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Welt-Aids-Konferenz: "Gemeinsam das Blatt wenden"

20.07.2012 | 12:26 |   (DiePresse.com)

Zum Auftakt der Welt-Aids-Konferenz herrscht optimistische Stimmung: wir wissen jetzt, "dass wir noch zu unseren Lebzeiten damit beginnen können, Aids zu beenden".

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Aufbruchstimmung vor der am Wochenende beginnenden Welt-Aids-Konferenz in Washington: Gestützt von ermunternden neuen Statistiken und Forschungsergebnissen wollen Politiker und Wissenschaftler das Treffen nutzen, um HIV den letzten Kampf anzusagen. "In einem noch vor wenigen Jahren undenkbaren Szenario wissen wir jetzt, dass wir noch zu unseren Lebzeiten damit beginnen können, Aids zu beenden", sagte der Präsident der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS), Elly Katabira, im Vorfeld der von seiner Organisation veranstalteten Konferenz.

Rund 25.000 Teilnehmer haben sich zu dem Treffen angekündigt, das am Sonntag (22. Juli) eröffnet wird und bis zum 27. Juli dauert. Dazu zählen hochkarätige Gäste wie der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, Microsoft-Gründer Bill Gates, Weltbank-Präsident Jim Yong Kim, die Schauspielerinnen Sharon Stone und Whoopi Goldberg sowie der Sänger Elton John. Die Welt-Aids-Konferenz ist immer eine Mischung aus Wissenschaft, Gesundheits- und Entwicklungspolitik sowie Plattform für Selbsthilfegruppen.

Barack Obama fehlt

Einer aber fehlt in Washington und trübt damit die Stimmung: US-Präsident Barack Obama wird nicht an der Konferenz teilnehmen, bestätigte das Weiße Haus in der vergangenen Woche. Und das, obwohl ein Spaziergang von seinem Dienstsitz bis zum Konferenzzentrum zu Fuß nur 15 Minuten dauern würde und bisher fast ausnahmslos alle Staatsoberhäupter der jeweiligen Gastgeberländer zu den Konferenzteilnehmern gesprochen haben.

Hillary Clinton kommt in Vertretung

Obama aber schickt lieber seine Außenministerin Hillary Clinton und lässt sich selbst nur kurz per Videobotschaft "blicken". Aber die Organisatoren wollen sich die Aufbruchstimmung nicht verderben lassen. "Gemeinsam das Blatt wenden" haben sie als Motto über die Konferenz gestellt, mit einer "Erklärung von Washington" wollen sie diese Aufforderung schriftlich festhalten. "Die wirtschaftliche Lage ist schwierig, aber die Wissenschaft sagt uns, dass es unverantwortlich wäre, diesen historischen Moment zu verpassen", mahnte die Co-Vorsitzende der Konferenz, Diane Havlir.

Epidemie noch lange nicht unter Kontrolle

Seit Jahren sinkt die Zahl der Neuinfektionen, immer mehr infizierte Menschen bekommen die lebensrettenden Medikamente, mit denen sich das Virus im Körper dauerhaft in Schach halten lässt. Zudem nehmen immer mehr betroffene Länder die Finanzierung ihrer Aids-Kosten selbst in die Hand, zeigen aktuelle Statistiken und Studien. Auf der Konferenz sollen zahlreiche weitere Erkenntnisse veröffentlicht und es soll besprochen werden, wie die positive Entwicklung fortgesetzt und ausgebaut werden kann.

Für eine Entwarnung sei es aber noch viel zu früh, mahnen Hilfsorganisationen. Noch immer bekommt nur knapp mehr als die Hälfte der bedürftigen HIV-Infizierten Medikamente und einer neuen Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge nimmt die Resistenz gegen die Medikamente weiter zu, wenn auch nicht so drastisch wie befürchtet. "Die Geschwindigkeit, mit der die Behandlung ausgebaut wird, und die finanziellen Mittel müssen verdoppelt werden", forderte Oliver Moldenhauer von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. "Die HIV/Aids-Epidemie ist noch lange nicht unter Kontrolle."

(APA/dpa)

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3 Kommentare

Für AIDS ist jeder selbst verantwortlich!

Ohne einen Unanständigen (linken) Lebensstil gäbe es kein AIDS.

Antworten Gast: yo1
23.07.2012 19:26
0 0

Re: Für AIDS ist jeder selbst verantwortlich!

Was ist wenn ich mich durch eine Blutinfusion infizierte habe?

Re: Re: Für AIDS ist jeder selbst verantwortlich!

Da ich kein Blut spende, nehme ich auch kein Blut an! Von daher, ist das für mich unmöglich hier die Krankheit zu bekommen.

Aber auch für alle anderen- die Blut annehmen, ist die Gefahr äußerst gering.

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