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Diabetes: Übergewicht ist enormer Risikofaktor

30.07.2012 | 17:15 |  von SYLVIA UNTERDORFER (Die Presse)

Die Zuckerkrankheit betrifft 570.000 Österreicher. Dicke haben ein achtfach, schwer Fettleibige sogar ein 60-fach erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes. Bewegung und neue Medikamente können helfen.

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Zuckerkrankheit gilt bereits als Volksseuche Nummer eins: In den 34 OECD-Mitgliedstaaten leiden 83 Millionen Menschen an Diabetes. Schätzungen zufolge wird diese Zahl bis zum Jahr 2030 auf 100 Millionen ansteigen. In Österreich sind 570.000 Menschen zuckerkrank, bis 2030 wird ein Anstieg auf 717.000 erwartet. Dazu kommt: Fast jeder zweite Mann und jede dritte Frau in Österreich ist zu dick. Das aber ist mit einem stark erhöhten Risiko für Diabetes und all den Langzeitfolgen (von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Nierenleiden bis zu Amputationen) verbunden. Bereits zwölf Prozent des österreichischen Gesundheitsbudgets – das sind 2,37 Milliarden Euro – werden für die Behandlung und Vorbeugung von Diabetes ausgegeben.

Fettsteuer abgelehnt

Angesichts dieser dramatischen Zahlen diskutierten kürzlich bei einer OECD-Tagung in Kopenhagen europäische Gesundheitspolitiker und Diabetes-Experten über konkrete Verbesserungsmöglichkeiten für die Versorgung von Zuckerkranken. Vorgestellt wurde die „Copenhagen Road Map“, ein konzertierter Fahrplan für politische und medizinische Initiativen im Kampf gegen die Zuckerkrankheit.

Neben Verbesserung der Früherkennung und Behandlung der Zuckerkrankheit ist das Wichtigste eine effektive Prävention der Fettleibigkeit. Denn Adipositas ist der wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung der Zuckerkrankheit. So steigt das Risiko für Typ-2-Diabetes bei Übergewichtigen um das Achtfache und bei schwer adipösen Menschen sogar um das 60-fache. Die Experten sind sich einig: Das Diabetes-Problem ist nur durch umfassende Programme zur Förderung eines gesunden Lebensstils in den Griff zu bekommen. Eine Möglichkeit ist, ungesunde Lebensmittel zu verteuern. Dänemark ist Vorreiter und hat als weltweit erster Staat im Oktober 2011 eine extra Steuer für fette Lebensmittel eingeführt.
Diese „Fettsteuer“ lehnt Österreichs Gesundheitsminister Alois Stöger ab. „Wir müssen die Köpfe und Bäuche der Menschen erreichen, und nicht neue Steuern erfinden“, so Stöger in der ORF-Sendung „Im Zentrum“. Das Umfeld der Menschen müsse so verändert werden, dass jeder Zugang zu gesunder Ernährung habe.

Wundermedikament Bewegung

Unbestritten ist die Bedeutung von Bewegung zur Vorbeugung von Fettleibigkeit und Diabetes. „Man darf allerdings nicht den Fehler machen, Spaziergänge oder Pilates mit gezielten Trainingsprogrammen in einen Topf zu werfen“, kritisiert Christian Lackinger von der Sportunion Österreich. Der Sportwissenschaftler leitet seit 2007 das Projekt „Aktiv bewegt – zielgerichtete Bewegung bei Diabetes“, bei dem bisher 3000 Menschen mitgemacht haben.

„Die Leute brauchen professionelle Betreuung, sonst funktioniert es nicht. Dicke oder Diabetiker trauen sich nicht, gemeinsam mit gesunden, jungen, schlanken, fitten Menschen zu trainieren. Die richtigen Angebote müssen verfügbar sein, kleine Gruppen von Gleichgesinnten und fixe Termine. Und der Arzt muss das Bewegungsprogramm empfehlen“, so Lackinger.

