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Wien: Zementwerk geht, Stau kommt

19.02.2012 | 18:21 |  GERHARD BITZAN (Die Presse)

Bei Kaltenleutgeben entsteht statt einer über hundert Jahre alten Zementfabrik eine Wohnanlage. In Liesing fürchten Anwohner eine massive Verkehrszunahme und drohen mit Blockaden.

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Wien. Im Mai könnte es im engen Kaltenleutgebener Tal am Rand von Wien noch enger werden: Dann werden Spezialmaschinen auffahren, um einer historischen Industrieruine zu Leibe zu rücken. Die über hundert Jahre alte, seit Längerem leer stehende Perlmooser Zementfabrik soll abgerissen werden. Angesichts von bis zu 80 Meter hohen Betontürmen und rund 200.000 Tonnen Abbruchmaterial eine schwierige und teure Aufgabe, die ein Jahr lang dauern wird.

Gerald Parzer, Geschäftsführer der Waldmühle Rodaun Errichtungsgesellschaft, betont, dass es sich um keinen normalen Abbruch handeln wird. „Hier wird Urban Mining praktiziert. Das heißt, der überwiegende Anteil des Materials wird nicht abtransportiert, sondern vor Ort aufbereitet und für den Unterbau verwendet.“ Ansonsten wären 20.000 Lkw-Fahrten für den Abtransport nötig gewesen.

Doch während es gegen den Abriss keinerlei Bedenken gibt, erregt das Nachfolgeprojekt die Gemüter der Bevölkerung in Liesing und in den angrenzenden niederösterreichischen Gemeinden. Denn auf dem frei werdenden Gelände, das noch im Wiener Stadtgebiet liegt, soll eine Wohnanlage mit 450 Einheiten errichtet werden.

Gerd Zöhling von der Rodauner Bürgerinitiative warnt vor einem Verkehrskollaps. Er weist darauf hin, dass von Kaltenleutgeben nur eine einzige Straße nach Wien führt. „Schon jetzt ersticken wir im Stau. Wenn diese Wohnanlage gebaut wird und einige hundert Menschen mehr mit dem Auto reinfahren, gibt es ein Chaos.“ Die Initiative will das Projekt verhindern und fordert von der Stadt Wien, die Widmung zu ändern oder zumindest optimale Verkehrslösungen zu präsentieren. Um den Forderungen Gewicht zu verleihen, werden auch Blockadeaktionen im Frühjahr angedacht.

Tatsächlich ist der Liesinger Ortsteil Rodaun verkehrsmäßig schwer überlastet. Von und nach Breitenfurt fahren jeden Tag mehr als 18.000 Autos. In Kaltenleutgeben sind es 6300. „Ein Nadelöhr“, sagt auch Liesings Bezirksvorsteher Manfred Wurm (SP). Öffentlicher Verkehr ist kaum vorhanden, 85 Prozent der Kaltenleutgebener fahren mit dem Auto.

 

Perchtoldsdorf „enttäuscht“

Den heraufbeschworenen Verkehrsinfarkt durch neue Wohnanlagen sieht er allerdings nicht. Die entsprechenden Kreuzungen in Rodaun würden demnächst umgebaut, sagt Wurm zur „Presse“. Und Verkehrssimulationen hätten gezeigt, dass damit der Verkehr künftig flüssiger ablaufen werde als jetzt.

Abgelehnt wird das Projekt aber nicht nur von den Bürgerinitiativen, sondern auch von den Bürgermeistern in Kaltenleutgeben und Perchtoldsdorf. Martin Schuster, Ortschef von Perchtoldsdorf, das verkehrsmäßig von neuen Wohnanlagen auch stark belastet würde, befürchtet das Schlimmste. „Uns wurde von der Stadt Wien gesagt, dass das Bauvorhaben weit kleiner und damit erträglicher ausfallen wird. Und jetzt heißt es lapidar, 450 Wohnungen werden gebaut. Ich finde das unverständlich und bin persönlich enttäuscht.“ Die geplanten Ampellösungen seien reine Kosmetik.

Perchtoldsdorf sieht neben der Verkehrsbelastung aber ein anderes Problem. Knapp ein Fünftel des Perchtoldsdorfer Wassers kommt von einer Quelle gleich neben dem Areal der künftigen Wohnanlage. Und der Bau einer Großwohnanlage könne große Auswirkungen auf das Trinkwasser der Perchtoldsdorfer haben, fürchtet Schuster. Als Teillösung gegen einen Verkehrskollaps kommt eine alte Idee ins Spiel. „Da bietet sich die Reaktivierung der historischen, noch aus der Monarchie stammenden Kaltenleutgebener Eisenbahn an“, sagt VP-Verkehrssprecher Roman Stiftner. Die sei zwar für den Personenverkehr stillgelegt, aber die Gleiskörper seien vorhanden. Und die Bahn, die von Kaltenleutgeben über Perchtoldsdorf nach Liesing führt, zu aktivieren komme billiger als andere Verkehrslösungen, sagt Stiftner.

