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Haben Autisten zu viel Gehirn?

14.11.2011 | 18:26 |  JÜRGEN LANGENBACH (Die Presse)

Das Leiden der mangelnden sozialen Fähigkeiten greift um sich wie eine Epidemie. Die Ursache ist unklar, eine neue Spur weist auf die Entwicklung im Uterus.

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Autisten haben im präfrontalen Cortex – dort sitzen die höheren Fähigkeiten, auch die zu Sprache und Sozialkontakt – 67 Prozent mehr Zellen, ihre Gehirne wiegen auch mehr; das zeigte sich zumindest im Vergleich von zwei kleinen Gruppen früh verstorbener Burschen, den eine Gruppe um Eric Courchesne (UC San Diego) angestellt hat (JAMA, 8.11.). Und es deutet darauf, dass schon im Uterus etwas schiefgegangen sein muss: In der 10. bis 20.Schwangerschaftswoche wachsen bei allen Embryos die Gehirne im Überschuss, aber für gewöhnlich wird er vor der Geburt wieder abgebaut. Bei Autisten wird dies durch irgendetwas verhindert, wodurch wissen die Forscher nicht.

 

Zunahme teilweise durch andere Diagnose

Immerhin, es gibt eine neue Spur bei dem rätselhaften Leiden, das 1943 erstmals beschrieben wurde, an elf Kindern, die schwere Kommunikationsprobleme hatten und repetitives Verhalten zeigten. Leo Kanner, der das „einzigartige Syndrom“ bemerkte, „von dem noch nie berichtet worden war“, vermutete, es sei „viel weiter verbreitet als bei den wenigen beobachteten Fällen“. Er behielt mehr als recht: 1966 zählte eine Studie in Großbritannien 4,5 Fälle pro 10.000 Kindern, 1992 waren es in den USA 19 von 10.000, 2006 über 90, jedes 110. Kind. Die Angst vor einer Epidemie kam auf, und sie ist bei Autismus viel drückender als bei anderen „Epidemien“ – Allergien, Asthma, Diabetes –, weil diese Krankheit den Menschen im Kern trifft, im seinem Selbst – da kommt der Name her – bzw. dessen mangelndem Kontakt mit anderen.

Allerdings lässt sich ein Teil der Zunahme durch veränderte medizinische Diagnosen und gesellschaftliche Denkweisen erklären: In Südkorea etwa fand Richard Grinker, Anthropologe an der George Washington University, bei Umfragen im Jahr 1980 kaum Familien, die von autistischen Mitgliedern berichteten: Das Leiden war stigmatisiert. Das blieb es nicht, 1999 wurde Grinker bei jedem 38. Kind davon berichtet. Diese Explosion ist unerklärlich, aber die „Epidemie“ insgesamt hängt auch mit den Diagnosen zusammen: 1952 hieß die Krankheit „frühe Schizophrenie“, 1980 wurde sie als „kindlicher Autismus“, 1987 „Autismus-Krankheit“ bezeichnet: Heute deckt „Autismus“ (autism spectrum disorder, ASD) ein breites Spektrum ab, es reicht von bösen Formen – zehn Prozent der Autisten können nicht sprechen, vier von fünf sind von ihren Eltern abhängig – bis zu milden, die oft mit Hochbegabungen in vielen Feldern verbunden sind: Béla Bartók, Erik Satie und Andy Warhol gehören ebenso zu Ferndiagnostizierten wie Isaac Newton, Albert Einstein und Ludwig Wittgenstein.

Natürlich hat sich auch die Aufmerksamkeit der Eltern erhöht, aber all das erklärt die Epidemie nicht: Peter Bearman, Soziologe an der Columbia University, hat fünf Mio. Geburten und 20.000 psychologische Diagnosen in Kalifornien ausgewertet und findet für nicht einmal die Hälfte der Autisten die Ursache: 25% kamen von den Diagnosen – viele heutige „Autisten“ waren früher „geistig retardiert“ –, 15% von erhöhter Aufmerksamkeit, 10% vom höheren Alter, in dem viele Paare heute Kinder zeugen. (Es ist nicht klar, ob es eher an Vätern oder Müttern liegt; Bearmans Befund deutet eher auf Letztere). Und vier Prozent haben etwas mit der Region zu tun: In den Hügeln von Hollywood etwa häuft sich das Leiden, das Wasser geriet in Verdacht – 1959 gab es in der Nähe einen Atomunfall –, aber Los Angeles trinkt das gleiche Wasser (Nature, 479, S.22).

