03.05.2012
Nach Mut und Wut bleibt ZynismusMutbürger-Stammtisch VII
19.10.2011 23:12 |
Der 3. Mutbürger-Stammtisch findet am 14. November um 17 Uhr in Wien im Burg Kino statt. Der Worte sind genug gewechselt. Es wird um die Gründung von Aktionsgruppen und konkrete Zusammenarbeit gehen.
Es ist leider unvermeidlich, dass dieser Eintrag etwas länger ausfällt. Zum „Einstieg" etwas, das es offenbar nur in diesem Etablissement Österreich gibt: Der Mailaustausch zwischen dem Gründer eines „Mutbürger"-Vereins nach Anregung des Mutbürger-Stammtisches in Kärnten, Franz Miklautz, und dem Leiter der Präsidial Abteilung des Magistrats der Landeshauptstadt Klagenfurt. Es geht um das Lokal, in dem demnächst das erste Treffen in Kärnten stattfinden soll. Ich habe die Mails redigiert und etwas gekürzt.
Danach eine kurze Zusammenfassung des 3. Mutbürger-Stammtisches in Wien und ein Ausblick. Details zum nächsten Treffen im November finden Sie im nächsten Blogeintrag in Kürze.
Hier der Mailaustausch:
Betreff: Vereinsgründung "Mutbürger" Sehr geehrter Herr Miklautz, in obiger Angelegenheit darf ich Sie höflich ersuchen, uns die Inhalte dieser Veranstaltung mitzuteilen, zumal der Begriff doch etwas provokant erscheint und sich diese Veranstaltung nicht gegen die LH Klagenfurt richten darf. Wir ersuchen um Verständnis und verbleiben mit besten Grüßen Arnulf Rainer
Sehr geehrter Herr Rainer,
zunächst weise ich darauf hin, dass ich diesen E-Mail-Verkehr öffentlich mache, weil ich denke, dass es a) die Öffentlichkeit etwas angeht, was wir gestern besprochen haben und b) die Protagonisten der Vereinsgründung gleich und synchron informiert sind.
Sie haben mich gestern angerufen und wollten die Inhalte erfahren, die wir (am Veranstaltungsort, Anm)bringen möchten, der uns - und das betone ich noch mal - mündlich zugesagt wurde und wo ich bereits alle notwendigen Besprechungen vor Ort (!) mit den exzellenten Mitarbeitern geführt habe. Sie haben gestern am Telefon erwähnt (also nachdem uns die Zusage am Freitag erteilt wurde und ich alle Angemeldeten schon informiert habe), dass wir(den Veranstaltungsort, Anm.) nicht haben könnten, wenn es gegen die Klagenfurter Stadtpolitik bzw. Klagenfurter Stadtpolitiker geht. Hier möchte ich dringend notwendig etwas zurecht rücken, was mich seit gestern belastet. Nämlich, wo oben und unten ist. Oder zumindest eine gleiche Ebene herstellen.
Ich halte hiermit fest, dass (der Veranstaltungsort, Anm.) weder dem Präsidium des Magistrat der Landeshauptstadt Klagenfurt gehört noch deren Politiker. Dieses Haus, wie auch alle anderen Gemeindezentren, werden von der Landeshauptstadt nach besten Wissen und Gewissen - und wie mir auffiel, von Topmitarbeitern - verwaltet. Dieses Haus und alle anderen Gemeindezentren gehören der Bevölkerung Klagenfurts. Abgesehen davon, dass Bürger Steuern zahlen, meine Firma Kommunalsteuern bezahlt, ist das ein Haus der Bürger. Was da drin besprochen wird, ist, abgesehen von Bombenbastler-Präsentationen und ähnlichem, das der Bevölkerung schaden könnte, irrelevant für die Stadt Klagenfurt. Ich hätte Sie auch anlügen können und sagen können, es ist eine wirtschaftliche Präsentation. Und sogar, Herr Mag. Rainer, wenn die Klagenfurter Stadtpolitik Gegenstand unseres Treffens ist, sogar dann, haben Sie und die Stadt und deren Politiker kein Recht, uns diesen Raum zu verwehren. Denn er war (für den Termin, Anm.)frei.
Uns vorzugeben, was dort besprochen bzw. nicht besprochen werden darf, ist ein ganz klarer Fall von Unterdrückung der Meinungsfreiheit, die wir naturgemäß nicht akzeptieren werden. Herr Rainer, genau hier fängt es an. Das ist genau der Punkt, passender könnte es gar nicht sein. Eigentlich ist dieser Vorfall der allerbeste Besprechungspunkt für unser 1. Treffen. Die Unterdrückung der Meinungen der Bürger. Damit muss endlich Schluss sein. Wir sind die Bürger. Politiker sind Angestellte des Volkes. Es kann uns kein Maulkorb umgehängt werden.
