22.11.2009 21:27 | Meine Presse Merkliste0

Milch, Obst, Fisch: Unverträglichkeiten nehmen zu

22.10.2009 | 12:05 |   (DiePresse.com)

Ärzte warnten am Donnerstag in Wien, dass immer mehr Menschen Abbaustörungen haben. Diese treten häufiger auf als Lebensmittel-Allergien. Probleme gibt es mit der richtigen Diagnose von Intoleranzen.

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"Angeblich gesundes Essen ist nur dann gesund, wenn man es auch verträgt", sagt eine von Lebensmittelunverträglichkeit Betroffene. Die Empfehlung, fünfmal am Tag Obst und Gemüse zu essen, kann etwa für einen Menschen mit einer Fructose-Intoleranz zur Qual werden. Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind auf dem Vormarsch, berichteten am Donnerstag Mediziner bei einer Pressekonferenz in Wien.

Immer mehr Menschen in Europa leiden unter einer dieser Abbaustörungen im Darm, wie Zöliakie, Lactose-, Histamin- oder Fructose-Intoleranz bzw. Malabsorption. Während die klinisch nachgewiesene Häufigkeit von Nahrungsmittelallergien in Mitteleuropa nur bei drei bis fünf Prozent der Bevölkerung liegt, machen Unverträglichkeiten einer weit höheren Zahl von Betroffenen das Leben schwer.

Durchschnittlich zehn bis 30 Prozent der europäischen Bevölkerung leiden an einer Lactose-Intoleranz (Milchzucker), fünf bis sieben Prozent an einer Fructose-Malabsorption (Fruchtzucker), ein bis drei Prozent an einer Histamin-Intoleranz (etwa in Wein und Käste) und ein Prozent an einer Zöliakie (Gluten-Intoleranz). Die Dunkelziffer schätzen Ärzte weit höher ein.

Keine Allergie

Was viele nicht wissen: Eine Unverträglichkeit ist keine Allergie. Während eine Allergie eine Immunreaktion des Körpers gegen bestimmte Eiweißstoffe bedeutet, spielen sich Unverträglichkeiten hauptsächlich im Darm ab. "Unverträglichkeitsreaktionen entstehen, wenn Verdauungsenzyme Nahrungsbestandteile schlecht spalten", Michael Wolzt, Facharzt für Innere Medizin an der Universität für Klinische Pharmakologie und Universitätsklinik für Innere Medizin in Wien.

Nach wie vor müssen viele Betroffene jahrelang warten, bis eine Unverträglichkeit richtig diagnostiziert wird. In der Zwischenzeit quälen sie sich mit Blähungen, Übelkeit, Hautausschlägen oder Durchfall. Beispielsweise wird eine Fructose-Malabsorption häufig irrtümlich als Reizdarmsyndrom diagnostiziert, weil viele Symptome bei beiden Krankheitsbildern gleich sind. Wichtig sei es daher, ein Ernährungstagebuch zu führen, um dem Arzt die Diagnose zu erleichtern, erklärte der Mediziner Albert Missbichler.

Hoffnung bei Fructose-Intoleranz

Der Aufklärung über dieses Thema kommt nach wie vor große Bedeutung zu. Aus diesen Gründen haben sich vor einiger Zeit Experten zur Wissenschaftlichen Gesellschaft zur Forschung und Weiterbildung im Bereich nahrungsmittelbedingter Intoleranzen (NutriDis) zusammengeschlossen. Die wissenschaftliche Leitung wird von Missbichler wahrgenommen.

Derzeit wird in Graz ein Präparat getestet, das diese Störung im Transportsystem mit Hilfe des Enzyms Xylose Isomerase (XI) umgeht. "Die XI-Kapseln zeigten sich unter Laborbedingungen in der Lage, Fructose in leicht verwertbare Glucose umzuwandeln", erklärte Peter Komericki von der Klinischen Abteilung für Umweltdermatologie und Venerologie an der Medizinischen Universität Graz. Die endgültigen Ergebnisse werden voraussichtlich bis Jahresende veröffentlicht.