Bezirksvorsteher Wurm: „Technisch ist alles möglich. Nur zahlen muss es jemand.“ Aber weder ÖBB noch die Länder Wien und Niederösterreich haben Geld für ein Projekt, das laut Studien um die 30 Millionen Euro kosten würde.

 

(c) Die Presse / GK

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.02.2012)

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41 Kommentare
 
1 2
Gast: Kaltenleutgebener Star
09.03.2012 11:33
0 0

Zugverbindung

Sie sollten den öffentlichen Zugverkehr wieder einstellen.

Gast: Problemlöser
20.02.2012 19:12
1 0

Überhaupt keine Neuverbauung !

- keine Wohnanlage, sondern altes Zementfabrik-Gelände rückwidmen auf Grünland
Industriebrache beseitigen, Renaturieren, Begrünen, wo's möglich ist Aufforsten,
so wie's ganz früher vor Perlmoser war.
Zukünftige Generationen werden's als Naherholungsgebiet zu schätzen wissen !
Wer hat den überhaupt der Waldmühle-Rodaun E.Ges. billigen Industriegrund + Umwidmung zu teurem Baugrund verspochen?
Wer sollte denn auch in dieser kalten Schatten-Schlucht eigentlich wohnen ?

Antworten Gast: Asa
21.02.2012 18:07
1 0

Re: Überhaupt keine Neuverbauung !

Ja, das finde ich auch! Weg mit dem scheußlichen Zementwerk und Umwidmung in Grünland! Die Gemeinde Wien verhüttelt ohnedies viel zu viel.

Antworten Gast: Li Sing
20.02.2012 20:32
1 0

Re: Überhaupt keine Neuverbauung !

Wer hat den überhaupt der Waldmühle-Rodaun E.Ges. billigen Industriegrund + Umwidmung zu teurem Baugrund verspochen?

Na wer schon? Der Liesinger Bezirksvorsteher Wurm und Genossen!

Wenn`s nach ihm ginge, würden sogar die Weingärten in Mauer verbaut werden - siehe Projekt "Vinothek Edlmoser".

Das Gelände der Rodauner Zementfabrik würde sich m. E. gut für ein Bezirksgefängnis eignen: ein solches produziert keinen Pendlerverkehr, und an Insassen gäb`s auch keinen Mangel!

Gast: Verkehrskonzept
20.02.2012 15:01
1 0

Die 30min+15min Regel

Gelingt es ein Verkehrskonzept auf die Beine zu stellen im öffentlichen Nahverkehr das der Stepl in 30min Fahrzeit + 15 Minuten Wegzeit/Umsteigezeit auch mit Kinderwagen zu erreichen ist oder nicht?

Bus fällt raus, der Erfüllt Kinderwagen nicht so das diese Zeit zu halten ist, zu wenige Stellplätze, bedeutet warten auf den nächsten.

30 Minuten, jede S-Bahn Station, jede U-Bahn Station, jede Straßenbahn Station erfüllt diese Bedienungen, 99% (es gibt 3 Exoten für die 31 bis 34min benötigt werden) sogar mit Umsteigzeiten.

Wenn nicht wird das Auto die Oberhand behalten, btw. sei die Frage ob die Wohnungserrichtung in einer derartigen Außenlage überhaupt Intelligent ist.

Meine Variante die eingleisige Bahn behalten, am Ende von Kaltenleutgeben als Straßenbahn (dieses Stück wurde schon im Übereifer Abgetragen) und mit Garnituren der Badner Bahn bedienen, und dann einfädeln in die S-Bahn und in die 60er Linie (jeder 2. Zug), funktioniert in Deutschland ebenso wie in Frankreich nennt sich dort Stadtbahn, in Wien aber garantiert nicht!

grafkaroly
20.02.2012 14:32
0 3

Öffentlicher Verkehr ist kaum vorhanden...

...schlecht recherchiert: Die Postbus-Linie Liesing-Kaltenleutgeben färt täglich (!!) im Halbstundentakt, zu Spitzenzeiten unter der Woche sogar im Viertelstundentakt.
Zweiteres, dass 85% mit dem Auto fahren, liegt weniger am ÖV-Angebot denn am Autofetischismus und einer verfehlten Raumplanung...

