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Ayurveda: "Essen, was die Pferde essen"

30.06.2012 | 18:07 |  von NATASCHA WIEDNER (Die Presse)

C. A. Raman ist 82 und einer der führenden Ayurveda-Experten Indiens. Im Interview mit der "Presse am Sonntag" spricht er über Viagra, Öl auf den Fußsohlen und Genügsamkeit.

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Manche Kritiker sagen, Ayurveda sei nur sinnvoll für Menschen aus Ihrem Kulturkreis. Ein Österreicher hingegen sollte besser auf die Alm gehen.

C. A. Raman: Grundsätzlich funktioniert unser Organismus gleich. Wenn Ayurveda einem Inder hilft, spricht nichts dagegen, dass es auch für Europäer gut sein kann. Wenn wir essen, müssen wir auch verdauen. Wenn man den Körper nach traditionellen indischen Prinzipien reinigt, funktionieren diese bei Europäern ganz gleich wie bei Indern. Mit Ausnahme schwangerer Frauen kann jeder eine Ayurveda-Kur machen.

 

Ist Körperreinigung das Hauptziel?

Das Ziel von Ayurveda ist es, einen Zustand totaler Gesundheit in jedem Lebewesen herzustellen: auf physischer, mentaler und spiritueller Ebene. Das geschieht durch die Gabe von ayurvedischer Medizin, Ölanwendungen, Yoga, Mediation und Ernährung. Ayurveda will kranke Menschen gesund machen und gesunde Menschen gesund erhalten. Wir bereiten den Körper darauf vor, Gifte auszuscheiden, danach verjüngen wir den Körper. Dadurch wird der Körper gesund, der Geist zufrieden und die Seele gereinigt. Das sieht man den Menschen auch an, sie wirken wieder viel frischer.

 

Ayurveda wird ja im Westen sehr stark mit den Ölanwendungen assoziiert. Wie funktionieren die?

Bei Stoffwechselreaktionen entstehen Abfallprodukte in den Zellen, diese sammeln sich dann im Gewebe an. Die Ausscheidung erfolgt nur teilweise über Stuhl, Urin und Schwitzen. Die Aufgabe der Öle ist es, in das Gewebe einzudringen und die Schlackenstoffe zu lösen. Danach werden diese durch den Blutkreislauf aus dem Körper transportiert. Das unterstützt Ayurveda unter anderem durch Massagen.

 

Ayurveda arbeitet mit 600 verschiedenen Heilpflanzen. Was setzen Sie zum Beispiel gegen hohen Blutdruck ein oder für die populäre Verjüngungskur?

Gegen Bluthochdruck verwenden wir unter anderem „serpentine root“. Das indische Hausmittel „Triphala“ enthält die indische Stachelbeere und ist gut für Verdauung, Augen, Ohren, Gedächtnis, Jugendlichkeit und Langlebigkeit – man könnte also sagen ein sehr gutes Verjüngungsmittel. Die ayurvedische Lehre spricht aber auch Frauen eine verjüngende Wirkung auf Männer zu: durch ihre Liebe, ihre Wärme und ihre Attraktivität.

 

Stimmt es, dass es indisches Viagra für den Mann und für die Frau gibt?

Ja. Wussten Sie, dass das Pferd das sexuell aktivste Tier ist? Also müssen wir essen, was die Pferde essen. Bei uns ist sogar eine Pflanze danach benannt: „Horsegram“, eine indische Bohnenart. Auch die „Ashwagandha“ („Schlafbeere“) wird zur Stärkung der Manneskraft eingesetzt. Der Unterschied zu Viagra ist, dass wir mit der Ursache arbeiten, nicht mit den Symptomen.

 

Sport soll man während einer Ayurveda-Kur aber nicht machen. Warum?

Weil die Energie ausschließlich für die Kur eingesetzt werden soll. Sport würde uns da nur zusätzlich auspowern.

 

Sie arbeiten seit 58 Jahren mit Ayurveda. Sind Sie noch immer gerne Arzt?

