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Ärztekammer: "Ländern die Spitäler wegnehmen"

08.07.2012 | 10:19 |   (DiePresse.com)

Der neue Ärztekammer-Präsident Wechselberger drängt auf Reformen und droht mit dem Boykott der Elektronischen Gesundheitsakte.Notfalls würde man deren Umsetzung "einfach verweigern".

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Mit einer provokanten Forderung meldet sich der neue Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger in der Debatte um eine Gesundheitsreform zu Wort. Wechselbergeer schlägt vor, den Bundesländern die Verantwortung für die Spitäler zu entziehen. "Wenn man im österreichischen Gesundheitssystem weiterkommen will, dann müsste man den Ländern die Krankenhäuser wegnehmen", formulierte der aus Tirol kommende neue Ärztekammer-Präsident seine Idealvorstellung für eine Gesundheitsreform.

Es könne nicht sein, dass die Länder gleichzeitig Gesetzgeber, Spitalsträger und Leistungsanbieter sind und dann auch noch am Finanzierungstopf sitzen. Für die niedergelassenen Ärzte könne nicht mehr viel an Ressourcen übrig bleiben, wenn sie sich auf der anderen Seite einem "so überstarken Partner" gegenübersehen, meinte Wechselberger.

Sozialversicherung selbst aussuchen?

Wechselberger kann sich stattdessen eine Stärkung der Sozialversicherung vorstellen, die etwa als "Einkäufer" auftreten könnte: "Dazu müsste das System aber flexibler werden." Wechselbergs Auffassung nach sollten sich die Versicherten ihre Sozialversicherung selbst aussuchen können. Wenn also etwa ein Angestellter von der gewerblichen Sozialversicherung ein besseres Angebot hat, dann soll er vor der Gebietskrankenkasse dorthin wechseln können oder auch umgekehrt. Der Wechsel soll aber nur innerhalb der Sozialversicherung möglich sein und nicht zu privaten Versicherungen, weil diese ein Ausschluss von Versicherten oder von Vorerkrankungen vornehmen könnten.

Die von Bund, Ländern und Sozialversicherung geschlossene Grundsatzvereinbarung für die Gesundheitsreform ist für Wechselberger nur "das übliche Gerangel um Geld und Geldflüsse" vor Ablauf einer 15a-Vereinbarung über die Gesundheitsfinanzierung. Das vereinbarte virtuelle Budget zur Steuerung des Systems erinnert ihn an "Luftschlösser" und die gemeinsame Steuerung des niedergelassenen Bereichs und der Spitäler habe man eigentlich schon 2005 mit den damaligen "Reformpools" geschaffen. Diese Pools seien aber von den Ländern nie befüllt worden.

Dass die Ausgabensteigerungen künftig mit dem Wirtschaftswachstum begrenzt werden sollen, hält der neue Ärztekamme-Präsident für einen "eher primitiven Kompromiss". Dies werde dazu führen, dass es für die Patienten entweder Einschränkungen bei den medizinischen Leistungen geben werde oder sie noch mehr selbst bezahlen müssen. Die Ärzte sieht Wechselberger dabei in einer "fürchterlichen Zwickmühle". Wenn die Mittel knapp werden, komme es zu Rationierungen. Die Politik traue sich aber nicht, das zu sagen, sondern überlasse es dem Arzt, die Rationierung vorzunehmen. Dieser komme damit in ein "ethisches Dilemma". Dem Arzt werde damit "die Grundlage seines Handelns" entzogen", weil dieses auf der ethischen Prämisse beruhe, alles für die Gesundheit seiner Patienten zu tun, argumentierte Wechselberger.

 Umsetzung "einfach verweigern"

Zur elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) - hat der neue Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger einen pragmatischeren Zugang als sein Vorgänger Walter Dorner und betont: "Wir betreiben keine Fundamentalopposition." Eine Zustimmung seitens der Ärztekammer kann er sich vorstellen, wenn es die Arbeit der Ärzte erleichtert und nicht durch riesige Datenmengen mehr Zeit verschlingt. Wenn die Politik das System aber gegen den Willen der Ärzte durchsetzen wolle, dann würden es die Ärzte mit einem Boykott zu Fall bringen, droht Wechselberger.

