Das neue Skopje: die Stadt der Monumente

20.09.2012 19:48 |  von Sebastian Wedl

Über den Zwischenstopp Zagreb haben wir den Flughafen „Alexander der Große“ in Skopje, der Hauptstadt Mazedoniens, erreicht. Dieser Name ist nicht unumstritten und trägt Brisanz in sich.

Auf einem muskulösen Pferd sitzt ein golden glänzender Mann mit Mittelscheitel. In seiner rechten Hand hält er ein spitzes Schwert und reckt es gen Himmel empor. Getragen werden er und sein Pferd von einer Steinplatte, darunter von einer Säule, die mit heroischen Figuren und Kämpfern aus der mazedonischen Antike verziert ist. Mit einer Höhe von über 22 Metern überblickt die Statue „Krieger hoch zu Ross“ den Hauptplatz von Skopje und schaut auf das gegenüberliegende Ufer des Flusses Vardar, der die Hauptstadt in zwei Teile spaltet. 

Neben dem überdimensionierten Monument finden sich in unmittelbarer Nähe Baustellen prunkvoll anmutender Gebäude, Brücken und weitere Statuen. All diese Bauten sind im neobarocken Stil gehalten. Sie sehen aus, als wären sie Ende des 19. Jahrhunderts erbaut worden und würden gerade restauriert werden. Doch der Eindruck täuscht, denn sie alle sind neu, nicht zu übersehen und muten mitunter mehr als kitschig an. Hintergrund dafür ist das kontroverse Bauprojekt „Skopje 2014“ der mazedonischen Regierung, die mit eindrucksvollen Konstruktionen den wichtigsten Ereignissen und Persönlichkeiten der mazedonischen Geschichte gedenken und einen neuen nationalen Stolz fördern will.

(c) Sebastian Wedl Alexander der Große

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Die Statue „Krieger hoch zu Ross“ steht symbolisch für die politische Brisanz dieses Projekts. Denn auch wenn die Regierung es vermieden hat, ihn so zu nennen: Es ist ein offenes Geheimnis, dass es sich bei ihm um „Alexander den Großen“ handelt, um dessen kulturelles Erbe sowohl die Griechen als auch die Mazedonier streiten. Immerhin wollte Mazedoniens Regierungschef Nikola Gruevski, dessen nationale Partei VMRO-DPMNE „Skopje 2014“ initiiert hat, keine weitere Eskalation in den Beziehungen zu Griechenland zu riskieren. Alexander, der Name des berühmten Feldherrn und makedonischen Königs, steht sinnbildlich für den Konflikt zwischen den beiden Ländern und musste in der Vergangenheit schon des Öfteren für gegenseitige Provokationen herhalten. Und das auf teilweise kuriose Weise. So haben die Mazedonier etwa, nachdem die Griechen ihren Flughafen in Thessaloniki „Makedonia Airport“ getauft haben, ihren Flughafen in Skopje „Alexander der Große“ benannt.

(c) Sebastian Wedl Die "Baustelle" Skopje

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Die Griechen erkennen den Namen Mazedonien als offizielle Staatsbezeichnung nicht an, da sie dahinter Gebietsansprüche der Mazedonier befürchten. Schließlich erstreckt sich die historische Region Makedonien bis über Thessaloniki hinaus weit nach Griechenland hinein. Noch müssen sich die Mazedonier daher mit dem Namen FYROM – Former Yugoslavian Republic of Macedonia begnügen. Eine Einigung im jahrelang andauernden Namensstreit ist nicht in Sicht. Dieser Konflikt ist auch der Grund, warum Griechenland das Vorankommen der Mazedonier im EU-, und NATO-Aufnahmeprozess blockiert.

