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Frühstücksflocken: "Süßigkeiten mit Müsli-Anstrich"

19.09.2012 | 08:52 |   (DiePresse.com)

Die Industrie habe aus Kinder-Frühstücksflocken billige Zucker-Gemische gemacht, sagt Foodwatch. Jedes zweite Produkt enthält 30 Prozent Zucker.

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Frühstücksflocken für Kinder enthalten einer Untersuchung der deutschen Konsumentenschutzorganisation Foodwatch zufolge fast ausnahmslos zu viel Zucker. In jeder zweiten Packung steckten mindestens 30 Prozent Zucker, teilte Foodwatch am Mittwoch in Berlin mit. Vier von fünf Produkten haben laut den Angaben noch einen Zuckergehalt von mehr als 20 Prozent. Einen Zuckeranteil von unter zehn Prozent wiesen der Untersuchung zufolge nicht einmal sechs Prozent der Produkte auf. Für seinen "Marktcheck" nahm Foodwatch insgesamt 143 Produkte unter die Lupe, die mit Aufmachung und Werbung gezielt Kinder ansprechen.

"Frühstücksflocken für Kinder sind in der Regel schlicht Süßigkeiten mit Müsli-Anstrich", erklärte Oliver Huizinga, bei Foodwatch für die Kampagne abgespeist.de verantwortlich. Aus einem "eigentlich ausgewogenen Produkt" habe die Industrie "ein billiges Gemisch aus Mehlpampe und Zucker gemacht". Für die Industrie seien "die Flocken mit der billigen Zutat Zucker ein einträgliches Geschäft". Für die Gesundheit von Kindern seien sie jedoch fatal.

Foodwatch fordert gesetzliche Zuckergrenze

In dem Test schnitten nicht nur die Produkte von Markenherstellern, sondern auch die Angebote von großen Supermarkt-Ketten schlecht ab, die über ihre Eigenmarken Frühstücksflocken verkaufen. Auch im Bio-Bereich haben fast 60 Prozent der Produkte einen Zuckergehalt von mehr als 20 Prozent, wie Foodwatch bemängelte. Bio-Produzenten zeigten aber auch, dass es möglich sei, "ausgewogene Frühstücksflocken für Kinder mit weniger als zehn Prozent Zucker anzubieten".

Die Verbraucherorganisation forderte gesetzliche Mindestanforderungen für Kinder-Frühstücksflocken: Nur Produkte mit einem maximalen Zuckeranteil von zehn Prozent dürften an Kinder vermarktet werden, erklärte Foodwatch. "Eine Zuckergrenze muss gesetzlich festgelegt werden - denn von sich aus werden die Hersteller nicht aufhören, Kinder mit Zuckerbomben zu ködern", erklärte Huizinga.

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(APA/AFP)

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21 Kommentare
Gast: sosooo
23.09.2012 11:28
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lächerlich

Es ist so und so lächerlich, dass man Müsligemische fertig kauft!

Als wie wenn die Leute zu blöd, zu dämlich wären, Vollkornflocken, frisches Obst und Nüsse zusammenzumischen.

Wenn kein frisches Obst vorhanden, oder zuviel arbeit ist, dann eben getrocknete Früchte nehmen!

Wer SOETWAS kauft, ist so und so nicht mehr zurechnungsfähig.

Die Zurechnungsfähigkeit vieler Eltern, vor allem Müttern, müsste somit angezweifelt werden.

Es ist erschreckend, welch grauenhafte und gesundheitsschädigende Produkte in den Regalen lauern und dann auch noch gekauft werden. Disponenten der globalisierten Supermärkte sollten zur Verantwortung gezogen werden!

Kein WUNDER wenn auf Sicht unser überteuertes Gesundheitssytem zusammenbricht.

Frosties ...

... herrlich!

Bitte Namen der Produkte nennen!

Ein Artikel ohne solche Konkretisierung ist wenig wert. Nur wenn die Produkte beim Namen genannt werden, können sich die KonsumentInnen darauf einstellen und damit indirekt eine Veränderung des Angebots erwirken.

Antworten Gast: Grauwolf
28.09.2012 09:13
0 0

Re: Bitte Namen der Produkte nennen!

Bitte Verpackung umdrehen und lesen!

Da steht jedem frei.
Mittlerweile ist es auch ein offenes Geheimnis, das div. Produkte (Frühstücksflocken, Limonaden, etc) Zuckerbomben sind.
Und das steht auch in der Deklarattion der Inhaltststoffe.
Wer sich von hübschen Bildchen auf der Vorderseite blenden lässt, ist selbst dran Schuld.

Antworten Gast: Bitte sehr.
19.09.2012 12:34
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Re: Bitte Namen der Produkte nennen!

Von der foodwatch - Seite

http://foodwatch.de/foodwatch/content/e10/e50159/e50436/e53480/e53515/MarktcheckKinder-FrhstcksflockenGesamtliste2012-09-19_ger.pdf

Der Großteil ist tatsächlich junk hoch drei

Antworten Gast: Sofalieger
19.09.2012 12:11
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Re: Bitte Namen der Produkte nennen!

Oder, wissens, wenn sie erst durch den Artikel auf die Idee gekommen sind, sich über den Inhalt ihrer Cornflakes Gedanken zu machen, könnten sie ja wenigstens *ab jetzt* auf die praktischen Nährwerttabellen an der Seite der Verpackung schauen, bevor sie sie in den Wagen werfen.

Gast: Papa ante portas
19.09.2012 11:37
0 1

Kellogs Rice Krispies

Nur 8% Zucker werden jedoch in Österreich nicht mehr verkauft!