Die Österreichische Diabetes-Gesellschaft empfiehlt in ihren Leitlinien mindestens 150 Minuten Ausdauertraining pro Woche, dazu noch zwei bis dreimal dreißig Minuten Kraftübungen. Ein hohes Pensum, das die oft völlig unsportlichen Zuckerkranken erst einmal gleich überfordert. Es kann nur mit zielgruppenspezifischen Programmen und ständiger Betreuung und Motivation durch geschulte Trainer gelingen. Bei „Aktiv bewegt“ trainieren Zuckerkranke und Adipöse wohnortnah in der Kleingruppe zweimal die Woche eineinhalb Stunden, zunächst acht Wochen kostenlos. Dann können die Teilnehmer mit einer Kostenbeteiligung von 300 Euro pro Jahr das Training weiterführen – umgerechnet sind das ca. vier Euro pro Einheit. Rund 70 Prozent der Teilnehmer bleiben bei dem Training.

Zahl der Diabetiker verdoppelt

„Besser als jede Tablette kann regelmäßige Bewegung die Wirkung von Insulin auf die Muskelzellen verstärken und so dafür sorgen, dass der Blutzucker besser verwertet wird“, weiß Bernhard Ludvik, Professor an der Universitätsklinik für Innere Medizin III im Wiener AKH. „Sport kann zudem kleine Blutgefäße in der Skelettmuskulatur und dem Herzen wieder sprießen lassen, das kann kein Medikament“, sekundiert Lackinger.

Seit sich der Internist Ludvik mit Diabetes beschäftigt – das sind rund fünfundzwanzig Jahre –, hat sich die Zahl der Zuckerkranken nahezu verdoppelt. Dennoch ist der Experte zuversichtlich: „In den letzten Jahren ist viel geschehen. Zuckerkranke leben heute viel länger, haben eine bessere Lebensqualität und es kommen innovative Medikamente auf den Markt.“

Ludvik setzt große Hoffnung auf neue Medikamente, die – im Gegensatz zu üblichen Diabetes-Therapien wie Insulin oder Sulphonyl-Harnstoffe – das Gewicht nicht steigern, sondern sogar leicht senken – ein wichtiger Motivationsfaktor für die Betroffenen. So gibt es seit einigen Jahren Injektionen, die die blutzuckersenkende Wirkung körpereigener Darmhormone nachahmen, indem sie die körpereigene Insulinproduktion fördern.

Diese Substanzen normalisieren den Blutzuckerspiegel fast ohne Unterzuckerungsrisiko. Neben der positiven Wirkung auf den Blutzucker senken die neuen Substanzen auch die Blutfette, den Blutdruck und das Körpergewicht – alles wichtig zur Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen.

Zucker über Harn ausscheiden

Besonders gut wirkt ein in Europa und den USA bereits seit drei Jahren zugelassenes Präparat, das unabhängig von den Mahlzeiten einmal täglich unter die Haut gespritzt wird. „Wir haben rund 150 Patienten damit behandelt. Sie haben die Substanz gut vertragen und zwei bis vier Kilogramm Gewicht verloren“, berichtet Ludvik.

Im nächsten Jahr könnte das erste Medikament einer weiteren neuen Substanzklasse auf den Markt kommen, das die Zuckerausscheidung im Harn verstärkt. Überschüssiger Blutzucker wird einfach über die Nieren ausgeschieden. So sinkt der Blutzuckerspiegel und die Patienten verlieren auch ein, zwei Kilogramm.

Der Nachteil: Durch den höheren Zucker im Harn kann es vermehrt zu Infektionen der Harnwege und bei Frauen auch der Scheide kommen – eine unangenehme, aber behandelbare Nebenwirkung des Medikaments, das einmal täglich oral zu nehmen ist. Die europäische Zulassungsbehörde EMA hat die neue Substanz positiv beurteilt, das erste Präparat von insgesamt acht könnte Anfang 2013 zugelassen werden.

Auf einen Blick
Fettleibigkeit ist der wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung der Zuckerkrankheit. Derzeit gibt es in Österreich 570.000 Diabetiker, im Jahr 2030 sollen es bereits 717.000 sein.
Bewegung und ein gesunder Lebensstil sind die wichtigsten präventiven Maßnahmen gegen Übergewicht und Zuckerkrankheit.
Neue Medikamente steigern – im Gegensatz zu üblichen Diabetes-Therapien – das Gewicht nicht.

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24 Kommentare

Verbot von gehärteten Fetten in Backwaren!

