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Zeitumstellung: Morgenmenschen leiden eher

19.10.2009 | 18:55 |  CLAUDIA RICHTER (Die Presse)

Am 25. Oktober begann die "Winterzeit". Die Uhren wurden umgestellt - für einige kann das ein paar negative gesundheitliche Folgen haben. Die Schwankungen im biologischen Rhythmus können zu Beschwerden führen.

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Am 25. Oktober wurden die Uhren von drei Uhr auf zwei Uhr umgestellt, die „Winterzeit“ hat begonnen. Für viele kein Problem, Chronobiologen gehen davon aus, dass man einen Jetlag erst ab drei Zeitzonen spürt. Und dennoch: Für einige bringt diese kleine Zeitverschiebung ein paar negative gesundheitliche Aspekte mit sich – die Schwankungen im biologischen Rhythmus können zu Beschwerden führen, die denen eines Mini-Jetlags ähneln: Schlafstörungen, schlechte Laune, Gereiztheit, Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit, depressive Verstimmungen. Viele wachen in der Früh früher als gewohnt auf und sind abends schneller müde und schlapp.

„Manche belastet diese eine Stunde mehr, manche weniger, manche gar nicht“, weiß der Chronobiologe Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Marktl, Präsident der Wiener internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin. Wie viele Österreicher unter dieser Art Mini-Jetlag leiden, ist unbekannt, sicher ist: Psychisch Labile reagieren empfindlicher als seelisch robuste Naturen, die herbstliche Zeitumstellung belastet weniger als die frühjährliche, Morgenmenschen leiden eher als Abendmenschen. „Abendmenschen haben eine flexiblere Zeitstruktur, Morgenmenschen sind da viel rigider, die passen sich schwerer an“, erwähnt Marktl.

Ihnen könnte eine Vorbereitung auf die Winterzeit helfen: An den Tagen vor der Umstellung jeden Tag etwas später zu Bett gehen – eine Viertelstunde pro Tag reicht schon. Da Licht der wichtigste Zeitgeber ist, um die innere Uhr zu eichen, hilft auch ein Spaziergang am Wochenende, möglichst spät am Tag, aber noch im Tageslicht. „Viel frische Luft, viel natürliches Licht ist überhaupt ein probates Anti-Jetlag-Mittel“, betont Marktl. Aber auch helles Kunstlicht am Abend könnte helfen, die Umstellung zur Winterzeit besser zu verkraften.

Nach drei, vier, spätestens sieben Tagen hat sich der Mensch meist an die neue Zeit angepasst, da ist alles wieder im Lot, da tickt auch die innere Uhr im neuen Takt. Wobei festzuhalten bleibt, dass die Winterzeit ja eigentlich die „normale“ Zeit ist.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.10.2009)

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18 Kommentare
Spring
26.10.2009 07:09
0 0

Auch die Tiere leiden darunter

Wann hört endlich dieser Schwachsinn auf?? Es ist ja nicht nur so, dass die Menschen sich umstellen müssen, auch die Tiere leiden darunter!

Gast: schneckerl
24.10.2009 22:56
0 1

beides hat Vorteile

In der Sommerzeit ist es abends länger hell - dafür ist es erst um 5 Uhr morgens hell.
Wer braucht wirklich schon um 4 Uhr morgens die Sonne? Die einen schlafen noch, die anderen müssen noch arbeiten und der kleine Rest schafft es auch ohne.

In der Winterzeit ist es um 17 Uhr finster - dafür ist wird es um halb acht Uhr hell.
Wer will morgens um acht Uhr noch in Finsternis aufstehen?

Ich finde es gut, dass es Sommer- und Winterzeit gibt.

Gast: jean paul
21.10.2009 08:57
0 0

womit wir wieder bei G waeren


Und dann kommt noch einer,
so wie ich,
mit ein wenig Honigkuchen, den Tau der Nacht in den Mundwinkeln wie ein Widersacher des heruntergekommenen Friedens, der den Geschmack des Himmels wo ganz anders sieht.

Birgit 68
20.10.2009 14:33
1 0

Wie wäre es damit,

die Sommerzeit für's ganze Jahr einzuführen?
Das hätte den Vorteil, dass man auch im Winter noch bei Tageslicht das Büro verlassen kann.
Klingt das nicht vielversprechend?

Arm sind die, die die Sonne im Winter, außer an den Wochenenden und im Urlaub, nur am Arbeitsplatz genießen können, soweit man da überhaupt von genießen sprechen kann.
Wenn man da aufgrund der Sommerzeit (die es erst einzuführen gilt) noch bei Tageslicht heim käme, könnte das sicherlich der einen oder anderen Depression vorbeugen!

