Neue Hoffnung auf einen Impfstoff gegen das HI-Virus: Nachdem ein US-Pharmakonzern im vergangenen Jahr noch eine Studie mit einem Wirkstoff wegen mangelnden Effekts abgebrochen hatte, berichten nun Mediziner der Universität Harvard von einem Erfolg mit einer anderen Vakzine: Diese Impfung schützte Rhesusaffen zwar nicht vor einer Infektion, bewahrte die Tiere danach aber mehr als 500 Tage lang vor einer Erkrankung, wie die Forscher in der Zeitschrift "Nature" berichten.
Die Wissenschaftler um Dan Barouch verwendeten Erkältungsviren, die sie dann mit einem Protein des SI-Virus ausstatteten. Dieses Affenvirus ist eng mit dem HI-Virus verwandt. Um die Reaktion des Immunsystems zu steigern, impfte Barouch die Affen zwei Mal, bevor er sie mit einer tödlichen Dosis SIV infizierte. "Auch wenn unsere Impfung die SIV-Infektion nicht verhinderte, hat sie im Blut der Tiere doch die Werte des Virus deutlich gesenkt und die Entstehung von Aids verhindert", sagt der Forscher. Dies zeige, dass es grundsätzlich vielversprechend sei, weiter nach Impfstoffen zu suchen.
Erst im Oktober hatte ein führender Aids-Forscher schwarzgemalt. Niemand könne garantieren, ob ein Impfstoff für die Immunschwächekrankheit jemals entdeckt würde, sagte der Direktor des US-Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, Anthony Fauci. Zudem äußerten mehrere Wissenschafter auf einer internationalen Aids-Konferenz in Kapstadt die Befürchtung, dass die Forschungsförderung infolge der weltweiten Finanzkrise gekürzt werden könnte.
Weltweit leben mehr als 30 Millionen Menschen mit dem Aidserreger HIV, mindestens 25 Millionen sind bereits an der Immunschwäche gestorben.
(Ag.)

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