23.05.2012 23:12 | Meine Presse Merkliste 0

Das Ende der Demokratie

27.05.2011 14:31 | 

Künftig überträgt der ORF Bundesratssitzungen live auf TW1. Ein erster Schritt zur endgültigen Abschaffung der Demokratie in Österreich.

Es gibt gute Gründe, daran zu zweifeln, dass Österreich eine Demokratie ist. Die zwei substanziellsten Einwände: Hierzulande ist es unmöglich, eine Regierung abzuwählen (das zu können, hat etwa Karl Popper als eines der wesentlichen Kriterien von Demokratie gesehen) und die nicht vorhandene Gewaltentrennung zwischen Legislative, Exekutive und Judikative. Im österreichischen Ständestaat lautet die Devise: Was der Proporz verbunden hat, soll der Rechtsstaat nicht trennen.

Dass es jahrzehntelang gelungen ist, den demokratischen Anschein zu wahren, lag nicht zuletzt daran, dass der politische Betrieb unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Seit der ORF Teile von Nationaratssitzungen überträgt, schwindet das Vertrauen.

Jetzt wird medial zum entscheidenden Schlag gegen die österreichische Demokratie ausgeholt: Bundesratssitzungen werden künftig auf dem Spartenkanal TW1 live übertragen. Wenn man am Überleben der Demokratie in Österreich interessiert ist, muss man zumindest dafür sorgen, dass diese Übertragungen wie andere Horrorprogramme auch mit Jugendverbot belegt werden. Wie um Himmels willen soll ein junger Mensch, der mehrere Stunden lang in der parlamentarischen Geisterbahn verbringt, jemals wieder dafür begeistert werden, an einer Wahl teilzunehmen?

Ich kann nur an die ORF-Verantwortlichen appellieren, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken.

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99 Kommentare
 
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sirgerald
24.08.2011 20:24
1 0

Mehrheitswahlrecht?

Die Diskussion sollte zumindest geführt werden.

1 0

Re: Mehrheitswahlrecht?

Ja, schon...
Wäre weniger verlogen. Man wüsste dann auch, was man für seine Stimme kriegt. Aber was mich von der Idee abbrachte, war die Erkenntnis, dass unser Wahlvolk längst dazu auch nicht mehr imstande ist...

Gast: Leser
15.08.2011 09:56
5 0

Ist Ihnen schon aufgefallen?

Die Leute die bei Ihnen die Postings kontrollieren posten dann selber ihre Gesinnung in der Presse und die ist meist "etwas" links...während mißliebige andere entfernt werden.
Absicht oder nicht?

Kokopelli
14.08.2011 23:58
0 0

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Freilich, was dort alles zusammengeschwafelt wird, hält der stärkste Biertrinker nicht aus. Denn nicht einmal im Parlament kann man den meisten Abgeordneten zuhören, ohne von einem Schlaganfall getroffen zu werden! Aber ich bekenne mich trotzdem dazu. So lange man die Demokratie verarschen kann, so lange ist sie noch nicht verloren! Daran glaube ich. Die Matschkeranten hier mögen doch endlich einmal ihren bequemen Hintern heben und selbst an einer Demokratie ihrer Fasson Hand anlegen...

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Hackfleischrezepte...

Heute habe ich eine Original-Lasagne gemacht ;)

Mein Rezept:
Ca. 700 g Faschiertes (Hackfleisch :)
1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 Bund Petersilie, 1 EL Tomatenmark, ~ 1/2 l Tomatenstückchen (Dose, Tetrapack), Rotwein

Bechamel: 750 ml Milch, 60 g Butter, 60 g Mehl, Salz, Pfeffer, Spritzer Essig, Muskat

Lasagneblätter, Parmesan, etw. Suppenwürfel (Klare Suppe), Herbamare Kräutersalz

Bolognese: Zwiebel und Faschiertes in nativem Olivenöl anrösten, Knoblauch, Tomatenmark und Petersilie dazu, etwas anrösten - mit Rotwein und Tomatenstückchen aufgießen. Mind. 1/2 Stunde klein ohne Deckel köcheln lassen - Würzen mit Suppenwürfel (Klare Suppe von Knorr), Kräutersalz und Pfeffer.

