20.06.2013 08:00 Merkliste 0

Österreicher verhüten oft, aber wenig effektiv

13.09.2012 | 12:33 |   (DiePresse.com)

Verhütungsreport 2012: Viele Österreich greifen zu Verhütungsmethoden, die nur mittelmäßig bis wenig wirksam sind.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Verhütung ist für die große Mehrheit der Österreicher (77 Prozent) beim Thema Sex ganz selbstverständlich. Bei der Wahl der Methode ist die subjektive Einschätzung im Hinblick auf die Wirksamkeit aber häufig falsch: Oft werden mittelmäßig bis wenig wirksame Methoden fälschlicherweise als sehr wirksam eingeschätzt. Das geht aus dem am Donnerstag vom Wiener Gynmed Ambulatorium präsentierten Verhütungsreport 2012 hervor. Zwölf Prozent der befragten Frauen im Alter von 16 bis 49 Jahren waren bereits einmal ungewollt schwanger, drei Prozent schon mehrmals.

Am häufigsten verhüten die Wiener (83 Prozent) und Salzburger (82 Prozent), am wenigsten die Vorarlberger (69 Prozent) und die Burgenländer (67 Prozent).

"Mäßig sichere" Verhütung auf Platz Eins

"Es ist überraschend, wie wenig die wirklich wirksamen Methoden angewandt werden", kommentierte Gynäkologe Christian Fiala die Ergebnisse. Die Pille (54 Prozent) und das Kondom (58 Prozent) sind nach wie vor die Verhüttungsmittel erster Wahl. Allerdings werden von 100 Frauen, die nur mit Kondom verhüten zehn bis 20 schwanger. Die Pille liegt in diesem Ranking gleich dahinter, acht von hundert Frauen werden trotz Gebrauchs schwanger. Deutlich seltener werden aber Verhütungsmethoden angewandt, die als "sehr wirksam" gelten, wie etwa die Hormonspirale, die 3-Monatsspritze, die Kupferspirale oder das Implantat. Rund 60 Prozent verhüten mit Methoden, die nur mäßig wirksam sind, sagte Martin Mayr vom Marktforschungsinstitut Integral.

Mittelmäßige und wenig wirksame Methoden kommen fast genauso oft zur Anwendung wie die wirksamen bzw. sehr wirksamen. "Aufpassen" (Coitus interruptus) findet bei elf Prozent anklang, "Tage zählen" bei neun Prozent der Befragten und "Selbstbeobachtung" bei acht Prozent.

23 Prozent verhüten nicht

Fast ein Viertel (23 Prozent) der befragten Männer und Frauen im Alter von 16 bis 49 Jahren gab an, nicht zu verhüten. Die Gründe: kein Sex (neun Prozent), unfruchtbar (fünf Prozent), bereits im Wechsel (drei Prozent), Kinderwunsch (3,5 Prozent) und jeweils rund ein Prozent nannte gleichgeschlechtlichen Sex, Schwangerschaft oder Stillen.

(c) APA

vergrößern

Auch das Wissen über Details der Verhütungsmethoden ist laut Fiala gering. "Die meisten Befragten können lediglich die Pille und das Kondom beschreiben", sagte der Gynäkologe. Über sichere hormonelle Langzeitmethoden kann die Hälfte der Befragten keine Auskunft geben - das zieht sich durch alle Altersgruppen.

15 Prozent schon einmal ungewollt schwanger

Weitere Ergebnisse des aktuellen Verhütungsreports: Jede fünfte Frau hat bereits nach einer Verhütungspanne die "Pille danach" genommen. 15 Prozent der 16- bis 49-jährigen Frauen waren bereits einmal ungewollt schwanger, rund die Hälfte davon hat sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden.

Zielgruppe der Befragung waren 1.060 Männer und Frauen im Alter von 16 bis 49 Jahren. Die Erhebung wurde im Mai 2012 durchgeführt.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

47 Kommentare
 
1 2
Antworten Gast: Vogel Strauss
13.09.2012 17:20
0 0

Re: Zur Verhütung brauchts halt auch Intelligenz

Gibts schon an Schilchersturm in der Stmk., oder wie sonst ist dieses Posting zu erklären??

