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Chili hebt die Laune und reduziert den Schmerz

26.09.2011 | 17:53 |   (Die Presse)

Das Buch „Chili küsst Tomate“ wartet mit vielen scharfen Rezepten der Starköchin Sohyi Kim und mit einigen Infos über die gesunden Seiten diverser Lebensmittel auf. Auch Ärzte haben ihren Senf dazugegeben.

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Chili mach fröhlich? Nun denn, das scharfe Stück regt die Ausschüttung von körpereigenen Endorphinen an, die die Stimmung bessern, aber auch in der Lage sind, Schmerz zu lindern. Tomaten verhindern Krebs? Nun denn, zwei ihrer Inhaltsstoffe, nämlich Lycopin und Beta-Carotin, wirken krebsvorbeugend, schützen vor allem vor dem Prostata-Karzinom.

Essen fördert Heilungsprozess

Vereint sind die beiden gesunden Lebensmittel in dem Kochbuch „Chili küsst Tomate“. Und damit hat's nicht nur eine kulinarische Besonderheit! Die Rezepte liefert keine geringere als die südkoreanische Starköchin Sohyi Kim („Kim kocht“). Mitgewirkt und ihren Senf dazugegeben haben drei Ärzte – zwei Professoren, ein Dozent –, die schließlich auch gerne gut und gesund essen. „Richtiges Essen unterstützt auch den Heilungsprozess, Vitamine haben große Bedeutung bei der Genesung“, meint etwa Univ.-Prof. Dr. Burkhard Gustorff, Vorstand der Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und Schmerzmedizin am Wiener Wilhelminenspital. „Etliche Gewürze wirken anregend und schmerzlindernd.“ Dazu gehören unter anderem Turmeric (Gelbwurz) und Ingwer.
Vor allem Ingwer, der auch cholesterinsenkend und antioxidativ wirkt, kommt in Kims Rezepten häufig vor, ob nun im Kichererbsen-Curry-Salat, im Chili-Ingwer-Brot oder im Schweinsbraten auf asiatische Art mit Chili. Zu den Cholesterinsenkern gehören aber auch Hülsenfrüchte und Soja. Darf's eine süß-saure Champagner-Linsensuppe sein oder Seidentofu mit Soja-Chilisauce oder Erbsenpüree mit Jakobsmuscheln und Chilisalz?
Fisch ist übrigens auch in der Lage, Schmerz zu lindern. Und zwar auf folgendem Wege: Der Überkonsum von Arachidonsäure (vor allem in rotem Fleisch, künstlichen Fetten) fördert Entzündungsreaktionen und Schmerzempfinden. Diesem negativen Effekt der Arachidonsäure kann man mit speziell langkettigen Fetten wie Omega-3-Fettsäuren entgegenwirken. Und diese Omega-3-Fette, die übrigens auch die Aufnahme des Glückshormons Serotonin begünstigen, sind wieder vor allem in fetten Fischen enthalten. Außerdem: Ist der Serotoninspiegel im Nervensystem zu niedrig, nimmt das Schmerzempfinden zu. Thunfisch-Tempura in Kokosflocken, dazu Mango-Chili-Couscous, ist demnach eine wirklich gute Sache.
Eine andere gute Sache: Die Produktionskosten für das Kochbuch werden von der Pharmafirma Astellas Pharma getragen, und diese schenkt die Erlöse aus dem Buchverkauf zur Gänze der von Kim ins Leben gerufenen Initiative „Neuer Wind“ (unterstützt Jugendliche mit Migrationshintergrund bei ihrer Schul- bzw. Berufsausbildung). (cr)
„Chili küsst Tomate“  ist in den „Kim kocht“-Lokalen in Wien erhältlich und kann auf der Homepage von Sohyi Kim bestellt werden.

WEITERE INFORMATIONEN UNTER:
www.kimkocht.at

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