Bechamel: Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze herstellen - vom Herd nehmen und mit der Milch langsam mit Schneebesen aufgießen (gleich quirlen). Dann bei niedrigster Temp. 1/2 Stunde ziehen lassen, damit der Mehlgeschmack rausgeht. Abschmecken s. oben. Achtung: Muskat nur mäßig, soll nicht hervorschmecken! Die Bechamel braucht man als Kleber.

Form mit Butter ausstreichen.
Die Schichten: Faschiertes, Bechamel, Lasagneblätter - Abschluss: Bechamel, darüber gerieb. Parmesan + etwas Olivenöltröpfchen, extra vergine :)

Antworten sirgerald
24.08.2011 20:27
2 0

Re: Hackfleischrezepte...

Danke! Ich werde es probieren.
Einer der konstruktivsten Beiträge hier im Forum.

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Re: Re: Hackfleischrezepte...

Freut mich :)
Bei der Bechamel-Sauce genügt wahrscheinlich 1/2 Liter, aber dann darf man die Schichten nur punktuell kleben - nicht vollflächig auftragen. Die alleroberste hingegen sollte deckend sein. Darum habe ich es auf 750 ml umgerechnet, weil ich dachte, dass damit nichts schiefgehen kann...

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Re: Hackfleischrezepte...

Wichtig: Bolognese und Bechamel (mit Quirl) immer wieder umrühren... OMO ;)

Gast: Werbung live auf TW1
01.07.2011 21:04
0 0

Das ist Abschaffung der Demokratie

Die linke ungarische Tageszeitung „Nepszava“ muss möglicherweise mit einem Verfahren wegen angeblicher Verstöße gegen das umstrittene neue Mediengesetz rechnen. Der Beauftragte für Medien- und Nachrichtenverbreitung, Jenö Bodonovich, beanstandet einen angeblichen Leserkommentar in der Onlineausgabe.

dudelsack
22.06.2011 19:59
2 1

was mich an der österreichischen demokratie wirklich stört

ist die tatsache, dass das volk keinerlei möglichkeiten hat ein gesetz direkt zu beschließen.

es kann nur einen antrag im nr einbringen, über den entscheidne aber erst recht wieder die abgeordneten.

grad bei gesamtändernden verfassungsgesetzen können die bürger entscheiden, aber auch nur mit ja und nein, die bestimmung des inhaltes über den entscheiden wird ist den partein vorbehalten.

ach ja ab und zu gibt es dann unverbindliche pseudeodirektdemokratische abstimmungen über hundeführerscheine und andere lapalien.

echt lächerlich die direkte demokratie in österreich. es wäre an der zeit das system mehr in richtung schweiz zu ändern, den die ausschließlich mittelbare dmeokratie ist leider nichts anderes als eine wahl zwischen pest und cholera

Antworten Maier.M
10.07.2011 23:02
0 0

Re: was mich an der österreichischen demokratie wirklich stört

Man nennt diese Form der Demokratie ja auch nicht zu Unrecht "Parteiendiktatur". ;)

megacalvin
16.06.2011 17:57
6 1

das war wohl nix,

lieber michi fleischhacknix

Gast: kara mustafa
16.06.2011 16:12
4 0

ohhh...