In einer anderen Umwelt gräbt Simon Baron-Cohen (Cambridge), der umtriebigste und umstrittenste Autismusforscher. Er führt das Feld zurück in seine frühen Jahre, damals suchte man soziale Gründe und fand – lieblose „Kühlschrankmütter“. Das hielt sich nicht, man wechselte zu den Genen – eine Mrd. Dollar hat die US-Regierung in den letzten zehn Jahren dafür ausgegeben; für die Erkundung möglicher Umweltfaktoren 40 Mio. –, man fand nichts (bzw. Gene sonder Zahl), nun schlägt das Pendel zurück, ins Soziale: Baron-Cohen setzt seit 1997 auf die „Theorie des extremen Männergehirns“: Sie wird dadurch gestützt, dass bei ASD auf elf Männer eine Frau kommt, das könnte am Testosteron im Uterus liegen. Und es zeigt sich im „männlichen Denken“, das die Welt in Regeln bringt und systematisiert, während das „weibliche Denken“ sich eher in andere hineinversetzt. Die Rede ist jeweils von einem Typus, in der Realität ist der rar, viele Frauen systematisieren auch. Exakt diesen Typ sieht Baron-Cohen vor allem bei den Computer-Geeks, deren Leben sich um Elektronik dreht, etwa in Silicon Valley oder in Eindhoven, auch dort ist ein Hightechzentrum. Und dort hat Baron-Cohen stark erhöhte Autismusraten gefunden. Er führt sie darauf zurück, dass die Kinder genetischen und/oder Erziehungseinflüssen von beiden Elternteilen unterliegen: „Wenn solche Geeks einander heiraten, ist das eine schlechte Neuigkeit für den Nachwuchs“ (Nature, 479, S.25).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.11.2011)

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40 Kommentare
 
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Gast: BGE
23.11.2011 16:35
0 1

Das Problem bei Autisten ist wohl das fehlende Gespür für Relevantes und Irrelevantes!


Genau dafür ist das limbische System zuständig!

Dieses drückt allen Ereignissen einen emotionalen Stempel, sprich markiert diese mit "angenehm (gut) oder unangenehm (schlecht).

Stark markierte Ereignisse bleiben im Gedächtnis während schwach markierte irgendwann vergessen werden.

Eigentlich gut so!! Aber leider damit auch z.B. so manche Schulstunde :-))

dazu eine interessante webseite:

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/GehirnEmotion.shtml#Verstrickung%20von%20Gefuehl%20und%20Ged

Lieber weniger Hirn,

und dafür kein unerträglicher Zombie.

Gast: uburoi
18.11.2011 13:37
1 0

re: Haben Autisten zu viel Gehirn

passiv gestimmten menschen scheint fast jede innovation genial.
tatsächlich ist das potential so gut verteilt, daß manche menschen "auffällig sind".
und die könnte man auch suchen, vorausgesetzt man wüßte, was man suchen möchte.
und weiters ergibt sich natürlich auch die frage der motivation.
vielleicht sollte man hundefutter und katzenfutter mischen, damit man alle näpfe mit dem selben füllen kann?
das hat dann geschmack!

Gast: Autist
17.11.2011 21:15
0 3

Populärwissenschaftliches Geplänkel

Einstein war kein Autist und die Cohen-Theorie ist nicht wirklich ernst zu nehmen. Genetische Einflüsse sind wahrscheinlich.

Re: Populärwissenschaftliches Geplänkel

Ihre Beweisführung lässt doch ein wenig zu wünschen übrig!