(APA)

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19 Kommentare
Saskatoon
05.11.2009 20:36
0 0

wen wunderts

es sind schon mehr zusatzstoffe im produkt enthalten, als ursprüngliches lebensmittel, damit es nicht schlecht wird und länger im shop herumliegen kann - denn gewinn ist alles
größter schmäh = bio

fg89
28.10.2009 09:43
0 0

alle drei zusammen...

meine freundin leidet unter fructose, lactose und histamin unverträglichkeit...

wäre schön wenn es da zu jahresende wirklich was geben würde um fructose haltige lebensmittel essen zu können...
auch wäre interessant, ob es ernährungsberater gibt, die sich mit allerhand unverträglichkeiten auskennen und eine kompetente beratung anbieten...bis jetzt wurde nichts brauchbares gefunden...

Gast: Gast
23.10.2009 00:40
1 1

zu viele belastende Stoffe

Impfungen wurden noch nicht als möglicher und plausibler Mit-Verursacher der Zunahme von Allergien genannt

ger49
22.10.2009 20:31
0 1

Wer will wirklich gesunde Menschen???

Vielleicht sollten wir einmal erforschen, was sind „lebende“ Lebensmittel. Chemie sollte damit nichts zu tun haben. Aber weil es so gut schmeckt und einfach zum Zubereiten ist, verschlingen wir grossteils ungesunde Chemie (will hier bewusst nicht Lebensmittel schreiben) oder verdorbenes Obst und Gemüse (weil nie ein richtiger Reifeprozess stattfinden konnte). Es gibt auch Umweltverschmutzungen in allen Bereichen. Pflanzen und Tiere nehmen diese Gifte auf und geben sie an uns wieder zurück!!! Die meisten füllen sich nur den Bauch, bedenken aber nicht, dass „Lebensmittel“ mehr als Bauchfüller sein sollten. Danach wundern wir uns, woher die vielen Krankheiten auftauchen, sofern sie nicht „zufällig“ bewusst aus dem Labor stammen. Bereits Moses hat in seiner Lehre darauf hingewiesen und Jesus unterrichtete uns die richtigen Lebensmittel in seinen Lehrjahren und auch der Neuoffenbarung nochmals. Nur darüber wird gelacht! Interessant ist nur, dass jene, die sich danach halten, nie eine Krankheit spüren!!! Aber wer will es schon ändern, wer will gesunde Menschen, ist doch der Gesundheitsbereich der grösste und gewinnträchtigste Wirtschaftszweig.

Gast: gast
22.10.2009 19:17
0 0

übrigens

...mein vorheriger kommentar über gestörte proteinverdauung hat natürlich nur am rande mit den erwähnten Malabsorptionsproblemen zu tun. aber in dem fall kann man wenigstens eine ursache ausmachen.

und im übrigen finde ich, man sollte seinem körper mehr vertrauen und ihn respektieren. wenn jemand kategorisch jeglichen salat ablehnt, aber jede menge gegartes gemüse und frisches obst ißt - soll er! und wenn jemand kein müsli mag, dafür aber gern kartoffeln - warum nicht?! wird ihm wohl gut tun.

wir brauchen sie nicht, diese ganzen ernährungsapostel! jeder weiß ohnehin, daß fett und zucker ungesund sind. viel mehr muß man nicht wissen. sich nicht überfressen, seine konsequenzen draus ziehen, wenn einem der bauch von irgendwas weh tut - und voilà is man schlank und gesund (ausgenommen angeborene stoffwechselstörungen).

