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Cybersex-Sucht: Unterm Strich bleibt Leere

29.03.2010 | 18:20 |  CLAUDIA RICHTER (Die Presse)

40.000 Österreicher sind von Internetsex-Sucht betroffen, neun Zehntel davon Männer. Die meisten leiden, fühlen sich schäbig, haben Schuldgefühle. Im April beschäftigt sich eine Tagung in Wien mit dieser Sucht.

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Eine Schamsucht, verdrängt, heimlich, still – die Internetsex-Sucht, die moderne Variante der Sexsucht, die fast überall zu stillen ist, weil's online einfach, diskret, anonym und günstig geht.

In Österreich sollen rund 40.000 Menschen betroffen sein, neun Zehntel davon sind Männer, „weil Männer visuell viel leichter stimulierbar sind als Frauen“, meint Dozent Dr. Raphael Bonelli. Der Wiener Psychiater, Neurologe und Psychotherapeut ist Leiter der ersten wissenschaftlichen Fachtagung zur Internetsex-Sucht, die am 24. April in Wien stattfinden wird.


Bei erwähnter Tagung wird es auch um die Begriffsdefinition gehen: Ist diese Art der Online-Sucht auch wirklich eine Sucht oder nicht doch eher eine Impulskontrollstörung? „Die Sucht beginnt dort, wo die eigene Kontrolle verschwindet und der Drang selbstständig wird.“ Für eine Sucht spricht zudem die Tatsache, dass man auch vom Cybersex immer mehr braucht – wie bei jeder anderen Sucht auch. Wobei die Dosissteigerung nicht nur die Zeit betrifft, sondern auch die Qualität. „Am Anfang genügen oft Nacktdarstellungen, dann braucht man immer brutalere Pornos“, weiß Bonelli.

„Man kann das mit der Alkoholsucht vergleichen“, detailliert Dr. Kornelius Roth, deutscher Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, der auf der Tagung über Internetsex-Sucht sprechen wird. „Um die gleiche Wirkung zu erzielen, braucht ein Alkoholiker irgendwann nicht mehr nur ein Viertel Wein, sondern bereits einen halben Liter und irgendwann dann einen Dreiviertelliter und so weiter.“ Im Unterschied zum Alkoholismus handelt es sich bei der Internetsex-Sucht jedoch um eine nicht substanzgebundene Sucht wie etwa die Spiel- oder Kaufsucht. Und dem „Rausch“ im Kaufhaus, Casino oder vor dem Computer folgt vielfach die Ernüchterung.

 

Oft wird die Sexualität zerstört

„Die meisten Betroffenen leiden, fühlen sich mies, schäbig, sind verstört“, erwähnt Bonelli. Häufig werden Job, soziale Interessen, Freunde vernachlässigt. Und freilich auch Partnerschaften.

Manche Sexsüchtige sind unglücklich, weil sie ihr Tun als Betrug am Partner empfinden. Vice versa empfinden das auch die „betrogenen“ Partner. Studien zufolge setzt die Hälfte der Frauen von sexsüchtigen Männern deren Web-Abhängigkeit mit einem Ehebruch gleich.

Viele, die sich sexuell im Internet verlieren, verlieren das Interesse an realem Sex, entwickeln immer größere Beziehungsstörungen. „Häufig wird die Sexualität zerstört“, ergänzt Roth, „denn das, was man im Internet geboten bekommt, hat mit der Realität wenig zu tun, das verdirbt für die Wirklichkeit.“

„Daran sind schon viele Partnerschaften zerbrochen“, wissen die Experten. Dazu geselle sich ein zermürbender Leistungsdruck, „denn im Internet hat man es ja mehrfach mit immer potenten Männern mit Riesengenitalien zu tun.“ Das verunsichert zusätzlich. Zudem ist Erotik im Web nicht wirklich befriedigend. Dem Orgasmus folgt schaler Geschmack, eine Ahnung von Selbstbetrug. Und unterm Strich bleiben Vereinsamung, Schuldgefühle und entsetzliche Leere. „Häufig sind Sexsüchtige mit ihrem eigenen Leben unzufrieden, flüchten darob in die virtuelle Scheinwelt.“

Wer sich darin verliert, hat meist eine Prädisposition dazu; stabile Charaktere sind weniger gefährdet. Häufig sind es negative Erfahrungen in der Kindheit oder Jugend. Oft stecken auch fehlender Lebenssinn oder Depressionen dahinter. Immer wieder geht der Flucht in die Cyber-Pornografie auch eine Lebenskrise voran, die das Suchtverhalten jedoch nur noch schlimmer macht.