Gast: yamo
17.11.2011 18:13
2 1

Weil das ja alles so schwierig und problematisch ist

ich aber dieses schwierigkeits- und problemverharrende Denken nicht mag, möchte ich darauf verweisen dass es mittlerweile einige Ansätze gibt, wie Menschen mit besonderen Talenten und besonderen Anforderungen an ihre Umwelt ihre Talente sinnvoll einsetzen können - indem man ihnen eine ihnen passende Umwelt bereitstellt statt sie ständig nur zu behindern. Es gibt bspw. Softwareentwicklungsfirmen die auf spezielle Bedürfnise eingehen, etc. Das hilft natürlich nicht allen, aber manchen eben schon.

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@Ln__


Es wäre nicht schlecht sich erst vorher mit dem Thema Autismus sich zu beschäftigen bevor man eine längst überholte und mehrfach widerlegte Meinung äußert!
Dieser Beitrag schlägt mir sehr auf's gemüt und habe mich dafür sogar extra angemeldet. Schließlich werden damit nicht nur meine Lebensweise und soziale Kompetenz beleidigt, sondern auch meine Eltern insbesondere meine Mutter.
Ich bin diagnostiziert auf Autismus+ADS und kann diesen Beitrag überhaupt nicht nachvollziehen. Ein muss ich jedoch zustimmen, die Gesellschaft (hier zu Lande) ist total veroht und mir wären sicher viele Leiden wie Mobbing, Abkrenzung, etc. erspart gewesen wäre ich in eines dieser Länder aufgewachsen, die Autismus oder gar andere psychische Störungen gar nicht kennen bzw. nicht als Krankheit ansehen! Das jedoch fehlendes soziales Umfeld und Gleichgültigkeit gegenüber Menschen meinen Autismus begründen soll finde ich mich in der Meinung aber überhaupt nicht wieder. Im Gegenteil waren meine Eltern sehr fürsorglich und ich traf in der Klinik viele Leuten, die von ihren Eltern gehasst, geschlagen oder vergewaltigt wurden, die aber KEIN Autismus hatten!
Im Kindergarten und in der Schule bemühte ich mich auch auf Anraten aller Leute um Freunde. Ich sprach mit Leuten, unternahm etwas mit denen und wurde schließlich nur ausgegrenzt und depressiv gemobbt obwohl ich weder "asperger-klischeehaft" unhöflich oder als Geek galt. Manche haben sogar "grundlos" schluss gemacht und nun habe ich momentan 0 Freunde.

Re: @Ln__

Man muss noch dabei anmerken:
Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung und nicht nur eine Mehrfachbehinderung, sondern sie zeichnet sich z.T. schon vor dem 3.Lebensjahr ab. D.h. bereits Säuglinge zeichen autistische Symptome, sind also angeboren.
Was aber auf keinen Fall einfach "nur" mit "Kühlschrankmuttern" , sozialer Inkompetenz und Rückzug erklärbar ist, sind die Mehrfach"behinderungen":
- Sprechen ist erschwert bis gar nicht möglich.
- Hyperfokusierung auf wenige bestimmte Interessen
- Reizüberflutung/Reizfilterschwäche (!!!)
- Intensivere genauere Wahrnehmung (lauteres Hören, farbigeres Sehen, intensiveres Riechen, etc.) (!!!)
- geregelter Tagesablauf
- Mangelnder (für Autisten unerträglich auszuhaltender) Augenkontakt
- Stereotypien (z.B. merkwürdiger Gang, "Spielen" mit Gegenstängen)
- Stressreaktionen in Gruppen, Gesprächen, etc. (vollkommend unabhängig, wieviel geübt wird)
- Veränderungen im Gehirn und -verarbeitungsmuster (s.o. Presse-Beitrag)
um mal einige zu nennen.

Nacher wird noch behauptet ADHSler seien nur unerzogen und wollen einfach nicht still sitzen, Depressive sind faul und Schizophrene haben einfach keinen vernünftigen Verstand. Es wäre schön, wenn es so einfach wie im Struwwelpeter wäre und selbst dort können die bezeichneten Leute nicht auf Zureden oder eigenen Willen ihr Verhalten einfach ändern.

