Chat-Nachlese:: ''Verteidigungsressort wurde systematisch ausgeblutet''

Veit Sorger, der Vorsitzende des Personenkomitees "Einsatz für Österreich - Ja zur Beibehaltung von Wehrpflicht und Zivildienst" warnte im DiePresse.com-Chat vor "CyberWar und Terroranschläge". Es brauche "professionelle Soldaten zum Schutze der etwa 1000 Objekte von Flughäfen bis zu Wasser- und Elektrizitätsversorgung".(c) Presse Digital (Daniel Breuss)

Es gebe keinen Einsatz des Bundesheeres, "der von der Bevölkerung oder den Kollegen aus den Nachbarländern nicht positiv erwähnt worden wäre. Kein Hochwasser, keine Lawinen und kein Auslandseinsatz hat Anlass zur Kritik an der Tätigkeit und an dem Erfolg des Bundesheeres gegeben."

Weiters diene der Grundwehrdienst der "körperlichen Ertüchtigung der Rekruten".(c) Presse Digital (Daniel Breuss)

Rückblickend habe er gemischte Gefühle hinsichtlich seiner eigenen Wehrzeit: einerseits die Integration, andererseits nicht optimal genutzte Zeitabläufe.

Als Erstes falle ihm jedenfalls ein: "Die Kaserne in Fehring an der ungarischen Grenze 1966, Stacheldraht und eine absolute Bedrohung eines Nachbarlandes."(c) Presse Digital (Daniel Breuss)

Sorger räumte aber auch Versäumnisse im Verteidigungsbereich ein: "Es gibt keinen staatlichen Bereich, der seit Jahren systematisch so ausgeblutet wurde wie das Verteidigungsministeriums. Eine Erhöhung auf europäischen Durchschnitt wäre erstrebenswert; ist aber nicht realistisch."(c) Presse Digital (Daniel Breuss)

Kritik am Profiheer-Modell der SPÖ kam ebenfalls nicht zu kurz: "Das vorgestellte Berufsheer operiert mit Phantomziffern, die jeden Tag neu angepasst werden. Von ehemalig 2,8 Milliarden Euro ist man nun beim Ausverkaufspreis von 1,999 Milliarden angelangt. Das halte ich nicht für seriös." Daher plädiere er für das bestehende, "bewährte" System.(c) Presse Digital (Daniel Breuss)

Sorgers Fazit: "Ich habe ein unglaubliches Engagement der Freiwilligen kennengelernt, die ihre Zeit den Mitmenschen zur Verfügung stellen - ohne dafür die Hand aufzuhalten. Vor diesen Freiwilligen habe ich Respekt und daher auch Distanz zu einem System, wo jeder Handgriff nur geleistet wird, wenn er bezahlt wird."(c) Presse Digital (Daniel Breuss)

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