Dänemark ist Vorreiter und hat als weltweit erster Staat im Oktober 2011 eine extra Steuer für fette Lebensmittel eingeführt.
Diese „Fettsteuer“ lehnt Österreichs Gesundheitsminister Alois Stöger ab. „Wir müssen die Köpfe und Bäuche der Menschen erreichen, und nicht neue Steuern erfinden“, so Stöger in der ORF-Sendung.....

Unser Gesundheitsminister ist eine Flasche. Die Gesundheit der Bevölkerung liegt ihm am allerwenigsten am Herzen. Auch die Gefährlichkeit von Herbiziden, die in großer Anzahl auf genveränderten Futtermitteln vorhanden sind, nicht zu vergessen! Alles egal, solange es keine sichtbaren Skandale gibt, wie verseuchte Weichkäsesorten....

Gast: Erni
08.08.2012 08:54
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Selber einmal ausprobiereb

Hallo!
Ich nehme seit über einem Jahr an dem besagten Programm teil - die Erfolge sind überwältigend. Es gibt mehrere Gruppen - alle trainieren wir brav an den Kraftgeräten, ziehenn das Theraband, radeln oder Walken und das 2-mal die Woche.
Ich bin kein Experte - kann deswegen zur Diskussion der Trainingsmethoden nicht viel beitragen.
Ich erfahre aber am eigenen Leib, wie gut mir das Programm tut - und glauben Sie mir, ich hab vorher schon so einige erfolglose Versuche unternommen fitter zu werden.
Ein großes Lob an unseren Trainer - er ist wichtig für meine Motivation.

1 0

Produkthaftung

Wenn verkaufte Artikel die Gesundheit beeinträchtigen, gehören sie verboten. Da so etwas anscheinend nicht geht, sollen die Lebensmittel, die mit übermäßenn, gesundheitsschädlich Genussstoffen den Verkauf fördern, mit einer Steuer die bei 500% liegt belastet werden. Dieses Geld muss für die Behandlung von den entstandenen Krankheiten verwendet werden. Wenn die EInnahmen nicht reichen muss der Steuersatz erhöht werden. Grundsätzlich muss der Verursacher für den Schaden sorgen.

Bestellt euch eben Adipex...

...meine von Adipostitas gezeichneten Mitposter. Sind zwar in Österreich verboten, aber wo ein Wille, da auch ein Weg.
Reduziert die Esslust, ruft Dysphorie hervor, hebt den Blutdruck, schädigt die Herzklappen und verursacht eine starke Abhängigkeit. Na ja, Schönheit muss leiden. ;-))

Antworten Gast: adipös
07.08.2012 14:36
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Re: Bestellt euch eben Adipex...


mir reichen durchaus bilder von hungernden kindern

da brauch ich kein adipex

die *respektvolle ernährung* kommt da von selbst


spazierengehen oder pilates?

herr christian lackinger von der sportunion hat entweder noch nie pilates gemacht oder nur das nach 2 schnellsiedertageskursen angebotene der sportunion.
pilates mit spazierengehenin eine topf zu werfen disqualifiziert ihn voellig.
und schande fuer die presse, so etwas unreflektiert abzudrucken.

Antworten Gast: gast 478
05.08.2012 19:12
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Re: spazierengehen oder pilates?

Ich werde es mal so formulieren: der Satz man sollte Äpfel und Bananen nicht mit Kirschen in einen Topf werfen bedeutet nicht, dass man Äpfel und Bananen in einen Topf wirft, nur dass beides was ganz anderes als Kirschen sind. Vielleicht sollten Sie die Feinheiten deutscher Sätze doch ein bisschen mehr ergründen bevor Sie Vokabel wie völlig disqualifiziert, Schande und unreflektiert verwenden. Wenn Sie inhaltlich widersprechen wollen, sollten Sie Daten diskutieren, die zeigen dass Pilates bei Diabetes eindeutige positive Ergebnisse liefert. Solche Daten sind es, die Lackner offensichtlich nicht fand.

Re: Re: spazierengehen oder pilates?

offensichtlich nicht fand?
ich wuerde gerne seine oder nur eine studie sehen, die es moeglich macht pilates und spazierengehen als nicht wirksam gleichzusetzen.
drehen wir es um. zeigen sie mir einen einzigen menschen, der zweimal pro woche pilates an pilatesgeraeten in einem studio macht, der diabetes 2 hat.
den gibt es nicht ...
wenn er solche bahuptungen macht, dann muss er den beweis antreten koennen. ich warte auf die quelle.

