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Mutbürger-Stammtisch IV

28.09.2011 22:18 | 

Wegen des großen Interesses findet der Mutbürger-Stammtisch im Burg Kino, Opernring Wien, und NICHT im Kaffee Landtmann statt: Am 10.Oktober um 17 Uhr. Gäste: Wolfgang Radlegger und Erhard Busek von der Initiative "Mein Österreich".

Es kommt ja nicht unerwartet: Das Schwierigste ist sicherlich, interessierte Mutbürger zu bewegen, vom Zusehen und Zuhören den Schritt zur eigenen Aktivität zu machen. Da gibt es Rückschläge und wird es noch viele weitere geben. Aber wie hat Franz Fiedler beim letzten Stammtisch abschließend gesagt? „Man sollte nicht locker lassen."
Inzwischen hat Franz Miklautz die Initiative www.diemutbuerger.at gegründet. Ein erstes Treffen soll in Kärnten im November stattfinden. Initiativen in anderen Bundesländern ausdrücklich erwünscht.
Zurück zu den Rückschlägen: Bei einer Veranstaltung in Klagenfurt am 5. September wurde eine Liste herumgereicht, in der sich alle, die etwas gegen die herrschenden Zustände in Kärnten unternehmen wollten, eingetragen haben.
Hier der Erfahrungsbericht des Initiators:
„Ein Bonmot gefällig: 42 Leute haben sich in die Liste eingetragen. Ich hab alle angeschrieben (Treffen wir uns etc.): Eine einzige Rückmeldung...
Das macht die Frau Rohrer zum gutgemeinten Zirkusbären, der mit Herz durch die Lande tingelt, von den Zuschauern beklatscht wird. Und dann gehen sie wieder nach Hause. Rohrer ist eine Unterhaltungssendung... Schade!"
Und hier der Brief, den er verschickt hat.
„Sie haben sich in die Liste der Demokratie-Interessierten bei der Buch-Präsentation (A. Rohrer) in der Buchhandlung Heyn eingetragen. Damit haben Sie bekundet, dass Ihnen der Zustand Kärntens nicht egal ist und sie etwas für ein anderes, ein neues Kärnten tun möchten. Nun eine Frage: Was erwarteten Sie sich von dieser Gruppe? Was wollen Sie bewegen? Was konkret wollen Sie tun/können Sie beitragen? Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es in Kärnten einerseits viele Menschen gibt, die so frustriert sind, dass sie ein Ventil brauchen, um den Frust abzubauen. Das ist mehr als legitim, aber bremst eine Gruppe, die etwas verändern möchte. Denn es ist negative Energie. Es bringt Stillstand, denn Frust ist ansteckend. Ich habe in Gruppen gearbeitet, in denen das Lamentieren überhand nahm und die zweckentfremdet wurden als Kübel für die politischen Enttäuschungen der Menschen. Ich sage noch einmal, das ist menschlich, bringt aber niemanden weiter. Und es gibt andererseits Menschen, die wollen wirklich etwas verändern. Verändern kommt nur vom Tun. M. Gandhi hat gesagt: "Sei du die Veränderung, die du in der Welt sehen willst." Und in so einer Gruppe steckt der eine den anderen mit seinem Feuer an. Ein einzelnes Streichholz bläst man bald aus. Aber hält ein Zweiter seines dazu, dann ein Dritter, dann wird aus einem Streichholz bald eine Fackel. Und aus der Fackel bald ein großes Lauffeuer, das um die Welt gehen kann. Ich habe bisher einige Einzelaktionen durchgeführt. Die letzte (www.muss-scheuch-gehen.at) war sehr erfolgreich. Dennoch hatte sie keine reale Auswirkung. Aus meiner Sicht müssen nächste Aktionen eine Kombination aus Internet und Realität sein. Und es müssen mehrere knapp aufeinander folgende Aktionen kommen. Das kann funktionieren, denn wir sind viele!!!
Was schlage ich als weitere Vorgangsweise vor:
-- Bitte beantworten Sie die Frage oben. Die Veränderung kommt nur über das Tun! Und jeder, wirklich JEDER kann etwas tun.
Einer hat Organisationstalent, der/die andere hat gute Kontakte zu den Medien, wieder andere können Dienstleistungen beisteuern etc.
-- Aus Ihren Antworten nehme ich die erfolgversprechendsten heraus und kombiniere sie mit meinen.
-- Diese Ideen werden beim 1. Treffen vorgestellt. Jede Idee wird kurz (!) diskutiert. Bitte haben Sie schon jetzt Verständnis, dass nicht alle Ideen vorgestellt werden können (falls überhaupt welche einlangen. Denn - wie ich es bei Heyn schon gesagt habe - es ist leichter bei knackigen Aussagen von A. Rohrer zuzustimmen, als selbst etwas zu tun. Aber genau das wird Sie von vielen anderen unterscheiden.
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!.
-- Wenn wir sehen, ob wirkliches Interesse an Demokratie-Arbeit zur Veränderung der verfahrenen Situation in der Kärntner Politik vorhanden ist, sollten wir eine Web-Plattform starten, auf der wir uns austauschen können (Forum). Mein Angebot an Sie alle ist, diese Gruppe, die Termine und vieles andere zu organisieren. Ich bin mit Gleichgesinnten gerade bei der Gründung eines Vereines, in dessen Rahmen ich meine zukünftigen Aktionen durchführen werde."

