22.11.2009 10:26 | Meine Presse Merkliste0

Kassenreform: Radikalumbau im Gesundheitswesen

29.10.2009 | 18:30 |  CLAUDIA DANNHAUSER (Die Presse)

Ärzte und Krankenkassen werden nun auch vom Gesetzgeber zum Sparen gezwungen. Die Stadt Wien reduziert 334 Spitalsbetten bis 2015, baut bei Tageskliniken und Ordinationen aus.

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Wien.Eine umfassende Gesundheitsreform kommt zwar mit der laufenden Krankenkassensanierung noch nicht in Gang. Dennoch bringt die legistische Umsetzung, wie sie Gesundheitsminister Alois Stöger in der „Presse“ erläutert, einschneidende Änderungen für Ärzte und Patienten. Im Vordergrund steht die Verpflichtung zu mehr Ökonomie bei gleichzeitigem Ausbau der Qualität. Eine Effizienzsteigerung, die einen radikalen Umbau der Versorgung beinhaltet, plant auch Wien. Als erstes Bundesland legt es einen detaillierten „Regionalen Strukturplan Gesundheit“ (RSG) vor. Er beschäftigt sich nicht nur mit dem Angebot in Spitälern und Ambulanzen, sondern auch mit niedergelassenen Ärzten und dem Pflegebereich.

Die Kernpunkte des Plans, der der „Presse“ vorliegt: Die Akutbetten werden vom Zentrum und dem Südosten der Stadt Richtung Westen, vor allem aber in den Nordosten verlagert. Die Bettenzahl wird um insgesamt 300 reduziert, wobei es auch Fachgebiete gibt, die aufgewertet werden, wie die Unfallchirurgie, die Akutgeriatrie oder die Psychologie. Dafür erwartet sich Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely eine bessere Patientenversorgung in Tageskliniken. Das muss sich allerdings erst rechnen. Und dafür müsste der Bund Grundsätzliches an der Gesundheitsfinanzierung ändern.

1Zu viele Spitalsbetten, vor allem in den falschen Bereichen

Die Stadt Wien analysierte den Bettenstand 2008 und errechnete ein Plansoll für 2015. Grundlage bildeten die Reduktion der Verweildauer, die Verlagerung zu niedergelassenen Ärzten, Tageskliniken und Ambulanzen sowie die Bevölkerungszunahme (plus 100.000) und der Nachholbedarf in Neurologie, innerer Medizin oder Palliativmedizin. Demnach braucht Wien in sechs Jahren 10.078 Spitalsbetten, 334 weniger als derzeit.

2Der Ausbau der Tageskliniken muss sich künftig rechnen

40Prozent aller Aufnahmen bei Augenkrankheiten könnten tagesklinisch erledigt werden, bei Hautkrankheiten sind es 35Prozent. Derzeit rechnet sich das für die Länder allerdings nicht. Denn stationäre Behandlungen sind zu 55 Prozent aus Fondsmitteln (Sozialversicherungsgelder etc.) abgedeckt, den Rest zahlt das Land. Ambulante Behandlungen sind nur zu 18 Prozent gedeckt, Tageskliniken unterschiedlich geregelt. „Ob das klappt, hängt also vom Bund ab. Wir stellen den Zug nur auf das richtige Gleis“, so Wehsely.

3Bessere Verteilung von Fachärzten auf das Stadtgebiet

Wien hat im Vergleich zu anderen Bundesländern mehr Fachärzte, dafür weniger Allgemeinmediziner. Das entspricht dem durchschnittlichen Bild einer Großstadt, liegt an anderen Krankheitsbildern und am hohen Gastpatientenanteil. 20 Prozent kommen aus dem Wiener Umland – nicht nur in die Spitäler, auch zu niedergelassenen Ärzten. Das ist in der Stellenplanung berücksichtigt, die zum Beispiel für den Wiener Westen mehr Augen-, Haut- oder Kinderärzte vorsieht, aber weniger Neurologen und Pulmologen oder im Nordosten mehr Gynäkologen und Zahnärzte, dafür geringfügig weniger Urologen.