...das ist aber wirklich lustig!

merke: das gegenteil von lustig ist => krampfhaft lustig

modestus
16.06.2011 07:59
4 0

seit Langem

...das verbalspielzeug des tages heisst für FLE..."seit Langem"
also wissen wir "seit Langem" dass die länderwahlkämpfe mit versprechen, die der bund zahlen muss/soll gespickt sind
die wehrpflichtdebatte kostet schon millionen und wird noch mehr kosten.
"seit Langem" wissen wir, dass der häupl dafür nicht aufkommen wird (müssen)
wie schon immer..seit Langem

Gast: gast gast
13.06.2011 16:44
0 24

ein interessanter artikel über schüssel

Die Karrieren eitler Gecken

Nach oben gelangen nicht immer die besten und klügsten Köpfe. Doch was ist die Voraussetzung für Erfolg? Ein beschränkter Geist, findet der Journalist Maurice Joly

Antworten modestus
14.06.2011 12:03
5 2

Re: ein interessanter artikel über schüssel

ein artikel über schüssel aus dem jahre 1867..toll
noch dazu von m. joly..auf dem gefängnis geschrieben...ein konvolut von sozialneid

Gast: Lukas
12.06.2011 19:00
8 0

Österreichs Pseudodemokratie

ist es nicht wert als Demokratie angesprochen zu werden. Die repräsentative Demokratie Marke Österreich, mit ihrem Politfilz und den Vorfeldorganiosationen wie Bünde und Kammern hat längst ausgedient und öffnet der Korruption Tür und Tor. Der Bürger wird bewußt von der Wahlurne ferngehalten. Wo war der Widerspruch der Medien als die Legislaturperiode ohne das Volk zu befragen verlängert wurde? Wo war der Widerspruch als unsere GroKo-Typen die Kammern in den Verfassungsrang hoben um genau dieses System zu festigen? Die Medien ließen sich in fast krimineller Weise von Presseförderung und ganzseitigen Regierungsinseraten kaufen. Es ist unvorstellbar, daß so ideen- und zukunftslose beamtete Politiker, die offenbar kaum die Volksschule geschafft haben, unser Land regieren dürfen!

Antworten Gast: Biersauer
27.06.2011 14:13
0 0

Re: Österreichs Pseudodemokratie

Behörden und Lobbyfilz ja,
Demokratie nein.
Ein Staat, wo die Arbeitenden ausgebeutet werden und der Filz die
Nutznießer sind, für die "normale Bevölkerung bleiben ein Berg Schulden zum Abtragen.

Gast: gast gast
12.06.2011 17:11
2 18

solange leute

stellvertretende chefredaktuere werden weil sieauf parteilinie sinnd ist es wirklich schlecht um die demokratie bestellt

Gast: Conan der Knusperkönig
11.06.2011 17:12
21 1

Der Journalist als Verschweiger?

Der CR der Presse meint ganz grundsätzlich, dass man einen Missstand nicht erkennbar machen sollte (der Bundesrat ist eindeutig ein solcher), da sich die Menschen ansonsten nur angewidert abwenden würden.

Man könnte aber auch meinen, dass öffentlich sichtbare Missstände schneller und leichter bekämpft werden würden. Das wäre in meinen Augen sogar die Schlüsselfunktion der Medien in einer Demokratie. Eigentlich würde ich mir von einem Journalisten genau diese Einstellung wünschen.

Es bleibt mir nur zu hoffen, dass dieser Blogeintrag den Versuch darstellt sarkastisch zu sein. Ansonsten hätte die Presse nämlich einen Mann an der Spitze sitzen, der über kein journalistisches Ethos verfügt.

