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Mikroskop beim Zahnarzt: Erspart Wurzelbehandlung

27.07.2008 | 17:56 |  DANIELA TOMASOVSKY (Die Presse)

Ein spezielles Mikroskop ermöglicht durch 24-fache Vergrößerung präziseres Arbeiten.

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Keine Wurzelbehandlung mehr! Das verspricht Zahnarzt DDr. Klaus Kotschy 98 Prozent seiner Patienten. Einzige Bedingung: Sie sollen lieber schon beim kleinsten Schmerzempfinden zu ihm kommen, statt zu lange zuzuwarten. „Einer der größten Vorteile der mikroskopischen Zahnbehandlung ist, dass sie ein viel präziseres Arbeiten ermöglicht. Unter dem Mikroskop sehe ich die jeweilige Zahnregion in 24-facher Vergrößerung. Ich kann daher etwa so kleine Füllungen machen, dass ausreichend Sicherheitspolster Zahn zum Nerv über bleibt.“

Die Füllung wird nicht nur kleiner, sie kann auch genauer in den Zahn eingepasst werden. „Bei herkömmlichen Kunststoff-Füllungen kommt es oft nach einigen Jahren zu Kariesentwicklung unter dem Zahn. Die Karies dringt dann recht rasch bis zum Nerv vor – eine Wurzelbehandlung wird nötig. Mit dem Mikroskop kann ich die Füllung ohne Gussform machen – sie wird dadurch so dicht, dass sich darunter keine Karies bildet.“

Die klassische „Zahn-Karriere“ – Karies, Wurzelbehandlung, Wurzelspitzenresektion, Extraktion – kann so vermieden werden. Und selbst wenn der Zahn schon so weit geschädigt ist, dass die Pulpa (der Nerv) verletzt ist, bietet Kotschy Abhilfe. Ist die Wurzel nur leicht beeinträchtigt, reicht in der Regel eine Pulpenüberkappung – also Säuberung und dichte Füllung – aus.

Ist eine Wurzelbehandlung – also eine Entfernung von Zahnmark, Nerven und Entzündungsgewebe – nötig, geht auch diese unter dem Mikroskop präziser vor sich. „Denn die feinen Wurzelkanäle lassen sich so viel besser erkennen. Die Mikroskop-Zahnheilkunde verdankt ihre Entstehung der Endodontie. In den USA waren Endontologen die ersten, die mit Lupe und später mit Mikroskop gearbeitet haben.“

In Österreich war Kotschys Vater, Prof. Dr. Peter Kotschy, der erste, der sich mit Mikroskopie beschäftigt hat (siehe nebenstehendes Interview). Klaus Kotschy arbeitet seither in der ganzen Zahnheilkunde – inklusive Mundhygiene – nur noch ausschließlich mit dem Mikroskop.


Mikroskop statt Tastsinn

„In der Ordination meines Vaters habe ich gelernt, unter der Lupe und mit dem Mikroskop zu arbeiten. Leider gibt es hierzulande keine Ausbildung dafür. Ich habe mir das meiste selbst angeeignet – für meine erste Füllung habe ich fünf Stunden gebraucht. In den USA müssen Wurzelbehandlungs-Spezialisten mit dem Mikroskop umgehen können.“

Zwei weitere Bereiche, in denen die Mikroskopie Vorteile bringt, sind die Zahnstein-Entfernung und die ästhetische Zahnheilkunde. „In der Schweiz wurde von Prof. Ulrich Saxer an der Uni Zürich eine Studie durchgeführt, die besagt, dass bei herkömmlicher Zahnstein-Entfernung bis zu 30 Prozent des Zahnsteins in der Tasche bleiben. Die Rate wird in Österreich nicht viel anders sein. Grund dafür ist, dass die Tasche nicht gut einsehbar ist – weil es blutet und weil das Zahnfleisch direkt am Zahn anliegt. Es wird daher vor allem mit dem Tastsinn gearbeitet. Mit dem Mikroskop kann ich 98 Prozent des Zahnsteins sehen.“

Optimale Ästhetik ist ebenfalls durch die Präzision des Mikroskop-Arbeitens gewährleistet – kleine Füllungen können etwa nur von der Zahnhinterseite gemacht werden.


Bis zu 950 € für eine Füllung

Wer Blut nicht scheut, kann seine Behandlung „live“ mitverfolgen: Über eine „Eye-Trek-Brille“ sieht der Patient genau das, was der Arzt auch sieht. Selbst weniger Mutigen hilft die Brille: Sie können damit fernsehen, DVDs ansehen oder X-Box spielen – und sich so von der Behandlung ablenken.

Einen einzigen Nachteil hat die neue Methode: Sie kostet – Zeit und Geld. Zwei Stunden dauert eine durchschnittliche Behandlung bei Kotschy, zwischen 800 und 950 Euro zahlt man für eine Kunststoff-Füllung. 65 bis 140 € legt man für diese Füllung bei herkömmlicher Machart hin. Allerdings gibt Kotschy eine Zehn-Jahresgarantie auf seine Füllungen und Kronen.