Bedingung für eine Aufwertung des niedergelassenen Bereichs ist für Wehsely aber eine Änderung bei den Öffnungszeiten der Ärzte. Sie hofft auch auf eine Umsetzung der Ärztegesellschaften. So könnten sich beispielsweise alle Fachärzte, die im engeren und weiteren Bereich mit Kindern zu tun haben, in einem Zentrum zusammenschließen und zumindest für Teilbereiche eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung anbieten. „Aber auch dafür fehlt noch eine legistische Umsetzung durch den Bund.“

4Ein neues Großspital und drei Krankenhäuser weniger

Im neuen Krankenhaus Nord plant Wien 779 Betten, 24 davon in einer Erstaufnahmestation. Sie soll, wie schon in anderen Ländern erprobt, Patienten, die nicht ins Spital gehören, wieder zum Hausarzt schicken. Die Verlagerung über die Donau trifft das Krankenhaus Floridsdorf (176 Betten), das orthopädische Krankenhaus Gersthof (102) und die Semmelweisklinik (109), die zur Gänze wegfallen. Auf das Stadtgebiet aufgeteilt werden außerdem 251 psychiatrische Betten des Otto-Wagner-Spitals. Mengenmäßig noch größer ist die Verlagerung in den Pflegebereich. Bis 2015 soll es in Wien 10.000 Pflegebetten geben, derzeit hat man etwa 9100. „Vor allem in der inneren Medizin liegen noch immer viele alte Menschen in Akutbetten, die eigentlich in Pflegebetten gehören“, so Wehsely. Die Stadträtin tut sich da freilich leichter als andere Gesundheitsreferenten in den Ländern, ist sie doch auch für den Pflegebereich zuständig.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.10.2009)

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34 Kommentare
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Gast: ein kenner
06.11.2009 12:36
1 0

Reichtümer

wenn man sieht, welche reichtümer ärzte anhäufen, so kann am gesundheitssystem etwas nicht stimmen, aus jeder praxis ein ambulatorium mit angestellten ärzten machen und so wie bei den angestellten "all inclusive" verträge, da wird man schon sehen, wie viel man sparen kann.

Antworten Gast: mitnichten
07.11.2009 22:16
0 1

Re: Reichtümer

die neiddebatte ist eröffnet...

Antworten Antworten Gast: Das allerdümmste ¿Argument¿
08.11.2009 15:30
0 0

Re: Re: Reichtümer

ist das von der Neiddebatte. (Und Herr oder Frau ¿mitnichten¿ ist schon weiter unten durch - aggressiven - Unsinn und blanker Polemik aufgefallen.) Tatsache ist, dass die Ärzte zu teuer sind. Basta. Sie sind einer der drei Gründe, warum unser Gesundheitssystem unweigerlich in die Unfinanzierbarkeit schlittern wird, wenn nicht radikal gegengesteuert wird. Die anderen Gründe sind die aberwitzigen Spitalskosten, mitverursacht durch größenwahnsinnige Landesbonzen, und der dritte Grund ist das Fehlen von Selbstbehalten. Durch dieses Fehlen eines zum. ansatzweisen Kostenbwußtseins werden die stumpfsinnigen Schildbürger Österreichs nie lernen, daß Gesundheit Eigenverantwortung - sprich: eine halbwegs gesunde Lebensweise - braucht. Aber hierzulande ist es leider so: der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Die Ärztekammer jedenfalls ist eine reine, maßlose, arrogante, geldgeile Inkassotruppe. Verantwortungsbewußtsein für das Ganze ist ihr völlig fremd. (Wie viel zu vielen anderen Österreichern allerdings auch.)

