07.05.2012
Die Mauer von NavanakhonÖkonomen im Glück.
20.04.2011 11:20 | Thomas Seifert
Herr Stiglitz sucht das Glück.
Mehr Material von der Website Action For Happiness, die sich als Plattform für eine "glücklichere Gesellschaft" versteht. Den Initiatoren geht es darum, Glück und Wohlfahrt ins Zentrum der Politik zu stellen und den engen Focus auf ökonomisches Wachstum aufzugeben. Neben Bhutan, wo sich die Gross National Happiness Commission sowie das Centre for Bhutan Studies mit dem Thema "Bruttonationalglück" beschäftigt, interessieren sich auch immer mehr europäische Länder für das Thema, etwa die von Nicolas Sarkozy ins Leben gerufene Commission on the Measurement of Economic Performance and Social Progress, in der auch der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz (neben Nobelpreisträger Amartya Sen und Jean-Paul Fitoussi) mitwirkt. Sein neues Buch "Mismeasuring our Lives - How GDP doesn't add up" ist eben erschienen.



Nette Idee
Nette Idee, aber hoffentlich kein Ablenkungsmanöver vor dem bevorstehenden massiven Wohlstandsverlust durch Inflation als Folge des Gelddruckens.Mein Gott hat der Sarkozy nicht Anderes zu tun.
Glück - was ist Glück?Glück wäre, hätte wir Politiker, die wissen worauf es ankommt´, um eine Volkswirtschaft zu führen.
Doch wir haben welche, die auf ihren eigenen Säckel schauen. Und dann glauben sie, das wäre Glück, wenn es ihnen selbst gut geht.
Würfelzucker mit Bergen vergleichen.
Betrachtet man "Action for Happynes", so fällt auf, sie legten den Focus auf die lokale Gemeinschaft, auf Familie und Elternschaft, auf Freunde, Nachbarn und eine Arbeit.
So es politische Aufrufe gibt, dann hierfür, lokal zu handeln um lokale Schiefstände zu korrigieren. Das Programm atmet durchgängig den Geist von Subsidiarität und Eigenverantwortung.
Dem gegenüber stehen die typisch anmaßenden Gigantomie-Bestrebungen eines Sarkozy und Stiglitz, die (man hätte darauf wetten können), ganz mächtig toll den Klimawandel ins Rennen führen, wenn es ums Glück geht, und mit Vorschlägen für ganze Staaten oder gar Gruppen von Staaten aufwarten.
Ist Action for Happiness noch symphatisch und fast bürgerlich liberal, kapern die üblichen Verdächtigen diese Idee zur Umsetzung ihrerer eigen Volksumerziehungsprogramme.
Bei derartig grundlegenden Unterschieden könnte der nächste Blogeintrag hier auch alle Websites auflisten, die das Gute in der Welt wollen.
Ein alter Hut!
Versuche, "Glück" in eine Formel zu pressen, gibt es schon immer wie Sand am Meer! Herausgekommen ist nur, dass es immer wieder andere Dinge sind, die Menschen glücklich machen. Wohlstand spielt immer eine Rolle, allein genügt er aber nicht!Mit anderen Worten: die Wohlfahrtsstaaten sind gescheitert. Sie haben das Realeinkommen sinken statt steigen lassen und suchen jetzt nach Methoden, den Mißerfolg nach Orwellschen Methoden umzudefinieren.
Dass das BIP ein Müll ist, ist allen Nicht-Keynesianern bewusst. Was aber nicht so allgemein bewusst ist, ist die Tatsache, dass "das Streben nach Glück", wie es sich in der US-Verfassung als Recht findet, aus gutem Grund ein individuelles Recht ist. Ein "Gemeinglück" hat schon Plato im "Staat" angestrebt, gefolgt von Thomas Morus, Karl Marx etc. Herausgekommen sind Konzentrationslager.
Glück ist etwas Individuelles und Subjektives. Ein kollektivistischer und "objektiver" Ansatz führt zwangsläufig zu Unterdrückung und letztendlich zu Massenmord.






Thomas Seifert bereiste als Reporter u.a. Tschetschenien, Sudan, Irak, Kosovo oder Nordkorea. Für "Die Presse" berichtet Seifert seit Jänner 06 aus aller Welt.
Wieland Schneider ist stellvertretender Außenpolitikchef und Südosteuropaexperte der "Presse".
Hannah Stadlober, ist Gewinnerin von Reporter'12 und wird mit Thomas Seifert aus Thailand und Malaysia zum Thema "Kein Recht auf Sprache - Die Identitätskrise der pattani-malaisischen Minderheit in Südthailand" für "Die Presse" berichten.
