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Privat oder Staat: Wer operiert nun besser?

15.09.2012 | 18:06 |  von Andreas Wetz und Köksal Baltaci (Die Presse)

Die Kritik von Wiens Patientenanwältin an der Qualität von Privatkliniken sorgt für Aufsehen. Die wenigen Indikatoren weisen zumindest auf Gleichstand im Match mit dem öffentlichen Sektor hin.

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Nicht des Geldes, sondern der Sicherheit wegen“, riet Wiens Patientenanwältin Sigrid Pilz vor wenigen Tagen, sollten zusatzversicherte Patienten künftig Privatspitäler meiden und lieber die Dienste öffentlicher Krankenhäuser in Anspruch nehmen.

Die Lawine, die damit losgetreten wurde, war gewaltig. Klinikbetreiber, Ärzte und Interessenvertreter wiesen den gar nicht subtilen Vorwurf, nicht-staatliche Spitäler seien für Patienten mehr Risiko als Heilanstalt, empört zurück. Rücktrittsaufforderungen an die seit 1. Juli amtierende Ex-Gemeinderätin der Grünen inklusive. Von sieben spektakulären Einzelschicksalen auf die Qualität einer ganzen Branche zu schließen sei „falsch, unseriös, demagogisch und politisch motiviert“, polterte der Fachverbandsobmann der Privatspitäler, Julian Hadschieff.

Was beide Seiten nicht sagen: Für die Inhaber von knapp einer Million Sonderklasse-Versicherungen in Österreich gibt es bis heute keine einzige Anlaufstelle, die die gebotenen Leistungen von privaten und öffentlichen Spitälern transparent und nachvollziehbar gegenüberstellt. Es existieren jedoch Indikatoren, die zumindest Rückschlüsse auf die Qualität der jeweils gebotenen Leistungen zulassen. Für Patienten sind diese jedoch kaum zu finden. Einer dieser Werte ist die sogenannte Transferrate. Sie misst den Anteil der Patienten, die – aus welchen Gründen auch immer – nach Eingriffen in ein anderes Spital verlegt werden mussten. Der von Pilz indirekt erhobene Vorwurf, Private würden sich bei Operationen regelmäßig „überheben“ und den dadurch in eine schwierige Lage geratenen Patienten an eine öffentliche Spezialklinik weiterleiten, steht angesichts der vorhandenen Daten auf wackeligen Beinen. Lediglich 1,26 Prozent aller Privatspitalpatienten werden derart weitergereicht. Innerhalb des öffentlichen Sektors ist diese Rate mit 2,63 Prozent mehr als doppelt so hoch.

Um nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, sollten Patienten aber wissen, dass Österreichs Spitäler in sogenannte Standard-, Schwerpunkt- und Zentralkrankenhäuser eingeteilt sind. Standardhäuser verfügen meist nur über grundlegende Einrichtungen wie Chirurgie und Innere Medizin. Sie dienen der Basisversorgung. Schwerpunkthäuser hingegen spezialisieren sich auf bestimmte Fächer und bündeln in diesen Kompetenzen. Nur Zentralkrankenhäuser wie das Wiener AKH können aufgrund ihrer Größe auf praktisch allen Gebieten Höchstleistungen erbringen. Das bedeutet: Die meisten privaten Häuser können und dürfen eine Vielzahl von hochkomplexen Operationen gar nicht anbieten.


Aufenthalt als Indikator. Zum Vergleich mit anderen Ländern verwenden Gesundheitspolitiker und -experten auch gerne die durchschnittliche Verweildauer in Krankenhäusern als Messwert für die Güte der erbrachten Leistungen. Je kürzer der Aufenthalt, desto besser (und komplikationsfreier) war die OP – und desto effizienter funktioniere das System. Ein trauriges Zeugnis für Japan, das mit 19,8 Tagen die Liste anführt. In Deutschland sind es 8,6, in Tschechien 8, in Schweden 4,6 Tage. Österreich markiert mit 5,9 Tagen im Gesamtschnitt einen guten Wert.