Gast: sowieso
20.10.2009 12:16
2 0

aus für sommerzeit

nach wissenschaftlichen untersuchungen bringt die sommerzeit nichts und gehört daher wieder abgeschafft.

Birgit 68
20.10.2009 14:40
0 1

Re: aus für sommerzeit

Stimmt nicht: Die Sommerzeit bringt mehr Sonne in die Abendstunden, da der Sonnenuntergang auf später verschoben wird.

Antworten Antworten Gast: Gnastame
25.10.2009 10:23
0 0

Re: Re: aus für sommerzeit

und was soll daran gut sein?

Birgit 68
25.10.2009 11:24
0 0

Re: Re: Re: aus für sommerzeit

Ich korrigiere meine Antwort:
Im Sommer bringt sie, so gesehen, tatsächlich wenig. Wenn wir die Sommerzeit allerdings auf die kürzeren Wintermonate ausdehnen würden, wäre ein späterer Sonnenuntergang schon sehr sinnvoll!

Ich hätte halt keine neue Sommerzeit eingeführt, sondern eine neue Winterzeit, in der die Sonne später untergeht, und nicht früher.

Birgit 68
25.10.2009 11:04
0 0

Re: Re: Re: aus für sommerzeit

Wenn man die Sonne verabscheut, natürlich nichts!

tarrant
20.10.2009 08:19
1 1

Eine einzige Stunde

Es gibt zigtausende in Österreich die im Schichtdienst arbeiten. Da fragt niemand was es heißt sich jede Woche von Tag- auf Nacht- oder Frühschicht umzustellen. Aber wegen der Sommer- und Winterzeit wird alle sechs Monate ein Riesenbrimborium veranstaltet.

Spring
26.10.2009 07:06
0 0

Re: Eine einzige Stunde

Dafür verdienen die, die sich freiwillig dazu entschieden haben, aber 5 x so viel wie ich!

Antworten Gast: Presseleser
20.10.2009 09:29
1 1

Re: Eine einzige Stunde


Sie sagen es. Schichtarbeit ist nach wissenschaftlichen Untersuchungen nicht gerade lebensverlängernd.


Antworten Gast: Seele
20.10.2009 08:55
2 1

Re: Eine einzige Stunde

Aber man weiß ja auch welche Schäden am Menschen, an deren Gesundheit, durch diese Schichtdienste entstehen.

Schlafstörungen, Stoffwechselerkrankungen,
Herzrhytmusstörungen,
Blutdruckschwankungen,
Depressionen,
verunstaltetes Privatleben.

cmling
19.10.2009 21:26
2 0

Warum gibt es die "Sommerzeit" eigentlich noch?

Energie spart sie nicht, das wissen wir. Und wer freut sich, und warum, wenn es früher spät wird?

Birgit 68
28.10.2009 16:59
0 0

Re: Warum gibt es die

Hoppla!

Durch die Einführung der Sommerzeit (leider in den falschen Jahreszeiten), wird der Sonnenuntergang auf eine Stunde später verlegt.
Geht die Sonne in der Winterzeit, am 21. März zu einer bestimmten Zeit unter, so geht sie in der Sommerzeit, am 23. September, wo der Tag genauso lang ist wie am 21. März, eine Stunde später unter.

Es wird also nicht früher spät, sondern später!

Birgit 68
20.10.2009 14:19
0 0

Re: Warum gibt es die

Niemand!

4 2

Re: Warum gibt es die

also mir is es im sommer hundertmal lieber, wenn dank sommerzeit die sonne erst um 21.00h untergeht als wenn sie ohne um ca drei, halb vier uhr morgens aufgehen würde... ich find eher, die winterzeit ("normalzeit") könnte man abschaffen, da wird's ja schon um halb vier finster...

1 0

Ganz recht!

Aber gleichzeitig verschieben sich die Betriebs- und Öffnungszeiten nach hinten:
Früher haben viele Geschäfte und Betriebe schon um 7 oder 8 Uhr geöffnet - dafür war spätestens um18 Uhr zu.

Heute gehts das eher von 10 bis 20 Uhr. Das heißt, als kleiner Gewerbetreibender habe ich mit Sommerzeit eine kleine Chance, "nach Dienst" noch etwas bei Tageslicht zu unternehmen.

(Nur die Zusteller der Post stecken mir um 8 oder 9 Uhr ihren Verständigungszettel in den Briefkasten, damit ich dann meine Pakete vom 2 km entfernten Postamt selbst holen kann)

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