Wenn Sie uns ausladen, werde ich alle Angemeldeten davon informieren. Sie werden es als Affront auffassen. Wir werden aber eine andere Lokation finden. Die Veranstaltung wird stattfinden.
Ich habe Ihnen gestern gesagt, dass die Namen Scheider (Bürgermeister, Anm), Germ usw. aus unserer Sicht keine Themen sein werden. Aber glauben Sie, dass wir das Publikum abwürgen werden, wenn jemand sagt, dass Klagenfurt aus seiner Sicht einen schlechten Bürgermeister hat. Niemals! Ich sage noch einmal, es wird eine Einleitung geben, bei der es um eine neue Form des Miteinanders gehen wird. Denn, dass wir Politiker haben, die uns nur mehr Sorgen bereiten, ist nicht deren, sondern unsere Verantwortung. Und dann werden Projekte vorgestellt. Und ganz ehrlich, ganz ohne Bedürfnis, Ihnen nahe treten zu wollen: Mehr müssen Sie nicht wissen. Wir werden keinen Schaden anrichten. Ich habe Ihnen gesagt, das wird ein gesittetes, seriöses Treffen. Das Publikum ist gesittet, die Mehrheit 50 aufwärts. Die Bürger haben ein Problem mit der Politik im Allgemeinen. Deshalb treffen wir uns. Und welche Lokation dafür ist besser als ein Haus, das den Bürgern gehört? Ein kommunaler Treffpunkt, eine Plattform. Der Ordnung halber halte ich fest, dass Sie sich am Telefon äußerst zuvorkommend und wie ein Gentleman verhalten haben. Ganz super. Aber, was für mich zählt, ist der Inhalt: Wir sind die Bürger, Herr Rainer. Schmeißen Sie uns raus, wird die Veranstaltung trotzdem stattfinden. Sie geben uns damit nur noch mehr Treibstoff.
Ich habe mich gestern mit meinen Partnern besprochen und eine Nacht drüber geschlafen. Ich wollte es heute NICHT öffentlich machen. Da ich nun aber heute DIE INHALTE dieser Veranstaltung schriftlich einmelden muss, ist bei mir der Überlauf erreicht.
Und was ist denn die von Ihnen in Ihrem Mail unten genannte "LH Klagenfurt"? Beschreiben Sie das mal. Sind das ihre Bäume? Oder ihre Parkplätze? Ihre Weingärten oder das Kreuzbergl? Was bitte meinen Sie damit? Wohl ihre Politik, oder? Und damit ihre Politiker. Und Herr Rainer, wenn ich ganz ehrlich bin, da müssten wir Jahre verbringen und wären noch immer nicht fertig mit der Diskussion über die Leistungen der Klagenfurter Volksangestellten. Darf ich Ihnen sagen, was aus meiner Sicht die "LH Klagenfurt" ist: Es sind ihre Bürger!
Herr Rainer, das sind Staatssicherheitsmethoden. Ich fordere Sie auf, nicht noch weiter den Eindruck zu erwecken, dass die DDR ausgerechnet in Kärnten ihre Auferstehung feiert. Sie wissen, was aus ihr geworden ist... Wenn es in einer Demokratie nicht mehr möglich ist, öffentlich, kritisch über Politik zu reden, dann ist es keine Demokratie mehr - oder es war nie eine. Das passt eher. Dann sind wir aber nicht mehr weit davon entfernt, dass auch an Stammtischen nicht mehr über Politik gesprochen werden darf. Sie könnten auch die Perspektive wechseln: Wir werden kritisch über Politik sprechen - und das in Ihrem baulichen Umfeld. In einem von der Stadt verwalteten Haus. Was Besseres kann Ihnen passieren?
Brief von Herrn Miklautz an Interessenten:
Geschätzte DemokratInnen,werte MutbürgerInnen!Sie haben sich verbindlich zum 1. Treffen der MutbürgerInnen angemeldet. Aufgrund dieser Anmeldungen ist auch der Veranstaltungssaal gewählt und reserviert worden. Sie haben mit Ihrer Anmeldung gesagt, dass Ihnen Reden zu wenig ist und Sie ins Tun kommen wollen.Sie haben damit gezeigt, dass Sie Interesse haben, in einer Gemeinschaft Größeres zuerreichen und in unserem unmittelbaren Umfeld Kärnten etwas verändern zu wollen. Worum geht es überhaupt und worum geht es nicht?