Ich bitte Sie sich weiter über das Thema zu informieren bevor Sie antworten. Autismus ist mehr als ein einfaches "nie-gelernt"-Phänomen!

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Re: Re: @Ln__

1. war mein Beitrag dazu gedacht zu erklären, warum es zu vermehrtem Autismus kommt, und ich sehe eben negative gesellschaftliche Entwicklungen dafür verantwortlich, von denen wir ALLE betroffen sind; während einer Dürre verdursten eben mehr Menschen, niemand wird aber jemand persönlich beschuldigen, weil er dem Verdursteten nichts zu trinken gab, es lag mir also fern irgendwelche Mütter hier zu beschuldigen
2. habe ich schon gleich darunter gesagt, dass ich Autisten nicht als krank betrachte, sondern (der heutigen Zeit angepasste) normale Menschen, die wahrscheinlich etwas sensibler als andere etwas länger gebraucht hätten, die aber an einem Umfeld leiden und bei einem geeigneten sicherlich wieder in die „Normalität“ gebracht werden könnten, und ein erster Punkt wäre, dass man solche Personen nicht als krank stigmatisiert, und man sich auch nicht selbst so sieht.
3. wünsche ich Ihnen noch alles Gute, und glauben Sie mir, wirkliche Freunde haben die wenigsten Menschen im Leben

Re: Re: Re: @Ln__

1. Das sehe ich auch so. Mir kam es jedoch so vor als ob"Kühlschrankmütter" und andere Leute,die Kinder vernachlässigen,der hauptsächliche Grund für Autismus sei.Der Fehler also an Leuten läge, die Kinder zu Autisten erziehen. Genau das ist nicht der Fall,es werden wenn schon höchstens von Außen aussehende autismusähnliche Verhaltensweisen erzogen. z.B. Deprivationssyndrom.
Im übertragenen Sinne haben sie jedoch Recht. Die Gesellschaft erzieht "Autisten" indem sie einfach den Begriff Autismus verwenden.Der hauptsächliche Grund zum vermehrtem Autismus sind, dass immer mehr als solche erkannt werden und eine Diagnose erhalten. Für Hilfen und Therapien ist dies für die "betroffenen" Personen hilfreich aber es fängt langsam wieder die gesellschaftliche Ablehnung an, die Autismus als "Modediagnose" bezeichnen. In vielen anderen Ländern kennen die Leute nicht mal den Begriff Autismus. Dort sind es einfach "andere - wie jeder andere auch -" Menschen die so bleiben dürfen wie sie sind. In unserer Gesellschaft, in der es nur um Hektik, leicht erziehbare "Fließband-Kinder" geht, die täglich 6 Stunden am Stück ruhig auf der Schulbank sitzen müssen, ist natürlich für solche (und vielen anderen) kein Platz.
2. Ja, das wäre ein wirklicher Anfang. Krank sein bedeutet für mich nur erst dann, wenn man auch darunter leidet. Und das tut man durch Autismus an sich nicht. Der Begriff PersönlichkeitsSTÖRUNG wirkt schon stigmatisieren und jeder mit einer solchen Störung leidet eigentlich an anderem

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Re: Re: @Ln__

Danke für diesen Beitrag!

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Die steigende Autismusrate

hat ganz einfach mit der steigenden Gleichgültigkeit zwischen Menschen zu tun, hat rein soziale Gründe,
deswegen größere Häufigkeit in Hollywood, bei Männern, und bei Geeks sowieso: fehlendes soziales Umfeld führt eben zu einer Abkapselung und Beschäftigung mit Parallelwelten.

Warum sich Forschungen in Richtung „Kühlschrankmütter“ nicht hielten, liegt mE an der schweren Durchführbarkeit, oder auch an deren sozialkritischen Sprengkraft, Wissenschaft will auch bezahlt werden.