Vergleicht man jedoch öffentliche und private Spitäler direkt, sind Unterschiede zu erkennen. Insbesondere bei kleineren Eingriffen können Privatpatienten zum Teil deutlich früher entlassen werden als Patienten der „Holzklasse“. Die Entfernung von Mandeln etwa dauert für sie im Schnitt über zwei Tage. Privatpatienten gehen im Normalfall bereits nach einer Nacht wieder nach Hause. „Ein Indiz dafür, dass diese Häuser sehr ordentlich arbeiten“, meint Walter Ebm, Geschäftsführer der Wiener Privatklinik Ges.m.b.H. Die andere Interpretationsmöglichkeit, dass nämlich private Häuser Patienten möglicherweise zu früh entlassen, hält er für unwahrscheinlich. „Wir stehen im Wettbewerb und haben einen Ruf zu verlieren.“ Allerdings fällt in diesem Zusammenhang doch auf, dass stationäre Maßnahmen ohne direkte Eingriffe, etwa Chemotherapien, in privaten Häusern im Schnitt deutlich länger brauchen (bis zu 145 Prozent). Das könnte einen alten Vorwurf bestätigen, nämlich dass Privatspitäler manchmal auch gerne mehr am Patienten dienstleisten, als es nötig ist. Nicht unbedingt zum Vorteil des Betroffenen, der Versicherung und letztlich aller Prämienzahler.

Lauter Argumente, die Patientenanwältin Pilz wenig beeindrucken. Sie habe von ihren Äußerungen „nichts zurückzunehmen“. Vielmehr präzisiert sie nun ihre Kritik. In einer Privatklinik ist die Behandlung auf den Belegarzt, der sich im Spital mit seinen Patienten einmietet, zentriert. Dieser sei zusammen mit seinen „Erfüllungsgehilfen“ rechtlich für seine Patienten verantwortlich. Das Klinikpersonal müsse im Notfall zwar einschreiten, oft fehle es aber an der Infrastruktur für Intensivbehandlungen, um bei schwerwiegenden Komplikationen kompetent handeln zu können. Pilz: „Gemeindespitäler sind in der Regel besser ausgestattet und auf derartige Vorfälle vorbereitet.“ Daten über Aufenthaltsdauer, Transfer- und Komplikationsraten sind, wie sie sagt, kaum zu liefern. In vielen Fällen würden sich nämlich Ärzte nach Komplikationen mit ihren Patienten vergleichen und Stillschweigen vereinbaren, so Pilz.

Eine Praxis, die Frau K. im Gespräch mit der „Presse am Sonntag“ nicht bestätigen kann. Im Kern, sagt sie, sei an Pilz' Kritik aber durchaus etwas dran. Sie selbst brachte als Patientin der Sonderklasse in einem bekannten Wiener Privatspital ihr zweites Kind zur Welt.

Als sich die Wunde des Kaiserschnitts vor dem Pfingstwochenende entzündete, wagte vom anwesenden Notpersonal niemand, K.'s Ärztin aus dem Kurzurlaub zu holen. Es dauerte deshalb ein paar Tage, bis man wegen K.'s Antibiotika-Unverträglichkeit das passende Medikament fand und die Beschwerden in den Griff bekam. Zumindest oberflächlich. Ein paar Wochen später musste sie nämlich doch noch nachoperiert werden, und zwar in der öffentlichen Rudolfstiftung. „Dort hatte ich das Gefühl, dass immer entscheidungsbefugtes Personal da war“, sagt K. heute. Trotzdem würde sie jederzeit wieder in die Privatklinik gehen. Der Komfort, sich den Arzt selbst aussuchen zu können, sei einfach mit nichts zu vergleichen.


Standardisiertes Messverfahren. Das schlägt sich offensichtlich in der Zufriedenheit der Patienten nieder. Eine Ahnung davon gibt der letzte verfügbare Bericht der Patientenanwaltschaft. Pilz-Vorgänger Konrad Brustbauer behandelte 2010 genau 2506 Geschäftsfälle. Nur 15 davon, das sind 0,6 Prozent, betreffen jene Häuser, die nur über Zusatzversicherungen oder Barzahlung abrechnen. Systemische Mängel sehen wohl anders aus.