Spielregeln für das Treffen,
1. Beweggründe, Ausrichtung der Bewegung, Ziele ca. 20 Min.
2) Projektvorstellungen: Markt der Möglichkeiten. Aus den Inputs, die eingesendet wurden und aus unseren eigenen Ideen sind Projekte entstanden, die noch zu konkretisieren sind. Hier kann sich jeder einbringen. Hier wird jeder etwas tun können, ca. 60 Min. Anmerkung: Es ist unmöglich, alle Vorschläge zu berücksichtigen, die eingelangt sind.
Alle nicht besprochenen Vorschläge werden aber nicht verworfen. Es wird und muss weitere Treffen geben, bei denen diese Vorschläge Öffentlichkeit bekommen sollen. Wir werden im 1. Treffen pragmatisch vorgehen und aus jenen Anwesenden, die in den Projekten mitarbeiten möchten, Teams bilden.
3) Diskussion zu den Themen, ca. 30 Min. Unser aller Diskussionskultur wird dazu führen, ob das ein beflügelnder Abend wird oder Sie mit einem schlechten Gefühl nach Hause gehen. Hier betone ich noch einmal, dass ich volles Verständnis dafür habe, dass man sich über die herrschenden Kärntner Umstände am liebsten auskotzen möchte. Das geht aber nicht. Denn es bringt nichts. Das Bedürfnis, sich auszukotzen, können alle durch kontinuierliche Mitarbeit abbauen. Und nur so geben Sie dem Erbrechen nachhaltig keine Chance mehr. Und nur so kann aus Ihrem Solarplexus wieder die Sonne heraus scheinen. Alles andere ist eine kurzfristige und damit leider immer wiederkehrende Ausschüttung.
4) Zusammenfassung des Abends, nächste Schritte, ca. 5 Min.
5) Ausklang: Ich habe einen Wunsch an Sie. Den können Sie erfüllen, Sie müssen es aber natürlich nicht: Für diesen Abend brauchen wir mehr als alles andere den Glauben an uns selbst. Den Glauben, dass wir gemeinsam etwas verändern können. Wir brauchen den Glauben, dass wir in einer Gruppe über uns selbst hinauswachsen können. Das Segelschiff wird im Hafen liegen. Wir werden versuchen, Ihnen die Brücke zu ihm zu bauen. Drüber gehen müssen Sie selber. Wer Hilfe braucht, weil er Angst hat, ins Wasser zu fallen, dem werden wir unsere Hand reichen. Und wenn wer nicht drüber will, dann ist das kein Problem. Der kann noch immer dabei helfen, die Leinen los zu machen. Wir freuen uns schon sehr auf Sie! Gute Tage! Franz Miklautz
Der 3. Mutbürger-Stammtisch in Wien fand am 10.10. im Burg Kino statt. Herr Dr. Günter Voith, der in meiner USA-Abwesenheit die Moderation übernommen hat, berichtet von 250 Interessenten, wovon - das hat er durch Handheben ermittelt - rund 1/3 zum ersten Mal teilgenommen haben. Als Gäste waren die beiden Vertreter der Initiative „MeinOE", Erhard Busek und Wolfgang Radlegger eingeladen. Hier eine Zusammenfassung von Dr. Voith:
„Herr Dr. Busek und dann Herr Radlegger stellen ihre Initiative „MeinOE" vor, die in den ersten 10 Tagen schon 11.000 Unterstützer (Internet) gefunden hat. Man hatte erklärt, wenn bis 26. 10. 8000 Unterschriften zusammen kommen, werde man ein Volksbegehren einleiten, und dabei bleibe man auch. „MeinOE" beschränke sich bewusst auf wenige der vielen Kritikpunkte am derzeitigen /Nicht-) Regieren. Im Zentrum der Forderungen steht die ‚Änderung (Personalisierung( des Wahlrechts, da die Abgeordneten reine Erfüllungsgehilfen der Parteispitzen sind. - Beide Herren weisen hinsichtlich Vorwürfen, die Altpolitiker seien unglaubwürdig, darauf hin, dass gerade sie beide längst in Ungnade gefallen sind. - Das „MeinOE" fand merkbar viel Zuspruch im Auditorium. In der allgemeinen Diskussion melden sich etwa 8 Personen, die verschiedenste eigene Initiativen-Gruppen gebildet haben. In der lebhaften allgemeinen Diskussion werden vor allem mehrfach folgende Themen angeschnitten bzw. Meinungen vorgebracht:
Die Parlamentarier vertreten nur noch die Parteiführungen, keine echte Einflussmöglichkeit der Bürger;
Forderung nach Volksbegehren, zwingender Volksabstimmung bei starken Volksbegehren u.a.m;
die Politik behandelt nur noch populistische Randthemen und ist nicht echt entscheidungsfähig und(oder -willig);
die katastrophale Finanz- und Defizitsituation;
skandalöse Korruption und Geldverschwendung;
kein Vertrauen in die Justiz; wird sie von der Politik gegängelt?