Der neue Ärztekammer-Präsident verweist darauf, dass ELGA nur funktionieren werde, wenn es von den Ärzten umgesetzt wird. Wenn die Ärztekammer mit ihren Argumenten bei der Politik kein Gehör finden sollte, dann würden die Ärzte die Umsetzung "einfach verweigern". Sie würden die Patienten informieren, wie man aus ELGA "hinausoptieren" kann. ELGA würde damit das gleiche Schicksal erleiden wie ähnliche Systeme in England und Tschechien, die gescheitert sind.

Wechselberger sieht das Hauptproblem darin, "dass uns der Staat ein Arbeitsgerät aufoktroyieren will, von dem wir berechtigte Sorge haben, dass es mit Informationen vollgestopft ist". Diese riesigen Datenmengen könne der Arzt nicht verarbeiten, sie führten zu "Desinformation" und zu einem Zeitverlust bei der Arbeit. Der Ärzte-Chef wünscht sich daher in den ELGA-Kernkomponenten eine Suchfunktion, mit der der Arzt zielgerichtet und rasch zu den jeweils benötigten Informationen kommt. Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) habe aber im Gegensatz dazu das Ziel, dass der Patient Zugriff auf seine gesamten archivierten Gesundheitsdaten bekomme.

(APA)

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72 Kommentare
 
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Die Finanzierung des Gesundheitswesens ist an Blödheit nicht zu überbieten!

1 Die Spitäler werden überwiegend von den Ländern erhalten, die GKKs zahlen einen fixen %satz ihrer Einnahmen (!) in den Landestopf ein !!

2. Die Kassenärzte werden nach Patientenfrequenz bzw. Einzelleistungen honoriert. Das zahlen die Kassen alleine.

Das führt nun natürlich dazu, daß die "teuren" Patienten zwischen den beiden hinundhergeschoben werden, zumeist aber unnötiger Weise in den Spitälern herumliegen.

Die von allen immer wieder angesprochene Finanzierung aus einer Hand scheitert an unüberwindlichen Ideologiemauern.

Schwarz will alles die Versicherten der Krankenkassen zahlen lassen und Rot will alles den "reichen" Steuerzahlern aufbürden !!!!

Gast: tulcinea
08.07.2012 18:01
0 9

der Wechselberger hat recht

Aber, wenn die Länder und Gemeinden als Zahler wegfallen, sind die halben Ärzte mit einem Schlag arbeitslos. Also Herr Wechselberger, wenn man schon redet, dann muss die ganze Wahrheit (und nicht die Halbe) auf dem Tisch gelegt werden. Nachsatz - die derzeitige Krankenanstalten-Regelung ist nur eine reine Beschäftigungspolitik für die Ärzte

Re: der Wechselberger hat recht

Sie sind in dieser Materie offensichtlich genauso ahnungslos wie in der deutschen Rechtschreibung und Grammatik!

Antworten Gast: Der mit der Wölfin tanzt
08.07.2012 18:44
1 3

Re: der Wechselberger hat recht

Da muss ich Ihnen in allen Punkten Recht geben und spare mir den eigenen Kommentar.

Wechselberger hat gute Ideen, ist ein pragmatischer Denker und wird daher an diesem System scheitern.


Gast: Wolfgang S.
08.07.2012 17:22
5 0

Auch wenn Ärztekammer vornehmlich Ärzte Interessen vertritt, sind sie zur Zeit die Einzigen die auch Patienteninteresse vertritt.

Der Patientenanwalt Bachinger ist nur daran interessiert wie er seinen hoch dotierten Job bis zur Pensionierung rüber rettet. Darum wiederholt er nur was ihm Sobotka vorschreibt.
Stöger und die Verantwortlichen im HV möchten mit allen Mitteln ELGA einführen damit der Lebensabend gesichert ist.
Viele Gesundheitsökonomen sind nur der verlängerte Arm der Industrie.

Gast: Nostradamus
08.07.2012 17:02
1 1

Ärztekamm: Länder Spitäler wegnehmen

Mir erscheint bei ELGA v.a. die Zugriffsberechtigung das wichtigste Merkmal zu sein. Wenn dann jeder Mitarbeiter/In einer Arztpraxis/Ambulanz/Spitals/Krankenkasse etc. auf eine hoch sensible Akte Zugriff hat und die Daten dann ev. an Unternehmen/Private weitergeben(verkaufen) kann, die, bevor diese Leute einstellen, erst einmal die Gesundheits-/Krankheitsakte einsehen/einkaufen, dann befinden wir uns dort, wo wir auf keinen Fall hinkommen wollen. Heute ist es auch bereits üblich, dass Unternehmensleiter bei der Krankenkasse Freundschaftsdienste erhalten, wenn sie Krankheitsinformationen über Leute benötigen, die für die Führungsetage eingestellt werden sollen. Wohin ELGA führen wird, kann man sich leicht vorstellen. Ich bin absolut gegen Einführung von ELGA, da der Patient im schlimmsten Fall dann von Jobs, Versicherungsleistungen etc. ausgeschlossen wird.