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
20.02.2012 14:25
2 0

Lösung für das Verkehrsproblem:

Eventuell wäre auch eine Zubringerspange nach Gieshübel (mit einem gleichzeitigen Ausbau zur vollwertigen Auf- und Abfahrt zur A21) möglich. Oder geht sowas nicht, weil die Wiener Polidika dann wieder einen Kaufkraftabfluß in die SCS befürchten?

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
20.02.2012 14:17
0 1

Sinnvolle Verkehrslösung?

Die Bahn als sinnvolle Verkehrslösung ist lächerlich in diesem Bereich. Wirklich sinnvoll wäre ein Tunnel von Kaleu nach Breitenfurt. Denn der wirkliche Stau wird erst in der Hochstraße verursacht.

Gast: grasshopper
20.02.2012 14:17
1 1

verkehrslösung light

in meiner diplomarbeit an der tu-wien wurde eine weitere lösung für den öffentlichen verkehr untersucht und meiner meinung nach ist dies die nachhaltigste.

bahntrassen sind generell eine sehr teure investition und deshalb sollten diese tunlichst erhalten werden - besonders weil niemand weiss, was in 30 jahren nützlich ist.
das konzept sah fertigbetonelemente vor, die auf die geleiskörper gelegt werden und somit eine ebene "strasse" schaffen. auf dieser kann der busverkehr (fahrrad und taxi?) verlegt werden. die einbindung in den allgemeinen strassenverkehr könnte somit weitab vom berühmt-berüchtigten nadelöhr kaltenleutgebener strasse/hochstrasse/ketzergasse in die donauwörtherstrasse oder gar wiener gasse geführt werden. eine weitere optimierung der linienanbindung in diesem zuge wäre natürlich auch anzudenken (endstation,...).

ich bin zwar architekt und sehe in der revitalisierung einer industriebrache sehr viele chancen, dennoch bin ich mit jedem einer meinung, der sich ohne nachhaltige und ehrlich verkehrslösung gegen ein neubauprojekt stellt.

ich hoffe, dass nach der fertigstellung noch etwas von der einmaligen aura des zementwerkes und seiner landschaftlichen einbettung übrig ist.

Antworten Gast: Bahnfreund
20.02.2012 15:20
3 0

Re: verkehrslösung light

"Bahntrassen sind generell eine sehr teure investition und deshalb sollten diese tunlichst erhalten werden"

Klingt interessant und vernünftig!

Zwar eine andere Baustelle: Haben Sie Ihre Erkenntnisse auch dem nö. Landeshauptmann und seinem Stv. Sobotka zukommen lassen, die das Ende der Ybbstalbahn beschlossen haben?

Der 40 km lange Schienenstrang soll dort in den nächsten Wochen abgebaut werden, um einem Fahrradweg Platz zu machen.

Hirnlose, verantwortungslose Politiker sind leider überall vertreten!

Satori65
20.02.2012 13:51
0 2

Wenn Anrainer immer gegen Neubauten sind...

frage ich mich schon, wo deren Kinder einmal wohnen werden bzw. in Vergangenheit hingezogen sind? Theoretisch dürften so ja niemals neue Wohnungen/Häuser entstehen/entstanden sein, da ja immer schon wer gegen neue Siedlungen protestiert hat!

Nur: Wie konnten hier die (jetzigen) Anrainer jemals herziehen? Gab es damals keine Proteste von (damaligen) Anrainern?

0 0

Re: Wenn Anrainer immer gegen Neubauten sind...

Bezüglich "wo deren Kinder einmal wohnen werden":

Für den Speckgürtel gilt:
Freie Wohnungen etc. werden lieber den wohlhabenderen Städtern zu höheren Preisen angeboten (die diese ja zahlen da es doch so schön grün & ruhig ist); als (für die Nachfahren der 'einheimischen'/ursprünglichen Bevölkerung) preislich realistische Angebote zu erstellen, so verlieren die Orte ihre Identität und verkommen irgendwann wahrscheinlich zu Snobgegenden.

Antworten Antworten Gast: DrWernerZoner
21.02.2012 11:12
1 0

Re: Re: Wenn Anrainer immer gegen Neubauten sind...

Die kalte Schattenschlucht in Kaltenleutgeben wird nie zur Snobgegend verkommen

Antworten Antworten Satori65
20.02.2012 22:59
0 0

Re: Re: Wenn Anrainer immer gegen Neubauten sind...