Antworten Antworten Gast: xxxx
13.09.2012 18:25
0 0

Re: Re: Zur Verhütung brauchts halt auch Intelligenz

Steigert also nicht nur die Pot- sondern auch die Intelligenz?

Gast: Gummidichtung
13.09.2012 15:16
6 0

Kondome...

...sind nur als "mäßig wirksam" eingestuft - warum genau? Anwendungsfehler (vielleicht die Spitze entfernt und nur die "Ringdichtung" verwendet??

LOL

Re: Kondome...

na weil die dinger teilweise reißen, oder löchrig werden, und dann ziemlich unwirksam sind!

Antworten Gast: Papa Schlumpf
13.09.2012 15:50
1 0

Re: Kondome...helfen halt nicht........

wenns der Postler nächsten Tag macht.

Gast: l. Körner
13.09.2012 15:06
4 0

Seltsam

Fast ein Viertel (23 Prozent) der befragten Männer und Frauen im Alter von 16 bis 49 Jahren gab an, nicht zu verhüten. Die Gründe: kein Sex (neun Prozent).

Dann sollten diese 9% wohl auch nicht in die Statistik gezählt werden, oder?

0 0

Re: Seltsam

Freilich. So kommen halt solche STatistiken zustande. Meist verschleiern sie das besser.

Gast: Hans im Glück
13.09.2012 14:58
0 0

Eine Kategorie fehlt

Wie steht es mit Enthaltsamkeit?

Re: Eine Kategorie fehlt

Hat die Jungfrau Maria probiert - hilft auch nix...

1 0

-lol-

... made my day ...

:-D

Antworten Gast: Halbwissen
13.09.2012 15:34
0 0

Re: Eine Kategorie fehlt

Ein ordentlicher Goldcrash und dem Hans vergeht die Lust !

Antworten Gast: yoshi1
13.09.2012 15:22
0 0

Nur die Schlagzeile gelesen?

kein Sex (neun Prozent)

Antworten Gast: Kl. Hänschen
13.09.2012 15:08
1 0

Re: Eine Kategorie fehlt

Sicher die sicherste Methode. Fehlt nur am Durchhaltevermögen.

Antworten Gast: xxxx
13.09.2012 15:06
0 0

Re: Eine Kategorie fehlt

Du meinst so wie es uns die Heilige Römisch-Katholische Kirche täglich vorlebt?
Die haben auch ein Verhütungsproblem, junger Freund!

Gast: Halbwissen
13.09.2012 14:47
0 1

Das Leben sucht sich seinen Weg !


2 0

Re: Das Leben sucht sich seinen Weg !

Nein, das Wasser

Antworten Gast: kainsoph
13.09.2012 15:40
2 0

der tod

auch (;

6 0

Pille

die geringere Wirksamkeit der Pille liegt ja wohl nicht am Wirkstoff/Hormon sondern, dass die Einnahme verlässlich/regelmäßig stattzufinden hat.. oder?

Gast: ZARA
13.09.2012 13:52
2 10

Das stimmt! Man muss nur die steigende Zahl an FPÖlern hernehmen.

Da wird wirklich viel gepatzt.

Re: Das stimmt! Man muss nur die steigende Zahl an FPÖlern hernehmen.

was dieses Thema mit Politik zu tun haben soll, weiß ich auch nicht

Re: Das stimmt! Man muss nur die steigende Zahl an FPÖlern hernehmen.

Ihr ständiges Ätzen gegen die FPÖ ist unerträglich.

Antworten Antworten Gast: ZARA
13.09.2012 14:41
1 6

Re: Re: Das stimmt! Man muss nur die steigende Zahl an FPÖlern hernehmen.

Wo ist da bitte "Ätzen"?
Und ausserdem will der HC ja auch mehr FPÖler.

 
1 2

Schlagzeilen Gesundheit