mangelhafte moralische und bildungsmäßige Qualifikation der jetzigen Spitzenpolitiker;
die Abkehr von der Politik muss schon im Bildungsgang bekämpft werden;
das Fernsehprogramm ist stark an der Verdummung schuld;
mangelnde soziale Ausgewogenheit;
Ruf nach mehr direkter Demokratie verschiedener Art.
Protestrufe gab es gegen zu „werbende" Vorstellung von Initiativen und gegen individuelle, persönliche Beschwerden mit wenig Allgemeinbezug. Viel Zustimmung fanden Aufforderungen, jetzt zu handeln („Genug geredet, was tun wir?!")."
So weit die Zusammenfassung von Dr. Voith. Meiner Meinung nach bestätigt sie zum Teil die häufig geäußerte Kritik, es werden zu viele Einzelinteressen vertreten und Felder des individuellen Ärgers beakert. Das muss sich rasch ändern. Und zwar schon beim nächsten Treffen im Burg-Kino. Es geht um Vernetzung zum Zweck der Aktion, um Organisation und Kampagnen und nicht um Reden. Meinungsäußerungen sind wertvoll, aber wer eine Meinung äußert hat noch nichts getan.
...aber
den Wurschtl kann kaner daschlogn!Was soll das Theater von alten Gschaftlhubern bewirken?Nur die Leut meschugge machen ,hättens doch den Mund aufgmacht wie sie noch im Mandat waren.Da warn´s mauserlstad!
Handeln - Der richtige Zeitpunkt ist JETZT
Mittlerweile profitieren die Politiker sogar schon von den eigenen Skandalen: aufgrund der Vielzahl sind sie kaum mehr überschaubar und so manches wird als Kavaliersdelikt wahrgenommen, weil´s ja nur um ein paar 100-Tausend geht.. Ich hatte in Unternehmerkreisen auch schon ernsthafte Diskussionen, wo ein Herrn Grasser beglückwünscht wurde, so quasi nach der Devise „Wenn er in seiner Position die Möglichkeit dazu hatte sich´s zu richten, dann wird es schon ok sein“. Vielen tut auch ein Herr Elsner leid und der armer Herr Gorbach ist womöglich arbeitslos..Es ist höchste Zeit zum Handeln, höchste Zeit für ein Aufbegehren, für eine Art Revolution! Ein Zurechtrücken des Demokratie-Verständnisses steht an. Es gibt schon genug, die sich im stillen Kämmerchen aufregen – es gibt aber auch leider schon genug, die all dies achselzuckend über sich ergehen lassen.
Leider beschränken wir uns selbst zu oft mit den Grenzen, die uns andere aufzeigen, leider liegt es in unserer Natur eher Gründe fürs Scheitern als für den Erfolg zu finden, leider schauen wir mehr auf den Abgrund als auf den Gipfel.
Ich bin davon überzeugt, dass wir Veränderung selbst in unseren Händen haben, wir sind stärker und mächtiger als die Starken und Mächtigen. Mit klarem Ziel, einem fixen Plan klare Plan und geeintem nachdrücklichen Handeln schaffen wir´s!
Politik im eigentlichen Sinn
Uns allen bleiben jeweils ein paar Jahrzehnte auf diesem Planeten, die wir in unserem Land, in unserer Gesellschaft lebenswert und fair verbringen wollen – meinem Verständnis nach haben unsere gewählten Volksvertreter die Verantwortung und Verpflichtung dafür die Rahmenbedingungen für uns und für unsere Nachwelt zu gestalten. Eine schwierige, verantwortungsvolle Aufgabe, die nur von Personen wahrgenommen werden sollte, die die Intelligenz, Kompetenz aber auch vor allem die entsprechende Werthaltung und Ehrlichkeit in sich tragen.Im Alltag allerdings erleben wir, dass sich unsere Politiker so wirklich nur rund um Wahlterminen um uns bemühen – haben sie einmal unsere Stimmen am Konto, dann sind sie wieder sich selbst am nächsten, um politische Karriere zu machen und daraus und für die Zeit danach Kapital zu schlagen. Zudem kommen Skandale aus den eigenen Reihen oder von den Konkurrenzparteien, Personalthemen und Eigenvermarktung – da bleibt nicht mehr viel Zeit, um sich mit den eigentlichen Anliegen zu beschäftigen.