Widerstand gegen „Skopje 2014“ kommt aber auch aus dem eigenen Land. Kritiker werfen der mazedonischen Regierung vor, durch monoethische Bauten nationalistisches Gedankengut zu fördern.  Die albanische Volksgruppe in Mazedonien, die immerhin rund ein Viertel der Einwohner ausmacht, fühlt sich bei dem Projekt ausgeschlossen. Sie finden ihre eigene Historie in den Monumenten nicht wieder. Innenministerin Gordana Jankulovski von der Regierungspartei VMRO-DPMNE kann den Vorwurf, dass das Projekt monoethnisch sei, nicht nachvollziehen. „Wir alle teilen die selbe Geschichte in dieser Region und diese gehört nicht einer einzelnen ethnischen Gruppe sondern allen“, meint Jankulovski und ergänzt: „Diese Bauten trennen die ethnischen Gruppen nicht, sondern vereinen sie.“ Auch Dejan, ein etwa 40-jähriger Staatsbediensteter, befürwortet „Skopje 2014“. Er sagt, das Projekt werde nicht nur der vielschichtigen Geschichte der mazedonischen Region gerecht, sondern schaffe auch Arbeitsplätze. Bei einer Arbeitslosenquote von offiziell 31,5 Prozent im Jahr 2011 ist der Wunsch nach mehr Arbeitsplätzen in der Bevölkerung nachvollziehbar. Ob die Jobs erhalten bleiben, wenn die Bauvorhaben vollendet sind, ist offen. Dass dem Stadtteil rund um den Platz „Makedonja“, dem Hauptplatz Skopjes, eine optische Aufwertung prinzipiell nicht schadet, steht außer Frage. Ob Neubauten, die Geschichtstracht vortäuschen sollen, das richtige Mittel sind, sei allerdings dahingestellt. Kritiker sagen, dass die vielen Millionen Euro, allein die Statue „Krieger zu hohem Ross“ hat mehr als fünf Millionen Euro gekostet, anderweitig sinnvoller investiert wären.

Wirklich geeint sind alle Volksgruppen in Mazedonien zumindest in der europäischen Frage. Ein baldiger EU-Beitritt soll Märkte öffnen, mehr Investoren ins Land bringen und damit für einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung sorgen. Wie realistisch ein rascher EU-Beitritt Mazedoniens aber ist, steht in den Sternen. Seit nunmehr sieben Jahren hat es keinen wirklichen Fortschritt mehr in den mazedonischen EU-Beitrittsbemühungen gegeben: Weil Griechenland blockiert, wegen des Namensstreits und des Konflikts um das historische makedonische Erbe und um Alexander den Großen.  

 

(c) Sebastian Wedl Neue Monumente für alte Helden: Philip von Makedonien

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Gegenüber des „Kriegers zu hohem Ross“, auf der anderen Seite des Vardars, steht die nicht minder eindrucksvolle Statue eines starken Mannes, der seine linke Hand zum Kampf bereit auf seinem Schwertergurt liegen hat. Seine rechte Hand hat der bärtige Mann zur Faust geballt und streckt sie stolz nach vorne. Der Mann ist Alexanders Vater Philip von Makedonien und auch die Statue trägt offiziell seinen Namen. Bei ihm wurde auf Sensibilität gegenüber Griechenland verzichtet. 

 

15 Kommentare
Gast: Thomas Leiter
13.10.2012 13:21
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Überblick

Wer ishc über die moderne Geschichte Makedoniens informieren will sollte nach folgendne Begriffen suchen:

Frieden von San Stefano, Berliner Kongreß, Panslawismus, 1. und 2. Balkankrieg, griechischer Bürgerkrieg , paidomasoma.

Die Namensgebung Mazedonien der Teilrepublik Ex-Yugoslawiens hatte den einfachen Grund Zugang zur Ägais zu bekommen.

Nacheinander wurde die Sprache etabliert, 1967 die Kirche für autokephal erklärt, im selben Jahr das Institut für antike und mittelalterliche Geschichte geschaffen. Ab diesem Zeitpunkt und seit 1991 wird die antike Geschichte zunehmend in Anspurch genommen.

Kontrolliertes National building zwecks Abgrenzung zu den zu ähnlichen Bulgaren. Nationalhelden wie Gruev und Deltschew waren Kadetten in der bulgarischen Armee...