Antworten Antworten Antworten Gast: holodri
07.08.2012 15:57
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Re: Re: Re: spazierengehen oder pilates?

Die Leitlinien der Österreichischen Diabetes Gesellschaft kommen ja nicht von irgendwo her: da spricht man von 150 Minuten Herz-Kreislauftraining pro Woche und 2-3-mal Krafttraining (Hypertrophie oder Krafttraining). http://www.springerlink.com/content/3540562266364567/fulltext.pdf?MUD=MP – Seite 10. Es gibt auch ein Paper vom American College of Sports Medicine betreffend Weight Loss und Weight Gain. (Donnelly 2009 SportsExerc.). Da steht auch viel über Art, Dauer und Intensität von „Bewegung“.
Bekannt dürften auch die Österreichischen Empfehlungen zur gesundheitswirksamen Bewegung sein. http://www.fgoe.org/presse-publikationen/downloads/wissen/bewegungsempfehlungen
Zahlreiche Evidenz zu den Empfehlungen, Leitlinien - und somit zum körperlichen Training findet man in Pub Med. Zu den Begriffen „diabetes mellitus + pilates“ sucht man schon länger. Zwischen Vermutungen und evidenzbasierten Wissen dürfte nach wie vor noch ein Unterschied sein ;-).
Nur eines dürfte unumstritten sein: wer über einen längeren Zeitraum mehr Energie zuführt als er verbraucht, der wird an Körpergewicht zunehmen. Bewegungsprogramme führen in der Regel zu einem gesteigerten Energieverbrauch.
Leider wird häufig darauf vergessen, dass Lebensstiländerungen auch Spaß machen müssen – nur der Gesundheit dienlich zu sein ist meist zu wenig…

Re: Re: Re: Re: spazierengehen oder pilates?

ja und auch vielleicht einmal fremdsprachige arikel lesen. praktisch jede amerikanische oder englische oder auch viele spanischsprachige websites empfehlen pilates fuer diabetiker. und die kraft- und muskuloesitaet- sowie beweglichkeitssteigernden eigenschaften von pilatestraining und seine blutzuckerregulierenden eigenschaften sind dort auch unbestritten.

Re: Re: Re: Re: spazierengehen oder pilates?

besser einmal lesen bevor süffisante bemerkungen gemacht werden.
mein statement beziehtnsich auf die absolut unpassende leichsetzung von pilates mit spazierengehen. wer das tut, hat von richtigem pilates keine ahnung.
nummer 2
menschen die konsequent pilates machen, veraendernihr gesamtes lebensverhalten inklusive sonstiger bewegung genauso wie ihr ernaehrungsverhalten.
der umkehrschluss ist also sehr wohl zulaessig.
ich wiederhole. zeigen sie mir einen menschen der regelmaessig pilates ( nochmals hier rede ich von studio und nicht von mattenklassen) betreibt und an diabetes 2 leidet.
unter den spaziergaengern ibt es aber unmengen davon. abgesehen davon koennte ich ihnen eine menge von pilatestreibenden zeigen, die waehrend ihrer 45 is 90 minuten langen workouts niemals unter 140 puls kommen. und der muskulaere effekt ist ja wohl unbestritten.
uebrigends. sie reden mit jemandem, der 15 jahre lang professionelle fitnessstudios betrieben hat und sich mit dem thema diabetes2 ausgiebig befasst hat. inklusive diagnostizierten ausheilungserfolgen. ich wuerde nie pilates als diabetes heilmittel bezeichen. aber in einem sinnvollen programm hat es sehr wohl platz und ergaenzt um umfangreiches ausdauertraining kann es zum beispiel den einsatz von herkoemmlichen kraftgeraeten voellig ersetzen.
ich hab mich an der voellig unpassenden formulierung in einem topf mit spazierengehen gestossen.

Re: Re: Re: Re: Re: spazierengehen oder pilates?