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7 Kommentare

HERRN STÖCKL

wieso meinen sie, dass "parteien" im und am mutbürgerstammtisch werkeln??
im gegenteil...hier sind leute am werk die mit parteien nichts (mehr) am hut haben.

Aha, SPÖVP alt (Radlegger$Busek!) sollen die Mutbürger ruhigstellen!! Die Altparteien werfen schon das letzte Aufgebot in die Schlacht....


Re: Aha, SPÖVP alt (Radlegger$Busek!) sollen die Mutbürger ruhigstellen!! Die Altparteien werfen schon das letzte Aufgebot in die Schlacht....

herrn busek wirft niemand in die schlacht
das macht busek ganz allein aus überschätzung seiner selbst

werfen?...ja aus der partei

Also ich nehme einen Busek oder einen Radlegger schon lange nicht mehr ernst !!!!!!

Es ist sinnlos, mit solchen abgetakelten Politfunktionären zu diskutieren.

Als Busek noch Wissenschaftsminister war, habe ich mich einmal erfrecht, ihm einen Vorschlag zur Reform der Medizinischen Kliniken zu unterbreiten. Seine Antwort war kurz und bündig, ich solle mir nicht seinen Kopf zerbrechen, er wisse schon besser, was zu tun sei!

Re: Also ich nehme einen Busek oder einen Radlegger schon lange nicht mehr ernst !!!!!!

nach dieser , ihrer, erfahrung wundert mich, dass sie meinen er wäre von der partei "in die schlacht geworfen"

Re: Re: Also ich nehme einen Busek oder einen Radlegger schon lange nicht mehr ernst !!!!!!

Sie sitzen also selber in der ÖVP-Parteizentrale, weil Sie so genau informiert sind! Geh, wenn Sie schon beim "Hinausschmeißen" sind, hauen Sie doch den Pröll hinaus, der ruiniert Ihnen die Partei doch noch endgültig!

Aha, SPÖVP alt (Radlegger$Busek!


Rohrers Reality-Check

Die Autorin

  • Anneliese Rohrer
    geboren 1944, war von 1974 bis 2005 bei der "Presse" als innenpolitische Journalistin, Ressortleiterin Innen- und Außenpolitik tätig. Seit 2009 ist sie Kolumnistin bei der "Presse".

Hinweis

  • Der Inhalt von Blogbeiträgen spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

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