Jeder Skandal, jeder zweckendfremdete Steuergeld-Euro, jede Selbstübervorteilung, jeder Tag des politischen Stillstandes ist ein Vertrauens-Missbrauch unserer Politiker uns gegenüber – es bremst unseren Fortschritt, kostet unser Geld und unsere Zeit, es ist unterm Strich ein massiver Einschnitt unserer Lebensqualität!
Graz ist anders!
Die Grazer Stadt-Politik will auf die Bürger nicht hören, wenn diese Mitsprache fordern, wie zuletzt bei der Diskussion zum Stadtentwicklungskonzept. Die Stimmung ist gereizt und einige Aktivbürger haben sich um einen Zusammenschluss bemüht. Da waren Positionskämpfen unausbleiblich, aber was sich da – hinter Pseudonymen schlecht versteckt – „GrazerInnen“ und „AktivGrazer“ an hässlichen Worten gegen den Bürgerbeirates erlaubt – und damit Viele beleidigt haben, kann ich nicht hinnehmen. Durch Besuche der Foren, kritiische Frage und Studium der online-Informationen habe ich ein völlig anderes Bild gewonnen: Nach der von der Stadt mit 600.000 Euro finanzierten „Planungswerkstatt Graz“ haben Aktivbürger 2008 die Arbeitsgemeinschaft „Mehr Zeit für Graz“ gebildet, um die Umsetzung der von 1.300 Grazer eingebrachten 288 Ideen weiter zu verfolgen. Letztlich entstand daraus der Bürgerbeirat, von der Stadt widerwillig, aber doch offiziell mitgetragen. Er versucht, mit der Stadt verbindliche Beteiligungsmodelle zu. Dass die Stadt für die Realisierung der Bürger-Ideen weitere 600.000 Euro bereit gestellt hat, muss man positiv sehen. Mehr Mitspracherecht werden die Bürger aber nur miteinander erreichen. Die Politik lacht sich eins, wenn sich das Stimmvieh gegenseitig weiterhin so befetzt. Daher auch ein Appell an die Organisatoren dieser Seite: veröffentlicht nur Beiträge, zu denen sich die Verfasser offen bekennen, sonst geht dieses sinnlose Hickhack weiter.Link: www.grazerbe.at
Wahlpropaganda & Demokratie - voll ausgenutzt
Wir werden von Beginn an getäuscht: angefangen mit unlauterer, mit unserem Steuergeld finanzierter Wahlwerbung (Werbung = Bedarf erwecken = Manipulation). Und gefolgt mit unserer Wählerstimme - mit unserem einfachen „Kreuzerl“ am Wahltag - stellen wir einen Freibrief für eine weitere jahrelange Legislaturperiode der subjektiven Willkür aus. Begleitet und unterstützt von Spin-Doktoren und so manchen Medien, die gefällige Informationen zielgruppengerecht aufbereiten und die weniger geliebten Themen filtern oder gar ausblenden.Aktuell sind wahrscheinlich mehr Politiker damit beschäftigt, Argumente für ein Nichterscheinen im Korruptions-Untersuchungsausschuss zu finden anstatt endlich einmal finanz- und wirtschaftspolitischen Nachhilfeunterricht zu nehmen, um halbwegs zu begreifen was in Europa derzeit abgeht und um nachhaltig die richtigen Entscheidungen treffen zu können – anstatt populistisch nachzuplappern was irgendwelche „Experten“-Einflüsterer empfehlen.
Zustimmung - auch aus anderem Blickwinkel
Liebe Gleichgesinnte, ich komme gerade von einem mehrwöchigen Aufenthalt aus Brasilien retour, wo ich einen intensiven Einblick in das dortige Alltagsleben erhalten habe ich unter anderem auch mit Einheimischen (mit europäischen Wurzeln) über Politik und Wirtschaft diskutiert habe. Korruption, Bankenwirtschaft, politische Willkür, Verteuerung, Arm vs Reich, Kriminalität und ständige Zukunftssorgen sind dort vorherrschende Themen. Im Gegenzug habe ich Aktuelles aus Österreich und Europa - mit österreichischen Zeitungen untermauert – vermittelt. Das Weltbild meiner Gesprächspartner wurde extrem verrückt und mündete in der Erkenntnis „Na servus, da geht es ja auch nicht anders zu als bei uns. Da braucht ihr euch nicht mehr als unser Vorbild anpreisen.“Dies bestärkt meine Überzeugung, dass bei uns etwas extrem aus dem Ruder läuft..