Antworten Gast: selbstverständlich
08.07.2012 21:47
1 0

Re: Ärztekamm: Länder Spitäler wegnehmen

Na sie sind aber kleinlich. Endlich haben sich Hauptverband und Länder darauf verständigt, "etwas" zu machen, und wo die Industrie schon jahrelang investiert hat, da kommen dann die Leut mit dem Datenschutz daher. Glaubens denen doch, das soll wirklich sicher sein- das hören wir schon 100 mal. Und wenn Schörghofer, Sobotka und Bachinger darauf drängen, dann wird`s doch schon passen-oder?

Antworten Gast: machmuss verschiebnix
08.07.2012 18:45
3 0

Re: Ärztekamm: Länder Spitäler wegnehmen



Was mich an ELGA - bzw. am gesamten System - am meisten irritiert,
ist (noch) nicht die Zugriffsberechtigung, sondern das Faktum, daß
dort schon vor dem offiziellen Start meine angebliche politische
Gesinnung und sexuelle Orientierung drinnen steht.

Vielleicht kann mir Hr. Wechselberger erklären, wie sowas da rein
kommt - NOCH DAZU FALSCH. Und warum ist dem System völlig egal,
wieviele Motorrad-Unfälle, Knochenbrüche, Vollnarkosen, ... ich
schon hinter mir habe - davon gibt's reichlichst zu berichten,
es scheint aber NICHTS auf - warum ? Nicht relevant für die
Linke Mischpoche ???

Ein ultimativer linker Sauhaufen: noch bevor meine Blutgruppe erfaßt
wurde, glaubte man zu wissen, daß ich FPÖ-ler sei und von da an hilft
kein Abstreiten mehr, auch wenn ich mein lebtag lang noch nie FPÖ
gewählt habe !!!

Was ich sonst noch mit diesem System an Haarsträubendem erlebt habe,
würde ich hier nicht durch die Zensur bringen !!!


Dieser Mann hat Recht!

Endlich einer, der keine Angst vor Pröll und Häupl hat!!

1. gehören die Spitäler weg von den Ländern

2. Die Krankenversicherungen würde ich lieber alle zusammenlegen und schließlich abschaffen und zu einem steuerfinanzierten Modell wechseln. (jeder Bürger ist automatisch versichert, alle Kosten werden durch Steuern finanziert dafür gibts keine Krankenversicherungsbeiträge -->wie in Dänemark)

Antworten Gast: VVS
08.07.2012 18:52
1 3

Re: Dieser Mann hat Recht!

Danke nein, Halbkommunismus hatten wir schon mal in Österreich, funktioniert ganz schlecht, am Schuldenberg aus diesen Zeiten nagen wir und künftige Generationen.

Re: Re: Dieser Mann hat Recht!

Sie haben mich falsch verstanden:

Es geht mir um keinen Kommunismus sondern darum, dass gespart werden kann, also um das Gegenteil von dem was sie geschrieben haben.

De facto ist in Ö jeder versichert. Leider gibt es zu viele verschiedene Versicherungen um diesen Zweck zu erfüllen. Gäbe es nur eine einzige Versicherung wäre das toll, könnte man auch diese abschaffen und ein steuerfinanziertes Modell etablieren, würde das noch mehr sparen.
-->es geht nicht darum jemanden eine Leistung zukommen zu lassen ohne dass dieser einen Beitrag leistet, ganz im Gegenteil.

Re: Re: Dieser Mann hat Recht!

Mir waere eine Versicherungspflicht a la GER auch lieber!

Wir sollten uns mal deren Erfahrungen ansehen!

0 0

Re: Re: Re: Dieser Mann hat Recht!

Schaut mal nach GER!

Deren Versicherungspflicht möchte ich nicht geschenkt.