Gast: gast
22.10.2009 19:09
1 0

"magenschutz"?

unzählige menschen bekommen wahllos "magenschutz"-medikamente verschrieben, die in den letzten jahren die umsatzstärksten medikamente weltweit waren! diese protonenpumpenhemmer schützen die magenschleimhaut indem sie die sekretion von salzsäure hemmen. aber die magensäure hat natürlich auch funktionen!

was sich nur sehr langsam herumspricht: protonenpumpenhemmer führen zu einem gehäuften auftreten von nahrungsmittelallergien, weil nahrungsproteine nur unzureichend gespalten werden.

ein dank der mutigen Frau Prof. Jensen-Jarolim von der MedUni Wien für diese wichtige Entdeckung! is sicher nicht lustig, den pharmariesen die cash cows madig zu machen.

0 0

Eine französs


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Eine französische Untersuchung

macht glauben, daß 80% der Fälle einer Histaminintolleranz bei Frauen um die 40 Jahre alt zu beobachten seien. Weil ich aber auch mit der Osteopenie als häufigstes Problem der nächst älteren Gruppe von Frauen zu kämpfen habe, muß ich mich physiologisch als reife Dame Ludmilla betrachten und jetzt mir eine Schokoladeblockade verpassen, die selbstverständlich kein Verbot meint. Ich liebe feine Schokolade, wie sie aus der Schweiz die Welt inspiriert, und die ist auch bei uns Empfindlichen der Sieger, so daß wir alle Hysterie wegschieben: auf der Zunge zergehen lassen muß man Schokolade und Nüsse, damit sie genug Speichel bekommen, weil der das Enzym zum Abbau der Histamine mitliefert. DAO ist das Meditationswort. Eigentlich meint es Diaminooxidase, aber mit dem genüßlich zelebrierten D werden die Speicheldrüsen hinter den Schneidezähnen zum Spritzen gebracht und nach dem vollmundigen AO kommt mit dem Schließen des Mundes das Schmatzen mit Reflex zum Bewegen der Wangen und des Unterkiefers, dann der Lippen, und damit wird ganz viel DAO gebracht. Freilich kann man eine totale Intolleranz mit furchtbarem DAO-Mangel diagnostizieren, aber wer hat denn schon eine genetisch absolute Verhinderung zur DAO-Produktion? Wir müssen dem Körper mehr Zeit lassen und gesund ernähren: Alkohol geht da nicht mit zusammen! Ganz ohne Alkohol und gärende oder vergorene Säfte kann ich ein starkes Medikament mit DAO-Hemmung vertragen und überleben und Schokolade genießen.

Gast: R.Greiler
22.10.2009 17:27
1 0

Oder sind die Lebensmittel nur ungenießbarer?

Das Argument, die Menschen sind empfindlicher stört mich, ich glaube die Menschen sind dieselben, aber die Sachen sind verschmutzter.

Max B.
22.10.2009 16:09
0 0

es ist kein wunder daß die probleme zunehmen.

weil wir zunehmend von der familie, der gesellschaft, den medien, den gesundheitsinstitutionen usw. bewußt oder unbewußt genötigt werden etwas bestimmtes zu essen weil es gesund ist - wissenschaftlich nachgewiesen, versteht sich, d.h. auf gut deutsch: nur für einen teil der menschheit zutreffend - obwohl wir es sonst nie oder jedenfalls nicht in dieser menge und häufigkeit essen würden.

dabei weiß der körper selbst am allerbesten was er braucht und was er verträgt.

ich quäle mich seit jahrzehnten mit obstportionen, milchportionen, der empfohlenen anzahl mahlzeiten, lasse kohlehydrate, fleisch, fett weg, habe mit todesverachtung absolut grausliche speisen gegessen - je nach dem was gerade modern ist - und habe erst mit dieser nur mit eiserner disziplin und konsequenz möglichen angeblich "optimalen" ernährung - die für mich, wie ich heute weiß, eine absolute fehlernährung ist - anhand der sich erst nach jahren einstellenden gesundheitlichen beschwerden den "experten" beweisen können, daß ich mich deshalb nicht instinktiv so ernähren würde, weil ich es nicht richtig verdauen kann und davon krank werde.

ich bin schon dafür, daß man sich mit den eigenschaften und wirkungen bestimmter ernährungsgewohnheiten auseinandersetzt und jeder für sich auch immer wieder etwas neues ausprobiert, aber es darf nur ein probieren sein, kein sollziel.

mittlerweile halte ich jede manipulative, oft sogar schulderzeugende beeinflussung der langfristigen ernährung für gesundheitsschädlich.

