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Adipositas: Mehr Körpergewicht, mehr Spitalsaufenthalte

22.02.2010 | 18:34 |  GERTA NIEBAUER (Die Presse)

Abspeckpillen lösen das Problem der krankhaften Fettleibigkeit nicht – das ergaben neueste Studien.

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40Tage vor Ostern soll der gläubige Christ fasten, auch andere Religionen schreiben Fastenzeiten für die Läuterung von Körper und Geist vor. Die moderne Medizinwissenschaft bestätigt die Sinnhaftigkeit dieser religiösen Riten. Üppige Nahrung, zu viel Fett in den Speisen und schließlich um den Bauch – Übergewicht ist ein gefährlicher Risikofaktor für die Gesundheit. Internationale Studien ergaben: Je schwerer der Mensch ist, um so öfter muss er zum Arzt oder ins Krankenhaus.

„Das wesentliche Ernährungsproblem ist der übermäßige Konsum von gesättigten tierischen Fetten, die Ursache für die Entstehung des sogenannten metabolischen Syndroms: hoher Blutdruck, hoher Cholesterinspiegel, Diabetes und in Folge Herz- und Gefäßkrankheiten“, warnt Lipidspezialist Univ.-Prof. Dr. Helmut Sinzinger von der Medizinischen Universität Wien. Wer Gutes für Herz und Gefäße tun will, muss seinen Speiseplan ändern, denn, wie neueste Studien zeigen, Abnehmpillen lösen das Problem der krankhaften Fettleibigkeit nicht.

 

Vitadox: Urlaub für den Darm

Ein individuell angepasstes Heilfasten mit der Fachbezeichnung Vitadox wurde in dem südslowenischen Thermalbad ?marje?ke Toplice, übersetzt Margarethenquelle, entwickelt. Das Konzept geht über das übliche Heilfasten hinaus und beruht auf einem ganzheitlichen Gesundheitsaspekt mit erzieherischen Zielsetzungen. „Es geht nicht nur um Gewichtsabnahme, sondern um den Abbau von Schadstoffen im Körper. Wir geben dem Darm Urlaub, die Darmflora kann sich so regenerieren, schädliche Bakterien werden abgebaut. Das Immunsystem wird dadurch gestärkt, der Stoffwechsel angeregt“, erklärt Chefarzt Dr. Tomislav Majic.

Nach einer Vorbereitungszeit, in der schrittweise feste Speisen gestrichen werden, erhält der Kurgast flüssige Nahrung in Form von Frucht- und Gemüsesäften, angereichert mit Mineralstoffen, und basische Suppen. Nach sechs Tagen beginnt man langsam mit fester Nahrung, bis ein Übergang zu einer leichten, bekömmlichen Kost erreicht wird, die dann auch im Alltag beibehalten werden soll.

„Wir bemühen uns um eine Gesundheitserziehung, um eine Prävention auf dem Teller“, betont der Kurarzt. So gibt es unter anderem ein spezielles Programm für Diabetiker, das den Typen I und II angepasst ist. Neben den entsprechenden Menüs sind auch spezielle körperliche Aktivitäten eingeplant. Ein weiteres, für Diabetiker besonders wichtiges Programm gilt dem Rauchstopp. Diabetologen haben nämlich festgestellt, dass es bei Zuckerkranken, die weiter rauchen, rascher zu Diabetesfolgeerscheinungen kommt, wie Gefäßproblemen, Nieren- und Augenschäden.

Zahlreiche Studien belegen die Erfolge der angebotenen Kuren: Bereits mit einer 14-tägigen Kur können wichtige Parameter wie Blutdruck, Cholesterin- und Zuckerspiegel um bis zu zehn Prozent gesenkt werden. Die Gewichtsabnahme betrifft vor allem das Körperfett um den Bauch.

www.terme-krka.si

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.02.2010)

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2 Kommentare
OGHaHa
24.02.2010 22:50
0 0

Fasten...

Also bei den Religionen ist dass ein ziemlicher Schwindel. Im Christentum wurden eine Fülle von Umgehungsmöglichkeiten geschaffen. Wenn man sich das im "Wikipedia" anschaut gehts ja in erster Linie ums Fleisch, na dann "faste" ich schon 30 Jahre. Auch im Islam ist bekannt, dass der Verbrauch an Lebensmittel im Ramadan am höchsten ist, da man praktischerweise mit Sonnenuntergang so richtig "völlern" kann.

mediview
23.02.2010 10:52
0 0

Studien...

Schon ganz interessant, mit welchen "No-NA-Themen" sich Studien auseinander setzen. Ausnahmen gibt es, aber die Schlagzeile des Artikels sagt alles aus. http://mediview.wordpress.com/

Schlagzeilen Gesundheit