Da bist relativ schnell am Leistungsende angelangt.
Weiters hat der Arzt seinen Etat, überschreitet er diesen wird er verwarnt. Überschreitet er ihn weiter, weil es die Patienten eben brauchen kann ihn das seine Existenz kosten weil die Anstalten ihn regreßpflichtig machen.

So ein System möchte ich nicht mal geschenkt.
Da zahle ich lieber um die Hälfte mehr bei unserem.

Re: Re: Re: Dieser Mann hat Recht!

Auch dieser Weg ist möglich.

Die Wissenschaft ist derzeit noch unschlüssig ob es besser ist, alle Versicherten unter einer Versicherung zu vereinen (bzw. auch diese abzuschaffen) oder eben eine freie Wahl der Versicherung.

Ein eventueller Nachteil der freien Versicherungswahl könnte demnach sein, dass die einzelnen Versicherungen zu hohe Werbekosten haben, wodurch Geld verschwendet wird, welches man eigtl. für die Versicherungsleistungen verwenden sollte.

7 1

Irgeneinen haben aber alle vergessen

was war denn da noch mal?

Verflixt, da war doch ein Patient, um den geht es, der wird aber überhaupt nicht gefragt.

Irgendwie kommt mir das Ganze wie ACTA vor. Im verschlossenen Kämmerchen was aushandeln und dann die Leute vor vollendete Tatsachen stellen.

Antworten Gast: bravissimo
08.07.2012 21:41
1 0

Re: Irgeneinen haben aber alle vergessen

Den Steuerzahler=Beitragszahler=Geduldigen!Derjenige, der die Hauptperson in diesem Zirkus ist, hat teilweise eine glorifizierte Vorstellung von den Segnungen der ELGA. Von der Lebenskrankengeschichte, allen Befunden, Operationen bis zu den aktuellen Medikamenten, mit einem Wort "Alles" stünde der jeweils betreuenden medizinischen Einrichtung mit ELGA zur Verfügung. Vielleicht könnte eine Tageszeitung dem kleinen Mann/Frau auf der Straße -wie es so schön heißt- auflisten, was denn ELGA wirklich können wird, und was alles sicher nicht. Die Unwissenheit der Hauptbetroffenen ist sehr, sehr groß!!!!

Gast: 1. Parteiloser
08.07.2012 16:15
10 1

Ja, sofort privatisieren!

Und die Gelder für die Bundesländer um 50% reduzieren!

Das Gleiche gleich mit dem Misthaufen Bildungssystem, der ÖBB, dem ORF, den Kammern u.v.m.

Österreich braucht endlich eine Freiheit vor dem korrupten Parteibonzenmisthaufen. Die Spitäler sind ja auch nach Meinung von TI der korrupteste Bereich in Ö.

Österreich braucht endlich eine Gesellschaft, welche aus freien Menschen bestehen darf, welche sich dann auch der Eigenverantwortung stellen.

Das Gesundheitswesen gehört weitestgehend umstrukturiert!!

Wir haben viel zu viele teure Spitalbetten!

Alle bettenführenden Spitalabteilungen sollten zu einer einheitlichen stationären Abteilung zusammengelegt werden, die von einem Facharzt für Allgemeinmedizin ( = ehemaliger Praktiker + ehemaliger Allgemeininternist, die beide Auslaufmodelle sind!) geführt werden.

Alle anderen "Spezialfächer" werden konsiliariter beigezogen, wie seit eh und je die Radiologen und behandeln gemeinsam mit den Allgemeinmedizinern die stationären Patienten.

Die Spezialisten führen entweder ihre Spezialambulanzen in den Spitälern, oder aber rekrutieren sich überhaupt aus niedergelassenen Ärzten in der freien Praxis.

Auf diese Weise würden wirklich nur die "schwerkranken" Patienten stationär aufgenommen, denen dann aber auch eine optimale Betreuung durch breitausgebildete Ärzte garantiert wäre. Alle anderen würden in den Ambulanzen behandelt werden.

Nebeneffekt: Die Fachärzte für Allgemeinmedizin hätten eine wesentlich bessere Ausbildung, als die heutigen Praktischen Ärzte !

Und : Es könnten derart sicherlich gut 1/3 aller Spitalbetten eingespart werden.

Antworten Gast: heutenicht
08.07.2012 16:46
1 7

Re: Das Gesundheitswesen gehört weitestgehend umstrukturiert!!

Wie soll das Gehen? Was soll ein Internist auf der Chirurgie machen? Zuerst denken, dann schreiben.