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Re: Überblick

Makedonien gab es schon immer, egal wer diesen Landstrich in der Geschichte beherrscht hatte. Aber ich gebe ihnen Recht das es teilweise um einen Zugang zur Ägäis ging. Aber das war der Standpunckt Jugoslawiens. Niemand hat die Mazedonier gefragt was SIE eigentlich wollten. Die Mazedonier, vor allem die im Ägäischen Teil Makedoniens waren ein Bauernopfer des kalten Krieges.

Antworten Antworten Gast: Thomas Leiter
15.10.2012 16:14
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Re: Re: Überblick

Eben, Makedonien ist ein geographischer Begriff geworden im osmanischen Reich.

Bis ins 19. Jahrhundert verstanden sich die Slawen der Region als Bulgaren. Das ist in vielen unabhängigen Quellen so beschrieben. Ein Wettbewerb zwischen Griechenland und Bulgarien primär entfachte um die gemischte Bevölkerung aus griechisch und bulgarisch sprechenden Menschen. Diglottisums war weit verbreitet in den Küstenferne.

Wobei Slawophone sich als Griechen sehen konnten (Grekomanen).

Letzlich sind alle jüngeren Nationalhelden auch in der bulgarichen Geschichte verankert, das hat sicherlich objektive Gründe.

Was Autonomiebestrebungen der Exarchiaten anfang des 20. Jahrhunderts angeht, lässt sich das mit dem Kosovo heute vergleichen. Es ist leichter autonom zu werden um dann mit Albanien zusammen zu kommen. Letztlich wurde ein Teil dieser bulgarisch orientierten Bevölkerung den Serben zugeteilt 1913. Bulagrein hat weiterhin bis WWII versucht doch noch das Großbulgarien zu realisieren. Eine besondere Situation wurde geschaffen.

Geschichtlich ist alles was aus der EJRM komm, sei es zum bulgarischen Reich oder zur antike Griechenlands oder Proto-Slawen nicht haltbar.

Eine geographische Abgrenzung sowie das Ablassen von alytrotischen Thesen würde Ihrem Land gut zu Gesicht stehen.

Inschriften aus Pella belegen, dass das makdeonische der Antike engstens mit dem Südmykenischen Griechisch verwandt ist.

Ethymologisch sind alle bekannten Namen der antike auf griechisch sinnvoll zu erklären

Gast: Thomas Leiter
13.10.2012 13:12
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Kurzer Überblick

Aus der EJRM kommen vereinzelt Forschungsberichte über Proto-Slawen. Von Ihnen haben die Griechen das Alphabet adaptiert und die Slawen sind nach Norden und Osten von Ohrid aus expandiert.
Die Geschichte Makedoniens ist eng mit der Geschichte Griechenlands verbunden, Griechenland als ethnologischer Gesamtbegriff, nicht als Nation. Ginge man von Nationen im modernen Sinne aus hätte Deutschland keine Geschichte, da erst seit dem 19. Jahrhundert existent.


Gast: Psolos Rufianidis
30.09.2012 13:24
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kurze" Geschichtsinfo Teil 5

An wen und in welcher Schrift und Sprache addressierte der Apostel Paulus seine Briefe um 50n.Chr.?
1.An die "Solunesen" in original "antikes makedonski"?
oder
2.An die Thessaloniker in altgriechisch?

So viel zum Thema "die Griechen gibt es erst seit 1913 dort!!!"

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Re: kurze" Geschichtsinfo Teil 5