Gast: international
03.11.2009 11:45
0 0

verwaltungskosten sparen!

ich glaube, man muss nicht in erster linie über die arzthonorare diskutieren. in der verwaltung wird sehr viel geld vergeudet.
unser gesundheitssystem ist unübersichtlich. es gibt keine klaren strukturen. viele verschiedene krankenkassen, spitalserhalter, krazaf, die bundesländer, die regierung, ... alle reden mit und zahlen ein bißchen. gelder werden zwischen gut wirtschaftenden und defizitären kassen hin und hergeschoben.

der kassenpatient erfährt auch gar nicht, welche kosten er verursacht hat und was der krankenkasse genau alles verrechnet wurde. eine klare abrechnung - wie bei jedem autoservice selbstverständlich - gibt es nicht.
selbstverständlich würde auch ein selbstbehalt das kostenbewusstsein des patienten schärfen. das funktioniert in vielen bereichen - etwa bei den selbstständigen oder den beamten problemlos. für mindestrentner etc. kann man ja eine ausnahme vorsehen - so wie jetzt schon bei der rezeptgebühr.


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Selbstbehalte kommen nicht in Frage!!!

Man zieht mir pro Monat 600,-- Euro nur für Sozialversicherung ab. Und pro Jahr verbrauche ich genau 200,-- Euro. Und so geht es vielen. Die Menschen müssten umerzogen werden. Statt Fernsehen mehr spazieren gehen, statt Auto fahren mit dem Fahrrad ins Büro - so mache ich das. Und ich bleibe hoffentlich bis ins hohe Alter gesund.
Meine Nachbarin liegt mit 60 JAHREN den ganzen Tag im Bett und beschwert sich ständig über ihre Krankheiten. So geht es einfach nicht.

Gast: Gast
02.11.2009 10:38
1 1

Selbstbehalt

Es muss nicht bei den Ärzten sondern bei den Patienten gespart werden.

Selbstbehalt (evtl. mit jährlicher Obergrenze) wird so zur Pflicht.

Nicht jeder eingebildete Wehweh muss und soll ärztlich behandelt werden. Auch sollten Untersuchungen nicht mehrfach durchgeführt werden. Mit Selbstbehalt bekommt der Patient die Möglichkeit zur Kostenkontrolle und wird sich - ob des Schmerzes im Geldbörserl - vermehrt für Qualität interessieren. Geholfen ist damit allen!

Gast: ach so?
02.11.2009 04:32
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Ärzte

denkt eigentlich mal jemand über diese schwachsinnige Bezeichnung nach? Oder was wollen und die Ärzte damit sagen? Dass sie nicht für ihre Fehler haften wollen? Das tun sie sowieso nicht.

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Verständlich


Angesichts der Massen an tagtäglich verhungernden Ärzten in Österreich sind diese Forderungen nach mehr Geld höchst verständlich.

Antworten Gast: Gast
02.11.2009 10:55
2 0

Re: Verständlich

Mit Verlaub, aber wie junge Assistenzärzte tagtäglich bei einem absoluten Scheissgehalt ausgebeutet werden, grenzt an ein Verbrechen! 60h-Wochen sind für diese Normalität, dazu Nacht- und Wochenenddienste, an Familie ist da nicht zu denken. Von der zu tragenden Verantwortung ganz zu schweigen.

Hier so lapidar zu pauschalisieren, wird der Sache nicht gerecht. Gespart muss werden, unbedingt. Aber bitte bei den Kostenverursachern und das sind eben die Patienten bzw. die vielen nichteinzahlenden Patienten. Ein kräftiger Selbstbehalt tut not!

Antworten Antworten Gast: edwood
02.11.2009 11:39
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Re: Re: Verständlich


liebe frau kollegin!

Auch ich bin Assistenzarzt, aber ich muss Ihnen absolut widersprechen. Rechnen sie das Gesamtgehalt (nicht nur das Grundgehalt), dann verdienen wir sehr wohl genug. Wir sind weit über dem Durchschnitt von Österreich und vergessen SIE nicht, dass wir eigentilch noch in Ausbildung sind!

