Mutbürger vormals Stammtisch

05.03.2012 20:25 |  von Anneliese Rohrer

Das letzte Mutbürger-Treffen am 17. Februar hat gezeigt, dass jetzt die Zeit der Vernetzung gekommen ist. Interessierte Bürger-innen können sich aktiv an jener Gruppe oder jener Initiative beteiligen, in denen er seine Interessen und Anliegen am besten wiederfindet. Deshalb hier eine Liste der bekanntesten Initiativen.

Letztes Wochenende fand ein Vernetzungs-Treffen der Initiative „seniors4success" statt. Sehr beeindruckend die Vorbereitung, die Struktur, der Ablauf. Es bestärkte mich in der Erkenntnis, dass es auf die Dichte der Vernetzung ankommt.

Es gibt eine, vielen unbekannte, Dichte an Initiativen. Jetzt müssten sie nur im Schneeballsystem die „kritische Masse" erreichen, um wirksam werden zu können - durch die Zahl der Engagierten in den einzelnen Initiativen und/oder durch Zusammenschlüsse. Die Erfahrung bisher hat auch gezeigt, dass sehr viele sehr engagierte Bürger gar nicht auf die Idee kommen, für eine bestimmte Initiative oder Aktivität in ihrer Familie, ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis zu werben und so den Schneeball zu beschleunigen. Eben dieses Schneeballsystem, die Erreichung der kritischen Masse und die Bündelung von Einzelinteressen und Einzelinitiativen ist aber die „andere Seite" der Individualisierung des Muts.
Somit ist die ursprüngliche Absicht des ersten Wutbürger-Stammtisches im Mai 2011 erfüllt: Aufgeschlossenen Bürgern die Möglichkeit der Vernetzung zu geben und Wege der Beteiligung im politischen Geschehen aufzuzeigen. Aus den Wutbürgern wurden die Mutbürger. In sieben Versammlungen bisher wurden Gruppen gebildet, Initiativen vorgestellt und Chancen der aktiven Beteiligung geboten. Überdies haben sich in Niederösterreich, Kärnten, in der Steiermark und in Tirol weitere Mutbürger organisiert.

Damit ist ein Etappenziel erreicht: Jede(r) kann sich jene Gruppe aussuchen, in der er/sie sich mit seinen/ihren Interessen am ehesten wiederfindet.
Sollten sich aus den Mutbürger-Versammlungen Gruppen nachhaltig mit Themen und Aktionen beschäftigen, stehe ich für Moderationen natürlich zur Verfügung. Sollten diese Gruppen ihre Ergebnisse dem Plenum der Interessierten vortragen wollen, wird es die nächste Mutbürger-Versammlung geben.

Die Gruppen der Mutbürger:

Bürokratie/Verwaltung (Dr.Günter Voith, guenter.voith@chello.at)

Sparen/Schulden: Dipl.Ing. Wolfgang Klein (diklein1@speed.at)

Bildung: Dr. Karl Kriechbaum (office@kriechbaum.eu)


Hier eine Liste der bekanntesten Initiativen zur Auswahl fürs Mittun:
Facebook: Mutbürger Austria
Mutbürger Steiermark
Mutbürger Tirol
Mutbürger Kärnten
http://www.mutbuerger-innen.at (Ansprechpartner Manfred Schärfinger)
http://www.diemutbuerger.at (Franz Miklautz/ Kärnten)
www.verwaltungsreform-jetzt.at (Initiator Mag. Wolfgang
Bauer)
www.mehrheitswahl.at (Initiator Dr. Heinrich Neisser)
www.meinoe.at (Initiator Wolfgang Radlegger)
www.aktion21.at Aktion21 - Pro Bürgerbeteiligung
(Ansprechpartner Herta Wessely)
www.seniors4success.at (Ansprechpartner Dr. Leopold Stieger)
www.nichtsitzenbleiben.at (Bildungsinitiative Hannes
Androsch)

http://www.respekt.net/ (Investieren in die Zivilgesellschaft) Plattform für Aktive Demokratische Partizipation
http://fruehling2012.servus.at/ (Initiative in Linz)
http://www.piratenpartei.at

www.kochundpartner.at (Ansprechpartner Mag. Reinhold Koch/Entwicklung einer Plattform zur Richtigstellung von Behauptungen von Politikern)
www.wien.gv.at/bildung-forschung/lesen/lesepaten (Lesepaten für Kinder mit Deutschschwäche wenden sich an den Wiener Stadtschulrat/ Tel: 01-525 25-0)