Re: Re: Das Gesundheitswesen gehört weitestgehend umstrukturiert!!

Der Chirurg hat keine Betten mehr! Alle Patienten liegen auf einer allgemeinen Abteilung und werden dort, viel besser, als heute durch die Chirurgen alleine, betreut.

Der Chirurg wird, wenn notwendig, als Konsiliararzt zugezogen und operiert dann.

Die chirurgische Ambulanz führt der Chirurg alleine und wird daher viel mehr, als bisher, tageschirurgisch operieren.

Re: Re: Das Gesundheitswesen gehört weitestgehend umstrukturiert!!

Der Chirurg hat keine Betten mehr! Alle Patienten liegen auf einer allgemeinen Abteilung und werden dort, viel besser, als heute durch die Chirurgen alleine, betreut.

Der Chirurg wird, wenn notwendig, als Konsiliararzt zugezogen und operiert dann.

Die chirurgische Ambulanz führt der Chirurg alleine und wird daher viel mehr, als bisher, tageschirurgisch operieren.

Gast: M. Wolf
08.07.2012 15:47
2 11

Wenn die Mittel knapp werden, komme es zu Rationierungen. Die Politik traue sich aber nicht, das zu sagen, sondern überlasse es dem Arzt, die Rationierung vorzunehmen. Dieser komme damit in ein "ethisches Dilemma". Dem Arzt werde damit "die Grundlage seines Handelns" entzogen", weil dieses auf der ethischen Prämisse beruhe, alles für die Gesundheit seiner Patienten zu tun, argumentierte Wechselberger.

Der Arzt, dieses menschenfreundliche Wesen,
muss dann bloss sein Salär ein ganz klein wenig kürzen, mein lieber Herr Präse.

Antworten Gast: Salärkürzung?
08.07.2012 22:00
2 0

Re: Wenn die Mittel knapp werden, komme es zu Rationierungen. Die Politik traue sich aber nicht, das zu sagen, sondern überlasse es dem Arzt, die Rationierung vorzunehmen. Dieser komme damit in ein "ethisches Dilemma". Dem Arzt werde damit "die Grundlage seines Handelns" entzogen", weil dieses auf der ethischen Prämisse beruhe, alles für die Gesundheit seiner Patienten zu tun, argumentierte Wechselberger.

Jeder kann sich bei seiner Krankenkasse genau erkundigen, welche Leistungen sie für ihre Versicherten erbringt- und welche nicht. Den Leistungsumfang bestimmt die Krankenkasse - und nicht der Arzt. Die Krankenkasse kontrolliert Patientin und auch die Ärzte. Die Krankenkassen haben auch eigene Ver-sorgungseinrichtungen. Und wenn sie dort hingehen, verdient der Arzt bei ihnen gar nichts - gut?

Solange die ÄK meint, ausschließlich für die Interessen der Praktiker da zu sein, wird sie nicht ernst genommen werden!


Gast: *stirntipp*
08.07.2012 15:36
6 1

Ihr spinnts wohl!

Man hat anscheinend vergessen, dass die Steuergelder aus dem Volk und für das Volk sind!!!!

Verdammt nochmal! Wir haben uns UNSERE Sozialstrukuren aufgebaut für die Bevölkerung, und nicht für Gierschlunde in Vorstandsetagen, oder Kammern, oder sonstigen Fettarschsesselklebern, die meinen sich aus der Rückens Kraft der Bevölkerung schamlos bedienen zu können/dürfen!

Reform bedarf es nur, der automatisch nach Zahlen orientierten, nach Statistik orientierten seelenlosen Schmarotzer, die sich nur mit einem Doktortitel über Wasser halten können. Ohne, wären sie nicht überlebenfähig!

Es ist der Mensch der zählt! es ist der Mensch der zählt! Und DER finanzieren das System, und DAS immer mehr kippen und kappen und einschneiden zu wollen und es auch tun, wird Unruhen hervorrufen. Wer das nicht sieht, wer das nicht erkennt, hat das Wissen dass er besitzt tatsächlich nur aus Büchern auswendig gelernt und ist durch die eigne Gier noch weiter blind!

Dass was da an Re-Gierung abläuft ist ja schon zum kotzen! Überlegt mal, für WEN ihr arbeiten sollt!!!! Und es gefälligst auch zu tun habt. Ansonsten trollt Euch an einem anderen Trog, als den des Volkes!


 
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