Wirklich handfest und für jedermann greifbar wird die Messung von Qualitätsunterschieden in öffentlichen und privaten Spitälern, zu denen auch eine ganze Reihe an sogenannten gemeinnützig-privaten Häusern gehört, die von nichtstaatlichen Trägern betrieben, aber über die allgemeine Gesundheitsvorsorge abgerechnet werden, erst in den nächsten Monaten. Bereits vor eineinhalb Jahren startete die Bundesgesundheitskommission das Projekt AIQI, was für Austrian Inpatient Quality Indicators steht. Auf Deutsch: Mithilfe eines standardisierten Messverfahrens kommt es erstmals und bundesweit zu einer einheitlichen Messung der Ergebnisqualität. Momentan werden die Ergebnisse des ersten Berichtsjahres zusammengestellt.

Ein endgültiges Fazit über die Analyse von Parametern wie zum Beispiel Sterbehäufigkeit, Komplikationen oder Operationstechniken liegt noch nicht vor. Aber: Es lassen sich für die aktuelle Debatte bereits erste Rückschlüsse ziehen. Nachdem die strengen Damen und Herren des Projektteams die Rohdaten gesammelt und ausgewertet hatten, wurde jedes Spital auf statistische Auffälligkeiten hin untersucht. Wurde eine solche entdeckt, schickte man ein Team zu einem sogenannten Peer Review los. Schon heute ist jedoch bekannt, dass in keinem Privatspital ein ebensolches Verfahren notwendig war. Da statistische Ausreißer sowohl nach unten als auch nach oben möglich sind, bedeutet das nun genau genommen, dass privat geführte Häuser mitten im Durchschnitt liegen.

Und selbst die laut Pilz systemimmanent vorhandenen Mängel der Branche seien zu widerlegen. Das sagt zumindest der Geschäftsführer des bekanntesten Wiener Privatspitals, dem Rudolfinerhaus. In solchen Kliniken, meint Gerhard Pöttler, seien neben den Belegärzten nämlich auch jene Notfallmediziner für die Patienten verantwortlich, die zum Stammpersonal gehören und damit für alle Betten zuständig sind. Die Zweiklassenmedizin in Österreich zu leugnen, sei jedenfalls „Unsinn“. Von zwei Klassen könne schon allein deshalb die Rede sein, weil es die Allgemeinklasse- und Sonderklassepatienten gibt. Was nicht unbedingt einen qualitativen Unterschied in der medizinischen Behandlung bedeute. „Wer aber keine langen Wartezeiten vor Operationen haben will, mehr Wert auf Service und Pflege legt, leistet sich eine Zusatzversicherung und geht ins Privatspital.“


Fehlende Transparenz. Wobei sich privater und öffentlicher Sektor, wenn sie in direkter Konkurrenz zueinander stehen, gegenseitig zu Höchstleistungen anspornen. Der Gesundheitsökonom Ernest Pichlbauer verweist auf Deutschland, wo vor einigen Jahren vergleichbare Qualitätsberichte eingeführt wurden. „Und siehe da, Privatspitäler mit Öffentlichkeitsauftrag schnitten besser ab.“ Die Folge war eine ganze Reihe von Qualitäts- und letztendlich Effizienzsteigerungen bei der Konkurrenz. Eine Praxis, die dem Experten hierzulande noch fehlt.

Ja, sagt Pichlbauer, in Sachen Qualitätssicherung hätten hierzulande die privaten den öffentlichen Häusern einiges voraus. Genutzt werden die Daten jedoch fast ausschließlich intern. „Was Transparenz im Gesundheitssystem betrifft“, so Pichlbauer, „ist Österreich eine Wüste.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.09.2012)

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56 Kommentare
 
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Es ist so wie in jedem Beruf

Viele haben Ihren Abschluß gemacht egal auf welchem Berufszweig.
Und da gibt es eben von 0 bis zu 100 % alles dazwischen.
Man hat eben Pech wenn gerade der schlechteste an dem Tag Dienst hat wenn man ins Spital kommt.
Und bei etlichen Ärzten ist der Ruf besser wie ihre Arbeit ,aber bei uns haben die Ärzte ja einen Freifahrtsschein Patientaufklärung unterschrieben und alles ist im Butter.
Beim miesen Automechaniker landen die Fahrzeuge am Schrotthaufen,beim Arzt am Friedhof.

Re: Es ist so wie in jedem Beruf

Eigentlich eine Frechheit was Sie schreiben! ... und die Patientenaufklärung ist längst kein Freifahrtschein, an dieser scheitern die meisten vor einer Schlichtungsstelle oder Gericht!

