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Wie die Ärzte 320 Millionen sparen wollen

19.09.2012 | 18:17 |   (Die Presse)

Etwa 75 Prozent der Ambulanzbesuche möchte die Ärztekammer in die Ordinationen verlagern. Die Rechnung der Ärztekammer basiert auf durchschnittlichen Kosten eines Patientenkontakts in Ambulanzen von 92 Euro.

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Wien/Red./Apa. Die Ärztekammer sieht durch die auch von der Politik mit der Gesundheitsreform angestrebte Verlagerung von Leistungen von den Spitalsambulanzen zu den niedergelassenen Ärzten ein Sparpotenzial von 322 Millionen Euro. Notwendig wäre dafür, dass 75 Prozent der derzeitigen Ambulanzbesuche durch niedergelassene Ärzte aufgefangen werden und dazu rund 1000 Kassenstellen zusätzlich geschaffen werden. Ein derartiges Simulationsmodell hat der Vizepräsident der Ärztekammer und Obmann der niedergelassenen Ärzte, Johannes Steinhart, am Mittwoch in einer Pressekonferenz vorgestellt. Der Regierung bot er Verhandlungen darüber an.

Die Rechnung der Ärztekammer basiert auf durchschnittlichen Kosten eines Patientenkontakts in Ambulanzen von 92 Euro, ein durchschnittlicher Facharztbesuch schlage nur mit 44 Euro zu Buche. Die Standesvertretung nimmt an, dass drei Viertel der Ambulanzbesuche ausgelagert werden könnten, und errechnet so das mögliche Sparvolumen von 322 Millionen Euro.

 

Längere Öffnungszeiten

Um die Patienten zum Gang in die niedergelassenen Ordinationen zu motivieren, soll es auch organisatorische Anreize, beispielsweise längere Öffnungszeiten, geben. Diese würden allerdings auch mehr Geld kosten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.09.2012)

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10 Kommentare
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Es geht nicht um den Patienten

sondern wie verlagern wir die (ohnehin geringe Verantwortung) zu einem anderen.Der dann wieder eine Überweisung ausstellt weil er selber nichts entscheiden will oder kann.

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Die eine und die anderen...

also ich kannte mal einen - der frühzeitige tod hat ihn eingeholt -, der hatte damals, als die einmeter-plasmas noch 100.000 ös und mehr gekostet hatten, deren drei in seiner großzügig gebauten villa aufgestellt gehabt.
nicht, daß ich ihm diese neidete, ich könnte sie schon gar nicht gebrauchen. aber irgendwie beschleicht mich der eindruck, daß die ärzteschaft ein verteilungsproblem hat: da die einen, deren anliegen es ist, sich wahrhaftig um die anliegen ihrer klientel zu kümmern, und dann noch die heerschar der anderen, welche sich mit vergleichsweise automatisierter leistung bereichert.
der angesprochene ist übrigens betreiber einer auf seinen namen zugelassenen röntgenstation gewesen.

Gast: Valentin Bählamm
21.09.2012 13:16
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Ambulanzgebühr einheben -Problem gelöst!

Leider wurde dieser Versuch von den Pfarrern, der Gewerkschaft, der Arbeiterkammer und vor allem von den Ärzten hintertrieben. So wurde, wie bekannt, die Einhebung derart bürokratisch gestaltet, dass am Ende die Ambulanzgebühr durch vorprogrammiertes Chaos ad absurdum geführt und wieder abgeschafft wurde.
Es bedarf nicht viel Vorstellungkraft, um sich auszumalen wie die Effizienz gesteigert und die Frequenz der Inanspruchnahme gesenkt wird, wenn ein direktes Entgelt von auch nur 5 (fünf) Euro verlangt werden würde.
Wäre dies der Fall, so würden im ersten Jahr hunderte erboste Patienten in den Spitälern für ein Aufwachen sorgen!