Vor ein paar Monaten war Patricia hier, 32 Jahre alt. Als sie hier ankam, litt sie an stark ausgeprägter Neurodermitis. Man hat keine Haut mehr gesehen – ihr Körper war komplett wund und blutig. Nach 30 Tagen war sie geheilt. Auch mental war sie wie ausgewechselt, weil sie sich wieder hübsch fand. Beantwortet das Ihre Frage?

Viele Menschen kommen sicher auch zu Ihnen auf der Suche nach einem Mittel gegen Krebs. Was sagen Sie denen?

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich nicht ein Medikament dagegen kenne. Meine Antwort ist allerdings, dass ich kein Medikament gegen Krebs kenne; dass ich aber Medikamente zur Stärkung des Immunsystems und der mentalen Kraft kenne, die dann wiederum den Kampf gegen Krebs unterstützen.

 

Welchen Stellenwert hat Ayurveda in Indien eigentlich gegenüber der Schulmedizin?

Wir arbeiten zusammen und tragen zur Ergänzung der Schulmedizin bei. Ursprünglich war ayurvedische Medizin billiger als die schulmedizinische Versorgung, da die Kräuter in der Natur frei zugänglich waren. Deshalb wurde früher erst der ayurvedische Arzt konsultiert, dann der Schulmediziner. Heute ist die Situation umgekehrt. Die ayurvedische Medizin ist mittlerweile teurer, weil es immer schwieriger wird, die notwendigen Kräuter und Wirkstoffe zu bekommen.

Haben Sie selbst auch tägliche Rituale?

Wenn man morgens aufsteht, muss man sich erst einmal wieder entschlacken. Die Morgentoilette ist deshalb Pflicht. Vor dem Duschen trage ich mir am Oberkopf, an der vorderen und der hinteren Fontanelle ein paar Tropfen Kokosnussöl auf. Dasselbe tue ich an den Ohren und an den Fußsohlen. Diese sensiblen Bereiche des Körpers werden so vor Wasser geschützt. Wasser soll nach der ayurvedischen Tradition diese Bereiche des Körpers nicht berühren beziehungsweise nicht in diese eindringen.

 

Was ist Ihr Rezept für ein langes Leben? Gibt es etwas, das man regelmäßig essen oder tun kann?

Früh aufstehen, körperliche Betätigung, gesunde Ernährung, wenig Alkohol und keine Zigaretten. Niemals unter Druck Essen! Nehmen Sie sich Zeit dafür, halten Sie feste Essenszeiten ein. Essen Sie nicht mehr als 1500 Kalorien pro Tag und nur, wenn Sie Hunger haben. Essen Sie nicht vor dem Fernseher. Auf der psychischen Seite hilft es, sich nicht in Sachen einzumischen, die einen nicht wirklich betreffen. Ein ausgeglichenes Gemüt ist hilfreich.

 

Was ist denn Ihr Lebensziel?

Ohne eine Erkrankung wünsche ich mir irgendwann einen sanften Übergang in den Himmel.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.07.2012)

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17 Kommentare
Gast: arggg
11.07.2012 16:08
0 0

hfd

Maximal 1500 kcal pro Tag und dann noch körperliche Betätigung??? Das entspricht dem Ruheumsatz eines Menschen mit 60 kg.

ich esse aber lieber pferde.

verschont werden diese allerdings, wenn sie vorher esoterikschwafler ordentlich getreten haben.

Dass Menschen keine

Pferde sind,sollte eigentlich bekannt sein oder nicht?

Antworten Gast: Hammvieh
02.07.2012 14:14
1 0

Re: Dass Menschen keine

Das ficht doch so einen Esoeumel nicht an.

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serpentine root

Nach kurzer Recherche kommt man zu Rauwolfia serpentina, einer Pflanze der Alkaloide tatsächlich gegen Bluthochdruck angewendet wurden, wurden, denn deren Anwendung ist seit einem 1/4 Jahrhundert obsolet. Zuwenig Wirkung, Wirkung nicht spezifisch und darüber hinaus depressionsfördernd.
Aber was solls, so ein dahergelaufener indischer Guru, darf uns das als Neuigkeit verkaufen. Selbstverständlich in der Presse
Qualität muss sein! Aber nicht im Gesundheitsteil!