 

Psychotherapie: Gute Erfolge

„Daher schaue ich mir auch immer die Lebensumstände eines Betroffenen genau an“, vermerkt Bonelli. Er ist einer der wenigen Psychotherapeuten, die sich mit der Internetsex-Sucht beschäftigen. „Die Erfolge sind gut“, betont er. Oft brächten schon das alleinige Ansprechen der Sucht, das Thematisieren des Problems Erleichterung. „Ich habe schon viele Gesundungen von Ehen erlebt, weil sich der Sextrieb weg vom Internet wieder auf die eigene Ehefrau gerichtet hat.“

 

Kinder: Sensibel für Sex

Experte Bonelli hat jüngst einen Fünfjährigen erlebt, der zwar noch nicht lesen und schreiben konnte, „aber Sexfilme im Internet anschauen, das ging schon“. Solange, bis es die Eltern bemerkten und Bonelli zu Rate zogen. Der rät: „Keinen Internetzugang im Kinderzimmer.“ Die Kleinen seien besonders sensibel für pornografische Inhalte des Internets.

„Kinder, die einen PC haben, kommen immer früher mit Pornos in Kontakt, die Versuchung wird nach Hause geschickt“, warnt auch Roth. Man wehre also den Anfängen. Roth: „Denn der Zutritt ins Internet, in den größten Sexshop der Welt, ist kinderleicht.“ Ein Mausklick genügt.

INTERNETSEX-SUCHT

Von der Internetsex-Sucht dürften rund 40.000 Österreicher betroffen sein, vorwiegend Männer.

Diese Sucht wirdbei einer Tagung in Wienerstmals wissenschaftlich beleuchtetam 24. April ab 9 Uhr in der Gesellschaft der Ärzte.

Referenten sind unter anderem Univ.-Prof. Dr. Alfred Pritz, Rektor der Sigmund Freud Privatuniversität, Dr. Gerti Senger, Doz. Dr. Raphael Bonelli und Dr. Kornelius Roth.

Infos: ✆ 01/7984098.

www.internetsexsucht.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.03.2010)

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24 Kommentare
Gast: pragmatisch
31.03.2010 15:36
2 0

besser leer als hiv positiv


Justin
30.03.2010 19:23
0 0

Manche Sexsüchtige sind unglücklich, weil sie ihr Tun als Betrug am Partner empfinden.

"Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch begangen."

Dass ein Mensch also nach Internet-Sex leidet, ist einzig dieser christliche Moral zu verdanken. Wir Menschen sind aber nicht dafür geschaffen, lebenslang monogam zu leben.

Antworten heduda
02.04.2010 21:05
0 0

Re: Manche Sexsüchtige sind unglücklich, weil sie ihr Tun als Betrug am Partner empfinden.

@justin.deine logik ist lächerlich und dümmlich.soviel nonsens in wenigen zeilen ist WELTREKORD.

Antworten Antworten Justin
02.04.2010 22:18
0 0

Re: Re: Manche Sexsüchtige sind unglücklich, weil sie ihr Tun als Betrug am Partner empfinden.

Wenn man sich nach Selbstbefriedigung, also nach Konsumation von Pornographie, schlecht fühlt, so ist das direkt und unmittelbar auf die Erziehung zurückzuführen, die in vielen Teilen der Welt eine verurteilende Einstellung gegenüber der Sexualität enthält und die jedwede Abweichung von der einzig richtigen Form gelebter Sexualität (innerhalb der Ehe) mit Sühne oder schwerer Schuld belastet. Bis vor etwa 150 Jahren wurden masturbierenden Jugendlichen Unterwäsche aus Eisen angelegt.

Die Sexualmoral in Europa vor der Ankunft der ersten christlichen Missionare war von ganz anderem Kaliber. Teilweise war sie brutal, zugegeben, vor allem aber war sie nicht mit Scham behaftet.

Ja, ich erhebe Anklage gegen das Christen- und Judentum und gegen den Islam.

Antworten Antworten Antworten Gast: Religionslehrer
10.01.2012 18:41
0 0

Re: Re: Re: Manche Sexsüchtige sind unglücklich, weil sie ihr Tun als Betrug am Partner empfinden.