EMFR
22.10.2009 15:34
0 0

Es gibt nur eine Lösung,

und die liegt in der Kindheit:

Sandkuchen, Erde und kleine Tiere schmecken gut, und man bleibt gesund.

Mahlzeit!

Antworten Gast: chris
22.10.2009 16:06
0 0

Re: Es gibt nur eine Lösung,

ich hab als kind sehr gerne im dreck gespielt, zum leidwesen meiner mutter und habe sogar erde verköstigt. ich wurde sauber, aber bestimmt nicht keimfrei erzogen und trotzdem leide ich an einer histaminintoleranz.

Gast: orange
22.10.2009 13:45
0 1

regelmaessing essen

Fruestueck mit Cereal und Milch, Mittag Salat mit Huhn oder Fisch ( kleine Portion)..Abendessen Salat und Fleisch oder Fisch und zwei Glass Weisswein..keine andere Speisen und keine Sodas, nur Wasser.

So bleibt man gesund und jung..und alles klappt.

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Eines würde mich dabei interessieren....

...wann um alles in der Welt schafft man es, 5x am Tag etwas zu essen, wobei es sich um Obst oder Gemüse handeln soll?
Für meinen Geschmack ziemlich realitätsfern.

Antworten Gast: pferdekopf
22.10.2009 13:39
1 0

Re: Eines würde mich dabei interessieren....

es gibt in österreich mehrere hunderttausend beamte!

Gast: Statistikfreund
22.10.2009 12:51
0 0

Vielleicht...

... liegt diese "Vormarsch" auch daran, dass das Bewustsein für Nahrungsmittelunverträglichkeiten in den letzten Jahren stark zugenommen hat? Dadurch dürften etliche Fälle von der Dunkelziffer zur Statistik gewandert sein, ohne dass sich an der tatsächlichen Häufigkeit von NUs etwas verändert hätte.

guy_fawkes
22.10.2009 12:43
2 0

Fertigprodukte?


Kann es sein, dass es einen gewissen Zusammenhang zwischen den Unverträglichkeiten und Fertigprodukten gibt???

Der Körper ist vielleicht aufgrund der ständigen Aufnahme von Geschmacksverstärkern und künstlichen Aromen die natürliche Form von Obst und anderen Lebensmitteln gar nicht mehr gewohnt!?!

Bitte um Aufklärung...

Antworten Gast: Ich will gesund bleiben!
22.10.2009 13:09
3 0

Re: Fertigprodukte?

An alle Österreicher!
Eßt kein/e:

- Feriggerichte
- Fertigsuppen
- Gemüse, wo nicht BIO draufsteht
- pasteurisierte Milch
- Käse aus pasteurisierter Milch
- Obst, wo nicht BIO draufsteht
- Getränke wie, Cola, Fanta, Sprite, Red Bull......,
- Fleichwaren aus dem Supermarkt
- Mehl aus dem Regal
-usw

Was gesund ist, sind:

- Alle Bioprodukte
- Biogetreide, selbst gemahlen und sofort verarbeiten
- Obst und Gemüse aus der Region, natürlich unbehandelt
- Rohmilch und Fleisch, direkt vom Bauern
- Nur Bergkäse aus unpasteurisierter Mich
- alle Gericht selbst kochen

Leute, stellt Eure Ernährung um! Nur so werdet Ihr und bleibt Gesund und fördert damit nicht die Milchmafia und Pharmazie!

Heike P.
22.10.2009 12:48
1 0

Fertigprodukte?

Auch dort (Fertignahrung) wird Fruktose in großen Mengen hineingeschüttet, wo man gar nicht damit rechnet.

Schlagzeilen Gesundheit