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AK fordert "Ampel-Kennzeichnung" bei Lebensmitteln

05.06.2009 | 10:50 |   (DiePresse.com)

Dickmacher oder Fitmacher? Ein Ampelsystem, das in Farbe über den Fett-, Zucker- und Salzgehalt von Lebensmitteln informiert, soll Klarheit schaffen. In England funktioniert ein solches System bereits seit Jahren gut.

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Die Arbeiterkammer (AK) forderte am Freitag eine verbraucherfreundliche Kennzeichnung von Lebensmitteln in Form einer verbindlichen Ernährungsampel, die in Farbe über Fett, gesättigte Fette, Zucker und Salz informiert. Ein Blick soll klar machen, ob es sich bei dem jeweiligen Produkt um einen Dick- oder Fitmacher handelt.

"Informationen über Fett, Zucker und Kalorien in einem Produkt muss man oft erst genau suchen. Oder man findet sie gleich gar nicht, weil die Nährwertkennzeichnung freiwillig ist und nur dann nötig, wenn Ernährungs- oder Gesundheitswerbung gemacht wird", sagt Harald Glatz, Leiter der AK Konsumentenpolitik. Die EU wolle die Nährwertkennzeichnung neu regeln, die politische Diskussion darüber laufe auf Hochtouren und das Europäische Parlament werde sich nach den EU-Wahlen damit befassen.

Kennzeichnung in rot, gelb, grün

Die AK tritt daher für ein Ampelsystem ein: Rot für viel, gelb für mittel, grün für wenig Zucker, Fett oder Salz. Die Ampel soll auf der Vorderseite des Produkts angebracht sein, eine ausführliche Nährwerttabelle auf der Rückseite. Studien zeigen, dass gerade farbige Symbolsysteme Konsument am Besten verstehen, so die AK-Konsumentenschützer. Die Ernährungsampel sei auf ernährungswissenschaftlichen Kriterien begründet und einfach verständlich, weil sie auf Forschungen mit Konsumenten aufbaut.

Die Ernährungswirtschaft versuche das steigende Interesse an einer gesunden Ernährung vorrangig mit Werbung zu decken. Produkte mit Angaben wie "kalorienreduziert", "fettarm" oder "mit Vitaminen" werden laut AK immer häufiger.

Fettarm - aber jede Menge Zucker

Allerdings habe die Sache einen Haken: Denn nicht selten komme es vor, dass ein fettarmes Produkt in Wahrheit jede Menge Zucker liefert. "Daher ist als realistischer Gegenpol zur marktschreierischen Werbung eine einfache und leicht verständliche Nährwertkennzeichnung auch ein Gebot der Stunde", so Glatz. In England gibt es das Ampelsystem bereits und die Erfahrungen wären sehr gut.

(APA)

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10 Kommentare
Gast: Ermin Rommel
19.06.2009 09:24
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Hihi

Verbraucherschützer warben für eine gesetzliche Pflicht der Ampel auf Verpackungen. «Wir brauchen eine Kennzeichnung, die insbesondere auch für Familien eine schnelle Orientierung liefert», sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Gerd Billen. Der Geschäftsführer der Verbraucherorganisation Foodwatch, Thilo Bode, forderte eine verständliche Kennzeichnung von Zucker und Fett. «Leider ist genau das Gegenteil der Fall.» AOK-Vorstandsvize Jürgen Graalmann sagte, nach Schätzungen verursachten ernährungsbedingte Krankheiten Kosten von bis zu 70 Milliarden Euro im Jahr.

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Zucker vor allem offen legen!


Weniger Zucker drückt z. B. die Krebsrate hinunter:
www.krebsforum.at

Und liebe AK, bessere Vertretung der Angestellten in der Gastronomie. Um einen Schandlohn sich dem Passivrauchtot auszusetzen (4 Passivrauchtote täglich in Österreich) zeigt von wenig AN.Schutz und AK.-Vertretung:
www.rauchersheriff.at

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Konsequent durchgedacht...

... müsste jemand, der nur nur "grüne" Nahrungsmittel isst, am Gesündesten sein, oder?

freeman
08.06.2009 13:53
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Ich freue mich

meine AK-Zwangsumlage so gut angelegt zu sehen...

Bei oberflächlicher Betrachtung könnte man glauben, das Geld flösse nur in so unnötige Dinge wie Arbeitnehmerverteretung, Rechtsschutz etc.

Wenn man sich doch die Mühe macht und schaut, sieht man daß sich diese Leute um unsere Ernährung sorgen machen, und notleidende politische Parteien unterstützen - da wirds mir gleich viel wohler, wenn ich mein Gehalt um den Zwangsbeitrag gesenkt sehe!

Weitere Forderungen?

Man findet im Regal immer mehr und mehr angeblich Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat) und Farbstoff-freie Fertigsuppen.
Liest man dann die Zutatenliste, findet man den "unauffälligen" Bestandteil "Hefeextrakte", welche selbst zu einem Drittel oder gar die Hälfte aus Glutamat besteht.
Ebenso wie bei manchen Fertigprodukten ein Käseimitat aus Pflanzenöl, Eiweißpulfer und Geschmacksstoffe verwendet wird und nur noch wenig echter Käse verwendet wird, gerade damit er auf der Inhaltsliste steht.

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Re: Weitere Forderungen?

Glutamat ist ganz harmlos.

Re: Re: Weitere Forderungen?

Falsch.
Die Menge machts, 1/3 der Leute mit Hautproblemen (lt. meiner Dermatologin) haben diese, weil sie zu viel davon essen.
Abgesehen davon verlernt man normal zu schmecken...
Es würzt nur billiger als Salz, Gewürze und Kräuter!

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Re: Re: Re: Weitere Forderungen?

Nein, aber echt nicht!
Was hat denn die Dermatologin für eine Ausbildung?

Re: Re: Re: Re: Weitere Forderungen?

Das kann ich nicht beantworten.
Wer aber im Internet nach den Begriffen Glutamat und Haut findet zahlreiche Bestätigungen dafür.
Und ich kann es auch bestätigen, meine jahrelangen chronischen Hautproblemen sind weg, seitdem ich mit künstlichen Glutamat angereicherte Lebensmittel meide.
Man braucht übrigens nicht für alles eine Ausbildung, oft reicht Erfahrung...

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Re: Re: Re: Re: Re: Weitere Forderungen?

Bei mir bewirkt Glutamat besseres und Denken (ich vergesse nicht mehr so viel), besseren Schlaf und last but noch least besseren Sex.
Seit ich meine Tomatensauce mit halb/halb Salz/Glutamat mache, bin ich ein neuer Mensch.

Schlagzeilen Gesundheit