Die drei großen monotheistischen Religionen haben offensichtlich ein gestörtes Verhältnis zur menschlichen Sexualität. Beispielsweise brandmarkt die römisch-katholische Kirche vor- und außerehelichen Sex, ehelichen Geschlechtsverkehr (nur zwischen Mann und Frau!) ohne Offenheit zur Zeugung, Selbstbefriedigung, Homosexualität und Empfängnisverhütung. So sind schon vielen "Schäfchen" Schuldgefühle eingeflößt worden. Nur gut, dass viele Katholiken sich um diese restriktiven mittelalterlich anmutenden Verbote nicht mehr kümmern.

Antworten Antworten Antworten Antworten Birgit 68
12.01.2012 17:26
0 0

Re: Re: Re: Re: Manche Sexsüchtige sind unglücklich, weil sie ihr Tun als Betrug am Partner empfinden.

Meiner Meinung nach, müssen Sexsüchtige immer unglücklich sein. Also auch dann, wenn sie verheiratet sind, es mit dem eigenen Partner machen, und dabei nicht verhüten.
Was sollen sie denn dann mit den vielen Kindern machen, die sie nicht mehr finanzieren können?
Das alleine ist ja schon ein Grund, unglücklich zu sein!

Wieso kann denn das niemand den Kirchen verklickern?

Also stimmt es wohl, dass die drei großen monotheistischen Religionen sexualfeindlich sind!


Antworten Antworten Antworten Birgit 68
03.04.2010 16:39
0 0

Re: Re: Re: Manche Sexsüchtige sind unglücklich, weil sie ihr Tun als Betrug am Partner empfinden.

Ich weiß nicht, wo sich die Kirche schon mal negativ über Cybersex geäußert hat? Es wird doch eh schon alles viel offener und freier gehandhabt. Den Eindruck habe ich jedenfalls.

Als (Ehe)partner hat man nat. sexuelle Verpflichtungen seinem Partner gegenüber, was durchaus zu einem schlechten Gewissen führen kann. Das hat aber nichts mit Kirche zu tun. Die Leute fühlen sich da weniger der Kirche verpflichtet als wirklich nahestehenden Menschen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Justin
03.04.2010 17:05
0 0

Re: Re: Re: Re: Manche Sexsüchtige sind unglücklich, weil sie ihr Tun als Betrug am Partner empfinden.

In der Kirche wird Selbstbefriedigung als Entmenschlichung der Sexualität dargestellt und der Mensch entferne sich so von seinen Mitmenschen und werde egoistisch.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Birgit 68
04.04.2010 11:43
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Manche Sexsüchtige sind unglücklich, weil sie ihr Tun als Betrug am Partner empfinden.

Davon habe ich noch nie gehört!

Liegt das jetzt daran, dass Sie so gut informiert sind, weil Sie religiöser sind als ich, oder ich so schlecht informiert bin, weil ich zu wenig religiös bin?

Niemand, auch keine Kirche, kann dem Menschen befehlen, sich zu verlieben und seine Sexualität auf einen anderen Menschen auszurichten. Das würde nicht funktionieren! Wenn Sie nicht zu denen gehören, die von Natur aus so angelegt sind, dann sollten Sie aber auch so ehrlich sein, und von sich aus auf jede Art von zwischenmenschlicher Sexualität verzichten, um niemanden zu verletzen, der sich mehr davon erwartet. Das ist keine Sünde.
Im Übrigen gibt es noch genug Singles, die, in Ermangelung eines Partners, gar nicht umhin können, Selbstbefriedigung zu betreiben, un dann gibt es auch noch Paare, wo gerade nur einer von beiden Lust auf Sex hat. Soll derjenige jetzt seinen Partner vergewaltigen? So ist das von der Kirche sicher nicht gemeint.

Antworten Gast: freedom
31.03.2010 15:31
0 0

Re: Manche Sexsüchtige sind unglücklich, weil sie ihr Tun als Betrug am Partner empfinden.

wenn man begriffen hat, das mensch auch dann nur menschlein bleibt, wenn sehr belesen oder gar erleuchtet, dann weiß man auch, dass die entscheidung darüber, was mir gut tut oder nicht, immer noch bei mir alleine liegen muss und niemals an dem massstab zu messen wäre, der seit jeher IMMER dem zeitgeist unterworfen war und ist.


Antworten Antworten Birgit 68
04.04.2010 11:57
0 0

Re: Re: Manche Sexsüchtige sind unglücklich, weil sie ihr Tun als Betrug am Partner empfinden.

Wer oder was soll sich da anmaßen, unter dem Pseudonym "Zeitgeist" Vorschriften erlassen zu können?
Wem genau soll man sich da, Ihrer Meinung nach, unterwerfen, wen man nach dem Zeitgeist handelt?