In welchem Beruf erhalten Sie in Ausbildung so VIEL?!?

Mit lieben Grüßen

Antworten Antworten Antworten Gast: mitnichten
07.11.2009 22:14
0 0

Re: Re: Re: Verständlich

Junge, du vergisst, dass du im ersten Teil deiner Ausbildung (dem Studium) nicht einen Groschen im Heilberuf verdient hast - und das über 6 (sechs !) Jahre oder mehr.

Frag mal einen Lehrling ob er eine theoretische Ausbildung ohne Gehalt machen wollte, ohne deren Abschluss er nicht zur Lehre zugelassen würde.

So gesehen ist Dein Spitalsgehalt (übrigens - rechne Dir mal deinen Nettostundenlohn aus, nämlich nach Abzug von Steuern, Kammerabgaben und verpflichtenden Wohlfahrtsfondsabgaben) ein jämmerliches, auf dessen Basis Du sicher keine 4-köpfige Familie alleine ernähren kannst. Bist übrigens auch kein Schwerarbeiter, auch wenn Du regelmässig die ganze Nacht am OP-Tisch stehst.

Grüsse
Ein Kollege

Antworten Antworten Antworten Gast: stirntipp
03.11.2009 06:32
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Re: Re: Re: Verständlich

Endlich einer der die Wahrheit ausspricht. Danke dafür.

Antworten Antworten Antworten Gast: fadinger
02.11.2009 19:06
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Re: Re: Re: Verständlich

dann bist du Radiologe oder Labormediziner in Ausbildung bzw. geschützte Werkstätte a la Hanuschkrankenhaus -

als Assistenzarzt kann ich vom verdienten gut leben, führe kein Leben als Krösus aber meinen Stundenlohn möchte ich allerdings auch nicht wissen.
Im übrigen finanziert sich das Gesundsheitswesen nicht über eine Gehaltsdiskussion - schon gar nicht von Spitalsärzten - und damit meine ich die vielen tausend Indianer in den Ländern und nicht die paar Häutplinge vom Goldenen Kreuz.

Eines aber ist sicher: Standesvertreter werden Sie, Herr Edwood nicht mehr werden!!

Antworten Gast: Der Gourmet
01.11.2009 22:41
1 0

Re: Verständlich

Dieses Kommentar kommt ja wohl immer wenn's darum geht, dass die Ärzte mehr Geld wollen. Sind ja auch alles Millionäre oder?

Aber dass Ärzte ca. 9-12 Jahre Ausbildung brauchen bevor sie mal Ärzte-Geld verdienen können, das interessiert keinen. Gehälter für Ärzte steigen nicht jedes Jahr gleich mit der Inflation (die Metaller kriegen praktisch automatisch jedes Jahr mehr), was dazu führt, dass Ärzte heute nicht mehr solche überreichen Typen sind wie vor 30 Jahren. Dann beachtet auch NIEMAND den Unterschied zwischen niedergelassenen Kassenärzten und Spitalsärzten. Ein niedergelassener ist im Endeffekt genauso Unternehmer wie ein Bäcker mit seiner Bäckerei oder ein Wirtshauswirt. Denen wird aber nach und nach der Einstieg ins Unternehmertum erschwert. Gesundheitspolitische Neuerungen wie zB die ganzen E-Card Systeme werden ja nicht vom Staat bezahlt (der diese jedem Arzt aufzwingt), nein die monatlichen Kosten muss der Arzt tragen.

Worauf ich hinaus will: Arzt zu sein ist bei weitem nicht mehr so lukrativ wie vor einigen Jahren. Wer schon seine Praxis hat, der kann sie gut weiterführen, auch wenn die Gewinne dort weniger werden. Wenn die Politiker und -rinnen so weitermachen mit ihren Reformen werden sich aber bald keine neuen Ärzte mehr niederlassen, weil es sich nicht rentiert. Dann kommen private Gesundheitszentren wo pro Patient 3 Minuten erlaubt sind, sonst werden die angestellten Ärzte gefeuert.Mein Beileid an alle aufmerksamkeitsbedürftigen Mütterleins und die Psyche!