Wen interessiert heute noch das Bankenrettungspaket 2008? Was ist mit den Aufregern Skylink, Eurofighter, HypoAlpeAdria, Constantia & Co? – alles war unglaublich, schlimm. Und heute?
Die Firmen, die Manager, die Politiker, die uns vor nicht allzulangen Jahren in die Krise gestürzt haben und uns bluten haben lassen, stehen immer noch bzw. wieder gut da. Das System, das damals in aller Munde verteufelt wurde, gibt es heute immer noch lebendiger denn je. Die Wurzel Die Wurzeln des Übels von damals regieren immer noch die Welt. Einige wenige wurden als Sündenböcke identifiziert, der Rest macht munter weiter.
Qualität (und Moral) in der Politik
Gesagt ist nicht gehört. Gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Das sind Worte von Konrad Lorenz, deren Richtigkeit tagtäglich bewiesen wird. Wenn man nun beispielsweise die Rede- und Gegenredeschlachten im parlamentarischen Selbstdarstellungstheater und in der landauf, landab gängigen politischen Diskussion verfolgt, dann kommt es gar nicht erst zum Hören. Die Schallwellen der einen reichen in der Regel gerade für einen geraden Weg von einem Ohr zum anderen – bei einem rein, beim anderen raus, ohne die Mühen über das Gehirn einzuschlagen.„In keiner Sprache kann man sich so schwer verständigen, wie in der Sprache“ sagte Karl Kraus und „Der Unterschied zwischen dem richtigen und einem beinahe richtigen Wort ist derselbe, wie der zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen“ ist eine Aussage von Mark Twain. Und zu diesen Dilemmas kommen noch Eitelkeiten, Egoismus, Machtgelüste, Geltungssucht, ...
Was soll dabei herauskommen?
In diesem Schlamassel werden Positionen, welche sich objektiv kaum unterscheiden zu grausamen Streitthemen und verkommen zur rein rhetorischen Akrobatik. Diese Form der Problemlösung mag seine Berechtigung gehabt haben. Aber sie ist untauglich zur Lösung komplexer Aufgaben, mit denen die Menschheit heute konfrontiert ist. Komplexe Fragestellungen lassen sich mit dem Zuwerfen von Lärm nicht lösen.
Wie es doch geht? Weiterlesen auf ... http://www.be24.at/blog/entry/666872/qualitaet-und-moral-in-der-politik/fullstory
Wutbürger
Der Ausdruck Mutbürger ist falsch-WIR sind Wutbürger! Was sich in Klagenfurt abspielt, spiegelt nur die Gesinnung der PolitikerInnen wieder. Aus der Erfahrung in Graz, wo sich der Bürgermeister und Vizin rühmen, Stadt der Bürgerrechte zu sein, wurde dies geschickter angefangen. Man stellte einer Gruppe von Aktivbürgern namens „Mehr Zeit für Graz“ viel Geld und Räume zur Verfügung, um sie besser kontrollieren zu können. Vor kurzem wurde der Bericht über die 5 jährigen Aktivitäten vorgelegt. Von 282 Projekten wurde ganze 35 d.s. 12% umgesetzt! Die größten Erfolge sind die farbliche Markierung der Radwege, Öffis- Vorrang, Wanderwege usw. Die Bevölkerung weiß von diesen Aktivitäten kaum etwas. Andere Grazer Bürgerinitiativen versammeln sich in Gastbetrieben und haben auch Erfolge aufzuweisen. Ein seltsamer Schulterschluss von Altpolitikern aller Parteien ist zu bemerken. In der Bildung meinen der Sozialist, Ex-Finanzminister und Großunternehmer Androsch und der ÖVPler Schilcher etwas tun zu müssen. Bei MeinOE glauben Ex-Vizekanzler Busek (ÖVP), Radlgruber (SPÖ), Ex-Minister Frischenschlager (Liberale), Wabl, (Grüne) usw. etwas für mehr Demokratie unternehmen zu müssen. Es erhebt sich schon die Frage, warum haben sie in ihrer aktiven Zeit nicht mehr für Österreich getan? Glauben diese wirklich - ohne ihre erbrachten Leistungen schmälern zu wollen – dass sie es jetzt besser machen? WIR BürgerInnen werden es auch ohne Politiker schaffen, mehr Demokratie und Bürgerrechte zu erreichen! Erste Ansätze gibt es schon durch die Gründung einer österreichweit aktiven Plattform (ohne Politiker) wie Aktion21 oder andere überregionale Initiativen für mehr Demokratie. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt und Parteien werden sich ändern!Re: Graz und Klagenfurt sind überall
