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Deutschland: Viele Erwachsene leiden an ADHS

27.08.2012 | 09:26 |   (DiePresse.com)

Laut Schätzungen leiden zwei bis drei Prozent der Erwachsenen am Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung.

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Nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene leiden an der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung ADHS. Viele von ihnen wüssten aber gar nicht, dass sie betroffen seien, sagte der Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen in Trier, Alexander Marcus. Er schätzt, dass in Deutschland zwei bis drei Prozent der Erwachsenen derartige Probleme mit Konzentration und Aufmerksamkeit haben: "Dass ADHS auch im Erwachsenenalter eine große Rolle spielt, ist erst in den letzten Jahren so bewusstgeworden. Ursprünglich ist man davon ausgegangen, Ende der Pubertät lässt das nach."

Anspannung und Ablenkbarkeit

Die erkennbare motorische Unruhe lasse zwar nach. Es bleibe jedoch die "innere Anspannung, diese Ablenkbarkeit, diese Unruhe, das Sich-Nicht-Dauerhaft-Mit-Etwas-Auseinandersetzen-Können", erläuterte der 61-jährige Experte, der derzeit mehr als 100 ADHS-Patienten in der Klinik betreut. Beispiele könnten etwa sein: Eine Hausfrau fängt ständig neue Tätigkeiten an, ohne etwas zu Ende zu bringen. Ein Jugendlicher, der eine Ausbildung nach der anderen abbricht. Und ein Erwachsener, der einen Job nach dem anderen annimmt. "Man setzt sich ständig unter Druck und denkt, man leistet nichts. Dabei hat man unheimlich viel gemacht, nur nichts zu Ende gebracht."

Drogen und Diebstahl

Bei Erwachsenen mit einer ADHS-Störung bestehe außerdem eine höhere Gefahr, drogenabhängig zu werden oder mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. "Es wird einfach ausprobiert, ohne sich über mögliche Konsequenzen im Klaren zu sein", sagt der Mediziner. Im Geschäft wolle man eigentlich bezahlen, habe es an der Kasse aber schon wieder vergessen. "Das glaubt einem niemand." Würden diese Fälle erkannt und richtig behandelt, könnte man nicht nur Betroffenen helfen, sondern auch Straftaten vermeiden. Eine Behandlung bestehe meist aus einem Mix aus Psychotherapie, Beratung und Medikamenten.

"Je schlauer, desto später fällt es auf"

Die ADHS-Störung trage man seit seiner Kindheit in sich, sagt Marcus. Aber: "Je schlauer jemand ist, desto später fällt es auf." Über lange Zeit könne sie kompensiert werden - wenn man dann im Studium aber für ein Examen lernen müsse: "Dann geht es plötzlich nicht mehr. Das kriegt man nicht hin." Bei Kindern schätzt der Experte den Anteil von Betroffenen mit ADHS auf fünf bis sechs Prozent.

(APA/dpa)

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9 Kommentare
Gast: Ceterum
03.09.2012 18:30
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Hurra...

...wieder ein neue Krankheit. Da wird sich die Gewerkschaft aber freuen...

Leidet darunter

auch unsere Frau Unterrichtsministerin?

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...

LOL diesen Diagnosemist in einer Umgebung die sowieso lebensfeindlich ist und nur darauf angelegt die Leute abzuzocken kann sich jeder Denkende sparen...

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Re: ...

es geht naemlich nicht ums Wissen, sondern ob man leidet und nicht darum ob ein Professor mehr Geld fuer seine "Angestellten" benoetigt...

Gast: jiri
31.08.2012 16:35
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Banker und Topmanager

Vorallem Topmanager und EU/Bankmanager gehoeren zu dieser Gruppe.

Sie koennen sich schwer konzentrieren und treffen immer wieder die gleichen, ohne Fachkenntnis gefaellte, Entscheidungen.

Viele von denen erzaehlen auch, dass sie, wenn sie heute ein Kind waeren, wuerden sie wohl schon in der Schule als ADHS-Kind mit Medikamenten behandelt.

Gast: Weilguni E
31.08.2012 10:34
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Ich denke

Dass einige Politiker auch unter dem Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom leiden.

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die Erfindung einer Krankheit

ich kann mich nicht konzentrieren, um dieses Posting fertigzuschreiben ...

Gast: Marsmensch
28.08.2012 21:59
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Wurden da doch tatsächlich einige übersehen die man noch mit Medikamenten vollpumpen kann.

Gast: Nachrechner
28.08.2012 09:51
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Viele Erwachsene leiden an ADHS

"geschätzte zwei bis drei Prozent" das ist jeder 40ste, also "viele". Und richtig wissenschaftlich "geschätzt" wurde das auch (so wie in Ö jedes Jahr die Zahl der Grippekranken.)

Benötigt der Chefarzt Aufmeksamkeit und Forschungsgelder?

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