19.06.2013 02:36 Merkliste 0

Fachhochschulen fürchten Ausbaustopp

 (Die Presse)

Finanzierung. Das Ministerium will mit einer Angebotserweiterung die Unis entlasten.

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Wien/Chs/J.n. Sie haben all das, wovon die Unis träumen: flächendeckend Zugangsbeschränkungen, eine Pro-Kopf-Finanzierung sowie die Möglichkeit, autonom Studiengebühren einzuheben. Jetzt sollen die Fachhochschulen helfen, den Andrang an den schlecht finanzierten Universitäten zu mindern.

Bei der Verteilung der Mittel aus der „Hochschulmilliarde“, die Uni-Minister Karlheinz Töchterle (ÖVP) in den Jahren 2013 bis 2015 ausschütten will, mussten die FH zwar zurückstecken – ein Großteil des Geldes geht an die Unis. Die zusätzlichen Mittel, die sie erhalten, sollen aber in den Ausbau der Plätze fließen. „Wir investieren gezielt – und wie von der Expertengruppe zum Hochschulplan sowie dem Wissenschaftsrat empfohlen – in den weiteren Ausbau der FH“, so Töchterle zur „Presse“.

Derzeit studieren 40.000 Menschen in 372 Studiengängen an 21heimischen FH. Zum Vergleich: An den Unis sind es rund 300.000 Studierende. Bis 2015 sollen an den FH laut Töchterle rund 4000 zusätzliche Plätze geschaffen werden. In Summe gibt es dafür 40 Millionen Euro. Für das Jahr 2012/13 wurden bereits 521 neue Plätze geschaffen, vergangene Woche erfolgte die Zuteilung von weiteren 505 Plätzen. Der Großteil ging nach Wien.

Angesichts der neuen Budgetforderungen der Unis fürchten die FH jetzt aber um den Ausbau: Helmut Holzinger, Präsident der FH-Konferenz, signalisierte am Sonntag „Verständnis für die Nöte der Unis“, warnte aber vor „budgetären Überlegungen“, die den „Ausbau sowie die Entwicklung des FH-Sektors einschränken“. Das Ministerium versucht zu beruhigen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.10.2012)

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