Ihr Knusperkönig

modestus
09.06.2011 07:41
10 2

sehr geehrter herr fleischhacker

...nachdem sie ihren blog monatelang verwaist liessen, haben sie jetzt schnell einen blog hingefetzt...recht schlampig ohne sorgfalt. kein wunder, dass die reaktionen so negativ ausfallen. da macht auch ein sarkastischer zwischenblog nichts wett.
zurück zur sorgfalt......und journalistischer ethik

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Re:

Ich habe dir geantwortet. Der Kommentar kam aber nicht durch. Man darf den Namen des CR nämlich nicht schreiben :)

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Re: sehr geehrter herr fleischhacker

Dem Wunsch schließe ich mich an. Fle kann ja sehr gut schreiben. Aber vielleicht sollte er es etwas geradliniger angehn und direkt sagen, was er denkt. Sonst dreht er sich zu oft und dann hat er einen Palawatsch :)

Dieses WE werde ich meine leichte Topfentorte machen, die schon den Beinamen "Topfentraum" erhalten hat. Sie dient der Therapie von Topfentraumatisierten. Es handelt sich dabei um ein Kindheitstrauma, das durch die Topfengulatschen entstanden ist. Sie waren nur in der Mitte gefüllt. Der Rand war trocken.

Ich werde das Rezept aber diesmal nicht verraten. Jedenfalls ist es sehr raffiniert. Butterteig mit nach dem Backen 3cm hoher Creme gefüllt und oben dauf Dosen-Marillen. Die Creme ist aus Magertopfen mit 0,2 % Fett und sehr fluffig locker leicht zart durch Beigabe von Schlagobers und Schnee. ;)

Antworten Antworten Palko
14.06.2011 11:33
3 0

Re: Re: sehr geehrter herr fleischhacker

... und auch vom Lottchen ein Etikettenschwindel ;) --- Magertopfen mit 0,2% Fettgehalt mit Beigabe von Schlagobers (?!) --- das ist ja "Österreichertum" als kulinarische Metapher ;) ...

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Re: Re: Re: sehr geehrter herr fleischhacker

Ach, normaler Topfen hat 40% Fett. Gibt man zu einem 0,2%igen Topfen Schlagobers, so hat alles zusammen nur 36,2%. Eine Topfentorte hätte sonst ja 76% Fett, weil man das Schlagobers immer dazu geben muss. Durch die Luft im Schnee und im Schlagobers verringert sich der Fettanteil noch einmal, denn durch die Erhöhung des Volumens, wiegt ein Stück weniger als sonst. Diese Torte ist quasi wie ein Luftbalon. Daher kommt ja auch die Bezeichnung "leicht" ;)

Bei dieser Berechnung ist der Fettgehalt des Mürbteiges und die Beigabe der Dotter nicht eingerechnet. Insgesamt kommen 5 Eier rein - vier in die Creme, 1 in den Teig. Aber im Hühnerei ist etwas drinnen, das den Cholesterinspiegel senkt. Sie heben sich sozusagen nicht nur auf, sondern vermindern auch den übrigen Fettgehalt. Grob geschätzt hat die Torte wegen all dieser Faktoren einen Fettgehalt von 15%. Ein Stück hat ca. 200 Kalorien. Und ich finde, das kann man sich schon erlauben :)

Antworten Antworten Antworten modestus
14.06.2011 12:01
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Re: Re: Re: sehr geehrter herr fleischhacker

ich denke nicht, dass es sich um eine DIÄT-torte handelt...sondern um ein rezept auf dem niveau des FLE-blogs...was inhalt (mager) und wichtigkeit betrifft....karl valentin zum nachruf

 
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FLE

Der Autor

  • Michael Fleischhacker
    wurde am 26. Mai 1969 in Friesach/Ktn. geboren. Matura am Stiftsgymnasium Admont; unabgeschlossenes Studium in Theologie, klassische Philologie und Germanistik.

    Redakteur der Kleinen Zeitung im Ressort Außenpolitik ab April 1991. 1994 Redakteur in der Chefredaktion, 1995 bis 1997 Chef vom Dienst, 1998/99 stellvertretender Chefredakteur, ab Mitte 1998 auch Verlagsleiter mit dem Aufgabenbereich Strategieentwicklung und Neue Medien.

    2000 bis 2001 Chef vom Dienst beim „Standard“.

    2002 bis 2004 stellvertretender Chefredakteur der „Presse“, seit September 2004 Chefredakteur.

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