Antworten Antworten Gast: lala
02.11.2009 13:06
0 0

Re: Re: Verständlich

Ist ja echt ein Hammer was Ärzte, die bis vor kurzem keine Disseratation schreiben mussten, und im Gegensatz zu anderen Akademikern sich sofort Dr. schimpfen in Ihrer Ausbildungszeit verdienen. 60h Woche - wenn es gut kommt wird man vielleicht nur einmal im Nachtdienst aufgeweckt . haben Sie eigentlich auch schon Rechtsanwaltsberüfsanwärter (Verdienst wesentlich schlecher) Steuerberaterberufsanwärter, die in der Wirtschaftsprüfung arbeiten ( 60h sind nicht viel sondern usual und der Verdienst ist wesentlich weniger) gesehen die wenn Sie arbeiten schlafen???
Ich war vor kurzem eine Woche in einem der Wiener Vorzeigekrankenhäuser stationär, 30% an rein organisationstechnischem Einsparungspotential ist dort auf jeden fall drinnen.


Antworten Antworten Antworten Gast: fadinger
02.11.2009 19:16
0 0

Re: Re: Re: Verständlich

dann reicht wohl die Krankenschwester für die Nacht - oder - bin voll auf Ihrer Seite, will auch entlich einen 40h Job und leg dann jeden Tag um 1530 mein Telefon ab

PS: Ihren akuten Blinddarm behalten Sie einfach bis ich wieder komme - inzwischen schreib ich an meiner Diss weiter;-)

Che G
02.11.2009 11:09
0 0

Re: Re: Verständlich

Wenn ich mir bei uns im Ort Apotheker und Hausarzt anschaue, so mache ich mir jetzt ernsthaft um deren Überleben Sorgen.
Wahrscheinlich werde ich mit dem Hut absammeln gehen, damit sie sich noch die Betriebskosten ihrer zahlreichen Häuser im Salzkammergut oder Kitzbühel leisten können.

Antworten Antworten Antworten Gast: Der Gourmet
02.11.2009 13:01
0 0

Re: Re: Re: Verständlich

Na wie sie meinen, dann sind eben alle Ärzte gleich, die Apotheker noch dazu (die sind ja eigentlich auch Ärzte). Alle sind etwa 55, überreich, haben zahlreiche Häuser in den Nobelorten Österreichs. Keiner davon kümmert sich um seine Patienten und dass Privatpatienten (die mehr zahlen) besser behandelt werden ist auch nicht gerecht. Eigentlich unfair, dass ein Mechaniker beim nächsten Renaultbetrieb oder ein Eisenbahner nicht mehr verdient als ein Arzt! Abgesehen davon sind Ärzte asozial und eigentlich nur Sozialschmarotzer, denen das Geld in den Hintern gesteckt wird.

... tut mir echt Leid wenn sie bei ihrem Hausarzt ein solches Bild vor sich haben, aber meiner Erfahrung nach sind nicht alle so. Wenn Sie meinen Beitrag genau gelesen haben, dann habe ich nicht behauptet, dass man sich um die Überlebenschancen der Ärzte Sorgen machen muss, die haben schon noch Reserven. Das Problem liegt bei den immer größeren Hindernissen für Jungärzte und die Zukunft der Medizin. Aber so wie's ausschaut interessiert das eh keinen... hauptsache man kann sich drüber beschweren, dass der Hausarzt mehr Geld hat als man selber.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: stirntipp
03.11.2009 06:51
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Re: Re: Re: Re: Verständlich