Re: Die steigende Autismusrate


Es wäre nicht schlecht sich erst vorher mit dem Thema Autismus sich zu beschäftigen bevor man eine längst überholte und mehrfach widerlegte Meinung äußert!
Dieser Beitrag schlägt mir sehr auf's gemüt und habe mich dafür sogar extra angemeldet. Schließlich werden damit nicht nur meine Lebensweise und soziale Kompetenz beleidigt, sondern auch meine Eltern insbesondere meine Mutter.
Ich bin diagnostiziert auf Autismus+ADS und kann diesen Beitrag überhaupt nicht nachvollziehen. Ein muss ich jedoch zustimmen, die Gesellschaft (hier zu Lande) ist total veroht und mir wären sicher viele Leiden wie Mobbing, Abkrenzung, etc. erspart gewesen wäre ich in eines dieser Länder aufgewachsen, die Autismus oder gar andere psychische Störungen gar nicht kennen bzw. nicht als Krankheit ansehen! Das jedoch fehlendes soziales Umfeld und Gleichgültigkeit gegenüber Menschen meinen Autismus begründen soll finde ich mich in der Meinung aber überhaupt nicht wieder. Im Gegenteil waren meine Eltern sehr fürsorglich und ich traf in der Klinik viele Leuten, die von ihren Eltern gehasst, geschlagen oder vergewaltigt wurden, die aber KEIN Autismus hatten!
Im Kindergarten und in der Schule bemühte ich mich auch auf Anraten aller Leute um Freunde. Ich sprach mit Leuten, unternahm etwas mit denen und wurde schließlich nur ausgegrenzt und depressiv gemobbt obwohl ich weder "asperger-klischeehaft" unhöflich oder als Geek galt. Manche haben sogar "grundlos" schluss gemacht und nun habe ich momentan 0 Freunde.

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Re: Die steigende Autismusrate

Also sind immer die Eltern schuld am Autismus ihrer Kinder! Haben sie einfach nicht lieb genug gehabt. Alles klar, gut, dass Sie das jetzt geklärt haben, aber sagen Sie das besser den Opfern (oder doch eher Tätern?)

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Re: Die steigende Autismusrate

dem sei noch hinzuzufügen:
wenn der Autismus zu Leistungen eines Einsteins oder Newtons geführt hat, dann kann er so schlecht nicht sein, und es stellt sich die Frage, wann ist etwas Krankheit und wann nicht, und ist das nicht auch nur eine Definition der Gesellschaft (i.e. des sozialen Umfelds)?

Re: Re: Die steigende Autismusrate

Welche From des sozialen Umfeldes erfährt ein Embryo im Uterus?

Hier noch einmal der Absatz dazu, falls Sie ihn überlesen haben:
"In der 10. bis 20. Schwangerschaftswoche wachsen bei allen Embryos die Gehirne im Überschuss, aber für gewöhnlich wird er vor der Geburt wieder abgebaut. Bei Autisten wird dies durch irgendetwas verhindert, wodurch wissen die Forscher nicht."

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Re: Re: Re: Die steigende Autismusrate

das ist dann kein 'soziales' Umfeld, sondern Umgebung = Mutter, die Schwangerschaft scheint den Menschen genauso zu prägen, wie frühe Kindheit, nicht alle Autisten kommen so zur Welt;
2. ist die Medizin nur für Symptome zuständig, nicht für Ursachen

Re: Re: Re: Re: Die steigende Autismusrate

Da haben Sie sich Ihre Aussage von vorhin aber ein wenig zurecht gebogen.

Das soziale Umfeld ist in keiner Weise mit dem Umfeld zu vergleichen, das ein sich entwickelnder Embryo in der 10. bis 20. Schwangerschaftswoche erfährt.

Medizin ist sehr wohl auch für Ursachen zuständig. Diese Symptombehandlung ist nur unüberlegte Kritik von Seiten der Alternativmedizin-Anhänger, um zu suggerieren, dass die Medizin nicht an echter Heilung interessiert wäre.

Dass nicht alle Autisten so zur Welt kommen, ist richtig. Es kommen aber sehr viele so zur Welt... also muss es da noch andere Faktoren geben, als die von Ihnen angeführte steigende Gleichgültigkeit zwischen Menschen.