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Re: Re: Es ist so wie in jedem Beruf

Es ist keine Frechheit sondern leider der traurige Zustand das auch in der Ärzteschaft diese Gepflogenheiten überhand nehmen.
Ich erzähle keine Märchen sondern habe diese Tatsachen von meinem Freund der Arzt ist.
Unter der Ärzteschaft sind diese schwarzen Schafe wohlbekannt nur der Ehrenkodex in dieser Berufsgruppe ist so wie bei der Cosa Nostra.
Wer redet hat schlechte Karten und wer will das schon.
Eine rühmliche Ausnahme war einmal der Mediziner Werner Vogt der Pflege Ombudsmann war 2006 wurde das auf den Patientenanwalt reduziert.
Ja der Vogt war eben kein angenehmer und daher wurde er ruhig gestellt.

Gast: Gesichtschirurg
16.09.2012 21:32
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Der Vogel singt im Käfig und nicht umgekehrt!

Es ist der bessere Arzt und nicht der Klinik-Träger der die Qualität ausmacht. Wenn das staatliche System nichts bietet wandern gut ausgebildete und spezialisierte Ärzte aus dem staatlichen System ab. Das ist die Zukunft unseres Gesundheitssystems und der Staat unternimmt nichts dagegen.

Re: Der Vogel singt im Käfig und nicht umgekehrt!

.... solange der Arbeitgeber die Bedingungen für seine Angestellten nicht attraktiver mach, bleiben nur die im öffentlichen System, die es wo anders nicht schaffen!

Gast: Zyran
16.09.2012 20:15
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VERPFUSCHT in AUGENLASERKLINIK (=Privat)

Ich bin in einer privaten Augenklinik in Wien 8 vom Chef persönlich verpfuscht worden: Ich bin auf einem vorher gesunden Auge nun blind! Herr Dr. Schranz stach mit der Betäubungsspritze IN meinen Augapfel. Folge: Netzhautablösung, Subretinale Blutungen etc.. Die Notoperation ist dann in einem ÖFFENTLICHEN Wiener Spital gemacht worden, die Ärzte hatte gute Arbeit geleistet, das Auge war aber zu stark verletzt. Der erste Arzt hätte die Not-OP in seiner Augenlaserklinik gar nicht machen können. Deshalb meine Meinung: Vorzug dem ÖFFENTLICHEN Spital gegenüber Privatspital!


Re: VERPFUSCHT in AUGENLASERKLINIK (=Privat)

Den konkreten Fall kann ich nicht kommentieren, weil ich zuwenig davon weiß, aber grundsätzlich bietet ein cleverer Arzt nur an was er kann, den sonst gibt es kein Folgegeschäft. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ihr Augenarzt das aus Unwissenheit oder absichtlich gemacht hat.

0 1

Re: VERPFUSCHT in AUGENLASERKLINIK (=Privat)

Privat kostet mehr aber ist eben keine Garantie.

Re: Re: VERPFUSCHT in AUGENLASERKLINIK (=Privat)

Richtig - in der Medizin gibt es nie eine Garantie!

Gast: Hemingway
16.09.2012 17:46
1 0

Egal ob Staat oder Privat - der bessere Arzt operiert besser, wobei einem Oberarzt der Vorzug gegenüber dem Primar- oder Chefarzt zu geben ist....


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Re: Egal ob Staat oder Privat - der bessere Arzt operiert besser, wobei einem Oberarzt der Vorzug gegenüber dem Primar- oder Chefarzt zu geben ist....

Genau so ist es.

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die sozialistische kasperl- und pezi republik

Ich wuerde den oesterreichern, insbesondere der geistigen politiker elite des landes raten einmal ueber den tellerrand zu schauen (obwohl der ja bekanntlich bei den meisten in pressbaum liegt).

ich lebe in den USA und zahle hier fuer eine rundum krankenversicherung in etwa ein zehntel dessen was ich and den oesterreichischen verschwenderstaat abfuehren musste.

freilich, der schwarze marxist ist auch hier am werk...

Re: die sozialistische kasperl- und pezi republik

klingt nett, aber dann dürfen sie nicht wirklich krank werden!
dann kommt's zur kostenfalle. und es ist immer noch so, dass sich ein großteil der Amis das krank werden nicht leisten können!
vorausgesetzt sie verfügen über eine dicke brieftasche, wie sie vermutlich auch, oder ??