... 5) Behauptungen und Beweise: Da sollte man klar differenzieren: Was auf einer spanischen Webseite steht mag vielleicht stimmig sein – in der Regel würde ich das aber als Expertenmeinung oder Behauptung sehen. Als Beweis – ich würde es wissenschaftliche Evidenz nennen – soll man publizierte Daten in wissenschaftlichen Zeitschriften heranziehen. (Dann sind die Methodik und die Ergebnisse mach klaren Kriterien dargestellt.) Es ist auch allgemein bekannt, dass hochrangige Publikationen meist in englischer Sprache erscheinen. Zugegeben – auch die evidenzbasierte Wissenschaft hat ihre Limitierungen – aber es führt kein Weg daran vorbei. Was nun in dieser Diskussion eine Behauptung ist und was nicht – darüber kann sich jeder selbst ein Bild machen.
6) Gerne diskutiere ich mit Expertinnen und Experten Programme zur Förderung der körperlichen Fitness bei Diabetes und freue mich über einen Austausch – da gerade die Erfahrungen aus der Praxis eine wichtige Grundlage bilden. Ich freue mich auch, wenn Sie mir die Zitate und Quellen der wissenschaftlichen Literatur betreffend „konsequenten Pilates, Veränderungen des gesamten Lebensstils und Ernährungsverhalten“ mailen könnten. Ich muss zugeben – obwohl ich die englische Literatur betreffend lifestyle, diabets mellitus, exercise, physical activty … gut kenne ist mir wenig publiziertes zu Pilates und Diabetes bekannt. Maine Mailadresse lautet: c.lackinger@sportunion.at.

Re: Re: Re: Re: Re: spazierengehen oder pilates?

Lieber Horusfalcon & andere Kommentatorinnen und Kommentatoren!
Ich sehe die Presse als Medium für interessierte Leserinnen und Leser – und nicht als Medium für wissenschaftliche Grundsatzdiskussion. Anbei finden Sie meine Stellungnahmen zu Ihren Ausführungen und er interessanten Diskussion:
1) Spaziergehen, Pilates und gezieltes Trainingsprogramm: es war im Artikel nie die Rede davon, dass Spazierengehen und Pilates dasselbe sind. Das möchte ich hiermit noch einmal betonen.
2) Disqualifikation, Schande, etc… das Bedarf keiner Stellungnahme von mir, es muss jeder selbst für sich entscheiden, auf welchen Niveau er/sie kommunizieren möchte.
3) Studien aus unseren Daten: erste Ergebnisse betreffend des Bedarfs, des Interessen und der Akzeptanz von zielgruppenspezifischen Bewegungsprogrammen haben wir 2011 in der WiKliWo veröffentlicht. Weitere Daten betreffen körperlicher Aktivität und Training bereiten wir gegenwärtig für Diabetes Care auf. Die ersten Ergebnisse der randomisierten „GEHE“ Studie werden im ersten Halbjahr 2013 vorliegen.
4) Krafttraining bei Diabetes: Sie finden zielgruppenspezifische Bewegungsangebote unter www.sva.bewegungsprogramm.at. Sie können gerne einen Termin mit uns vereinbaren und sich selbst ein Bild machen. Wir nutzen an vielen Standorten Krafttrainingsgeräte. Über die von Ihnen genannten Pilatesgeräte verfügen wir nicht.
...

Gast: pächter der wahrheit
31.07.2012 09:13
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Der Stöger - ein König der der Herzen

Höhere Besteuerung von ungesunden Lebensmitteln lehnt er ab - er möchte die Leute zu gesunder Ernährung überzeugen.

Als ob Überzeugung beim Gros der Bevölkerung schon jemals funktioniert hätte - und schon gar nicht im egoistischen und neidzerfressenen Österreich.

Die Leute reagieren leider nur auf Zwangsmassnahmen, jeder weiß seit Jahrzehnten welche Ernährung gesund oder ungesund sind und trotzdem tun die Leute es. Ist ja eh egal, das Sozialsystem fängt mich ja eh auf, ich kriege eh Operationen und Bypässe, und dann geh ich halt in Frühpension.

Jeder SV Beitragszahler der sich gesund ernährt finanziert diesen Unsinn mit.

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Re: Der Stöger - ein König der der (Wähler)Herzen

Diplomee Stöger, Surrogatintellektueller Parteinbonze u. Parteifunktionär wurd nicht zum Gesundheitsminister aufgestellt, damit die Leute gesünder werden. Er wurde von der Partei für diese Funktion ausgewählt, weil eben eine maßgebliche Mehrheit innerhalb der Parteiführung der festen Überzeugung war und wahrscheinlich immer noch ist, dass er im Stande ist unter den gegebenen Umständen mehr Wählerstimmen als andere Auserwählte für die SPÖ sicherzustellen. Ob die Leute gesund leben oder nicht, ist absolut zweitrangig. In diesem Sinne hat er sich auch aus der Tschickerdebatte herausgehalten!