Niemand hat behauptet das es in Makedonien erst ab 1913 Grichen gab. Fakt ist ein Griechenland gab es erst seit Mitte des 19 Jahrhunderts. Und niemals vorher. Und wenn Sie schon die Bibel als Quelle heranziehen wollen sollten sie das was dort steht auch richtig wiedergeben. In der Bibel steht der/die erste Christ/in auf Europäischen Boden war eine Makedonin namens Lydia. Da steht nicht Griechin oder Helenin. Sogar in der Bibel wurde da also unterschieden. Ausserdem habe ich von der Geschichte Makedoniens seit ca 1850 geschrieben. Und wenn Sie sich mit Geschichte auskennen müssten Sie wissen das ich nur die Wahrheit wiedergegeben habe. Das diese für Griechenland unbequäme Wahrheit gerne von Seiten der Griechen totgeschwiegen werden möchte ändert nichts an der Geschichte. Aber ich sehe positiv in die Zukunft was das betrifft. Habe gehört und gelesen das es mittlerweile auch griechische Autoren und Wissenschaftler gibt die sich mit diesem Thema auseinandersetzen und Bücher über dieses Thema und diese Zeit veröffentlicht haben die sich durchaus kritisch mit der Darstellung der Geschichte von Seiten Griechenlands äussern. Jemandem Geschichtsfälschung vorzuwerfen und sie selbst zu betreiben stärkt die eigene Position nicht unbedingt.

Gast: Mazze
24.09.2012 21:35
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meine persönliche Meinung

Die griechische Regierung sollte ihre eigenen Schandtaten die es in ihrer Geschichte zweifellos gab nicht versuchen zu verheimlichen. Was Alexander den großen betrifft konnte bisher noch nicht mal von der Wissenschaft geklärt werden ob er Hellene war. Fakt ist er war kein Slawe. Aber mal ehrlich. Hat sich schon mal Deutschland darüber beschwert das Frankreich nach einem germanischen Stamm der Völkerwanderungszeit benannt ist. Oder das sich in Italien wo sich eben zur Völkerwanderungszeit ättliche germanische Stämme niederließen die ihre genetischen Spuren zweifellos in der italiänischen Bevölkerung hinterließen die Italiäner dennoch als Nachfahren der Römer ansehen. Ethnogenese ist nun mal nicht so einfach. Dafür giebt es keine Formel wie in der Mathematik. Und Punkto Mazedonien muss man wissen das die antike mazedonische Sprache bis heute nicht rekonstruiert werden kann. Ich sage bestimmt nicht das die antiken Mazedonier ein slawisches Idiom benutzten. Aber wie kann man feststellen wieviel antikes Mazedonisch im heutigen Mazedonisch enthalten ist wenn man die antike Sprache gar nicht kennt. Und was noch interessant ist ist das Sprache sich verändert. Die Deutschen reden jetzt auch nicht so Deutsch wie vor 1500 Jahren. Ich würde mich wundern wenn ein heutiger Deutscher einen Deutschen der Völkerwanderungszeit auch nur zu 15 Prozent verstehen würde. Das wäre sicher eine Interessante Begegnung hahaha.

Gast: Mazze
24.09.2012 21:05
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"kurze" Geschichtsinfo Teil 2

Als sich Tito und Stalin politisch zerstritten hatten hatte Jugoslawien nicht mehr den Rückhalt den es benötigt hätte um die Kommunisten in Griechenland die fast zur hälfte Mazedonisch geprägt waren zu unterstützen. Folglich verloren sie den Bürgerkrieg. Etliche Mazedonier mussten vor den Repressalien der Griechen flüchten. Der Flüchtlingsstrom war so massiv das die Flüchtlinge zu Zigtausenden auf viele verschiedene Staaten des Ostblocks aufgeteilt werden mussten. Viele Familien wurden auseinander gerissen und die Demografie im Ägäis Mazedonien hatte sich noch weiter zu Gunsten der Griechen verschoben. Man muss aber auch zugeben das viele griechische Kommunisten ebenfalls flüchten mussten. Jedenfalls waren die verbliebenen Mazedonier einem Terror der griechischen Politik, Polizei und Arme ausgesetzt. Ihre Sprache wurde verboten und ihre Kultur unterdrückt. Das Wort Mazedonien war zu dieser Zeit in Griechenland fast Tabu. Erst als sich Ende der 90er Jahre abzeichnete das der Ostblock zu zerfallen droht wurde die Taktik in der Mazedonien frage geändert. Plötzlich wurde eine nazionalistische Politik betrieben und stet betont das es nur ein Mazedonien in Griechenland gäbe. Die Geschichte wird verfälscht was schon in den Schulen beginnt wo Kindern erzählt wird wie heroisch sie das natürlich rein griechische Mazedonien den bösen teuflischen Slawen entrissen wurde. Leider finden es nur sehr wenige Menschen für notwendig sich über Geschichte zu informieren. Zu Schade. Für sie!!!

