Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer und der Wiener Kammer, Walter Dorner zieht sich zurück. Er kündigte am Donnerstag an, dass er bei der Wiener Ärztekammerwahl im März nicht mehr als Präsident kandidieren wird. Damit kann er laut Statuten auch als Präsident der Bundeskammer nicht mehr antreten. Als Nachfolger schlägt Dorner den derzeitigen Vizepräsidenten der Wiener Kammer, Johannes Steinhart, vor. Dieser hat sich zuletzt vor allem mit dem in scharfen Worten vorgetragenen Widerstand gegen die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) exponiert.
Die Chancen, dass Steinhart in der Wiener Kammer zum Präsidenten gewählt wird, schätzt Dorner als gut ein. Das Rennen in der Bundes-Ärztekammer ist hingegen völlig offen. Der scheidende Präsident wollte die Chancen Steinharts dort nicht beurteilen, zumal noch nicht einmal klar ist, wer seine möglichen Gegenkandidaten sein werden. Der Bundes-Ärztekammerpräsident wird bei der Vollversammlung am 22. Juni aus dem Kreis der Landespräsidenten gewählt. Zuvor werden im März die Wahlen in den einzelnen Landeskammern abgehalten, auf Basis dieser Ergebnisse werden die Landespräsidenten gewählt.
Dorner will sich zwar von der Spitze zurückziehen, nicht aber aus der Standespolitik generell. Er werde zwar nicht mehr als Spitzenkandidat zur Verfügung stehen, aber so kandidieren, dass er die Möglichkeit habe, im Vorstand und in der Vollversammlung der Wiener Ärztekammer zu bleiben, kündigte Dorner an. Er will sich dann vor allem um die Erarbeitung grundsätzlicher Konzepte zur Ausbildung angehender Ärzte kümmern.
(APA)















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