Literatur: Michael Weiß, „Die direkte Demokratie - Wie wir uns in die Politik einmischen können", Holzhausen Verlag, 2010

 

 

 

16 Kommentare

ACHTUNG ACHTUNG

„Ein neues Sandmännchen geht um“

Beladen mit 25-millionen Sandkörner im Sack, und nicht wie der Weihnachtsmann am Nordpol sondern im Heidiland wohnhaft, trampelt es durch den gurkensaueren, sprich österreichischen Medienwald mit Ziel Parlament.

Hat nicht eine politisch respektable Person den Spruch vom „Zuspätkommen und der daraus folgenden Strafe“ geprägt?

Es ist jetzt Mitte August. Der ESM-Vertrag wurde aber am 4. Juli 2012, den zukünftigen „Nationaltrauertag“, von Volksvertretern der SPÖ, ÖVP und den GRÜNEN beschlossen.

Bereits voriges Jahr hätte der ehemals steirische Wunderwuzie den ESM-Vertrag einsehen können und dann, nämlich bei wirklich vorhandenem Willen, seine Politgelüste den Österreichern kund zu tun. Die von ihm nun mal entdeckten Volksnöte und politischen Bildungslücken werden durch seine späte Erkenntnis in keinster Weise beseitigt, geschweige gelindert.

Sind durch die Bank, ja, ja alle Parteien zusammen, in einer nicht mehr zu gewinnenden, ja desaströs, olympischen Aufholjagt nach Bröseln von Volksnähe oder gar um dessen Verständnis, nein, nein da läuft einer den bereits bestehenden mit eine Neugründung hinterher. Das Ganze entartet dabei noch in eine Art von Versteigerung politischer Versatzstücken, aus dem Personalfundus bestehender Parteien. Aber die Medien werden ihm auflagensichernde Aufmerksamkeit zu Teil kommen lassen.

Ach MUTBÜRGER, schönen Resturlaub, denn im Lande nichts neues.

Deshalb hier eine Liste der bekanntesten Initiativen.


Wir befassen uns mit der

" Durchsetzung von Menschenrechten "

- ein Thema, das jede Bürgerin und jeden Bürger trifft:

http://so-for-humanity.com2000.at

Mit besten Grüßen

Dr. Wolfgang Lederbauer


Sprachlosigkeit schafft M(W)ut.

„ Europa neu macht der Mai“

Das abgedroschene Zitat: „Krieg sei eine andere Form der Diplomatie“, erblasst in seinen Konsequenzen an dem was mit der Ratifizierung des ESM uns Europäer zugemutet wird.
Es ist eine Kriegserklärung der „Kommissarista in Brüssel“, an die Bürger Europas.
Dem sich Gouverneursrat nennenden ESM-Gremium wird eine durch niemanden kontrollierbare Macht zugestanden, ja sie stellen sich außerhalb jeglicher, europäischer Rechtsprechung. Man sieht sich in der Geschichte um 79 Jahre zurückversetze. Das am 23.März 1933 beschlossene Reichs-Ermächtigungsgesetz war zwar umfassend aber nicht so Langfristig wirkend angelegt. Die Eurodiplomatie der vergangenen Jahre deklariert sich somit als eine Aktion zum ausschalten unserer demokratisch gewählten Parlamente und einer „Europastreich“ ähnlichen Unterwanderung von Volksabstimmungen. Die Ratifizierung des ESM ist folglich nicht der Abschluss, nicht der Schlußpunkt, sondern der Beginn von Ende der europäischen Demokratie.
Ist eine derartige Union noch reformierbar ist?

