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Billig-Implantate: Schönheitschirurgie boomt trotzdem

27.01.2012 | 12:58 |   (DiePresse.com)

Trotz des Skandals um die gesundheitsgefährdenden Brust-Implantate aus Industriesilikon boomt weltweit der Markt der Schönheitschirurgie.

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Schönheitschirurgen haben Grund zur Freude, ihre Branche ist im vergangenen Jahr um 10,1 Prozent gewachsen, das geht aus einer am Freitag in Paris veröffentlichten Untersuchung hervor. Der weltweite Umsatz mit Brust-Implantaten, Anti-Falten-Spritzen oder Laser-Enthaarungen habe bei 3,2 bis 3,8 Milliarden Euro gelegen. Die Studie wurde anlässlich der europäischen Jahreskonferenz der Schönheitschirurgen und Dermatologen präsentiert.

PIP war ein "kleiner Produzent"

Für 2012 rechnet die Branche sogar mit einem noch kräftigeren Wachstum um 11,2 Prozent. Der Skandal um die minderwertigen Brust-Implantate der französischen Firma PIP werde nur einen begrenzten Effekt haben, sagte Laurent Brones, einer der Autoren der Untersuchung und führender Mitarbeiter des Produzenten für Schönheitsprodukte Symatese. PIP sei ein vergleichsweise "kleiner Produzent" gewesen, der in Europa und Lateinamerika verkauft habe, nicht aber auf den wichtigen Märkten USA und Asien.

Minderwertiges Industriesilikon

Die Hunderttausende Frauen, die die Billig-Implantate von PIP eingesetzt bekommen hätten, machten weltweit nur 1,5 Prozent der insgesamt 20 Millionen Frauen mit Brustimplantaten aus, fügte Brones hinzu. Dem Gründer der Firma PIP, Jean-Claude Mas, wird vorgeworfen, seine Silikoneinlagen mit einem minderwertigen Industriesilikon gefüllt zu haben. Die Einlagen rissen vermehrt und werden für Entzündungen, von den Opfern sogar für Krebsfälle verantwortlich gemacht. Gegen Mas laufen in Frankreich zwei Verfahren wegen Betrugs und Körperverletzung.

Die Branche soll weiter wachsen

Der Markt für Schönheitschirurgie in Europa sei derzeit zwar weit weniger dynamisch als die Märkte in Asien, Nordamerika und Lateinamerika. Dies liege aber mehr an der Wirtschaftskrise als am PIP-Skandal, sagte Brones. Im vergangenen Jahr lag das Wachstum der Branche in Europa bei geschätzten fünf Prozent; der Umsatz wird auf 770 bis 940 Millionen Euro beziffert. In den nächsten fünf Jahren soll das Wachstum jährlich bei durchschnittlich sieben Prozent liegen.

(APA/AFP)

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6 Kommentare
Gast: Hans Ch
27.01.2012 18:50
1 1

... Wirtschaftsfaktor ...

Die Fussballbrüste sind ein wichtiger Konjunkturfaktor.
Die höchsten %-Sätze an den Implantaten haben ja die Damen aus de Rotlicht-Szene.
Na ja, nicht nur die, auch im Deutschen Fernsehen kann man die ja auch im Dschungelcamp "bewundern", das sind ja meistens keine P`stitutirten.
Wie das in Österreich ist weiss ich nicht ...

Gast: CL
27.01.2012 18:27
0 0

Die erste Frau

mit Brust-Implantaten ist anno dazumal daran gestorben, weil sie während eines Fluges geplatzt sind!
Hat sich das ausgezahlt?

Heute kann das ebenfalls passieren:
kleiner Vorgeschmack bei 4 1/2 kg (!!) Implantat pro (!!) Brust:
http://www.paradisi.de/Freizeit_und_Erholung/Reisen_und_Touristik/Flugreisen/News/27550.php

Ob bei Intelligenz-Vergrößerung (wenn dies möglich wäre) auch so eine rege Nachfrage herrschen würde???

Antworten Gast: Intelligenz-Vergrößerung Nachfrage?
02.02.2012 11:15
0 1

Re: Die erste Frau

Hohe Intelligenz wird nicht belohnt sondern bestraft, beide Geschlechter haben mit steigendem IQ größere Probleme einen passenden Partner zu finden. Auch die wenigsten Firmen schätzen intelligente Personen die selbstständig denken und Handeln, das gleiche gilt für den Staat, derartige Menschen sind das größte Risiko für Stabilität und Sicherheit.

Antworten Antworten peter g
07.02.2012 11:06
0 0

Re: Re: Die erste Frau

Gibt es hierfür auch seriöse Quellen oder machen Sie einfach nur für ihre Probleme ihre vermeintlich höhere Intelligenz verantwortlich?

Gast: powidl
27.01.2012 15:19
0 0

Schönheitschirurgie boomt

Ein weiteres Zeichen einer dekadenten Gesellschaft, die ihre Blüte wohl schon überschritten hat ...


Antworten Gast: yoshi1
30.01.2012 14:04
0 0

Re: Schönheitschirurgie boomt

Wäre es früher möglich und für breite Gesellschaftsschichten erschwinglich gewesen wäre dies kein neuer Trend. Das hat mit Dekadenz wenig zu tun. Immer haben vor allem Frauen versucht ihr Aussehn zu ihren Gunsten zu manipulieren - ich würde sage es ist eher natürlich.

Bescheurt finde ich eher Folgendes: Nichts essen, schlank (oder eher dürr) sein und dann große Brüste haben wollen. Das ist für mich Dekadent. Allerdings Frau, nicht Gesellschaft.

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