Gast: Mazze
24.09.2012 20:49
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"kurze" Geschichtsinfo Teil 1

Der griechische Teil Mazedoniens wurde wirklich erst 1913 von den Griechen erobert. Griechenland selbst wurde erst Mitte des 19 Jahrhunderts ein Staat. Zum ersten mal überhaupt in der Geschichte gab es einen griechischen Staat. aber der war alles andere als hellenisch. Im ägäischen Teil Mazedoniens lebten laut internationalen Volkszählungen Ende des 19 Jahrhunderts mehr Mazedonier(nennt sie meinetwegen slawische Mazedonier[lach] ) in diesem Teil Mazedoniens als Griechen. Nach dem türkisch griechischen Krieg nach dem ersten Weltkrieg den die Griechen katastrophal verloren wurde die türkischstämmige Bevölkerung in die Türkei vertrieben. Andererseits wurden griechischstämmige Bewohner Anatoliens nach nah Griechenland vertrieben was die Demografie in dieser Region massiv zu Gunsten der Griechen veränderte. Dann kam der zweite Weltkrieg in dem die Griechen und die Mazedonier gemeinsam auf Seiten der Alliierten kämpften. Nach Ende des zweiten Weltkriegs waren die Kommunisten sehr stark im in seinen Grenzen immer noch gleichen Griechenland wie vor dem zweiten Weltkrieg. Das schürte die Ängste der Alliierten, vor allem der Britten die dann die Griechen militärisch massiv unterstützten. Da das nördlich gelegene Mazedonien nun zum kommunistischen Jugoslawien kam hatte man Interesse daran mit Unterstützung der Sowjetunion die Kommunisten in griechischen Teil Mazedoniens zu unterstützen was dann auch so geschah.

Gast: Dejan Pavlovic
21.09.2012 11:41
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Guter Artikel eins jedoch bedenklich.

Liebe Redaktion,
ein wirklich guter Artikel indem berichtet wird, anstatt wie sonst oft in Bezug auf Makedonien "stimmungsmache" betrieben wird und das nicht im positiven Sinne. Es wäre schön wenn man mehr solcher Berichte lesen könnte die auch das Thema Ägäis-Makedonien behandeln. Es ist vielen nicht klar das der südliche Teil Makedoniens erst seit 1913 von Griechenland erobert wurde. Viele wissen nicht das die Makedonen die nun eine Minderheiten in der Region sind oft Probleme haben in Griechenland. Auch wissen die wenigsten das die hellenische Republik die Minderheit der Makedonen als Volk nicht anerkennen entsprechend haben die Makedonen dort keine Minderheitenrechte. All das wissen die Leser meist nicht. Sie verstehen deshalb auch den Streit mit Griechenland nicht, Sie wissen nicht das Makedonien das erste Königreich auf europäischem Boden war und das dieses Königreich ein von Makedonen ausgerufenes Reich war nicht von Hellenen. Seit nun 2800 Jahren existiert die makedonische Nation. Sein begründer König Karanos von Argos gründete dieses in Aigai. Die Hellenen haben weder sprachlich noch sonst irgendwie mit den Makedonen was zu tun. Sie eroberten Makedonien 1913 und eticketieren fortlaufend alles um. Bitte Bitte forscht nach und klärt auf, es ist so schade wenn die Leute das alles nicht wissen. Dannke

Re: Guter Artikel eins jedoch bedenklich.

Ihr Slawen könnt wohl nie genug kriegen. Wahnscheinlich habt Ihr auch Amerika entdeckt und das Feuer erfunden.

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Re: Guter Artikel eins jedoch bedenklich.