GUT ZU DEN ZÄHNEN

Mit der Mikroskopie in der Zahnheilkunde hat sich
Univ.-Prof. Dr. Peter Kotschy bereits vor zehn Jahren – und damit als erster in Österreich – beschäftigt.

Einer der größten Vorteile: Das Mikroskop, das die jeweilige Zahnregion 20- bis 24-fach vergrößert, gewährt bessere Sicht und erlaubt weit präziseres Arbeiten und bestmögliche Erhaltung der Zahnsubstanz.

www.mikroskopzahnheilkunde.at
www.zahngarantie.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.07.2008)

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8 Kommentare
Gast: Frederic
06.12.2008 20:42
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Meine Erfahrung bei Klaus Kotschy

Vor zwei Monaten ging ich notgedrungen (toter Zahn) zu Klaus Kotschy, weil ich mir dachte ich will wissen was er mir für eine Behandlung anbietet. Seine Preise sind zwar verglichen mit anderen Zahnärzten viermal so hoch. Doch eines hat mich überzeugt: Dass er sich pro Sitzung mindestens 2 Stunden oder mehr Zeit nimmt, auch wenn es nur eine Füllung ist, So gesehen ist er billiger als mein alter. (Der mir den toten Zahn bescherte)

Stellungnahme

Sehr geehrte Damen und Herren!
Es gibt in ganz Österreich fast keine Mikroskopzahnärzte, das sind jene die ausschließlich mit dem Mikroskop zahnärztliche Arbeiten durchführen. In Amerika gibt es seit 8 Jahren einen von der AMED durchgeführten Kongress, http://www.microscopedentistry.com/ und in Europa im September 2008 den ERSTEN Kongress für Mikroskopzahnheilkunde, http://www.esmd2008.org/ Wenn Journalisten andere Kollegen von der Universität und auch niedergelassene Zahnärzte befragen, dann werden Leute befragt, die die neuen Technologie gar nicht verwenden! Ich bin für jede objektive Prüfung meiner Aussagen von einer Universität jederzeit bereit! Alles was in dem Artikel erwähnt wurde ist auch Tatsache und keine "Werbeaussage".
Die Preise richtet sich nach dem Zeitaufwand und der ist für meine Kunsstoffüllungen zumindest doppelt so hoch wie für eine "normale Krone".
Der Fortschritt wird auch in Österreich nicht halt machen!
Mit freundlicher Hochachtung, DDR. Klaus Kotschy

Plabutsch
07.08.2008 07:53
0 0

Gute Information - und unverschämte Werbung

Der Hinweis auf den möglichen Einsatz eines Mikroskops in der Zahnheilkunde ist ganz interessant. Für einen Artikel wäre allerdings eine Recherche notwendig gewesen - zB. was andere Zahnärzte davon halten.

Ausschließlich auf einem Gespräch mit DIESEM EINEM Zahnarzt einen Artikel aufzubauen, das sollte nicht mal ein Journalistenlehrling machen.

Wieso eine 2-stündige Behandlung nach dieser Methode genausoviel und mehr kostet, als eine Krone oder ein Stiftzahn (die viel mehr Arbeit und Materialkosten verursachen), das sollte auch erwähnt werden.

Die Methode klingt gut - der erwähnte Zahnarzt bezüglich seiner Honorare unverschämt.

Gast: Beobachter
31.07.2008 02:09
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Gute Information

Wenn jemand ein ueberlegenes Produkt anbietet, will ich das wissen. Der Artikel ist voellig in Ordnung und sehr informativ.

Antworten Gast: Anton.
31.07.2008 15:06
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Ha ha ha.

Der feine Herr ist erstens mal kein Univ.-Prof. und zweitens ist das alles nur platte Werbung und - IMHO - teils mehr als dikussionswürdig. Sieht sehr so aus als würde er mal wieder neue Patienten brauchen ...

Gast: Seltsam
30.07.2008 15:28
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Freundschaftsdienst?

Die Autorin des Artikels hat schon einmal, am 26.11.2007, in der Presse in einem Artikel (Der Streit um den Nikolo - http://diepresse.com/home/bildung/bildungallgemein/345590/index.do) eine gewisse Frau "Eugenie Kotschy, Mutter von zwei Kindern" zitiert.
Lt. Homepage von DDr. Kotschy (siehe Artikel) ist DDR. Kotschy "verheiratet mit Frau Mag. Eugenie Kotschy, 2 Kinder".

Sehr wahrscheinlich gibt es eine private Verbindung der Autorin zur Familie Kotschy.

Sehr geehrte Damen und Herren der Presse, bitte achten Sie stärker auf unabhängige Berichterstattung und vermeiden Sie Freundschaftsdienste solcherart. Das geht auf Kosten der Glaubwürdigkeit.

Werbung

Liebe Presse, der Artikel stinkt so nach Werbung bzw. Freundschaftsdienst daß einem schlecht wird.

Antworten Gast: Herrer
31.07.2008 15:08
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Ausserdem ist der Kotschy

kein Universtitätsprofessor.

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