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Ärztekammer: Präsident Dorner zieht sich zurück

09.02.2012 | 07:41 |   (DiePresse.com)

Walter Dorner will bei der Ärztekammerwahl im März nicht mehr kandidieren. Als Nachfolger schlägt er den derzeitigen Vizepräsidenten der Wiener Kammer, Johannes Steinhart, vor.

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Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer und der Wiener Kammer, Walter Dorner zieht sich zurück. Er kündigte am Donnerstag an, dass er bei der Wiener Ärztekammerwahl im März nicht mehr als Präsident kandidieren wird. Damit kann er laut Statuten auch als Präsident der Bundeskammer nicht mehr antreten. Als Nachfolger schlägt Dorner den derzeitigen Vizepräsidenten der Wiener Kammer, Johannes Steinhart, vor. Dieser hat sich zuletzt vor allem mit dem in scharfen Worten vorgetragenen Widerstand gegen die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) exponiert.

Die Chancen, dass Steinhart in der Wiener Kammer zum Präsidenten gewählt wird, schätzt Dorner als gut ein. Das Rennen in der Bundes-Ärztekammer ist hingegen völlig offen. Der scheidende Präsident wollte die Chancen Steinharts dort nicht beurteilen, zumal noch nicht einmal klar ist, wer seine möglichen Gegenkandidaten sein werden. Der Bundes-Ärztekammerpräsident wird bei der Vollversammlung am 22. Juni aus dem Kreis der Landespräsidenten gewählt. Zuvor werden im März die Wahlen in den einzelnen Landeskammern abgehalten, auf Basis dieser Ergebnisse werden die Landespräsidenten gewählt.

Dorner will sich zwar von der Spitze zurückziehen, nicht aber aus der Standespolitik generell. Er werde zwar nicht mehr als Spitzenkandidat zur Verfügung stehen, aber so kandidieren, dass er die Möglichkeit habe, im Vorstand und in der Vollversammlung der Wiener Ärztekammer zu bleiben, kündigte Dorner an. Er will sich dann vor allem um die Erarbeitung grundsätzlicher Konzepte zur Ausbildung angehender Ärzte kümmern.

(APA)

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14 Kommentare
Gast: dor - na danke
13.02.2012 01:13
0 0

dorner adé

wie gut, dass der weg ist.
ein wahrer glücksfall für die ärzte.
wünsche guten ruhestand ....

aquilo
11.02.2012 17:54
0 0

Demnächst erscheint UHBP H. Fischer auch in Gesundheitsteil, weil er seinen Arzt aufgesucht hat!

Was hat die Diskussion um einen Kammerfunktiär, und sei es die eines Ärztekammerprasidenten, im Gesundheitsteil verloren?

Gast: dreamerinvienna
09.02.2012 11:19
1 2

ein ewiggestriger blockierer

tritt endlich ab.
nur leider scheinen die möglichen nachfolger um nix besser zu sein. wie so oft bewahrheitet sich das sprichwort: es kommt selten was besseres nach.

Antworten Gast: strelnikov
10.02.2012 16:33
1 0

Re: ein ewiggestriger blockierer

Tut Herrn Dorner nicht Unrecht. Er weiss, weshalb er gegen ELGA ist. Weil es gerade in Österreich keine sicheren Daten gibt. Hat die Vergangenheit ja bewiesen. Und was ist, wenn ein Mitarbeiter Disketten mit den Gesundheitsdaten verkauft? Gute Nacht. Aber man soll sich ja abmelden können. Wird der erste Schritt sein, falls ELGA kommt.

Antworten Antworten Gast: Quan Tum
11.02.2012 15:12
0 0

Re: Re: ein ewiggestriger blockierer

War Herr Dr. Dorner nicht jener, der in der Bundesgesundheitskommission, -sehr zum Missfallen und zur Verwunderung eines Großteils seiner Standesgenossen-, für ELGA gestimmt hat?! Offensichtlich wußte er nicht, warum er gegen ELGA sein sollte...

3 4

Es ist auch deswegen höchste Zeit, weil man zumindest hoffen kann, dass Dorners Nachfolger nicht auch im Opus Dei ist.