Na ja, daß die heutigen Mazedonier mit den Makedonen relativ wenig zu tun haben, ist sonnenklar - wie die Sonne von Pella. Welche Sprache wurde denn dort gesprochen? Karanos von Argos in Aigai klingt ja auch recht "mazedonisch", nicht? Die Vorfahren der heutigen Bewohner kamen so um das 6. nachchristliche Jahrhundert in die Gegend ....
Alexander & Co waren schon ca 1000 Jahre vorher da!

Antworten Gast: Makedonec
22.09.2012 12:44
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Re: Guter Artikel eins jedoch bedenklich.

Ich würde Sie bitten, bevor Sie anderswo den Umgang mit Minderheiten kritisieren, sich in Ihrem eigenen Land umzusehen. Nich umsonst gibt es permanent Spannungen mit der albanischen Volksgruppe. Auch andere Minderheiten wie Roma oder Torbeschen werden benachteiligt. Auch die Geschichte versuchen sie zu verdrehen. Die, die Sie nennen "Makedonen" sind im heutigen Mazedonien slawisch geprägt. Aus Überlieferungen weiss man, dass Aleksandar der Große kein Slawe war und demzufolge nicht Ihr Vorfahre. Bitte tun Sie nicht wie die Mazedonische Regierung irgend eine Propaganda streuen und den Menschen dort in Mazedonien mit Nationalismus die Augen verblenden.

Antworten Antworten Gast: Ausgeglichener Ausgewogener
22.09.2012 15:01
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Re: Re: Guter Artikel eins jedoch bedenklich.

Ich wollte auch schreiben: ich hoffe, das ist jetzt keine Staatspropaganda... Per se ist es nicht schlecht (auch wir Österreicher haben eine), aber wenn es eine gibt, ume einen Streit eskalieren zu lassen, ist es nicht ideal.

Gast: Makedonec
20.09.2012 22:59
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Infrastruktur

Hallo liebes Presse Team,

guter Artikel, allerdings mit einer erheblichen Schwachstelle. Es wird nicht erwähnt das das "Projekt Skopje 2014" auch Maßnahmen in die Infrastruktur miteinbezieht, so sind neue Straßen, Sportstätten, öffentliche Plätze entstanden, auch Investitionen im Schulwesen, Gesundheitswesen, bzw dessen Infrastruktur. Sowas gab es im diesem Ausmaß in Makedonien noch nicht.

Es wird halt leider nur auf die Statuen reduziert, klar, ein "neu erbautes Krankenhaus in Makedonien" ist halt politisch nicht brisant und wohl keine Headline wert...

Grüsse :)

Globalist

Über die Autoren

  • Thomas Seifert bereiste als Reporter u.a. Tschetschenien, Sudan, Irak, Kosovo oder Nordkorea. Für "Die Presse" berichtet Seifert seit Jänner 06 aus aller Welt.
    Wieland Schneider ist stellvertretender Außenpolitikchef und Südosteuropaexperte der "Presse".


    Die Gewinner von Reporter'12 und Reporter'12-Ost

    Die Gewinner der Reporter'12-Aktion erhalten jeweils eine Reise mit Thomas Seifert und Wieland Schneider im Ausmaß von 14 Tagen, um Ihre Reportageidee in die Tat umzusetzen. In dieser Zeit werden laufend Reiseberichte in diesem Blog veröffentlicht.

    Hannah Stadlober, ist Gewinnerin von Reporter'12 und wird mit Thomas Seifert aus Thailand und Malaysia zum Thema "Kein Recht auf Sprache - Die Identitätskrise der pattani-malaisischen Minderheit in Südthailand" für "Die Presse" berichten.
    Sebastian Wedl, ist Gewinner von Reporter'12-Ost und wird mit Wieland Schneider in Mazedonien zu seinem Thema "Spurensuche nach einem vergessen Konflikt, der die Söhne und Töchter Mazedoniens zur Flucht nach Westeuropa zwang" für "Die Presse" berichten.

Hinweis

  • Der Inhalt von Blogbeiträgen spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

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