Beim eigentlicher Punkt ist: Sie sollten Forschern nicht unterstellen, sie würden ihre Arbeit schlecht machen, wenn Sie dann mit derlei Behauptungen auf völlig haltlosen Boden argumentieren.

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Re: Re: Re: Re: Re: Die steigende Autismusrate

Ich stoße hier im Forum immer wieder auf völlige Verständnislosigkeit verbunden mit untergriffigen Anschuldigungen, aber was solls,
nur 1 Punkt: "Das soziale Umfeld ist in keiner Weise mit dem Umfeld zu vergleichen,..."

ist eine Behauptung, die durch nichts zu belegen ist, wenn sie ein bißchen nachdenken, dann werden sie sehen, daß sich die 9 Monate der Schwangerschaft gar nicht sehr von den ersten 9 Lebensmonaten unterscheiden, oder kann sich je ein Mensch an diese Zeit erinnern?
Das Leben ist ein Fluß, die Geburt ist nur ein Wendepunkt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: eine seele
15.11.2011 20:08
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Die steigende Autismusrate

15.11.2011 19:46

stärkt ihren rücken

richtig

das leben ist ein fluß, die geburt ist nur ein wendepunkt.

und
autismus kann genetische ursachen haben – muss aber nicht sein – hat eine schwangere dauerstress - könnte auch dies die ursache für den späteren autismus sein.


Re: Re: Re: Re: Re: Re: Die steigende Autismusrate

Und Ihre Behauptung, dass sich Autimus alleine durch die steigende Gleichgültigkeit zwischen Menschen begründet, lässt sich inwiefern belegen?

An die Zeit kann sich deshalb niemand erinnern, weil zu dieser Zeit das Gehirn noch über kein Lang- oder Kurzzeitgedächtnis verfügt. Insofern kann man ausschließen, dass soziale Erinnerungen existieren.

Wenn Sie sich ein wenig überlegen, wie ein zwei Wochen alter Embryo aussieht und sich dann anschauen, wie ein Neugeborenes aussieht, dann sind wir uns hoffentlich einig, dass auch die Aussage, die neun Monate der Schwangerschaft wären mit den ersten neun Lebenmonaten vergleichbar, ebenfalls nicht haltbar sind. Außer, Sie haben etwas anderes gemeint, dann müssten Sie sich bitte ein wenig genauer ausdrücken. So, wie Sie das nämlich darstellen, liegen hier Welten dazwischen.

Und erklären Sie mir, wieso Sie die höfliche Anrede stets klein schreiben? Dass die neue Rechtschreibung immer noch nicht sitzt, soll mir recht sein, aber "Sie" hat man noch nie klein geschrieben? Ich finde das ein wenig unhöflich.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Die steigende Autismusrate

"aber "Sie" hat man noch nie klein geschrieben" Ha, ha, Sie machen mir Spaß. Diese Frage stellen Sie am besten ihrem Mentor "Bernd L. Meer" der duzt nämlich gleich von vornherein.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Die steigende Autismusrate

das ist eine andere Sache. Wenn jemand entscheidet von vorn herein zu duzen, dann ist das eine andere Sache als "ich tu so, als würde ich jemanden respektvoll behandeln, tu es unter der Hand dann aber nicht".


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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Die steigende Autismusrate

das mit dem 'sie' war übrigens keine Absicht, normalerweise Sieze ich immer, war wohl zu sehr mit dem Inhalt beschäftigt

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: eine seele
15.11.2011 21:55
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Die steigende Autismusrate

... das ist ihre postingwelt, eindeutig.

eindeutig - denn das spüre ich - meines ist das nicht.

wünsche schönes posten noch, ich mach etwas anderes. *g*


Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Die steigende Autismusrate

Sehr geehrte "eine Seele", Freud sagte schon: "Manchmal ist eine Zigarre nur eine Zigarre." Ist Ihnen vielleicht schon mal in den Sinn gekommen, dass die Leute hier einfach nur gerne ihre Meinung austauschen?

Mit freundlichen Grüßen

 
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Schlagzeilen Gesundheit