Re: Re: die sozialistische kasperl- und pezi republik

.. eigentlich falsch - bei guten Firmen, beim Militär, ... sorgt die Firma für eine Versicherung, die ganz gut bezahlt. Arm sind nur die Armen, die bei einer kleinen Firma oder gar nicht arbeiten.

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Pilz ....

Sigrid Pilz hatte schon als Gesundheitssprecherin der Grünen in Wien genau gar keine Ahnung. Ein Beispiel: während einer Sitzung im Gesundheitsressort wurde die Auslastung einer bestimmten Spitalsabteilung mit 82% angegeben.
Reaktion Pilz: warum so niedrig?

Einfach keine Ahnung.

ist super,

wenn man in einem 6-Bettzimmer liegt und von den 5 anderen Patienten jeweils 10 Leute gleichzeitig zu Besuch kommen. da wird man auch gleich wieder gesund ;-).

Re: ist super,

... und gruppendynamisch hat man ein Klo und eine Dusche am Gang gemeinsam.
Die Sonderklasse hat im AKH übrigens zu viert ein Klo und eine Dusche am Gang.

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Re: ist super,

Das ist die Neue Bereicherungswelle.

Nicht nur die Operation

sondern auch das danach sind von Bedeutung. Meine Schwester lag nach einem OP Eingriff im AKH für mehrere Stunden im Koma. Niemand spannte es, da es in den frühen Morgenstunden geschah. Als man es schließlich bemerkte fühlte sich der diensthabende Arzt nicht zuständig, sondern wartete erst den Dienstantritt des Chefarztes ab. Wieder verging wertvolle Zeit. Anschließend wurde sie auf die Intensivstation verlegt. Dort punktierte man ihr den falschen Lungenflügel etc. Ich weiss nicht, ob meine Schwester letztlich an diesen Methoden der Handhabung verstarb, auf alle Fälle hat es dazu beigetragen.

Antworten Gast: fragender69
16.09.2012 11:49
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Re: Nicht nur die Operation

was wollen sie damit sagen?

"Privat" oder "Staat": Wer operiert nun besser?

Beide operieren gleich gut, nur "Privat" zu den halben Kosten von "Staat". :-)

Re: "Privat" oder "Staat": Wer operiert nun besser?

Privat operiert Ihre Hüfte morgen - Staat in 6 bis 12 Monaten!

Re: "Privat" oder "Staat": Wer operiert nun besser?

das ist einfach zu erklären: privat operiert nur, was weniger kosten verursacht. privat versorgt keine akutpatienten. privat betreibt keine intensivstationen. privat hat keine unfallkrankenhäuser. privat betreut nur wohlhabende nicht deutsch sprechende menschen...noch argumente gefällig?

Re: Re: "Privat" oder "Staat": Wer operiert nun besser?

Ja bitte, schreiben Sie noch ein paar Argumente.
Ich gratuliere übrigens zu Ihrer staatlichen Versicherung, ihrem 3 bis 6 Bett Zimmer, ihrer Wartezeit und Verschiebung einer OP, der Arztwahl (jeder muss es einmal lernen), dem aufklärenden Gespräch, der Reduktion bei der Visite auf ein Organ, da liegt ja die Lungenentzündung, der Blinddarm,.... hoffentlich werden Sie nicht am Popo operiert), den lieben Schwestern, der schnellen Diagnostik, der Entlassung nach Bettenauslatungssituation, der Nachbetreuung in der Ambulanz (wo sie endlich auch alle anderen Ärzte kennen lernen, weil keiner für sie zuständig ist), ....

Antworten Antworten Gast: Teddy
20.09.2012 10:54
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Re: Re: "Privat" oder "Staat": Wer operiert nun besser?

man kann auch öffentlich in der sonderklasse liegen und muss nicht immer in ein privatkrankenhaus. ich habe die besten erfahrungen mit öffentlichen KH gemacht wenn man in der sonderklasse liegt. als ich die mandeln rausnehmen ließ lief es so ab: ich ruf im öffentlichen KH wegens eines OP termins an, frage: sind die privat krankenversichert? ja bin ich. gut, wir haben in 3 wochen einen termin frei.

Re: Re: Re: "Privat" oder "Staat": Wer operiert nun besser?

... das will Frau Wessely aber abschaffen, dann warten Sie ebenfalls so lange wie die anderen!

 
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