Wie stark muss die Angst der Politiker und deren "Scharmützel" wohl sein, wenn sie, wie am aktuellen Fall Klagenfurt, den Bürgern mit Meinungsverbot gegenüber treten? Oder: Wie abgehoben ist deren Arroganz bereits, dass sie meinen, mit Drohgebärden die immer mündiger werdenden Bürger mit dem Maulkorb zu drohnen? In einer Zeit, wo die Bürger nur noch mit Schulden, gemacht von unfähigen Politikern, beladen werden, wäre diesen Herrschaften etwas Demut anzuraten. Ehe sie von einer immer größer werdenden Gruppe von Unzufriedenen hinausgejagd werden aus ihren Regierungspalästen. Der - ich denke durch seinen Schreibstil mir bekannte - "Wutbürger"-Text-Verfasser schildert am Beispiel Graz, wie unverfroren die Rathaus-Politiker (genannt auch: Sarg-Nagl & Co) sind, sich ihnen genehme Bürger mit 2 mal 600.000 Euro Steuergeld als Feigenblatt namens "Bürgerbeitrat" zu halten. In einem 7-köpfigen "Bürgerbeirat", dessen Vorsitzender der zuständige Stadtrat ist. Das ist somit ein fast vulgär-abschreckendes Beispiel, was Aktivbürgertum NICHT sein darf: Eine Versammlung selbsternannter Wichtigtuer, die sich auf Kosten der Steuerzahler die Zeit durch pseudo-gscheite Reden in einem para-(partei-)politischen Zirkel einen Zeitvertreib suchen. Daher: Alles Gute nach Klagenfurt. Und: Kopf hoch, macht weiter so!Hier werden Groschen, verzeihung, cents gezählt während es unserem Herrn Faymann gefallen hat, 85 Milliarden Euro für Griechenland und Co herzuschenken
Re: Hier werden Groschen, verzeihung, cents gezählt während es unserem Herrn Faymann gefallen hat, 85 Milliarden Euro für Griechenland und Co herzuschenken
Sie haben wohl übersehen, dass wir ohne Griechenland auch schon € 270 Miaan Schulden angehäuft haben!
viel...
viel lärm um...nichts.miklautz und co. sind doch die selben "nudeldrucker" wie die derzeitigen politiker.da scheint keine änderung in sicht.
@ tom green
Komm mal aus der Duckung. Dann reden wir auf Stirnhöhe weiter. So führt man Diskussionen. Nicht aus einer Namens-Abstinenz heraus. So nebulos sind nicht mal Politiker.Ich bin fuer die Gruendung neuer Parteien
Nur so kann man die etablierten Parteien wirklich erwischen. Naemlich indem man ihnen Stimmen und Mandate abhamstert. Buergerbewegungen werden doch einfach ignoriert. Wie erfolgreich neue Parteien sein koennen, haben wir gerade in Berlin gesehn.Die neuen Parteien koennten durchaus auch Themen besetzen, die jetzt schon OEVP und SPOE abgedecken. Also zum Beispiel eine wirtschaftsliberale Partei, oder eine der primaer Soziales wichtig ist. Es geht in erster Linie darum, neue schlanke Strukturen zu schaffen, die den Ballast der alten Parteien nicht herumtragen muessen, und nicht an innerer Blockade und Verkrustung leiden.
... den unterschiedlichen Meinungen Rechnung tragen
So weit das beim Mutbürgerstammtisch am 10.10. erkennbar war, gibt es 2 unterschiedliche Ansätze zur Änderung der momentanen, besorgniserregenden Zustände: 1. die Gründung einer neuen oder Mitarbeit an bestehenden Initiativen und 2. die Gründung einer neuen oder Mitarbeit an einer bestehenden Partei. Der Stammtisch sollte sich also in einem ersten Schritt in diese 2 Interessensgruppen teilen, denn wenn kein grundsätzlicher Konsens in einer Gruppe gegeben ist, ist an eine konstruktive Arbeit nicht zu denken.Mutbürger Stammtisch Plattform
Mutbürger Stammtisch Plattformhttp://www.mutbuergerstammtisch.wikispaces.com
http://www.unseredemokratie.twoday.net
Worauf es ankommt
Richtig! Des Wutbürgers Haupmerkmal ist, den Frust loszuwerden, wenn möglich vor großen Publikum. Die meisten Argumente enden im Populismus wie z.B. die ständige Forderung nach direkter Demokratie und Volksabstimmung usw. Demokratie kann nur mit Delegation funktionieren. (Warum fordert man keine Volksabtstimmung über die Konstruktion eines PKW oder die ÖBB-Fahrpläne?) Diese Delegierten wählen wir, leider völlig unkritisch, auf Listen usw. Wir bekommen dann, was wir verdienen. Zum Mutbürgergehört viel mehr: Wenigstens ein wenig Grundlagenwissen. Es gibt keine Sachfragen, die ein solches nicht erfordern würden, um eine brauchbare poitische Forderung auszuarbeiten.Und auf noch etwas kommt es an: Gemeinsinn und Verantwortung. Der Mehrwert jeder Gemeinschaft, auch eines Staates, hängt von der Qualität der Beiträge seiner Mitglieder ab. Die EU'-MS haben zu einer gemeinsamen Wirtchafts- und Finanzpolitk überhaupt nichts beigetragen und stehen jetzt vor em Runi. Warum haben wir uns die Verlängerung der Gesetzgebungsperioden von 4 auf 5 Jahre ohne jede Diskussion gefallen lassen?