Schon mal darüber nachgedacht, wie es die Patienten empfinden? Dass man immer mehr Misstrauen hat, da der behandelnde Arzt, nicht Arzt aus Berufung ist, sondern nur noch das Konto im Auge hat. Auch Kassenärzte haben jeweils in der Stunde wieviele Patienten???? 4, 5, 6,, 7, 8, 9, ????
Ist dieser Stundenlohn nicht genug?
Teuerste Riesenpraxen, müssen so und so viel "einspielen" damit es sich rechnet, auf Kosten der Patienten.Andere tragen in ihrem Beruf auch hohe Verantwortung, wo es um Menschenleben geht...Feuerwehr, Mechaniker, Installateur...wenn ein Installateur nur einen Fehler beim Anschluß der Gasleitung eines Hochhauses macht..na dann rabummmmst es! Lokführer, haben jeden Tag Verantwortung für das Leben von 100ten Menschen zu tragen, und dürfen sich keine einzige Fehlentscheidung leisten!
Es gibt doch tatsächlich Menschen die ihren Beruf aus Berufung ausführen, trotz Veratwortung...leider sieht man das allzuselten im medizinischen Bereich.
Die lange Ausbildungszeit dürfte kein Überraschungseffekt sein, oder? Jede Weiterbildung vom Lehrberuf zum Meister, und darüber hinaus, dauern auch viele, viele Jahre und die Kosten sind selbst zu tragen..nur soviel dazu...

Übrigens, in Japan dauert die Ausbildung für einen Sushimeister 10 Jahre!

Gast: Seele
31.10.2009 17:06
1 0

Reformen für, und nicht gegen die Menschen


http://oe1.orf.at/inforadio/103408.html

Deutscher Experte bestätigt Fehlerschätzung
Matthias Schrappe vom deutschen Aktionsbündnis Patientensicherheit und Medizinprofessor hält die Zahl für plausibel und warnt davor, die Fehler zu leugnen.

Buchtipp
"Verschlußsache Medizin: Wie sie uns krank macht, wer davon profitiert und wie Sie das System überleben"; Kurt Langbein; ISBN-10: 3902404736; ISBN-13: 978-3902404732

Gast: stirntipp
31.10.2009 14:20
2 0

Reformen ohne Gewinnzuwächse in den Vordergrund zu stellen!

Reform ist wichtig!

Aber seit der Zeit, seitdem erwartet wird, das Krankhäuser Gewinn machen müssen/sollen, ist das Gesundheitssystem erst recht im Absteigen, da durch unnötige Operationen zusätzliche Kranke "erzeugt" werden.

Ärzte steigen nur auf, wenn sie so und so viele Operationen nachweisen können...in Österreich gibt es mehr Gebärmutteroperationen als sonst in irgendeinem Land. Mehr Knieoperationen, als sonst in irgendeinem Land. usw., usw...nachzlesen bei Kurt Langbein! Und auch aus eigenen Erfahrungen an mir und meinem Umfeld erkannt was läuft. Fleissige, überarbeitete Ärzte.

Die Steuern sind aus dem Volk und für das Volk! Und es gibt Dinge, die sind von dauerndem Wert, wie das Service für den Steuerzahler, dass selbstverständlich zur Verfügung zu stehn hat. Dazu zählt nicht nur die Bahn, nicht nur das Krankenhaus...

Eine eCard Krankengeschichte müsste wohl in den Krankenkassen aufliegen, und ersichtlich sein, ob mit einer Karten innerhalb 1 Jahres 3 Geburten verrechnet wurden, wie es schon vorgekommen ist.

Doppelverrechnungen von Ärzten, müssen in den Krankenkassen ebenso aufliegen, wie das verweisen von dringenden Patienten, direkt in die Privatpraxis des Krankenhausarztes.

So schon erlebt: Am Telefon einer Abteilung in einem Krankenhaus: Nein, bei uns haben sie Wartezeit bis zu 5 Monaten, aber zufällig hat unser Arzt eine Privatpraxis, und ich kann ihnen die Telefonnummer geben!