Importiers jetzt aus Italien.

Re: Kellogs Rice Krispies

Importieren, aus Italien?
Wärs nicht besser aus Deutschland? Ich denke von da kommt Kelloggs....
Aber warum nicht....?

Antworten Gast: Alfonsius
19.09.2012 13:29
0 0

Re: Kellogs Rice Krispies

"Shreddies" sind auch noch okay, zumindest die Nur-Vollkorn-Variante.

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Re: Kellogs Rice Krispies

Spar Vital Cornflakes.

Sind die einzigen Cornflakes zu denen kein Zucker zugesetzt wird. Alle anderen mischen zu den Standardcornflakes Zucker dazu, wie man an der Zutatenliste ablesen kann.

Re: Re: Kellogs Rice Krispies

Achtung, meist ist dann Süssstoff drin. Der ist auch nicht gerade gesund (zumindesf für nicht-diabetiker)

Gast: Dr. med. Johannes Gutwald (Master of Science in Preventive Medicine)
19.09.2012 10:32
0 0

Danke für Ihren Bericht

Vielen Dank, dass Sie über diesen "Missstand" berichten. Ich finde dieses Thema von hoher Bedeutung. Daher habe ich die Initiative "Kinder zu gesunder Ernährung anregen mit dem kleinen Zauberer" gegründet (www.zabi.info). Prof. Dr. med. univ. Hans-Peter Hutter vom Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien schrieb als Testimonial zu dieser Initiative: "Der kleine Zauberer erinnert uns Erwachsene an unsere Verantwortung für die Gesundheit der Kinder. Er ruft uns auf, Kinder möglichst selten dem Konsum von Süßigkeiten, Gebäck und süßen Getränken auszusetzen, selbst wenn uns die Werbung suggeriert, dass es ein "gesundes Naschen" gibt. Aber das ist ein Märchen." Ich finde, dass Politik und Produzenten dieser Verantwortung endlich gerecht werden sollten.

Gast: Jack Wolfskin
19.09.2012 10:14
1 0

Es geht nicht um Gesundheit - es geht um unser Geld

Der Industrie ist die Gesundheit ihrer Konsumenten egal.

Kellogg's, Nestle und die vielen gierigen Konzerne anderen wollen ja nur unser Geld!

Die hier in diesem Artikel dargestellten Tatsachen beweisen es immer wieder.

Ich hoffe auf Gerechtigkeit und wünsche, dass jene, die daran verdienen an Diabetes sterben.

Genau!

In einer ordentlichen Dikatur wird den Menschen vorgeschrieben, was sie essen sollen!

Antworten Gast: WU Student
19.09.2012 10:38
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Re: Es geht nicht um Gesundheit - es geht um unser Geld

Das nennt man "Corporate Social Responsibility." :-)

Gast: Lebensmittel
19.09.2012 09:19
1 0

Kinder Lebensmittel

Wird Zeit das sich da endlich wer darum
annimmt, nur die Getränke wurde
vergessen in manchen sind bis zu 20 dag
Zucker drinnen wohlgemerkt auf 1 Liter.

Antworten Gast: baro palatinus
19.09.2012 09:49
2 0

Re: Kinder Lebensmittel

gehe ich fehl, wenn ich meine, dass die lieben eltern nicht gerade unverantwortlich dafür sind, wenn sich deren nachwuchs von smacks und milchschnitten ernährt?

Antworten Antworten Gast: Mutter2012
19.09.2012 10:36
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Re: Re: Kinder Lebensmittel

Als Mutter (mit sehr viel Wissen bzgl Ernährung) kann ich dazu sagen, dass es fast unmöglich ist, aus dem Angebot an Lebensmitteln (z.B. speziell für Kinder) jene herauszufiltern, die gesundheitlich vertretbar sind. Selbst in den "Bioprodukten" ist der Anteil an Zucker viel zu hoch. Zucker wird nämlich in den Zutatenlisten oft sehr versteckt angegeben, oder wer weiss dass z.B. "Gerstenmalzextrakte" Zucker sind???
Auch die Alternative, vorwiegend im Biosupermarkt Lebensmittel einzukaufen, ist mit einem durchschnittlichen Monatseinkommen auf Dauer nicht finanzierbar.
Es ist sehr wohl notwendig, dass der Gesetzgeber die Lebensmittelindustrie mittels gesetzlicher Vorgaben zur Einhaltung diverser Obergrenzen (Fette, Zucker etc.) zwingt.

Antworten Antworten Antworten Gast: fasffaf
19.09.2012 11:40
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Re: Re: Re: Kinder Lebensmittel

fast unmöglich? sie haben aber schon von den inzwischen fast auf jedem produkt befindlichen nährwerttabellen gehört oder? ab 2014 sind sie dann für jedes produkt verpflichtend. und ein kurzer blick auf diese tabellen zeigt sehr schön wieviel zucker drin ist. im falle dieser flocken - enorm viel.

um meinem kind diese produkte nicht zu geben, braucht's bei mir kein foodwatch&co - eine paar minuten mehr beim einkauf reichen schon völlig aus. und auchja - ein wenig hausverstand auch.

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
19.09.2012 11:36
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Re: Re: Re: Kinder Lebensmittel

Im Prinzip braucht man das Zeug ja nur kosten !

Allerdings funktioniert es nur richtig wenn der Verkoster noch kein Zuckerjunkie ist.

Antworten Antworten Gast: Vogel Strauss
19.09.2012 10:27
1 0

Re: Re: Kinder Lebensmittel

Das ist wie mit dem Lernen ... es sind immer die andern schuld!

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