Antworten Antworten Gast: drfger
31.07.2012 19:30
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Re: Re: Der Stöger - ein König der der (Wähler)Herzen

Sie mögen gegen die SPÖ sein, kein Problem. Aber Stöger ist im Vergleich zu früheren Gesundheitsministern (Innen!!!)
engagiert und kompetent.

Re: Der Stöger - ein König der der Herzen

Man fürchtet um sein Klientel, die Leute wollen beschäftigt sein. Das ist alles, und
solange die Bürger sich freiwillig falsch ernähren, brauchen unsere Mediziner und Pharmazeuten nicht einmal ein schlechtes Gewissen zu haben.

Gast: pächter der wahrheit
31.07.2012 09:07
2 0

Aids und Krebs verkommen zu Nebenschauplätzen

wenn man sich die rasante Verfettung der Bevölkerung über alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen ansieht. Dies ist besonders im Sommer wenn die Leute weniger bekleidet sind gut zu erkennen. Der angebliche Wohlstand bringt uns um.

Die Konsequenzen für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem sind bzw. werden enorm sein.

Gast: Zenzine
31.07.2012 08:21
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Gäbe es endlich ein wirksames Medikament gegen Adipositas...

...hätten wir diese Probleme nicht mehr. Aber da wird ja nix Wirksames entwickelt. Die ganzen Abnehmpillen, die es jetzt auf dem Markt gibt, helfen ja nur bedingt.

Es ist eben leider so: neben jenen Menschen, die krankheitsbedingt adipös sind und nicht abnehmen können, egal, was sie tun, gibt es eben auch Menschen, die einfach permanent zu viel essen und nicht diszipliniert genug sind, um mittels Ernährungsumstellung und Bewegung abzunehmen. Das ist zwar traurig, aber das wird man nicht ändern, egal, welche Anreize man setzt.

Die Operationen, die gerade diesen Leuten wirklich helfen würden, wie Magenbypass oder Fettabsaugungen, bezahlen die Krankenkassen normalerweise nicht - ihnen ist anscheinend lieber, die Kosten der Folgeschäden dann zu bezahlen als gleich einmal viel Geld für so eine OP auszugeben.

Ich habe fast den Verdacht, dass die Pharmaindustrie recht gut von den Übergewichtigen lebt und sich dieses Geschäft nicht vermiesen will.

Re: Gäbe es endlich ein wirksames Medikament gegen Adipositas...

Zur Fettabsaugung gehen sie nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, und wo wollen Sie denn die Grenze ziehen zwischen med. Indikation und einer bloßen Schönheitsoperation? Das zu entscheiden ist sicher nicht leicht.

Gast: Hemingway
31.07.2012 07:47
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Auf jeden Fall ist es ein enormes Geschäft für die Pharmafirmen...


Gast: weinberg63
31.07.2012 06:36
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Kürzlich im Wellnessbreich...

gesehen: Während ich oben am Laufband lief und schwitzte haben sich die Herrschaften unter mir die Schnitzelsemmeln reingezogen. Die 6 Wellnessaktiven hatten zusammen sicher mehr als 600 Kilo.

wow

tolles Medikament - nachdem man es täglich spritzt verliert man 2 bis 4 kg. Heißt, wer 120 kg hatte, hat nach der Kur (wie lange) 117 im Durchschnitt. Das wird der Diabetes wirklich an den Kragen gehen.
Wer so doofe Mittel vorschlägt darf sich nicht wundern, wenn Betroffene nix davon wissen wollen.

Antworten Gast: kh123
05.08.2012 19:24
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Re: wow

Lesen Sie das bitte nochmal und genauer. Das sind primär Antidiabetika, die auf den Blutzucker wirken. Viele dieser Mittel erhöhen das Körpergewicht, während dieses das KG leicht (steht genau so oben) senken kann. Das ist nicht das primäre Ziel, aber einer mehrerer netter Nebeneffekte. Es müssen nicht alle "Nebenwirkungen" schlechte sein.

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