Re: serpentine root

Manche Ösi-Damen stehen eben auch auf solche indische Gurus!

Der + Maharishi-Yogi

hat ja mit dem Veganismus

dieser oft reiferen und frustrierten abendländischen Damen

sowie "transzendentaler Meditation" einen gigantischen esoterischen Markt ,

hpts. mit INDISCHEN Soja-Produkten,

aufgebaut.

ca. 700 Millionen Dollar Umsatz pro Jahr für Bio-Öko-Tofu etc. für diese TM-Sekte!

0 1

Re: Re: serpentine root

So ist es! Bleibt nur noch die Frage, warum das Qualitätsinformationsmedium N.r1, die Presse, Aufklärung und objektiver Information verpflichtet, diesem Eso-Flatus ihre Reichweite zur Verfügung stellt und darüber höchst unkritische Zeilen verfaßt!

Re: Re: Re: serpentine root

Diverse religiöse Sekten haben eben viele Medien unterwandert.

Antworten Gast: bonjour
01.07.2012 04:34
4 0

Bohne

Irgendwie witzig, wenn einer Bohnen isst und ein anderere auch, warum muss dann dere eine viel Schas ablassen, und der andere nicht.

Hilft das gelegentliche Schas-Ablassen gegen Deppressionen?

4 0

getürktes Interview?

Dieses Interview scheint vollständig getürkt zu sein. Anders ist es nicht erklärlich, dass derartig doofe und unkritische Fragen und Antworten geboten werden.
Es ist das ein unerträglicher cerebraler Flatus einer unfähigen Schreiberin. Wer im Gesungheitsteil schreibt, muss offenbar vorher sämtlichen naturwisenschaftlichen Kenntnissen abschwören. Ich gelobe, dass ich jeden Schmarren wiedergebe und umsatzbringend aufbereite. Ich gelobe, dass ich keine Kritik an alternativen, komplmetären und ganzhheitlichen Therapien und Mitteln übe. Ich gelobe, dass ich keinen Wunderwuzzi mit kritischen Fragen belästige. Ich gelobe, dass ich meine Leser nicht weiterbilde!!!!

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So sind die seriösen Inserate in der Presse:
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NATASCHA WIEDNER

Werden Sie von Frau Richter geschult?

Was soll dieser Esoterik Quatsch!
Muß ich den Dodl als Abonnent mitbezahlen?

Re: NATASCHA WIEDNER

Husch, husch in den Keller mit dir!

Antworten Gast: Facharzt
30.06.2012 21:22
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Re: NATASCHA WIEDNER

ein Kommentar zum Fremdschämen!

Ayurveda hat eine mehrtausendjährige
Tradition und Empirie und kann vor allem bei chronischen, schulmedizinisch immer noch schlecht behandelbaren, Leiden große Heilerfolge erzielen.

Antworten Antworten Gast: Auch Facharzt
02.07.2012 17:34
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Re: Re: NATASCHA WIEDNER

Eine Behauptung, die mit keiner einzigen Untersuchung zu belegen ist.

Das Interview ist generell an Peinlichkeit kaum zu übertreffen.

...um die Potenz von Pferden zu erlangen, muss man essen, was sie essen...ein Wahnsinn.
Also: um so lange tauchen zu können wie ein Pottwal, muss man sich nur von Kalmaren ernähren...
Und dann noch behaupten, man greife auf Ursachen, nicht auf Symptome zurück...

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Sehr gut formuliert! Danke! Könnte es nicht besser machen!


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Facharzt zum Abzocken?

Die in diesem Interview gestellten Fragen und Anworten, si so doof und so unerträglich un kritisch, dass einem das Geimpfte hochkommt!
Und immer wieder dieselbe unerträgliche und unmoralische Argumentation: Weil die Schulmedizin nicht helfen kann, darf jeder an den armen Erkrankten und Hoffnungssuchenden mit seinem Uraltkram von Unsinn bis Wahnsinn herumpfuschen, egal welches Wissen wir heute besitzen?

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