Dorner hat, was jeder in der Kammer weiß, die Ärztekammer für seine Opus-Dei-Aktivitäten missbraucht, was er nicht einmal leugnet (obwohl er es natürlich nicht als Missbrauch sehen würde).
Wer aufmerksam liest, weiß, dass in so gut wie jeder Nummer der "Österreichischen Ärztezeitung" ein Kommentar eines Opus-Dei-Mitglieds ist. Meistens sind das Leute vom "IMABE"-Institut, das sich zwar nicht als Opus Dei deklariert, aber de facto eine Frontorganisation des Opus Dei ist.
Das Profil hat bereits darüber berichtet, und diese Dinge gehören in die Öffentlichkeit. Man muss ja wissen, mit wem man es zu tun hat.

Antworten Gast: nicholasblarney
09.02.2012 10:44
5 4

Re: Es ist auch deswegen höchste Zeit, weil man zumindest hoffen kann, dass Dorners Nachfolger nicht auch im Opus Dei ist.

Und was hat das bitte mit seiner fachlichen Qualifikation zu tun? Wissen Sie, daß es in Österreich mit Strafe bedroht ist, jemand wegen seiner religiösen Orientierung zu diskriminieren. so wie Sie das hier öffentlich tun?

3 2

Re: Re: Es ist auch deswegen höchste Zeit, weil man zumindest hoffen kann, dass Dorners Nachfolger nicht auch im Opus Dei ist.

Ganz falsch. Ich will Ihnen das erklären.
Es geht NICHT darum, dass ich den Herrn Dorner wegen seiner "religiösen Orientierung" diskriminieren will. Er soll machen, was er will.
Worum es aber SEHR WOHL geht, ist eben die Tatsache, dass er seine Position als Ärztekammerpräsident verwendet, um einer religiösen Organisation (Opus Dei) und deren Außenposten (IMABE) Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die ihnen nicht zustehen (z.B. die regelmäßigen Artikel in der ÖÄZ).
Und NOCH SCHLIMMER finde ich es, dass all das nicht einmal deklariert wird. Wenn der Herr Dorner beim Opus Dei ist, dann soll er das auch sagen. Und wenn das IMABE-Institut eine Opus-Dei-Organisation ist, dann soll es das auch sagen.
Beide schweigen dazu, und deshalb muss das eben jemand anderer aufzeigen. Ich halte das nicht für eine Diskriminierung des Hrn. Dorner, sondern für eine notwendige Aufklärung der Öffentlichkeit darüber, was mit Ärztekammerressourcen geschieht und wie das Opus Dei über das IMABE-Institut seit Jahren massiv versucht, die bioethische Diskussion in Österreich in seinem Sinne zu beeinflussen und andere Stimmen zum Schweigen zu bringen. Mit Hilfe und mit Komplizenschaft des Hrn. Dorner.
Kapiert?

Gast: poldine
09.02.2012 09:47
1 1

jetzt ...


... kommt ein generationenwandel, der SEHR zu begrüssen ist, aber der genannte nachfolger ist derselbe betonierer!

elga gehört eingeführt, ich als patient möchte mein recht haben meine daten gesamt sehen und kontrollieren können!

0 1

Re: jetzt ...

Sie müssen das verstehen. Der Datenschutz ist der Ärztekammer zwar sowas von wurscht, aber trotzdem muss man gegen ELGA sein. Würde das nämlich eingeführt werden, könnte man nicht mehr so gut abzocken. Da fällt es dann nämlich auf, wenn Untersuchungen und Behandlungen mehrmals hinteraneinder gewinnträchtig gemacht werden... ;-)

Antworten Gast: Grinsw
09.02.2012 13:41
1 1

gehen s halt

zum Arzt und laden Sie ihre Krankengeschichte bei Facebook und Youtube hoch ....viel Spaß

Grossartige Nachricht!

Das war ja einer der Ober-Ungzustl und Megabetonierer - hoffentlich kommt da wer nach, der nicht im Kopf in den frühen 60er Jahren stecken geblieben ist... :)

Antworten Gast: Vogel Strauss
09.02.2012 08:42
1 0

Re: Grossartige Nachricht!

Glaub ich kaum, weil der Nachfolger wird ja auch in der ÄK 'sozialisiert' worden sein und entsprechend eingenordet ... das ist ja der Jammer in der gesamten Ö-Politik. Quereinsteiger haben wenig Chancen.

Gast: Hans im Glück
09.02.2012 07:56
3 1

Weg mit diesen Pharmavertretern.

Vogelgrippe-Propaganda-Meister verschwindet also.

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