man Google

09.01.2009 | 18:52 |   (Die Presse)

Als Mitglied in offenen Internet-Plattformen kann man selbst Inhalte schaffen, die dubiose Beiträge verdrängen.

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Wien (pk). Jeder Mensch hat ein Privatleben – und eine Vergangenheit. Wer dabei unbedacht Spuren im Netz hinterlassen hat, die bei Personalberatern oder Führungskräften nicht den allerbesten Eindruck machen würden, sollte trotzdem nicht verzagen: Man kann kontrollieren, welche Resultate auf den ersten Seiten einer Suchmaschinenrecherche aufscheinen. Sein Image im Internet zu pflegen ist allerdings ein langfristiges Projekt, das im Wesentlichen auf zwei Säulen beruht. Erstens: Selbst Inhalte schaffen. Zweitens: Vernetzung.

Ein eigenes Weblog anzulegen, auf dem man sich von seiner besten Seite präsentieren kann, ist unkompliziert und dauert nur wenige Minuten. Wichtig ist, es regelmäßig mit neuen Beiträgen zu füllen. Das bedeutet nicht, dass man jeden Tag selbst etwas schreiben muss – auch ein- bis zweimal pro Woche ist ausreichend, und man kann dabei ruhig auch auf Inhalte anderer Blogs verweisen. Nur zum Thema, zur Persönlichkeit und zu den Interessen müssen sie passen. Fotoseiten wie Flickr können ähnlich genutzt werden. Auf offenen Plattformen wie Xing lassen sich die eigenen Daten in Form von Profilen hinterlegen. „Offen“ sind diese Dienste, weil sie auch ohne Passwort zugänglich gemacht werden können und daher, anders als geschlossene, auch als Suchergebnisse angezeigt werden.


Eine Hand wäscht die andere

Damit die selbst geschaffenen Inhalte nicht in einer unbeachteten Ecke des Internets verstauben, muss man sie vernetzen. Schließlich entscheidet die Anzahl der darauf verweisenden Links, an welcher Stelle ein Beitrag auf der Google-Ergebnisliste aufscheint. Wenn man auf anderen Weblogs Kommentare abgibt, hat man zumeist die Möglichkeit, dabei gleich selbst einen Link zum eigenen Blog zu setzen. Durch die Kommentare werden auch andere Blogger auf einen aufmerksam – und verlinken wiederum, wenn das Blog sie überzeugt.

„Natürlich lässt sich theoretisch alles wiederfinden, was man jemals ins Netz gestellt hat“, sagt Thomas Niepraschk, Projektmanager bei Knallgrau, von dem diese praktischen Tipps stammen. „Aber wenn man die Mehrheit der Inhalte bewusst selbst gestaltet hat, kann man vieles kontrollieren.“ Im Gegensatz dazu fallen kleine Ausrutscher dann nicht mehr so sehr ins Gewicht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.01.2009)

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