ECHO3

S.g. Fr. Dr. Roher, liebe Mutbürger,

ich möchte auf die (neue) Gratiszeitung ECHO hinweisen.
http://www.conwutatio.at/

Gast: Heinzi-Weinzi
14.04.2012 12:04
0 0

Gewaltig

Da passiert ja ungemein viel. Seit 2 Monaten kein Update

MISCH DICH EIN

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben..........

Vernetzen - JETZT, SOFORT, GLEICH.

Reden, reden, reden - danach einfach
TUN!

In Kärnten sicherlich um einiges schwerer als
in Wien!!!!

1 /n

Mir fehlt die Gruppe "Mehr Neo-Liberalismus mehr Libertaere" weniger Euro-Kommunismus!!

mir fehlt die Gruppe

"Macht dem Neoliberalisnus ein Ende"!

0 3

Demo gegen das Belastungspaket ("Sparpaket")

Mi 28. März 2012 um 7:00-8:30 Uhr
vor dem Parlament in Wien.

Anschließend kann man sich auf der Besuchergalerie im Parlament anschauen, wie SPÖ-ÖVP das Belastungspaket zu Lasten der Bevölkerung beschließen.

Gast: Omi
15.03.2012 20:17
0 4

jetzt mieten

nun die Einstellung für klerikale Position benötigt, um gefüllt Telefonnummer werden 0901-902092 (9,00 euro /anruf)


EU-Austrittspartei

Kleinparteien werden in Österreich überhaupt totgeschwiegen - nicht nur bei den Mutbürger-Stammtischen , sondern auch von den Medien (bis auf Wien-konkret)

4 9

Für Mutbürger, die gegen die EU sind

... gibt es die
=> http://www.euaustrittspartei.at/

Diese EU-Austritts-Mutbürger werden von Anneliese Roher leider konsequent ignoriert. Da sieht man, dass es bei Anneliese Rohrer mit der Meinungsfreiheit nicht weit her ist. Der Mutbürgerstammtisch ist tatsächlich nicht viel mehr als ein "Anneliese Rohrer Stammtisch" ohne Tisch und ohne Getränke. Immerhin wird als Mutbürger-Partei zumindest die Piratenpartei genannt.

Re: Für Mutbürger, die gegen die EU sind

Natürlich, solche Aktionen werden von den angepaßten Medien doch nur als Ablenkungsmanöver für das einfache Volk durchgeführt.

Seit dem EU-Beitrit wird in den Medien, im Sinne der Bilderberger getäuscht, geschwindelt, unterdrückt, vertuscht und gelogen!

Re: Für Mutbürger, die gegen die EU sind

europa zum kollektiven suizid aufzufordern braucht wenig MUT, sondern mehr intellektuelle beschränkung

Re: Für Mutbürger, die gegen die EU sind

Die EU-Austrittspartei konnte sich am 17.2. den Mutbürgern präsentieren. So viel zum konsequenten Ignorieren. Darüber hinaus sind die Mutbürger-Versammlungen kein Forum für Kleinparteien, sondern die Chance für Bürger, die aktiv werden wollen, sich zu vernetzen und von konkreten Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung zu erfahren. Es gibt in Österreich über 700 Parteien. Jeder Vertreter wird seine für die wichtigste halten. Wie soll denn das ablaufen?

0 2

Re: Re: Für Mutbürger, die gegen die EU sind

Hier eine realistischere Beschreibung der Veranstaltung ...
=> http://www.paroli-magazin.at/rufzeichen/kommentar/occupy-burgkino/

Rohrers Reality-Check

Die Autorin

  • Anneliese Rohrer
    geboren 1944, war von 1974 bis 2005 bei der "Presse" als innenpolitische Journalistin, Ressortleiterin Innen- und Außenpolitik tätig. Seit 2009 ist sie Kolumnistin bei der "Presse".

Hinweis

  • Der Inhalt von Blogbeiträgen spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

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