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Allergien: Teuer und unterdiagnostiziert

06.09.2012 | 13:30 |   (DiePresse.com)

Wirtschaftsforscher haben das Einsparungspotenzial durch innovative Therapien untersucht. Allergien verursachen nach den Berechnungen einen jährlichen Produktivitätsverlust von drei Millionen Euro.

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Für die Symptombehandlung von Allergien werden in Österreich seitens der Krankenkassen und Betroffenen pro Jahr knapp 400 Millionen Euro ausgegeben. Mehr als 114 Millionen davon entfallen auf die Gruppe der allergischen Sechs- bis 25-Jährigen. Das ergab eine empirische Studie der des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung und des biopharmazeutischen Unternehmens Stallergenes, die am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien präsentiert wurde.

In den fast 400 Millionen Euro sind nach Angaben von Economica-Leiter Christian Helmenstein die Kosten für Diagnostik, Medikation, Krankenhausaufenthalte und Desensibilisierung enthalten. Nicht berücksichtigt sind alternativ- und komplementärmedizinische Methoden, zusätzliche Kosten für Lebensführung - etwa spezielle Bettwäsche - und Heilbehelfe sowie der Zeitaufwand für Behandlungen.

Produktivitätsverlust von drei Millionen Euro

In der Altersgruppe der Sechs- bis 25-Jährigen gehen Experten von 360.000 Menschen aus, die eine Prävalenz für eine oder mehrere Allergien aufweisen. Unter den 16- bis 25-Jährigen sind es 210.000, darunter 56.000 Berufstätige. Deren Allergien verursachen nach den Berechnungen einen jährlichen Produktivitätsverlust von drei Millionen Euro - eine Zahl, die sich im Erwachsenenalter auf 56 Millionen Euro erhöht, wobei die Studienautoren davon ausgegangen sind, dass sich knapp ein Fünftel der Betroffenen behandeln lässt.

Gewöhnungstherapie

Demgegenüber stehen Kosten und Einsparungspotenzial durch eine sublinguale Hyposensibilisierung, also eine "Gewöhnungstherapie", bei der in Form von Tropfen verabreichte Wirkstoffe die überschießende Immunreaktion auf ein Allergen zurückdrängen: Im Bereich der Krankenstände ergäbe sich laut der Studie ein Einsparungspotenzial von 14 bis 21 Millionen Euro, die jährlich durch Krankenstände verursacht werden. Dies unter der Annahme, dass sich 20 bis 30 Prozent der im Rahmen der Studie für eine Primärerhebung erfassten Sechs- bis 25-Jährigen auf diese Weise behandeln lassen würden. Für das gesamte Erwerbsleben wurde für diese Gruppe ein Einsparungspotenzial von 570 bis 855 Millionen Euro errechnet.

Unterdiagnostiziert und untertherapiert

Trotz der großen Verbreitung von Allergien gibt es viele Betroffene, denen der Grund für laufende Nasen, andauernder Husten und juckende Augen nicht bekannt ist. Fritz Horak, Leiter des Allergiezentrums Wien West, wies darauf hin, dass Allergien und Asthma weiterhin unterdiagnostiziert und untertherapiert sind. Eine frühe Feststellung der Allergie verhindert unter anderem eine falsche und daher unwirksame Behandlung der Symptome, eine frühe Immuntherapie - die einzige Therapie, welche die Ursache angreift - verhindert das Neuauftreten von Allergien und zögert das Auftreten von Asthma hinaus. Die Zahl der Kinder, die von Asthma betroffen ist, nimmt im Zehnjahres-Vergleich um 30 Prozent zu, bei Heuschnupfen macht das Plus in diesem Zeitraum 20 Prozent aus. Verhindern lassen sich Allergien durch sogenannte primäre Präventionsmaßnahmen wie z. B. Maßnahmen bei der Ernährung nicht, wie Horak erklärte.

(APA)

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5 Kommentare
Gast: Sara Maier
28.09.2012 13:44
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Problem ist die Zweiklassenmedizin

Das Problem was ich bei Allergien und vielen anderen Krankheiten sehe, ist einerseits die Unaufgeklärtheit der praktischen Ärzte und teilweise auch der Fachärzte in Bezug auf alternative Heilmethoden und andererseits die Unleistbarkeit dieser für viele Betroffene, was leider in der Zweiklassenmedizin hier im Land zu begründen ist. Längst zahlt die Krankenkassa nicht mehr die bestmögliche medizinische Versorgung sondern nur mehr die Mindesversorgung was sehr, sehr bedauerlich ist. Viele Krankheitsbilder zB auch Allergien könnten durch Sitzungen in Infrarotkabinen verbessert werden. Andere durch spezielle Massagen uä. Doch wer es sich nicht leisten kann muss verzichten.

weiter verbreitet sind lebensmittelunverträglichkeiten,

die für ernstzunehmende darmstörungen, übergewicht bis hin zu darmkrebs verantwortlich gemacht werden.
da diese untersuchungen von der kasse nicht bezahlt werden und sie sehr teuer sind, fehlt die volksvorsorge. nicht sehr sinnvoll, bei den enormen folgekosten!

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Bei dem verseuchten Mist

Der als Nahrungsmittel angeboten wird kein Wunder.
Die Produktionssteigerungen der Landwirtschaft und der Lebensmittelkonzerne darf der Konsument gleich mehrmals bezahlen .
einmal mit den Preisen dann mit der Gesundheit und schließlich mit den Medikamenten.
Nicht umsonst sind Pharmakonzerne auch Saatguthersteller alles in einer Hand.
http://www.bayer.at/scripts/pages/de/presse/bayer-hornbeck.php

Gast: orpheus
07.09.2012 21:19
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Vielleicht sind die Urasache auch die vielen Impfungen, die Kinder breits ab ihren ersten Lebensmonaten bekommen?

Impfkraftverstaerker bewirken, dass das Immunsystem des Babys ueberhaupt auf das was injiziert wird reagiert.

Da Impfkraftverstaerker keine gerichte Immunreaktion auf eine Substanz verursachen koennen, kann der Babykoerper Antikoerper auf alles moegliche zum Zeitpunkt der Impfung anwesende produzieren.

Einmal sind es die restlichen Eiproteine in den Impfstoffen selbst die in Eiern produziert wurden, die dann eine Allergie gegen Eier ausloest, ein anderes mal halt Pollen gegen Haselnuss, wenn die gerade blueht.

Gast: Störrisch...
06.09.2012 18:09
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Super Plan...

...mehr Chemie für den Körper = Behandlung...das macht die Sache sicher besser, genau...aber nur für den Produzenten.

Wir könnten aber auch daran arbeiten, dass die Luft, das Wasser und Lebensmittel wieder sauber und verträglich werden.

Komisch, dass es immer mehr von Allergien Betroffene gibt, je mehr wir verschmutzen und ruinieren.

Schlagzeilen Gesundheit