Mutbürger müssen schlußendlich auch bereit sein, selbst zu kanditieren. Dazu braucht man leider viel Geld und aktuelle Informationen wofür eben die anvisierten Aktionsgemeinschaften beitragen könnten.
Aktionsgruppen?
Wenn diese so agieren wie z.B. im Film "Fight Club", bin ich sofort dabei.Initiative "Mein OE"
Wenn sich die Wutbürger mit dieser Initiative von abgehalfterten Poliitikern zusammentut, wird NULL herauskommen. Die haben die letzten Jahrzehnte nur dazu genutzt, um die eigene finanzielle Situation zu verbessern. Was wir in Österreich dringend benötigen, sind verbindliche Volksabstimmungen. Auf unsere Vertreter im Parlament können wir uns leider nicht verlassen."Der Worte sind genug gewechselt."
Aha. Und was folgt, ist ein Schwall von Worten. Keine Worte, aber mit Worten.Revolutionen werden auf dem Schlachtfeld gewonnen, mit der Waffe in der Hand in einem Meer von Blut, nicht am Stammtisch.
Re: "Der Worte sind genug gewechselt."
Sie werden Ihr Pseudonym mit Absicht gewählt haben. Ich ersuche Sie nur Begriffe wie Schlachtfeld, Waffen und Meer von Blut hier nicht zu verwenden. Am besten wäre es vielleicht, hier gar nicht zu kommentieren. Ich kann Sie von so grundlegenden Missverständnissen nicht abhalten, aber von Gewaltaufrufen schon.Mit dem Pseudonym haben Sie völlig recht.
Haben Sie Ihres nicht mit Absicht gewählt?So ist eben jeder, was er sein muß: Sie eine Liesl, ich ein Imperator.
Wenn mein Kommentar derart staatszersetzend ist, hätte es Ihnen ein leichtes sein müssen, mich zu melden.
Mit Ihren Stammtischabenden erinnern Sie mich an die "Volksfront von Judäa" im "Leben des Brian", und Sie werden auch genausoviel Erfolg erzielen wie diese, während Sie für die Mächtigen, gegen die Sie anreden, nicht einmal eine Randnotiz darstellen.
Am Ende wird Ihnen nicht erspart bleiben, dass die Grausamkeit der Realität tief in Ihre Seele schießen wird, und Sie vor Erschütterung verzweifeln werden daran.
Re: Re: "Der Worte sind genug gewechselt."
Diese Kritik an Imperator (mögen seine harschen Worte auch gut gemeint sein) ist absolut geboten. Solche Begriffe dürfen in einem Diskurs keinen Platz haben.Als Teilnehmer an „Wutbürger-Stammtischen“ aus der „Provinz“– noch im Landtmann - wurde ich Zeuge, dass mit sehr fairen demokratischen Mitteln von Veranwortungsbürgern unhaltbare Gegenwartsszustände analysiert und gegensteuernde Maßnahmen erwogen wurden, die auf Umsetzung drängen, um dem verderblichen Stillstand ein Ende zu setzen – doch in jedem Fall auf dem Boden der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
„Der Staat soll Sache des Volkes sein!“( Cicero). Direkte Demokratieelemente sind wünschenwert. Dem Team, aber auch weiteren Initiativen, die ihr Unbehagen artikulieren und auf konkrete Umsetzung konstruktiver Vorschläge drängen und sich so mit Sinne der Zukunftsfähigkeit unseres Landes einbringen –ist viel Erfolg zu wünschen, Es handelt sich um Verantwortungsbürger, die – wie ungewohnt hierzulande - fern von parteipolitischer oder ideologischer Verengung und opportunistischer Gesinnungsprostitution agieren.