Ihr Gedankengang ist schon ein bisschen weit hergeholt!

Gast: Gast I
30.03.2010 10:34
1 1

Typisch - nur brav Kopf in Sand stecken...!!

Ist ja typisch... Jetzt erleben wir gerade in eklatanter Weise die Früchte einer verbogenen Sexualmoral, aber vor dem Zusammenhang zwischen Pornographie, gestörten Persönlichkeiten und in Folge Missbrauch wird brav der Kopf in den Sand gesteckt... Einfach ein bisschen verharmlosen, "... wer hat noch nie Pornos geschaut?" schäbig würden sich nur "Schüchterbubis" fühlen usw...

Was muss denn noch alles passieren, dass der Sex-Gesellschaft endlich die Augen aufgehen? Aber es nützt eh nix. Weil man will auf diese leicht zugänglichen Angebote ja nicht verzichten, und will sich selber ja auch nicht schäbig fühlen...

Antworten LePenseur
30.03.2010 11:47
0 0

Bitte entscheiden Sie sich:

Entweder sind an den jetzt auftauchenden Mißbrauchsvorwürfen aus den 60er-Jahrend ie Früchte einer "verbogenen Sexualmoral" erkennbar, die (wie dann wohl anzunehmen ist) von der Kirche exemplarisch vertreten wurde und wird, dann müßten Sie ja über das "Ventil Cybersex" ganz begeistert sein ...

Oder Sie erkennen im Abrücken von diesen traditionellen Moralvorstellungen (nach denen bekanntlich Onanieren blind macht und/oder zur Rückgraderweichung führt etc.) den eigentlichen Grund, dann ist aber nicht erklärbar, warum in den "guten Zeiten" vor der Sexwelle überhaupt Mißbrauchsfälle vorgekommen sind.

Antworten Antworten Peregrin
30.03.2010 15:44
0 0

Re: Bitte entscheiden Sie sich:

Was fuer "gute Zeiten"? Ueberlegen Sie einmal, wo und wie die Erwachsenen der 50er und 60er ihre Kindheit und Jugend verbracht haben. Sie sprechen hier von einer kriegs-, vertreibungs- und besatzungstraumatisierten Generation, und nicht einmal die "Sexwelle" ist der erspart geblieben, denn die ist schon seit den Sozirevolutionen nach dem Ersten Weltkrieg ueber das Land geschwappt (freilich noch nicht im heutigen Ausmass).

Antworten Antworten Antworten Birgit 68
01.04.2010 14:19
0 0

Re: Re: Bitte entscheiden Sie sich:

Mit den "guten Zeiten" ist hier die Zeit vor dem Cybersex gemeint.
Le Penseur weist Gast 1 darauf hin, dass der C. (übrigens nicht nur seiner Meinung nach, sondern auch meiner M. nach) keineswegs den sexuellen Missbrauch nach sich zieht, sondern eher ein Ventil ist, das dem entgegenwirkt.

LePenseur
30.03.2010 10:06
1 0

Ach Gottchen, welch Drama! "Die meisten leiden, fühlen sich schäbig, haben Schuldgefühle"

Das denken sich auch nur die Claudia Richters unter den Journalisten ...

Es ist eine Zeitverschwendung, führt vielleicht zu unrealistischen Erwartungshaltungen in der Realität (die eigene Frau bzw. das Mädel von nebenan sieht halt nicht so toll aus wie die Pornofee am Bildschirm) — und das war's dann auch.

"Schäbig" fühlen sich vielleicht ein paar Schüchterbubis, die von ihren Lehrerinnen in der Schulzeit mental kastriert wurden (gaaanz pc-konform). Der Rest denkt sich über derartige Berichte, welche Erfahrungen Frau Richter mit Cyber-Sex gemacht hat. So, wie sich's liest: gar keine.

Lucius
30.03.2010 08:13
8 0

Einen derartigen Schmafu ...

... hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Was soll denn diese Dramatisierung? Wer noch nie im Internet Pornos geschaut hat, und wenn auch nur aus Neugier, möge die Hand heben.

Artikel wie der obige tragen nur zur Verunsicherung und zu Schuldgefühlen bei.