Wenn ich daran denke, wieviel ich an Beiträgen im Jahr bezahlen muss, kotze ich.

enzo
30.10.2009 09:45
5 2

Kranke Kassen

War leider dieses Jahr 3x länger im Krankenhaus die Durchschnittsbelegung sind 80% Auslandsstämmige Menschen wobei die Hälfte davon Verständigungsprobleme hat da sie die Sprache nicht beherrschen und weit über 60 Jahre alt sind.
Erhebt sich die Frage wieviel haben die wenn überhaupt ins Krankenversicherungssystem je einbezahlt.
Zusatztafeln im WC bezüglich Reinlichkeitshinweise sind in :
Serbokroatisch,
Türkisch,
Polnisch
Nur eigenartiger Weise nicht in Französisch oder English vorhanden ob das mit Kultur zusammenhängt ??

Antworten Gast: Seele
31.10.2009 14:38
2 0

Re: Kranke Kassen

Vor einer schweren Operation, sagte die Schwester zu mir, ich solle alles an Wertsachen wegsperren, denn es wird so viel gestohlen.

Im AKH, ging es Tag und Nacht zu, als sei vor der Krankenzimmertür, der Hauptbahnhof. An gesundes schlafen war nicht zu denken, wenn ich beobachtet habe, wer da alles Zutritt ins Krankenzimmer hatte.

Die Hygiene war eine Katastrophe, anscheinend weiß man nicht, welche Krankheiten, sich durch nicht vorhandene Hygiene, von Zimmer zu Zimmer weiter verbreiten!

Einsparungen beim Reinigungspersonal, bei Küche, und ausgelagerten Wäschedienst ins nahe Ausland, sollte einmal von einem verantwortungsbewussten Arzt unter die Lupe genommen werden.Was alles eingeschleppt wird!

Überarbeitete Ärzte und Schwestern, müssten bei so vielen arbeitslosen Medizinern in Zeiten wie Diesen wirklich nicht sein. Wahrscheinlich zählt aber nur der Kontostand des Krankenhausvorstandes, was er einspart bleibt ihn übrig. Die sich daraus ergebenden Schäden und Kosten hat der Steuerzahler zu tragen?

Wieviele Krankheiten werden vermehrt, weiterverbreitet, und nicht sorgsam behandelt, durch Einsparungen?

Was kosten die Einsparungen, und was bringen sie dem Steuerzahler?
Wer nicht egoistisch denkt, weiß wohin das führt...Rückschritt

Die Bevölkerung zahlt Steuern, damit diese für die Bevölkerung "richtig" eingesetzt werden.

Das Betteln müssen, um dieses Service, aus dem Volk und für das Volk, kann nicht so weiter gehen. Das Volk ist nicht der Feind, sondern der Auftraggeber

Mars
30.10.2009 15:24
0 0

Re: Kranke Kassen

Finde: Nicht jedes subjektive Empfinden muß publiziert werden! – Aber wenn man sich schon über die 'Ausländer' ausläßt, dann bitte (schaut einfach besser aus) in einem halbwegs korrekten Deutsch. Dazu zählt noch immer die Groß-/Kleinschreibung und der leidige Beistrich. – Sorry.

3 1

wieviel haben die wenn überhaupt ins Krankenversicherungssystem je einbezahlt

'auslandsstämmige' menschen arbeiten nicht?
sind von der sozialversicherung befreit?
sollen sich spätestens mit 60 in den holzpyjama legen?
ärzte bzw pflegepersonal können sich nicht mit ihnen verständigen?

für manche ist KEIN thema zu weit hergeholt, um daran nicht vorurteile und hass aufzuhängen...

hw
30.10.2009 18:38
1 0

Re: wieviel haben die wenn überhaupt ins Krankenversicherungssystem je einbezahlt

es gibt hier einen ungeschriebenen wettbewerb den manche betreiben.

wie kommt man mit den wenigsten wörten vom artikelthema zum thema auslaender. natürlich negativ besetzt.

sowas ist krank, einfach krank, und bedarf einer großen portion minderwertigkeitskomplex.

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