Wien/Red./Apa. Die Ärztekammer sieht durch die auch von der Politik mit der Gesundheitsreform angestrebte Verlagerung von Leistungen von den Spitalsambulanzen zu den niedergelassenen Ärzten ein Sparpotenzial von 322 Millionen Euro. Notwendig wäre dafür, dass 75 Prozent der derzeitigen Ambulanzbesuche durch niedergelassene Ärzte aufgefangen werden und dazu rund 1000 Kassenstellen zusätzlich geschaffen werden. Ein derartiges Simulationsmodell hat der Vizepräsident der Ärztekammer und Obmann der niedergelassenen Ärzte, Johannes Steinhart, am Mittwoch in einer Pressekonferenz vorgestellt. Der Regierung bot er Verhandlungen darüber an.
Die Rechnung der Ärztekammer basiert auf durchschnittlichen Kosten eines Patientenkontakts in Ambulanzen von 92 Euro, ein durchschnittlicher Facharztbesuch schlage nur mit 44 Euro zu Buche. Die Standesvertretung nimmt an, dass drei Viertel der Ambulanzbesuche ausgelagert werden könnten, und errechnet so das mögliche Sparvolumen von 322 Millionen Euro.
Längere Öffnungszeiten
Um die Patienten zum Gang in die niedergelassenen Ordinationen zu motivieren, soll es auch organisatorische Anreize, beispielsweise längere Öffnungszeiten, geben. Diese würden allerdings auch mehr Geld kosten.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.09.2012)















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