Gast: gast
29.03.2010 21:33
6 0

Virtuelles Sextraining

Besser Cybersex als gar keinen ;<)
Man kann das mit Träumen vergleichen:
Die Realität ist manchmal keifend, überwutzelt, hängebusig und einfach nur lähmend.
Da ist die Flucht in die erotischen Weiten des Internets vorprogrammiert. Man(n) lässt andere schwitzen und werken und findet's urgeil.
Im Grunde ein Training für den Ernstfall, wenn man(n) mit Freunden zu den knackigen, jungen Ostmädls in den Sex-Club geht.

Antworten Gast: Anonymia
30.03.2010 00:04
1 5

Re: Virtuelles Sextraining

S.g.Hr. Gast,
wissen Sie eigentlich, dass sie dadurch den Missbrauch von Frauen unterstützen und fördern?
Haben Sie Kinder und möchten Sie, dass diese auch in eine solche Maschinerie der Ausbeutung geraten können?
Offensichtlich wissen Sie sehr wenig über Frauen, über das Wesen, usw.
Ich bin traurig, dass diese virutellen Welten die realen Welten letztendlich zerstören.
Wenn Sie als Mann so denken und agieren, in welche Richtung werden sich die Kinder, die nächste Generation entwickeln, die mit der Verrohung in der Kindheit bereits konfrontiert werden?
Gute und interessante Sexualität beginnt nicht anonym und disoziiert im Internet, sondern dabei sich selbst wirklich wahrzunehmen und zu fühlen.

Antworten Antworten Birgit 68
01.04.2010 11:56
2 0

Re: Re: Virtuelles Sextraining

Schwingt hier vielleicht etwas Eifersucht mit? Nun, das ist ja durchaus legitim!

Ich glaube aber nicht, dass Cybersex den Missbrauch von Frauen fördet, sondern vielmehr einschränkt. Gerade durch die Möglichkeit, auf Cybersex auszuweichen, bleibt vielen Frauen wahrscheinlich eine Vergewaltigung erspart, es sei denn, er kann sich eine Prostituierte leisten, denn die bewahren ja auch noch andere Frauen vor ungewollten Übergriffen.

Antworten Antworten LePenseur
30.03.2010 10:20
3 0

wissen Sie eigentlich, dass sie dadurch den Missbrauch von Frauen unterstützen und fördern?

Da "Gast" wohl nicht mehr vorbeischauen wird, kurze antwort meinerseits:

1. Nein, dadurch wird der Mißbrauch von Frauen nicht unterstützt. Pornodarstellerinnen tun das nämlich durchaus freiwillig und gegen recht gutes Geld (von dem ein Regalschlichter bei Billa nur träumen kann)
2.Nein, meine Kinder möchte ich nicht als Pornodarsteller sehen. Aber ich will sie (aus ganz unterschiedlichen Gründen) auch nicht als Kanalräumer, Straßenkehrer, Supermarktkassiere, Gebrauchtwagenhändler, Berufspokerspieler, Boxer, Bergarbeiter oder Entwicklungshelfer sehen. So what?
3. Ganz richtig: gute und interessante Sexualität beginnt nicht anonym. Aber wenn (aus unterschiedlichen Gründen) "gute und interessante Sexualität" gerade nicht verfügbar ist, dann greift man eben zur weniger guten Sexualität, wenn man nicht genug Phantasie im Kopf hat, um sich bei der Masturbation sein Kopfkino selbst zu gestalten. Das ist immer noch weitaus besser, als grantig herumzurennen, weil grad keine Freundin da ist, mit der man's machen kann.

P.S.: manchmal ist die Bedeutungshuberei, mit der diese schönste Nebensache der Welt (v.a. von Frauen) problematisiert wird, ganz schön nervend ...

Antworten Antworten Antworten Gast: Anonymia
01.04.2010 22:58
0 1

Re: wissen Sie eigentlich, dass sie dadurch den Missbrauch von Frauen unterstützen und fördern?

....

und das sind dann die Folgen...

http://derstandard.at/1269448728374/Wales-Sechsjaehrige-von-Klassenkameraden-sexuell-missbraucht

0 1

Re: Re: Virtuelles Sextraining

nein - er weiss es nicht.

Antworten Antworten Antworten Gast: Pipo
30.03.2010 21:02
0 2

Re: Re: Re: Virtuelles Sextraining

Schau mal unter www.nacktetatsachen.at und dann siehst du wie "freiwillig" und "toll" der job eines pornodarstellers ist ...
Leute, glaubt ihr echt noch an das Märchen von Rotkäpchen?
Das tun die Leute dort nicht gerne ... sind unter Drogen und Alk um das zu überstehen was sie tun ... kenne genug Ex-Pornodarsteller ... frag mal die wie das Leben so am Set ist ...

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