Den Bürgerinitiativen geht es primär nur um den Verkehr. Und immer taucht auch ein schützenswertes seltenes Vogelpärchen oder sonstiges Tier auf.
Speckgürtel? Einheimische/ursprüngliche Bevölkerung? Wir befinden uns hier 1. noch auf Wiener Boden und 2. in einem engen Tal, wo die Wohnungen direkt neben der Strasse gebaut werden. Also ob es da so schön ist zu wohnen?
Wien wächst - Wien braucht Wohnungen!
Wenn man das nicht akzeptieren will, würde Wien noch die Größe des ersten Bezirkes haben.

Also nochmal: wo wohnen die Kinder der Verhinderer....die müssen ja irgendwo unterkommen?

Gast: Wutfritz
20.02.2012 12:56
2 0

Wohnbau in Liesing gegen jegliche Vernunft

Vassilakous Idee einer "Gartenstadt" in Alt-Erlaa inmitten vorhandener Infrastruktur lehnte der Liesinger Bezirksvorsteher Wurm im Oktober 2011 beleidigt und mit derben Worten ab, weil ER nicht gefragt wurde. Wurm kritisierte den Mangel an Bürgerbeteiligung bei diesem Projekt.

Frage: Welche Bürgerbeteiligung gab es beim Projekt "Wohnhausanlage Rodauner Zementfabrik"?

Vor zwei Jahren - vor den Wahlen - hat BV Wurm zur Verbauung des Zementwerkes noch großmundig in einer Bürgerversammlung verkündet: "220 Wohnungen sind genug - sonst gibt es von mir keine Zustimmung!"

Da sieht man, wieviel das Wort eines Politikers wert ist!

Wenn der Liesinger Bezirksvorsteher Manfred Wurm das Wohnbauprojekt "Erlaaer Gartenstadt" mit bester Infrastruktur wie U-Bahn-Anbindung und Schulen ablehnt, weil die Idee nicht von IHM stammt, und diese Zementfabrik-Siedlung mit 450 Wohnungen ohne vorhandene Infrastruktur in einem verkehrssensiblen Gebiet umsetzen will, zeigt das vor allem eines: die Machtdemonstration eines unumschränkt herrschenden Bezirkskaisers.

Hoffentlich ist diese "rote Herrschaft" bald zu Ende!


Gast: Neubaufreak
20.02.2012 11:43
1 1

Wohnanlage: Genossenschaft? Gemeindebau?

werden dort 450 Mittelschichtsfamilien mit auspendelnden arbeitenden Eltern und im Umfeld die Schule besuchenden Kindern leben
oder 450 hauptsächlich mi.grantische Familien, die von Transfers lebend, die Parkbänke bevölkern werden?

Gast: Immobilienspekulant
20.02.2012 11:38
0 2

Ursache für den Stau?

Von und nach Breitenfurt fahren jeden Tag mehr als 18.000 Autos. In Kaltenleutgeben sind es 6300.
85 Prozent der Kaltenleutgebener fahren mit dem Auto.
Aber wenn die pöhse Stadt Wien ein paar hundert Wohnungen hinbaut sind natülich die Politiker schuld am Stau.

Gast: k.u.k Feldmarschall
20.02.2012 11:29
0 0

Wenn die Strasse nach Kaltenleutgeben zu eng ist, dann kann man je endlich eine ordentliche breite Strasse bauen.

Und mit mehr Einwohnern hat Kaltenleutgeben auch mehr Druckmittel um eine ordentliche Strasse bauen zu lassen.
Da herrschen sowieso noch hinterweltlerische Zustände!

Antworten Gast: Asphaltmieze
21.02.2012 18:14
0 0

Re: Wenn die Strasse nach Kaltenleutgeben zu eng ist, dann kann man je endlich eine ordentliche breite Strasse bauen.

Jaja, asphaltiert nur alles ! Sehr gescheit!

Gast: Konrad44
20.02.2012 11:17
1 0

Hier raecht sich

die jahrzehntelange Untaetigkeit Wiens im Bezug auf einen sachgerechten und zukunftsgerichteten Ausbau der Infrastruktur. Und heute sind Strassenbauprojekte aus politischen und ideologischenGruenden fast kaum mehr durchsetzbar und fuer die Verlaengerung der U- oder S-Bahn bis in den Wienerwald hinein fehlt einfach das Geld. Es gibt eigentlich nur zwei Moeglichkeiten: a) keine Umwidmungen mehr im Suedwesten Wiens und in den Wienerwaldgemeinden d.h. Verzicht auf Bevoelkerungszuwachs oder b) Verzicht auf Landschaftsschutz und Bau einer Stadtautobahn ggf. aufgestaendert oder untertunnelt von Breitenfurt bis zum Wiener Guertel. Wahrscheinlicher ist a) weil fuer b) ebenfalls das Geld fehlt und zudem natuerlich fast keiner eine neue Strasse will. Frau V. als allerletzte. Und Busse: das ist ganz einfach laecherlich. Erstens steht er im Stau und zweitens faehrt er zu selten und drittens kann man noch nicht mal ohne Umsteigen bis zur U6 in Siebenhirten kommen. ok - man kommt zur S-Bahn in Liesing.

