Wie der Euro kaputt gemacht wird

Dossier Am 7. Februar 1992 wurden im niederländischen Maastricht die entscheidenden Weichen für den Euro gestellt. Ein Vierteljahrhundert später steht die Währungsunion vor der Zerreißprobe.

Ein Dossier von Nikolaus Jilch, Nikolaus Kommenda, Stefanie Kompatscher und Eduard Steiner

Er sollte Ausdruck der europäischen Einigung sein, Inbegriff einer Union von Staaten, die sich im Detail durchaus wesentlich unterscheiden, sich in zentralen Punkten aber in eine Richtung entwickeln: Der Euro. Vor 25 Jahren wurden die Maastricht-Grundlagen für die spätere Währungsunion gebildet, die Regeln, nach denen das gemeinsame Geld funktionieren sollte. Heute wissen wir: Ans Geld hat sich jeder gewöhnt, auch wenn Populisten unterschiedlicher Couleurs mit der Rückkehr zur nationalen Währung spekulieren. Nur die Regeln will so gut wie niemand einhalten.

Gewiss, die EU hat auch Musterschüler, die im eigenen Interesse diszipliniert sind. Nur ist von ihnen wenig die Rede, weil alle mit den Sündern beschäftigt sind. Österreich gehört übrigens zu letzteren.

In diesem Dossier lesen Sie, welches Land als Vorbild gelten könnte und welches Negativbeispiel zu vermeiden ist. Ein Exkurs über die impliziten Schulden zeigt außerdem, dass das Verschuldungsproblem weitaus größter ist, als es gemeinhin dargestellt wird. Gibt es einen Ausweg aus den selbstverschuldeten Verirrungen? Ja, im Grund schon, sagt der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn im Interview: Aber…

Das ist drin:

  • Dieses Dossier hat 6 Kapitel

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