Das war ein Fehler: Sich nicht vorab zu erkundigen, was eine Krone kostet, sondern dem langjährigen Zahnarzt blindlings zu vertrauen. Die böse Überraschung kam mit der Rechnung: 1400 € kostete das gute Stück, ein Preis, der schmerzt.
Wesentlich günstiger macht es unter anderem der Zahnarzt DDr. Franz Zach aus Steinakirchen am Forst. Er gibt den Preisvorteil, den die Prüser's Zahntechnik GmbH bietet, voll an den Patienten weiter. Bei Zahnärzten, die das ebenfalls tun, kostet dann eine Metall-Keramik-Krone 330 bis 400 €. Als Vergleich: Preise, die in der autonomen Honorar-Richtlinie der österreichischen Zahnnärztekammer angegeben sind: Eine Metall-Keramik-Krone ist hier mit 519 bis 700 € aufgelistet.
Allerdings handelt es sich nicht um verbindliche Preisempfehlungen. Sie werden von den von der Kammer eingerichteten Patientenschlichtungsstellen dann angewendet, wenn der angemessene Preis einer zahnärztlichen Leistung zu beurteilen ist. Für diese Zwecke gilt eine Bandbreite von minus 20 bis plus 30 Prozent der angeführten Summe als zulässig.
Um bis zu 60 Prozent günstiger
„Der Preis hängt schließlich von vielen Faktoren ab“, meint die Wiener Zahnärztin Dr. Doris Leitner, „wo ist die Krone, vorne oder hinten im Mund, aus welchem Material, welche Ansprüche hat der Patient? Ich kann ja auch einen Luxuswagen fahren oder einen Billigsdorfer-Auto.“
Billigsdorfer-Produkte würde er keinesfalls liefern, betont Mag. Bernd Prüser. „Wir können unsere Ware um bis zu 60 Prozent unter den Preisen anderer Labors weitergeben, weil wir einen Teil der Produktion in Partner-Labors in China und der Türkei ausgelagert haben.“ Bei diesen Ländern mögen bei vielen die Alarmglocken schrillen.
Ein österreichisches Produkt
„Jedes einzelne Labor ist vom süddeutschen TÜV nach der Isonorm zertifiziert, in jedem Labor arbeiten auch deutsche Zahntechniker und zwar ausschließlich mit westdeutschen Materialien“, beruhigt Prüser. Das Zahnmaterial werde dann in Wels endgefertigt, „wonach es rein rechtlich ein österreichisches Produkt ist“.
Auf dieses Produkt, so Prüser, gäbe es bei festsitzendem Zahnersatz fünf Jahre und bei herausnehmbarem Zahnersatz drei Jahre Garantie. Außerdem bekäme der Patient eine Konformitäts-Erklärung, in der genau aufgelistet sei, welche Materialien beim Zahnersatz verarbeitet worden sind.
Zahnersatz am Schwarzen Meer
Dennoch würde er indirekt von einigen Zahnärztekammern in den Bundesländern boykottiert. „Wir unterstützen Prüser's Zahntechnik in keiner Weise, aber wir können es auch nicht verhindern, der Dentalmarkt funktioniert im Prinzip wie jeder andere Markt auch“, sagt Dr. Jörg Krainhöfner, Jurist der österreichischen Zahnärztekammer.
Eine andere günstige Variante für ein neues Gebiss findet man im Ausland – aber nicht nur in Ungarn, wie viele jetzt vielleicht meinen, sondern auch in Bulgarien. Dort hat ein Schweizer Unternehmen in Varna die Zahnklinik Dentaprime errichtet. Die besteht unter anderem aus sieben Implantations- und fünf Prothetik-Räumen sowie aus einem zahntechnischen Labor.
Lokalaugenschein vor Ort: höchst modern, High-Tech-Geräte, die man in vielen österreichischen Zahnarztpraxen nicht findet. Etwa eine Intraoral-Kamera, mit der sich Bilder am Behandlungsstuhl machen lassen, oder den Computertomografen NewTom 3D Volumentomograf, der bessere Bilder liefert als ein herkömmliches Panorama-Röntgen.
„Mit dem Volumentomografen kann ich den Knochen von allen Seiten anschauen, der Sitz eines Implantats lässt sich mit den 3-D-Bildern optimal bestimmen. Ich sehe aber auch den Nervenkanal oder Entzündungsprozesse“, erwähnt Dr. Regina Schindjalova, medizinische Leiterin der Dentalklinik.
Kein Gipsabdruck mehr
Bestechend ist auch die Möglichkeit eines sogenannten optischen Abdrucks mit bildgebenden Verfahren. „Damit entfällt der Gipsabdruck, der sonst im Zuge einer Versorgung mit Kronen gemacht werden muss“, betont Schindjalova.
Und die Preise? „Ein Implantat kostet 720 €, eine Vollkeramik-Krone um die 400 €.“ Die Implantate stammten aus den USA und der Schweiz, auf jede zahntechnische Arbeit gäbe es zwei Jahre Garantie.
Bei rund 30 Prozent der Patienten, so Schindjalova, sei vor der Setzung eines Implantats ein Knochenaufbau nötig. Ein großflächiger Sinuslift koste bis zu 880 €, (Sinuslift: in den abgebauten Kieferknochen wird eine Verstärkung eingebaut). „Solche Patienten müssen natürlich nach acht, neun Monaten wieder kommen, bis der Knochen eingeheilt ist.“
8000 statt 17.000 Euro
So eine Patientin ist etwa die 39-jährige Manuela B., Diskontverkäuferin bei Lidl in München. „Ich muss wahrscheinlich noch zweimal kommen“, erzählt sie. Sie hätte ein ziemlich schlechtes Gebiss, in Deutschland hätte sie für die Sanierung 17.000 € zahlen müssen, „hier kostet es mich rund 8000 €.“ Ohne Flug und Aufenthalt freilich, „aber da gibt es sehr günstige Angebote.“
Infos für Kontakt aus Österreich: Telefon: 00800 92 46 27 87, Gebührenfrei, deutschsprachig, Mo-Fr 08.00-16.30 Uhr.
www.dentaltrade.atwww.dentaprime.com