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Ein Krimi bis zum Schluss

11.12.2011 04:49 |  von Johannes Wahlmüller

Johannes Wahlmüller

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Die Klimaverhandlungen in Durban - ein spannender Krimi bis zum Schluss. Nachdem gestern kein Abschluss gefunden werden konnte, wurde heute noch ein zusätzlicher Tag eingelegt. Es herrschte völliger Zeitdruck, da viele Minister und Schlüsselverhandler schon abreisten. Trotzdem trafen sich die wichtigsten Player in "Indabas" - Zulu für ein Businessmeeting - bis weißer Rauch aufstieg. Entnervt kamen immer wieder Verhandler aus dem Raum. "Hier geht nichts weiter." Kaum mehr jemand glaubte an einen Erfolg. Zu verfahren die Situation. Die Verhandlungen heute, ein einziger Nervenkrieg. Dann war das Treffen der Minister plötzlich aus, ein Plenum wurde einberufen, das wir gespannt verfolgten. Die Präsidentin der COP verkündete, dass es ein "Durben-Paket" geben werde. Also doch ein Durchbruch. Aber wie sieht das Ergebnis aus?

Es stellt sich heraus, dass es nicht gut aussieht - im Textvorschlag bleibt das Ziel der Verhandlungen völlig unklar. Es entbrennt eine heftige Diskussion zwischen der EU und Indien. Die EU will ein rechtlich verbindliches Abkommen, Indien zögert und will sich eine unverbindliche Option offen halten. Es folgen heftige Plädoyers, ein Vertreter des Inselstaats Grenada meint: "Während andere sich entwickeln, sterben wir!" Andere bringen mehr Verständnis für die Lage Indiens auf - immer noch eines der ärmsten Länder der Welt. So meint Panama, dass man auch in einem rechtlich verbindlichem Abkommen, nicht alle über einen Kamm scheren kann. Unterschiede zwischen Ländern akzeptieren? Für die USA ein rotes Tuch. Platzt der Deal am Schluss doch noch? Connie Hedegaard folgt dann einem Vorschlag Norwegens und bietet eine kurze Aussprache an. Für 15 Minuten wird die Sitzung unterbrochen, heftig feilschen die EU und Indien um eine Formulierung die für beide tragbar ist - und sie finden eine. Die ist allerdings auch etwas vage, sodass der russische Vertreter sich zwei mal zu Wort meldet und meint, "er würde einfach nur gerne wissen, was er jetzt unterstützen soll?" Aber da lässt sich die Präsidentschaft auf keine Diskussionen mehr ein, es ist nach vier Uhr in der Früh und da lässt man schonmal Ausdrücke mit Interpretationsspielraum durchgehen. Dann werden die Entscheidungen zügig durchgepeitscht, der Sitzungs-Hammer schlägt zu und am Ende steht fest: Es gibt ein Durban-Package, das Kyoto-Protokoll steht, es gibt einen Fond der den Ärmsten unter die Arme greifen soll und der UN-Prozess hat ein neues Ziel: Bis 2015 ein Abkommen für alle Staaten abzuschließen, das spätestens 2020 in Kraft treten soll. Es ist 6.17 h. Durban: Die Überraschungscop.

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3 Kommentare
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Kanada wird aus dem Kyoto-Protokoll austreten

DAS ist, was uns wirklich interessiert, und nicht ihr Geschwätz aus Durban.

Sehen Sie, Herr Wahlmüller, niemand interessiert sich mehr für Sie und Ihre Klimahysterie!


Re: Sehen Sie, Herr Wahlmüller, niemand interessiert sich mehr für Sie und Ihre Klimahysterie!

Schöne Grüße an Ihren Freund im Geiste Berlakovich und sagen Sie ihm, daß sein Biosprit eine gigantische Schnapsidee ist, die der Umwelt mit Sicherheit schadet (Waldrodungen!!)

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