Antworten Gast: Steuerzahler3000
20.02.2012 11:43
0 1

Re: Hier raecht sich

Wenn so wie in anderen Gegenden in Wien die Busbuchten rückgebaut würden, hätte der Bus eine freie Straße vor sich.
Das viele Steuergeld für S- und U-bahn im Wald kann man sich dann sparen.

Gast: ExBreitenfurter
20.02.2012 10:08
2 0

Verkehrskollaps ist schon gelebte Realität

Vor 15 Jahren mühte sich bereits der Schulbus mit 30 Minuten Verspätung auf einer 10-Minuten-Strecke zu den größeren Schulen in Liesing und Perchtoldsdorf.

Die Nadelöhre Breitenfurt und Kaltenleutgeben sind nicht aufzuweichen, die engen Täler und Häuser bis zur Straße lassen keine Erweiterung zu. Die Bahn aus Kaltenleutgeben nützt da nicht viel, denn sie versperrt einer weiteren wichtigen Straße durch ihren Schranken das Durchkommen und verstopft zusätzlich. (Ist aber bekannt aus einer Zeit wo noch Zement per Bahn abtransportiert wurde)

Die Riverside tut ihr übriges. Städtebaulich/Raumplanerisch ist diese Ecke von Wien und dessen Stadtrand eine Fehlplanung. Wirkliche Konzepte fehlen. Bei einem Verkehrsunfall schafft man es sogar ins Ö3-Verkehrsstudio mit bis zu 2 Stunden Zeitverlust.
Und der Bus ist keine Option, er hat keine Vorfahrt und steht genauso im Stau.

Ein Hoch auf die Raumplaner und Politiker in dem Eck, es wurde einfach schon zuviel umgewidmet!

pesosope
20.02.2012 08:20
2 0

ja lustig

ich würde gleich einmal das Zementwerk wieder in Betrieb nehmen und dann noch einmal fragen, ob eine Wohnsiedlung nicht besser wäre und ob die Bewohner eigentlich vergessen haben, dass das Zementwerk schon früher dort war!
Wenn es nach den Grünen geht, dann muss die Industrie, das Gewerbe, der Verkehr und am besten auch der Mensch selbst sofort verschwinden, wenn sich ein dort auch nur ein einziger Bürger ansiedeln möchte ...nein, allein schon wenn er überlegt sich dort anzusiedeln :-)

Antworten Gast: zetto
20.02.2012 09:44
0 0

Re: ja lustig

Das Zementwerk an dieser Stelle war einfach nicht mehr rentabel zu betreiben.
Da gings nicht um Anwohner.

Antworten Antworten pesosope
20.02.2012 11:26
0 0

Re: Re: ja lustig

um das gehts ja nicht. Es geht nur darum, dass man den Leuten einmal die Realität erklären muss. Dass sie sich wo angesiedelt haben, wo bereits eine Industrie vorhanden war und dies jederzeit wieder passieren könnte. Daran haben sie mit Sicherheit auch schon vor dem Ansiedeln gedacht, aber halt gehofft, dass nie mehr was passieren wird. Jetzt ist es aber soweit, und siehe da, alle sind aus dem Häuschen und verstehen die Welt nicht mehr. Ich mein, soll jetzt alles verschwinden, nur weil sich jemand ansiedelt und ab sofort seine Ruhe haben möchte?

Gast: Blankensteiner Husar
20.02.2012 07:44
1 2

Die Gründe, welche gegen das schöne und nützliche Wohnprojekt vorgebracht werden, sind sehr fadenscheinig!

Zum einen ist eine Trinkwasserversorgung aus einer Quelle direkt vom Indutriegelände nicht gerade sauber und sicher und das schon seit 100 Jahren.
Zum anderen sind ein paar hundert Autos aus einem Siedlungsgebiet zwischen Kaltenleutgeben und Liesing sowieso immer so zeitversetzt unterwegs, dass es keinen Stau geben kann.

Da ist sicher schon eher der Grund, dass man in dieser Gegend fürchtet, dass zusätzliche Siedlungsfläche die eigenen Immobilien in ihrer bisher exorbitanten Wertsteigerung bremst und man Geld verlieren könnte.

 
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