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Re: Ambulanzgebühr einheben -Problem gelöst!

jaja, da ist schon was dran!
zwar vermeide ich persönlich ohnehin die wartezimmer der ärzte. um mich zu vergraulen, bräuchte es demnach keine ambulanzgebühr.
aber vielleicht gelänge es damit, jene fernzuhalten, die nur meinen, leidend zu sein. das ganz ließe sich ja auch noch sozial wie die rezeptgebühr staffeln.
andererseits glaube ich aus erfahrung nicht, daß sich damit der altersbedingte run auf die ärzteschaft abschaffen läßt. eine zur unmündigkeit herangezogene bürgerschaft braucht halt einmal den rat, insbesondere in gesundheitlichen, sie also ursächlich selbst betreffenden belangen von als kompetent geltenten stellen. und da scheint kein aufwand zu gering.

Gast: Spitalsarzt
20.09.2012 18:46
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Das schwarze Loch niedergelassene Medizin

1. Die Zahlen halten einer kritischen Überprüfung nicht stand und so war es bis zum heutigen Tage nicht möglich, die tatsächlichen Kosten für Ordinations- versus Ambulanzbesuche seriös darzustellen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Spitäler, weil sie ohnehin für höherwertige und Akut-Leistungen gebraucht werden, auch dann nicht geschlossen werden (können), wenn die Ambulanzleistungen "ausgelagert" werden. Daher rechnen Spitäler nur mit Deckungsbeiträgen, während Ordinationen Vollkosten ansetzen müssen. Was im Ernstfall billiger ist, kann sich jeder Volksschüler ausrechnen. 2. Die niedergelassene Ärzteschaft istimmer dann nicht verfügbar, wenn das Arztsein nicht ganz so lustig ist, nämlich nachts, an Feiertagen und am Wochenende. O-Ton eines Bezirksärztevertreters: "Wenn ich dann ( soll heißen zu diesen unattraktiven Zeiten) arbeiten wollte, wäre ich gleich im Spital geblieben". 3. Vielleicht sollte man, bevor man solche Forderungen erhebt, die selben Qualitätsmaßstäbe, die seit Jahren bei den Spitälern angelegt werden, auf die Ordinationen anwenden. Ob mann´s dann noch wollen darf?......

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Etwa 75 Prozent der Ambulanzbesuche möchte die Ärztekammer in die Ordinationen verlagern

Zu den praktischen Ärzten ??
Wollen die ,die Sterberate erhöhen.
80% von denen sind doch nur zum Rezepte schreiben gut.

Antworten Gast: Bjoungah
20.09.2012 09:35
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Re: Etwa 75 Prozent der Ambulanzbesuche möchte die Ärztekammer in die Ordinationen verlagern

Im Artikel steht doch eindeutig Facharzt, oder?

Re: Re: Etwa 75 Prozent der Ambulanzbesuche möchte die Ärztekammer in die Ordinationen verlagern

Und bei dem bekomm' ich einen Termin in 3 Monaten, damit mir der dann doch eine Überweisung in die Ambulanz schreibt - wenn ich das noch erleb'

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Re: Re: Etwa 75 Prozent der Ambulanzbesuche möchte die Ärztekammer in die Ordinationen verlagern

@von den Spitalsambulanzen zu den niedergelassenen Ärzten ein Sparpotenzial von 322 Millionen Euro. Notwendig wäre dafür, dass 75 Prozent der derzeitigen Ambulanzbesuche durch niedergelassene Ärzte aufgefangen werden und dazu rund 1000 Kassenstellen zusätzlich geschaffen werden@
Von Fachärzten ist nur im Kostenvergleich die Rede

Antworten Antworten Antworten Gast: fiffikus
22.09.2012 19:47
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Re: Re: Re: Von Fachärzten ist nur im Kostenvergleich die Rede

...nur als denkhilfe: auch Fachärzte mit einer Ordination sind "niedergelassene Ärzte"... jaja deutsche Sprache schwer...

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